Schulungen für Azubis während der Ausbildung

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    • Hallo Opa,

      diese Fragezeichen gibt es bei den Maschinen, mit denen ich bisher gearbeitet habe, bei der Kurvengrafik nicht.

      Immerhin arbeiten die Rechner der Maschinen im Millisekundenbereich, besonders gute Erfahrungen habe ich mit der MC4-Steuerung von Krauss-Maffei gemacht . . .

      Aber von den ca. 80.000 SGMs, die in Deutschland in den Spritzereien stehen, wird ein nur kleiner Anteil mit 0,5 Sek. Einspritzzeit laufen (?), wenn wenigstens 50% von den anderen Maschinen mit Kurvengrafik aktiv arbeiten würde, hätte die Branche schon einen großen Schritt nach vorn gemacht . . . es sollten alle daran arbeiten und nicht destruktiv darüber diskutieren . . . technologischen Fortschritt in der Prozessbeherrschung braucht die Spritzgussbranche, da liegt viel Potential!
      HHB
    • Guten Morgen Behrens,

      bitte versteh mich richtig, ich möchte nicht destruktiv erscheinen.

      Aber ich finde es wichtig, dass man den Auszubildenden immer wieder sagt und zeigt, dass das Augenscheinliche nicht einfach so hingenommen werden soll, sondern dass man selbstkritisch bleibt.

      Was nützt mir eine Aufarbeitung der Signale im Millisekundenbereich, wenn meine ankommenden Signale nicht sauber sind ?

      Das System das ich messe hat eine gewisse Trägheit (Schaltspiel der Ventile usw. ) Wenn meine Regelstrecke zu kurz ist, dann sind die Werte die ich von meinen Sensoren erhalte irreführend.

      Daher bleibe ich bei meiner Meinung, dass das wichtigste Ziel bei der Ausbildung ist, den Auszubildenden dahingehend zu unterrichten, dass er alles was er tut , kritisch hinterfragt.
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      MfG opa
    • Hallo an alle,

      Wir reden hier von Schulungen von Azubis in während der Ausbildung!!??!!
      Wir reden von Kurvengrafiken???
      Wir reden von allem, bis auf einen Punkt:

      Die Azubis müssen auch das Verlangen haben geschult zu werden. Viele hinterfragen doch nichts mehr, wie opa bereits erwähnte!!

      Es beginnt doch schon beim Material!!!!!
      Die meisten Antworten auf die Frage, ob PS HI ein amorpher oder ein teilkristalliner Kunststoff ist, mit teilkristallin!!!

      PE ist bei 210°C klar, kühlt ab und wird trüb! Wie kommt es? Antwort: Keine Ahnung!!!!

      Kaum einer Fragt warum. Hinnehmen ist leichter als forschen!!
      Ich denke, was genauso wichtig ist wie Schulungen, ist das wecken der Neugierde bei den Azubis, das sie mit Neugierde zur Arbeit kommen und sich mit der Suche auf Neue Erfahrungen an die Arbeit gehen.
      Wenn das so ist, dann finde ich persönlich, machen die Schulungen noch mehr Sinn!!

      Also, erst muss die Motivation geweckt werden, übrigens nicht nur für die Maschine, auch fürs Material!!
      MfG

      qs
      (Moderator)
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    • Guten Tag QS,

      Deine Hinweise muß ich voll unterstützen.
      Trotzdem will ich auch mal eine Lanze für die Auszubildenden brechen.

      Die Auszubildenden in größeren Unternehmen bekommen naturgemäß mehr Grundlageninformatioen als dies im Kleinunternehmen geschieht. Ganz einfach weil es dort auch die entsprechenden Fachkräfte gibt, die sich damit auskennen.

      Die Chemie der Kunststoffe ist derart umfangreich dass man schon einen inneren Drang verspüren muss , sich mit diesem Gebiet auseinander zu setzen.

      Ich glaube weiter, dass in den Schulen selbst auch zuwenig getan wird, weil die Fachlehrer dieses Gebiet meist stiefmütterlich behandeln weil es Ihnen zu suspect ist.

      Es läuft in der Ausbildung eben immer darauf hinaus, wie kann ich den Hunger nach Information und Wissen bei dem Auszubildenen wachhalten und den Mädels und Jungs auch helfen die Erfolgserlebnisse zu bekommen, die den Spass an der Arbeit aufrecht erhalten.

      Dass das nicht immer ohne Rückschläge bleibt, weiß wohl jeder der Kinder erzieht bzw. erzogen hat.

      In diesem Sinne meine ich , die Alten dürfen nicht aufgeben und sollten auf keinen Fall Ihr Wissen mit ins Grab nehmen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man am anderen Ufer der Nacht sich für Sein irdisches Wissen was kaufen kann.
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      MfG opa
    • Hallo OPA,
      das mit den Grundlageninformationen ist schon richtig. Meiner Meinung nach hängt das aber nicht nur mit den Fachkräften zusammen. In kleineren Betrieben gibt es auch Fachkräfte die das können.
      Vielmehr spielt da die Anzahl der Mitarbeiter eine Rolle. In großen Betrieben gibt es meistens Fachleute/Ausbilder die nur Ausbildung machen und nichts anderes. Daher kann da mehr Stoff und vorallem auch die Grundlagen tiefer vermittelt werden als in kleineren Betrieben, wo der Ausbilder noch andere Tätigkeiten ausübt.

      Ansonsten stimme ich Dir zu, Chemie ist kein einfaches Thema, aber wenn man den Willen hat sich da mit auseinander zu setzen ist es gar nicht so schwer.

      Wenn die "alten" Wissen an die "jungen" abgeben sichern wir dadurch auch unsere Zukunft. Sollte man vielleicht mal drüber Nachdenken!
      Gruß HK
    • @ opa,

      danke erstmal für die Zustimmung!!!

      Die Azubis sollen ja nicht im 3. Lehrjahr eine Polymerisationsanlage bauen können,
      aber wissen was bei der Polymerisation und den anderen Herstellungsverfahren vor sich geht, sollte schon drin sein, ebenso was Valenzkräfte oder Doppelbindungen sind, dann sieht man auch einige Zusammenhänge viel deutlicher!!!

      Es schadet ja nicht, wenn man sich etwas mehr an Wissen gönnt als notwendig!!
      MfG

      qs
      (Moderator)
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    • @ HK
      du hast völlig recht, wenn der Ausbilder noch Nebentätigkeiten hat, leidet die Ausbildung und zwar stark...

      genauso ist es aber auch, wenn man mit den Azubis nicht kontinuierlich lernt, sondern zwischendurch immer "pause" macht....

      @ qs

      das mit den Herstellungsverfahren von Kunststoffen sollte man denk ich schon dann mal wissen wenn man im 2. Lehrjahr die Berufsschule besucht, gerade da lernt man sowas, genauso die Grundlagen der "Kunststoff- Chemie" nur wer kein Interesse zeigt, bei dem sieht dann dass PE Molekül C2H4 eher aus wie das Haus vom Nikolaus, entschuldigt bitte diesen krassen Vergleich.

      Aber das liegt daran dass kein Interesse besteht, sich auch mal in seiner Freizeit um seine Ausbildung zu kümmern, denn diese Wissenslücken (oder Krater) sind ja nicht nur in der Chemie vorhanden sondern auch in allen anderen Bereichen

      wenn man diese Azubis dann darauf anspricht, dass sie das ja nicht lernen sollen weil ich/ oder Person XY das sagt, oder möchte sondern weil sie es für die erfolgreiche Ausbildung und für den weiteren Berufsweg brauchen, dann wird entweder patzig geantwortet oder gesagt ja und keine Zeit. Dabei ist es nicht die Zeit die fehlt sondern das Interesse.

      Ich meine sind denn Fußball, PC spielen und Disko wichtiger als Bildung???

      Ein Beispiel, wir haben bei uns in der Firma einen Industriemeister,der mehr über Chemie und molekulare Veränderung weiß als jeder den ich kenne (außer mein Berufsschullehrer) und der sich wirklich mehr als nur Mühe gibt den Azubis oder auch Facharbeitern mit Rat zur Seite zu stehen wobei er meistens sogar seine eigene Arbeit unterbricht. Dann hat er nun den Azubis was erklärt,und bumm kam dann oh ist schon 3 wir haben Feierabend, und weg sind se...... das zeigt mir nur eines Unmotiviertheit, Desinteresse und vor allem UNDANKBARKEIT

      aber auch wie OPA schon sagte in kleinen Betrieben ist die Ausbildung nicht so intensiv wie in größeren

      bei uns ist es leider so das manche Facharbeiter dich auch sehr demotivieren, wenn man dann sachen an den kopf bekommt wie du kannstnicht hast bald deine prüfung und schaffst die sowieso nicht, dumachst nur scheiß usw usw, da verliert man schnell die Lust an der Ausbildung, genauso wie wenn man über längere Zeit Aufgaben bekommt die den Anschein haben du kannst eh nichts evtl kannste das.

      naja es gibt aber auch Azubis die sich interessieren, die motiviert sind und die lernen, zwar wenige aber es gibt sie

      naja jetzt will ich aber mal aufhören, hab mich da viel zu sehr mitreißen lassen.....
      (o:= MFG Styrol =:o)