Zuhaltekraft berechnung

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    • Zuhaltekraft berechnung

      Hab folgendes Problem muss ein Excel-Tool erstellen zur Zuahltekraft berechnung. Dazu hab eich jetzt mal aus unserer aktuellen Produktion mal Teile mitgenommen und Einstelldaten notiert.

      Jedoch bekomme ich je nach Formel die unterschiedlichsten Werte heraus.

      Ich benutze da einmal die von Demag

      Fließweg/ maßgebl Wandstärke = Fließweg-Wandstärkenverhältnis

      Aus diesem Wert muss man ja den Werkzeuginnendruck aus 2 Diagrammen entnehmen.
      Dann Werkzeuginnendruck* Zuschlägen kann man auch aus ein Diagramme von Demga entnehmen. Dies wiederum *1.2 = Zuhaltekraft mit Zuschläge. Da ist das Problem das bei kurzen Fließwegen (100mm<;) meist eine Schliekraft ,eist unter 100kn herausbekomme.

      Das ganze gibt es ja auch wenn man ein Schieber-WKZ hat zu berechnen, jedoch das gleiche Ergebniss.

      Die andere Formel ist Zuhaltekraft= Fspez * A
      glaub das ist die von Arburg wo man die Fspez aus einer Tabelle ablesen kann meist leiegn dort ja die Werte zw. 2,5 - 5 kN/cm².


      Da jetzt meine Frage wie berechnet ihr es aus und wie geht ihr mit dem Ergebniss um??
      zb wenn eine Anfrage vom Kunden kommt ob ihr das Teil spritzen könnt oder nicht und dazu das WKZ noch nicht existiert.

      Vorab schon mal Danke.
    • Hallo same one,

      hier ist`s ganz gut beschrieben:

      plastics.bayer.com/plastics/em…e/pdf/1263.pdf?docId=1263

      Zu deiner Frage: wie berechnet ihr es und wie geht ihr mit dem Ergebniss um??

      Projezierte Fläche* mittlerem Forminnendruck je nach Material,

      sind für mich nur Anhaltspunkte um Voreinstellungen vorzunehmen

      oder Berechnung der Maschinengrösse.

      Bei Schieberwerkzeugen noch 20% Aufschlag,das war`s dann auch

      schon.
      Gruß
      Peter
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    • Im Vorab, benutzen wir auch die Formel von Arburg um zu schauen ob es auf der Maschine möglich ist.

      Die Erfahrung die ich gemacht habe ist, das die Einstellung später meistens auf maximal standen.

      Ich habe in der Ausbildung mal einen Monatsbericht über Prozeßoptimierung geschrieben und machte praktische Versuche. Dabei kam ich auf die Idee die Zykluszeit anhand von der richtig eingestellten Zuhaltekraft zu reduzieren. Anzumerken ist, das man damit keine großartige Zeit erreichen kann, aber der andere Aspekt war auch Reduzierung des Energie verbrauchs.
      Dabei benutzte ich keine Formeln, sondern ein Messuhr aus der QS.

      Nachdem mein Monatsbericht bewertet wurde, wurden erstmal alle WKZ so optimiert und es wurde zum Standart bei uns. Das System kennt bestimmt schon einer von euch, aber bei uns war es nicht bekannt und ich fühlte mich danach wie der Kunststoffgott, hielt aber nicht lange, man war ja immer noch Azubi und wurde mit dem nächsten Problem gleich wieder auf dem Boden der Tatsache gehollt :rolleyes:
      Stillstand ist Rückschritt
    • Also eine Messuhr an der Maschine kenne ich nur von den alten BKT Maschinen. Da mußte man dann über ein Diagram den tatsächlichen Wert ermitteln.
      Nur sind bei den alten Maschinen die Messuhren alle hinüber. Da kann man nur noch schätzen, aber nicht genau einstellen.
      Wenn Grat = zu wenig
      Wenn Brandstelle= dann zu viel :D ( war ein spaß)
      alles wird gut :D
    • Moin,

      gut zu hören das ihr auch wie ich da doch dann mehr euer bauchgefühl und der arburg-formel vertrauen müsst.

      Da meine Meister, Technischer Leiter,Betriebsleiter und Lehrer auf die genialen Idee gekommen sind aus meinen Witz ("Geht nicht, gibts nicht";) ernst zu machen und ich nun von denen Verdonnert worden bin, mal paar Versuche zu starten um eine `Zauberformel`zu finden wo mit man eine über 90-95% wirkliche Zuhaltekraft sich errechnen lassen kann.

      Naja nachdem ich dies und jenes ausprobiert habe komme ich doch immer wieder das darauf hinaus das ich mich vom dem Ziel mind. 95% doch noch weit ab bin.

      Naja werd noch einiges asuprobieren, da mir heut aufgefallen war wenn ich mit leicht abgeänderten Formel arbeite eine ganze Ecke näher dran komme an der tatsächlichen Zuhaltekraft. Jedoch sind es verschieden Formel je nach Formteilgeometrie (Zylinder, Platte Hohlzylinder, etc.)

      Hab ich bis jetzt nur lediglich mit ein paar Spritzlinge ausprobiert.

      Falls dies was wirklich taugen sollte, werd ich es euch mitteilen.

      Denke aber warum sollte ich es hinbekommen, wenn Firmen wie Arburg, Engel und Co es auch nicht schaffen?!?!

      Antwort meiner Ausbilder: Galileo & Einstein haben auch Dinge geschafft die vor ihnen keiner geschafft hat.

      LOL
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    • Ich habe mal ein bischen im Netz gekrammt und Material gesammelt um das mit der Messuhr zu zeigen und erklären.

      Denn Ansatz denn ich mir nahm für die Einstellung der Zuhaltekraft lautet:
      "So gering wie möglich, so stark wie nötig"
      Es geht ja mehr oder weniger darum den Spritzdruck engegen zu wirken.

      Meine Bastelaktion bestand aus folgen Mittel:
      s76.photobucket.com/albums/j13…n=view&current=hydrau.jpg
      s76.photobucket.com/albums/j13…view&current=messuhr7.jpg
      schaut euch einfach die Bilder an, Bilder einfügen geht wohl leider nicht, wenn man kein Mod. ist, schade.


      Bild 1
      Messstativ mit Magnethalterung, der Arm ist flexibel und kann in der gewünschten Position fixiert werden, in dem man das Öl in dem Arm
      unter Druck setzt, geile Erfindung.

      Bild 2
      Handelsübliche Messuhr, nichs besonderes.

      Ablauf
      Das WKZ auf schließkraft fahren
      Das zusammengebaute Teil, mit dem Magneten auf die Schließseite anbringen(WKZ oder Aufspannplatte) denn beweglichen Arm mit Messuhr an die Aufspannplatte der Düsenseite setzten und fixieren.
      Zum Einstellen der Zuhaltekraft, SGM anfahren. Zum Anfang erstmal eine größere Zuhaltekraft wählen, damit das WKZ nicht überspritzt wird.
      Die Einstellung erst vornemen wenn das WKZ im Thermischen Gleichgewicht ist. Messuhr auf Null setzen.
      Dann kann man sich an die Zuhaltekraft rantasten, soweit bis sich die Messuhr bewegt, dann atmet das WKZ, die WKZ-hälften werden durch denn Spritzdruck aufgetrieben. Das ist dann die Kraft die ich wähle + ein Aufschlag von 10-15 % als Sicherheit.

      Wer es mal ausprobieren will, ich habe gute Ehrfahrungen damit gemacht
      Stillstand ist Rückschritt
    • Original von same_one
      du arbeitest nicht zufällig in einer firma in der nähe oder in lüdenscheid??


      Nein, ich bin in Ostwestfalen unterwegs, so im Bereich der Ente.
      Wo ich das angewendet habe, war ich noch im Sanitärbereich tätig, die konnten mich aber nicht halten, jetzt turne ich im Sauberraum rum und produziere Artikel für den Medizinbereich.
      Stillstand ist Rückschritt
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    • servus same one,

      wenn du eine ist-anzeige der schließkraft an deinen sgm hast, dann brauchst du diese nur abzulesen und zwar folgendermaßen:

      du reduzierst die schließkraft in von dir gewählten schritten und beobachtest bei jedem schuß deinen ist-wert.
      beginnt dieser während des einspritzvorganges anzusteigen, wird das werkzeug aufgedrückt. das heißt, dass die mindestschließkraft gerade unterschritten wurde.

      so klappts auch auf 95% ranzukommen
    • Bemerkung am Rande!

      Original von Dima

      schaut euch einfach die Bilder an, Bilder einfügen geht wohl leider nicht, wenn man kein Mod. ist, schade.


      ?( ?( ?( ?( ?(

      Doch, müsste eigentlich gehen????
      Hier wurden doch schon von mehreren Mitgliedern Bilder eingestellt!!!
      MfG

      qs
      (Moderator)
    • RE: Bemerkung am Rande!

      Original von qs
      ?( ?( ?( ?( ?(

      Doch, müsste eigentlich gehen????
      Hier wurden doch schon von mehreren Mitgliedern Bilder eingestellt!!!


      Ich kann schon die Funktion Bild einfügen benutzen, soll dann über BBCode funktionieren,
      aber bei mir wird dann nur der Link angezeigt, das kann aber auch an meine Rechte hier im Forum liegen

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    • Original von Dima
      Original von same_one
      du arbeitest nicht zufällig in einer firma in der nähe oder in lüdenscheid??


      Nein, ich bin in Ostwestfalen unterwegs, so im Bereich der Ente.
      Wo ich das angewendet habe, war ich noch im Sanitärbereich tätig, die konnten mich aber nicht halten, jetzt turne ich im Sauberraum rum und produziere Artikel für den Medizinbereich.


      @Dima
      Das hört sich ganz nach Gr...D.. an, und anschließend bist Du zu B... nach B.O. gegangen. Stimmts?
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    • Hallo zusammen,

      wie man vom Berechnen der zuhaltung auf die letzten beiträge kommt, ist schon beachtlich, aber es gehört halt zusammen.

      Was @Dima beschriebt, ist die Ermittlung der Werkzeugatmung.
      das sollte bei jeder Abmusterung geschehen um die Schließkraft so gering wie möglich aber so groß wie nötig einstellen zu können.
      die Werkzeugatmung sollte nicht größer als 0,01 bis 0,02 mm sein, ist etwas Materialabhängig.
      Bei 0,01mm Atmung sollte die eingestellte Schließkraft um ca. 10 % vergrößert werden um einen sicheren Prozess hinzubekommen.
      Es ist empfehlenswer, mit 2 Meßuhren zu arbeiten: eine im unteren bereich des WZ und eine im oberen!
      Ich selber arbeite mit "Feinanzeigern", denn dabei ist eine Dekade 0,01 mm, dass kann man besser sehen, gerade, wenn man an Großmaschinen arbeitet, preislich liegen ie genau so wie meßuhren auf 0,01 mm.

      Was @engineer schreibt ist eine empirische, indirekt kontrolle, ob das WZ aufgeht oder nciht, ein genauer Wert für die Werkzeugatmung kann aber nicht abgelesen werden.
      Gruss
      Zauberer
      __________________________
      Es gibt immer mehr, die immer weniger wissen und immer weniger, die immer mehr wissen. ;(
    • Hallo zusammen,

      meiner Erfahrung nach liegt man bei der Berechnung mit der Zuhaltekraft mit der Formel "Projezierte Fläche (cm²) X 0,5" meistens richtig - dann habt Ihr die notwendige Zuhaltekraft (in to). Bei großflächigen sehr dünnwandigen Teilen würde ich Fakor 0,6 nehmen. Das ist auch immer vom Anspritzkonzept abhängig, Direktanspritzung mit Heißkanal braucht weniger Zuhaltekraft, da reicht meist Faktor 0,4 schon aus.

      Zur Beobachtung der Produktion sollten die Werkzeuge mit Meßuhren augestattet sein - sollte bei Werkzeugen > 200to-SGM bei der Beschaffung ins Pflichtenheft.
      HHB
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    • Zuhaltekräfte Spritzgießen

      Hallo,

      ich beschäftige mich in meiner Diplomarbeit mit der Kostenmodellierung eines spritzgegossenen Bauteils. Dieses Bauteil ist durch eine Vielzahl an Röhren gekennzeichnet. Jetzt meine Frage:

      Wenn ich die Zuhaltekraft mit dem auf diesen Seiten gegebenen Tool (auf Basis von der projezierten Fläche) berechnen lasse, kommen Werte um die 4000 Tonnen heraus. Ist das überhaupt realistisch? Das Bauteil ist ca. 50cm hoch, und besitzt mehrere Röhren (dadurch kommt eine große Fläche zustande)...

      Ich kann mir solche Dimensionen schwer vorstellen. Falls Ihr mir hier helfen könnt oder Infos für mich habt, würde mich das echt freuen.

      Vielen Dank im Voraus!