Drehmoment Schrauben

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    • petersj schrieb:

      Alle unsere Werkzeuge sind mit Löchern für Schrauben nach dem Rasterbild der Spannplatten versehen. Ich habe Nuten zum Verschrauben noch nie vermisst. Bei unseren größeren Maschinen werden die Werkzeuge gepratzt. Die Schraublöcher der Spannplatten haben mich auch dort noch nie vor Probleme gestellt. Selbst bei Fremdwerkzeugen nicht. Ein Kollege wollte die Schrauben mal mit Loctide einsetzen "damit sie sich nicht wieder lösen". Das konnte ich gerade noch verhindern.

      Ich finde, dass die Verwendung - auch noch so schöner Spannpratzen - immer nach einem Provisorium aussieht. Vor allem bei kleinen Werkzeugen. Und es bieten sich dadurch immer irgendwelche Ecken, Kanten und Überstände, an denen sich die Bediener verletzen könnten. Daher legen wir im Lastenheft immer entsprechende Schraublöcher nach der entsprechenden Norm fest und geben das Schraubbild der Maschine bei. Wir hatten auch mal einen Werkzeugbauer, der unbeding auf Pratzen bestand. Das Werkzeug musste er entsprechend umbauen.
      Ich hab mal unsere rund 200 SGW geistig Revue passieren lassen ... ?(
      Also ca. 90 % dieser SGW sind aus versch. Gründen so gebaut, dass sie gerade mal so eben zw. den Holmen der SGM durchpassen und haben dabei auch meist beidseitig nur freie Spannbereiche
      von max. 10 - 15 mm ... gerade mal soviel Platz für die Spannauflagen ... da ist nix mit Platz für min. 12,5er Bohrungen für M12 Schrauben; geschweige denn für die Scheiben

      Ich denke mal das ist bei den meisten "Spritzern" nicht anders ... :D
    • Ich habe so ein wenig den Eindruck das man hier um des Kaisers Bart streitet..... Aber egal

      - Habe ich es übersehen das der Fragesteller überhaupt schon gesagt hat was er befestigen möchte? Ich nehme auch an das es Werkzeuge sind, Wissen ist das aber nicht.

      - Unsere Werkzeuge sind fast alle mit Schrauben, Scheiben und Nutensteinen in T-Nuten befestigt. Und oft sind die Werkzeuge so groß wie die Aufspannplatte. Da kommen dann eben entsprechende Taschen in die äußeren Platten. Die Schraube mit Scheibe und Nutenstein schiebt man von außen rein und mit einer Umdrehung ist das fest.
      Aus dieser Erfahrung raus bin ich kein Freund von Gewinde in Maschinenplatten. Gewinde unterliegen Verschleiß.
      Und weil unsere Werkzeuge so groß sind wie die Spannplatten lasse ich das Argument "Wir verwenden Pratzen weil kein Platz ist" nicht gelten. Gerade dann nicht.

      Auch verstehe ich nicht das Leute die eine so gut organisierte Produktion führen kein Schnellspannsystem einsetzen. Hatten wir für bestimmte Produktionszweige schon vor 25 Jahren. Und das läuft. Aber natürlich nur wenn die Werkzeuge genau dafür gemacht sind.

      Ein anderer Punkt der hier noch gar nicht beleuchtet wurde ist Temperatur. Die Aufspannplatten der Thermoplastwerkzeuge werden vermutlich selten so warm wie bei unseren Elastomerwerkzeugen. Hier sind die Aufspannplatten auch die Heizplatten für die Werkzeuge und haben so 160 bis 180°C. Baut man ein kaltes Werkzeug auf warme Heizplatten ein, zieht die Schrauben fest und läst es warm werden schädigt man die Schrauben. Und Lösen geht gar nicht gut. Da würde auch das Anziehen mit Drehmoment nicht helfen. Erst wenn alles warm ist wird fest gespannt. Und natürlich nur mit dem zugehörigen Schlüssel ohne den Hebel mit Rohr zu verlängern. Wenn das nötig sein sollte weil sonst die Spannkraft nicht reicht muss der Konstrukteur nachgeschult werden.
    • Preform schrieb:

      die Formeinbauhöhe ist dementsprechend etwa 50mm geringer (Maschine mittlerer Größe)
      ... ist mir so nicht bekannt, zudem sind das Daten, die in das Anforderungsprofil/Lastenheft der Maschine gehören. Hier sind wir natürlich bei der Frage "welcher Spritzgießer hat überhaupt ein eigenes Lastenheft für seine SGM-Beschaffung" ....? ;) ;) ^^
      spritzguss-schulung.de steht für NEUES DENKEN beim Kunststoff-Spritzguss
    • Neu

      Hallo,

      Danke für eure antworten.

      Die Frage bezieht sich natürlich um klassische Spannpratzen in der Spritgussmaschine mit Stützschraube.

      Meiner Meinung nach richtet es sich eben nicht nach der Güteklasse der Schraube sondern es muss maximal begrenzt werden auf die Aufspannplatten.

      Soll heißen, die Schraube könnte wesentlich mehr als die Guss Aufspannplatte aushält.

      Das heißt wer hochfeste Schrauben 12.9 verwendet und die richtigen Anzugsmomente dazu, macht auf dauer seine Gewinde kaputt.

      Nach langer Suche habe ich Informationen bei Sumitomo / Demag in der Betriebsanleitung gefunden.

      Hier wird als max. Anzugsmoment folgendes empfohlen:

      M12 / 90 Nm

      M16 / 215 Nm

      M20 / 420 Nm

      Vielleicht findet sich ja doch noch einer der gewisse Werte in der Praxis anwendet und uns darüber berichten kann.

      Viele Grüße.

      moritz
    • Neu

      Hallo,

      ich hänge einfach mal was dran....

      Noch eine Nachfrage hätte ich:
      Was soll gespannt werden?
      Wie soll es gespannt werden? Direkt mit Schraube/Unterlegscheibe? Mittels Spannpratze?

      Wenn Spannpratzen benutzt werden, da hilft der hersteller der Pratzen weiter.

      Aber egal wie ... ganz wichtig ist einfach mal ... die gute alte Formel 1,5xD , ich erlebe es so oft, leider, das Schrauben benutzt werden die ein "wenig" zu kurz sind, oderauch zu lang, das Sie die Nutzbare Gewindelänge an der Aufspannplatte überschreiten... Schnell dreht man sich dann bei lösen ein Gewinde auch kaputt.

      Liebe Grüße
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