kühlungsproblem

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    • RE: kühlungsproblem

      Hallo Jürgen,
      um welche Art Verschmutzung handelt es sich denn? Handelt es sich um starke Rostablagerungen hilft meist auch ein Spülgerät nicht mehr. Ansonsten kann ich Dir dieses Gerät empfehlen.

      GWK Moldclean

      Bei Regelmäßiger Anwendung ist es ein optimaler Schutz für die Kühlkreisläufe, da auch ein Schutzfilm durch die Reinigung aufgebaut wird.
      Gruß HK
    • RE: kühlungsproblem

      Original von jürgen fuchs
      Hallo
      ich habe ein Problem mit den Kühlungen von Spritzgußwerkzeugen Stoßfänger, Kühlung ist sehr stark verschmutzt, wer kann mir ein Spüllgerät oder Reinigungsgeräte Hersteller nennen.
      Danke


      Hallo,

      wir setzen für stark verschmutzte Werkzeuge ein Entkalkungsgerät von der Firma KWB ein.

      Hier der Link

      kwb-wedel.de/
      mfg

      Dirk :)
    • RE: kühlungsproblem

      Entkalkungsgerät hatten wir auch Jahre lang im Einsatz. kann ich nur von Abraten, denn:
      1. Der Arbeitsaufwand ist zu hoch
      2. Die Reinigungswirkung ist nicht die beste verglichen mit dem Moldclean
      3. Umständliche Neutralisierung notwendig
      4. Erhöhte Gefahr beim Arbeiten mit der Säure
      Gruß HK
    • RE: kühlungsproblem

      hallo Jürgen,

      dass von @HK empfohlene Gerät kann ich ebenfalls empfehlen. Von den anderen sachen lass besser die Finger. dass einzige, was bei dem Moldclean bedacht werden muss, ist, dass es ALU angreifft. Wenn Trennbleche aus Alu vorhadnen sind, diese gegen edelstahlbleche tauschen.

      Nicht zu vergessen ist aber dabei, dass man nicht isoliert das Werkzeug betrachten darf.
      Gruss
      Zauberer
      __________________________
      Es gibt immer mehr, die immer weniger wissen und immer weniger, die immer mehr wissen. ;(

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Zauberer ()

    • RE: kühlungsproblem

      Hallo Zauberer,
      da muss ich Dir recht geben. Eine vernünftige Wasseraufbereitung gehört da auch zu. Aber das ist ein anderes Thema.

      Anmerkung: Das Gerät von GWK eignet sich auch auch um Temperiergeräte oder die Hydraulikkühlung der SGM zu Reinigen bzw. zu konservieren. Gerade bei Temperiergeräten kann auch die Leistung nachlassen, wenn diese nicht regelmäßig gereinigt werden.
      Gruß HK
    • Guten Morgen,

      Auch wenn der Beitrag doch schon "etwas" älter ist greife ich das Thema mal wieder auf.

      Ich stehe aktuell vor dem Problem ein Spülgerät zu besorgen. Wie sieht es bei dem GWK Moldclean mit Tablettenverbrauch zum einstellen des pH-Wertes aus? Wir hatten ein älteres Gerät des Anbieters das hat die Dinger nur so gefressen. Hat jemand Erfahrung mit den Geräten WRG - 30/2 oder WRG - 60/2 von Weidenreich? Könnt Ihr mir bessere Geräte vorschlagen?

      Danke schon mal für Eure Meinung / Ratschläge.
    • Den üblichen Mist der in den Jahren anfällt. Kalk, organische Ablagerungen und den ganzen Kram. Diesen ganzen Schnodder der sich in den kleinen Bohrungen festgesetzt hat mit den Jahren.
      Durch die ganzen Lichtdurchlässigen Wasserorgeln und Vorfiltern an den Maschinen wird man das Wasserproblem nie in den Griff bekommen.
    • paulchen schrieb:

      Durch die ganzen Lichtdurchlässigen Wasserorgeln und Vorfiltern an den Maschinen wird man das Wasserproblem nie in den Griff bekommen.
      @paulchen, das Wasserproblem bekommt man in den Griff!!
      Die Reinigungsgeräte sind doch nur ein gutes Geschäft für die Anbieter dieser Dinger, weil die Spritzgießer das Thema nicht kompetent bei der Ursache anpacken!


      Bedingung ist, dass das Wasser (mit Fliesfilter!!) ordnungsgemäß mit 50 mµ (zentral in Hauptleitung zur Spritzerei!!!) gefiltert wird :thumbsup: Diese Filter holen schon mal "Bakterienschlick", Feststoffe usw. heraus! Dann bleibt nur noch das Thema Kalk ... und da gibt es mehrere Möglichkeiten, dieses zu bekämpfen z. B. vor Abbau der Werkzeuge Kühlbohrungen gut trockenblasen und Wasserbehandlung!!

      Dass sich eure Bohrungen zusetzen zeigt aber auch ein Grundproblem eures Kühl-/Temperierprozesses: Keine turbulente Strömung!! :thumbdown:
    • Die Fliesfilter haben wir im Wz und Maschinenkreis an jeder Maschine drin. Das Problem mit dem ausblasen / trockenblasen der Kühlkreise sehe ich genauso. Der Großteil der Einrichter versteht den Sinn aber nicht oder ist zu bequem. Noch besser sind die Kollegen die dann mal einfach den Filter ausbauen " weil zu wenig Durchfluss an der Orgel war " anstatt den Filter zu wechseln :cursing: .
      Da es jahrelang vernachlässigt wurde kommt aber mal der Tag an dem es Zeit wird alles zu reinigen. Viele Wz haben ein Schußgewicht zwischen 10 und 15g bei 64 FN. Dementsprechend klein sind die Wz mit ihren 4 bis 6 Kühlkreisen.

      Behrens schrieb:

      @paulchen, das Wasserproblem bekommt man in den Griff!!
      Die Reinigungsgeräte sind doch nur ein gutes Geschäft für die Anbieter dieser Dinger, weil die Spritzgießer das Thema nicht kompetent bei der Ursache anpacken!

      Die Einrichter / Spritzgießer sind hier glaub ich am wenigsten Schuld. Hier ist der Fehler eher ganz oben in den Firmen zu suchen. Alles was Geld kostet ist schonmal schlecht. Dabei rechnet es sich auf Dauer einmal sinnvoll zu investieren. Aber soweit denken die Herren Zahlenjongleure meistens nicht weil es sich nicht schon im nächsten Monat rechnet.


      Somit bleibt die eigentliche Frage nach den Erfahrungen die mit den von mir genannten Geräten gemacht wurden. Oder könnt Ihr bessere Geräte nennen. Sicherlich muss parallel das Wasser geprüft und ordnungsgemäß behandelt werden. Gar keine Frage.
    • Den ganzen Aufwand "die Werkzeuge zu spülen" kann man sich sparen, solange der Schlotz noch in sämtlichen Zuleitungen, Tanks und Pumpen hängt. Da muss man erst mal anfangen. Das gesamte Frischwasser muss, bevor es in die Nachspeisung kommt aufbereitet werden. Dazu gehört in erster Linie: altes Wasser raus und mit entsprechend vorbehandeltem Wasser neu befüllen und spülen. Dabei gleichzeitig ggf. Algenkram und Bakterien bekämpfen. Und das muss mehrfach wiederholt werden. Dabei muss die Wasserqualität täglich geprüft werden und nachbehandelt werden. Dann muss mal untersucht werden, welche Rohrleitungen für euer System am besten geeignet sind: Stahl, Kupfer, Edelstahl, Alu oder Kunststoff. Verbindungen zwischen "edlen" und "unedlen Werkstoffen müssen wegen der entstehenden galvanischen Elemente untersucht werden. Evtl. müssen sogar an bestimmten Stellen sogenannte Opferanoden installiert werden. Und wenn sich dann zeigt, dass das Wasser und die Kühlanlagen durchatmen, kann man sich bequemen darüber nachzudenken, die Werkzeuge endgültig zu reinigen, weil man ansonsten das Wasser ggf. immer wieder impft. Und je nach Kreislaufgröße (nicht nur in Meter Leitungsverbau sondern auch Gesamtinhalt in m³) kann das schon mal ein Jahr dauern. Das alles kann die Firma aber nicht im Alleingang bewerkstelligen, da meistens das Wissen fehlt. Das muss grundsätzlich jemand betreuen, der auch die chemischen und physikalischen Hintergründe analysieren kann und die Gegenmittel und Erfahrungen mitbringt. Also in der Regel eine externe Firma.
      Interessant ist immer, dass es offenbar nur wenige Firmen gibt, die ein Kühlwasserproblem haben. Bzw. die dazu stehen, dass sie eins haben. Denn jeder, der sein Kühlwasser nicht behandelt, wird auf Kurz oder Lang damit konfrontiert. Spätestens, wenn man das Wasser im Kreis pumpt, um Kosten zu sparen. Und wer da nicht von Anfang an steuernd und regelnd eingreift oder besser eingreifen lässt, zahlt irgend wann richtig drauf, wenn es nicht mehr richtig funktioniert.
      Man darf sich aber auch nicht täuschen lassen. Wer mit Wärme arbeitet und dabei Equipment kühlen muss, kommt in der Regel nicht um Ablagerungen herum. Man kann lediglich daran arbeiten, diese Ablagerungen zu minimieren oder größtenteils dort stattfinden zu lassen, wo man sie leicht wieder entfernen kann. Besonders wer mit Verdampfungskühlungen arbeiten muss (z.B. bei Extrudern) kommt nicht ohne mineralische Ablagerungen in Kühlkanälen durch die Schichten. Dort und eigentlich nur dort darf es bei richtiger Wasserbehandlung Ablagerungen geben, die dann im Rahmen einer gut strukturierten Wartung beseitigt werden müssen. Hier helfen dann in der Regel auch nur aggressive Medien und sehr hohe Spüldrücke und Verweilzeiten.
    • Achso,
      Und: Ja, das kostet Geld. Je später man mit der Aufbereitung anfängt, desto mehr muss investiert werden.
      Läuft die Geschichte erst mal, ist es zwar nicht kostenlos, aber es ist zu bewältigen. Maschinen- und Werkzeugausfälle reduzieren sich, die Qualität wird konstanter ( weniger Ausschuss), meistens sinkt der Energieverbrauch für Kühlanlagen deutlich (wurde vorher vorsichtshalber nie betrachtet) und auch der Kühlwasserverbrauch wird meistens deutlich sinken (weniger Nachspeisung notwendig).
    • Guten Morgen,

      ich gebe Dir vollkommen Recht in der Vorgehensweise petersj. Das ist der einzige richtige und sinnvolle Weg den du aufzeigst. Nur leider werde ich ohne einen Beweis vorzulegen da keinen Fuß in die Tür bekommen. Die letzte Antwort die ich dazu bekommen habe war " ..weißt du was das für ein Aufwand ist und was das kostet?" Es wird über Zykluszeiten geredet die nicht eingehalten werden können weil die Kühlzeiten erhöht werden um ordentliche Teile zu produzieren. Was das kostet interessiert anscheinend leider keinen.
      Mein "Plan" war ein Gerät zu besorgen, das Wz zu spülen, die Produktion mit der wirklich benötigten Kühlzeit zu starten und dann vorzulegen wieviel Teile/ Jahr an allen Maschinen produziert werden könnten wenn die Kühlung sauber wäre. Weiterhin wollte ich dann die Kosten gegenüberstellen. Wie gesagt, so war der Plan.
    • Geimpftes Wasser schön und gut, aber wie handhabt ihr die möglichen Gefahren ? Wenn man so ein Sicherheitsdatenblatt ließt kann einem schon anders werden....es taucht dann auch ab und zu auch so ein Satz auf: "Keine relevanten Informationen verfügbar" - was ich so interpretiere das der Hersteller selber keine Ahnung hat was neben den erwähnten Gefahren noch alles so passieren kann. (so wie beim ST-DOS H-390)
      Wir hatten vor ca. 10 Jahren mal einen Korrosionsinhibitor von Regloplas (RK93 glaube ich). Ist da mal beim Werkzeugwechsel ein Tropfen von dem damit geimpften Wasser auf den Lack der Maschine bekommen, hat man den Fleck nie mehr wegbekommen. Also für die Haut sicher nicht ideal und ganz zu schweigen davon wenn man das ins Gesicht bekommt...
      Bei Dauerläufern mögen die Gefahren nicht so oft vorkommen, aber bei täglichen Werkzeugwechseln sieht das anders aus.
    • Ja, Ja. Am Anfang steht der Plan. Bei uns lief das beiläufig mit über Energiemanagement-Auditierungen. Zusätzlich der eigentliche Aufruf der Geschäftsleitung: Energie und Rohstoffe einsparen! Dann wurden erstmal Wasserproben gezogen und analysiert. Dabei fand man sogar Mikroben, die Kunststoff fressen!. Die sollten dann zur Abluftreinigung verdonnert werden. Sie sind leider in der extra konstruierten Anlage verhungert: zu wenig Dreck in der Abluft. Man hat dann versuche mit verschiedenen Wasserfiltern gemacht (Hauptstrom, Nebenstrom). Dann UV-Bestrahlung. Verschiedene Chemikalien usw. Und das ja nicht nur in einem Werk, sondern immer gleich in allen Werken, damit man auch vergleichen kann.
      Wie gesagt: Das war und ist nicht billig! Und es wird immer noch optimiert! Aber: Baden sollten wir in dem Kühlwasser trotzdem nicht! Aber die Ausfälle sind deutlich "überschaubarer". Und das Ziel ist immer, dass Ausfälle planbar werden = eine vorbeugende Wartung wird ermöglicht.
    • Es sollte jedem bewusst sein, dass nicht alles was gut funktioniert auch gleichzeitig Bio ist und umgekehrt ist es so, dass nicht alles was Bio ist auch funktioniert. der Pfad dazwischen ist der goldene Weg. Auch bei uns gab es "rote Hände" wenn die Extruderfahrer die Stränge durch das Wasserbad zogen. Dann gab es natürlich Untersuchungen warum das so war: Additive? Bei allen Leuten? Konzentration der Additive? Verwendung anderer Mittel? PSA?
      Das ist nicht wirklich einfach da das Passende zu finden. Und so haben wir auch in unterschiedlichen Werken im In- und Ausland unterschiedliche Systeme erarbeiten dürfen. Da spielen eben die unterschiedlichen Rohstoffe (Wasser) und die klimatischen Verhältnisse entscheidende Rollen. Und die uns betreuenden Firmen diesbezüglich waren manches mal am Abk..tzen. Aber sie wurden entsprechend bezahlt und hatten die Aufgabe. Uns sie sind bei uns geblieben. Vieles lief auch über verschiedene Universitäten und nicht zu vergessen: Auch die Gemeinden, in denen unsere Werke stehen waren maßgeblich beteiligt. Also auch Politik.
    • @petersj, das mag ja alles richtig und gut sein, was du hierzu schreibst, aber bedenke: @paulchen ist laut seiner Zustandsbeschreibung in einer ganz anderen Welt unterwegs!

      Basis eines Kühsystems in der Spritzerei ist erst einmal sauberes Wasser (Filterung 50 mµ) und ausreichender gleichbleibender Druck (min. 5 bar) :thumbsup:

      @paulchen, lass dir ein Angebot für einen entsprechenden Filter in der Hauptleitung machen (die Einzelfilterung an den Anlagen sind "Schrott") und das Gleiche für ein entsprechendes Pumpensystem, falls nicht vorhanden. Nur so kannst du in die richtige Richtung starten! Über solche (verhältnismäßig kleinen) Massnahmen sind in der Spritzterei locker 10% Leistungserhöhungen zu holen ...

      Für den Anfang musst du natürlich
      - die Leitungsquerschnitte,
      - notwendigen Volumenstrom,
      - notwendige Pumpenleistungen
      bewerten und festlegen.
    • Die Einzelfilter an den Anlagen würde ich nicht als Schrott bezeichnen. Es ist eine Hilfskrücke, wenn man keinerlei Wasseraufbereitung hat und damit anfangen will. Wie @petersj es schon weiter oben beschrieben hat, ist dieser Prozess langwierig und teuer.

      Das immer größer werdende Angebot an Einzelfiltern zeigt einfach, dass der Bedarf da ist und bei den Verarbeitern das Thema so langsam auf den Tisch kommt.
      Klar wird man damit um die teure, aber dauerhafte Lösung, nicht herum kommen. Nur muss den Entscheidern klar und deutlich gemacht werden, dass eine gute Wasserqualität ein Teil der Produktion darstellt und und somit dauerhaft geringe Kosten verursachen muss.
    • 1u21 schrieb:

      Die Einzelfilter an den Anlagen würde ich nicht als Schrott bezeichnen. Es ist eine Hilfskrücke,
      ... hatte deshalb auch in "..." gesetzt ;) Aber aus Erfahrung, und @paulchen bestätigt es ja, dass diese Dinger in der Praxis a) nicht entsprechend gewartet werden, b) zu oft ausgebaut werden ... = nicht praxistauglich! Sie machen es den Leuten in den Spritzereien nur schwer, zudem sinnlos, wenn die Spritzerei grunsätzlich mit sauberem Wasser versorgt wird.


      1u21 schrieb:

      Wie @petersj es schon weiter oben beschrieben hat, ist dieser Prozess langwierig und teuer.
      Diese Aussage ist a) zu pauschal und b) abschreckend, was ich für schlimmer halte! Was heisst "teuer"??

      1u21 schrieb:

      Das immer größer werdende Angebot an Einzelfiltern zeigt einfach, dass der Bedarf da ist und bei den Verarbeitern das Thema so langsam auf den Tisch kommt.
      Um das Thema "auf den Tisch zu bringen" sind die vielen Einzelfilter der falsche (abschreckende) Weg! Über "Hilfskrücken" sollte solch wichtiges Thema nicht publik werden. Die Einzelflter sind nur für den Verkäufer sinnvoll ... ;)

      1u21 schrieb:

      Nur muss den Entscheidern klar und deutlich gemacht werden, dass eine gute Wasserqualität ein Teil der Produktion darstellt und und somit dauerhaft geringe Kosten verursachen muss.
      Genau so muss es laufen, jedoch über den Weg einer professionellen (nicht verkaufsgetrieben) Ratio-/Entscheidungsvorlage durch den Spritzereileiter!!