sehr flexibles aber wenig elastisches Material zum gießen oder thermischen verformen

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    • sehr flexibles aber wenig elastisches Material zum gießen oder thermischen verformen

      Hallo zusammen,

      ich suche nach einem Material oder eine Folie die ich entweder in eine 3D-gedruckte form gießen kann oder sie thermisch mit einer 3D gedruckten form verformen kann.

      Das Material sollte dabei sehr flexibel sein aber nicht sehr elastisch. Wie bspw. gewebte textilien aus nylon fasern.

      Es soll am ende eine art ventil (bis 1mm dick) entstehen für drücke bis 0,3 Bar

      Mein erster Ansatz:
      gießsilikon nehmen. Aber das ist viel zu elastisch, das ganze bläßt sich aber auf unter druck
      kaupo.de/shop/SILIKONKAUTSCHUK…0-1-Silikonkautschuk.html

      nächster Ansatz:
      Eine Mülltüte thermisch verformen, aber dabei war ich noch nicht so erfolgreich. das konnte ich plastisch nicht genug verformen ohne, dass es reißt.


      Bin sehr gespannt auf eure Ideen und Vorschläge!

      LG
    • flexibel aber nicht elastisch....
      Mülltüte bis 1mm dick ....

      Mit dem Silicon hast du die gewünschte Form hinbekommen? Es geht nur um Handmuster und nicht um den Anspruch das später in Serie genau so auch hinzubekommen?

      Wie wäre es wenn du Glasfasermatte mit in die Form einlegst? Wenn du vorher die Matte so einschneidest das die Form möglich wird ohne große Falten dann geht das vielleicht auch über eine 3D Kontur. Oder überhaupt mit einem Einleger aus dem 3D Drucker, einem Skelett das die wichtigen Stellen stützt, stabilisiert und dem Silicon in den flexiblen oder dichtenden Bereichen.
    • Bei einer 3D-gedruckten Form und einer thermisch möglichen Verformbarkeit kommen bei einer Foliendicke von 1mm viele Materialien in Frage. PMMA (Plexiglas), PC (Makrolon) etc.
      Die Form sollte einen Vakuumnippel für einen Staubsauger haben. Dann wird die Folie mit einem Heißluftfön oder im Backofen aufgewärmt bis sie einigermaßen plastisch ist. Dann auf die Negativform legen und Vakuum ziehen. Das nennt sich dann Tiefziehen. Wenn die Folie wieder kalt ist (1-2 Minuten) hast du eine Abbildung deiner Form.
    • wichtelchen schrieb:

      flexibel aber nicht elastisch....
      Mülltüte bis 1mm dick ....

      Mit dem Silicon hast du die gewünschte Form hinbekommen? Es geht nur um Handmuster und nicht um den Anspruch das später in Serie genau so auch hinzubekommen?

      Wie wäre es wenn du Glasfasermatte mit in die Form einlegst? Wenn du vorher die Matte so einschneidest das die Form möglich wird ohne große Falten dann geht das vielleicht auch über eine 3D Kontur. Oder überhaupt mit einem Einleger aus dem 3D Drucker, einem Skelett das die wichtigen Stellen stützt, stabilisiert und dem Silicon in den flexiblen oder dichtenden Bereichen.
      Ja mit dem Silikon habe ich die gewünschte Form hinbekommen.

      Ich arbeite in der klinischen Forschung im Krankenhaus und es geht darum prototypen zu bauen aus den Ultraschalldaten der Herzklappen des Patienten um die chrirurgen daran an einem simulator trainieren zu lassen. Um genau zu sein die mitralklappe.
      Also es wird weder eine serie geben noch muss kommt es auf den 1/10 mm an

      Das mit der Glasfasermatte ist ne gute idee, ich habe schon über netze aus nicht elastischen Fasern nachgedacht. Sind diese Glasfasermatten sehr flexibel? habe damit keine erfahrung.

      Dachte nur wenn ich es aus einem material gieße/forme ist die herstellung vllt leichter.
    • petersj schrieb:

      Bei einer 3D-gedruckten Form und einer thermisch möglichen Verformbarkeit kommen bei einer Foliendicke von 1mm viele Materialien in Frage. PMMA (Plexiglas), PC (Makrolon) etc.
      Die Form sollte einen Vakuumnippel für einen Staubsauger haben. Dann wird die Folie mit einem Heißluftfön oder im Backofen aufgewärmt bis sie einigermaßen plastisch ist. Dann auf die Negativform legen und Vakuum ziehen. Das nennt sich dann Tiefziehen. Wenn die Folie wieder kalt ist (1-2 Minuten) hast du eine Abbildung deiner Form.
      Und diese folien sind dann noch ähnlich flexibel wie eine Mülltüte? wenn ich da an plexiglas denke mit 1mm stärke, dass ist doch hart wie eine PET Flasche oder härter? ich brauche eher was mit der flexibilität eines t shirts.

      LG
    • Vielleicht hilft dir ja ein TPE oder ein ähnlicher Kunstoff.
      Die gibt es in sehr vielen Shore Härten. Die weicheren (elastischer) werden normalerweise mit Shore A und einer Zahl definiert. Je kleiner die Zahl desto weicher das Material.
      Das Material geht aber dann je nach Härte auch eher in die Richtung Silikon.
      Wenn die flexibilität eine T-Shirts ideal wäre, wieso nimmst du dann nicht ein Textil und "begießt" es mit einem Silikon?
      Dann sollte sich das doch nicht mehr aufblähen, bzw nur im Bereich was die Textilfasern zulassen.

      Grüße

      DerK
    • Flexibel aber nicht dehnbar ist eben der Wiederspruch den man mit etwas Gummiartigen nicht hinbekommt.
      Eine Faserverstärkung kann das aber leisten. Es muss keine Glasfasermatte sein. Anderes gewebtes Material tut es auch. Es muss nur verträglich mit dem Elastomer sein.
      Glasfasermatten gibt es in vielen Arten und Stärken. Im Modellbaubereich findet sich vieles. Und auch in Kleinmengen für einen Versuch.
      Aber vielleicht ist ja auch im Bereich Verbandmaterial was passendes dabei. So eine Herzklappe ist doch bestimmt auch etwas dehnbar. Ich kann mir zwar nicht vorstellen wie euer Simulator aussieht aber ich könnte mir vorstellen das ein Silicon passender Shorehärte in Verbindung mit einem in Teilbereichen stützenden Einlegeteil die besten Erfolge bringt.
    • Dann kommen die von mir vorgeschlagenen Materialien nicht in Frage.
      Aber es wird dann auch schwierig ein Material zu finden, das nicht elastisch aber doch flexibel ist. Weil Polymere ihre Eigenschaften in allen Richtungen haben. Heißt: ein Polymer ist, wenn dann, in allen Richtungen flexibel und damit dann auch elastisch. Da könnte dann tatsächlich nur eine Schichtung mit einer Gaze die Elastizität unterbinden.
      Verfahren: eine dünne Schicht Polymerfolie 0,5-1mm dick(z.B. weiches TPU), eine Schicht Gaze und wieder eine Schicht Polymerfolie 0,5-1mm dick. Das ganze System zwischen zwei Edelstahl- oder Messingbleche legen und dann in einer Presse bei ca.180-200°C unter mäßigem Druck zusammenschmelzen (ca. 60sec). Ist das Polymer schön mit der Gaze verbunden (im wahrsten Sinne "vernetzt"), das System unter weiterem Druck erkalten lassen (Kühlung der Pressplatten mit kaltem Wasser für ca. 2min.). Dann Druck entlasten und das Schichtsystem von den Blechen fummeln. Die Dicke dürfte dann so bei 0,5-1mm liegen. Mit ein wenig Übung dürfte das dann auch reproduzierbar werden.
      Durch die Gaze ist das Material dann nicht mehr elastistisch aber trotzdem noch ein schlabberiges "Hautsystem" = flexibel. Problem: es ist einfach plan. Aber da es sich um ein thermoplastisches Polymer handelt, könnte man es sicher in eine beheizbare Form legen und damit dann umformen. Zuschneiden könnte man die Flatschen mit einer Schere.
      Würde das eher deiner Vorstellung entsprechen?
      Gut, Netzgaze habt ihr sicherlich in allen möglichen Formen, Sorten liegen. Aber wo bekommt ihr entsprechende TPU-Folie her? Da kann ich leider nicht weiterhelfen. Evtl. beim SKZ anfragen - gegen Bezahlung.
    • Neu

      Bei 1mm Schichtdicke kommst du vermutlich um ein elastisches Material nicht herum, anderenfalls ist es einfach zu steif.
      Mein erster Gedanke war eine PET-Folie, solche verwenden wir mit 0,1mm (!) dicke, diese sind biaxial verspannt, daher flächig fast nicht dehnbar, aber sehr biegbar.
      Bei einem Millimeter bist du jedoch fast bei der Wandstärke einer Mehrweg-Kunststoffflasche, da ist nicht mehr viel mit Flexibilität.

      Mir fällt da eigentlich nur noch etwas im Multi-Layer-Bereich (Sandwich) ein: eine dünne, zugsteife Folie und darauf eine flexible Elastomerschicht. ggf. eine zweite, feste Folie darüber.
      Alternativ ein Gewebe, dass im Kunststoff eingebettet wurde (kennt man Teilweise von Outdoor-Planen)