Verlagerung Spritzgussmaschinen

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    • Verlagerung Spritzgussmaschinen

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      Hallo zusammen,
      bin neu im FORUM,

      vorab ein ganz großes Lob an alle die dieses FORUM erstellt haben, sowie an alle die sich nahzu täglich die Zeit nehmen jegliche Fragen zu beantworten.
      Bin immer wieder begeistert, wenn ich auf kleinere Fragen fast immer eine Antwort bei euch finde.

      Wahrscheinlich hat die Danksagung gerade hier nichts verloren aber ich musste das jetzt mal loswerden. :)

      Nun zu meiner Frage/Problematik,

      Benötige paar Denkanstöße/Tipps was eine Verlagerung von voraussichtlich 3 Spritzgussmaschinen betrifft.
      Es handelt sich um 1x ARBURG Allrounder
      320M 750-210

      alter Automat


      und 2x DEMAG Sumitomo
      Systec 100/420-310

      Systec 130/475-430

      ca.15 Jahre alt

      (alles BASIS/Standardmaschinen ohne Zusatzeinrichtungen)
      Wurde von Firmenleitung "beauftragt" mich mit dem Thema zu beschäftigen/beaufsichtigen.
      Auf was muss ich besonders achten? einhalten?
      Hat jmd von euch sowas schonmal betreut/gemacht?
      Öl ablassen, Strom-/Wasser-/Druckluft abklemmen, leuchtet mir ein;

      Inwieweit sollten die Maschinen auseinander gebaut werden,
      also Spritzeinheit trennen von düsenseitiger Schließeinheit,....


      Mat.Trockner und Temperiergeräte/Wkz sind extern,

      Kann vorerst nicht zu sehr ins Detail gehen, versteht sich ja bestimmt von selbst.

      Bin euch für jegliche Hilfestellung schon jetzt dankbar :)


      Mit freundlichen Gruß
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      Hallo ,
      Maschinen wie im Handbuch beschrieben auf spezielle Öffnungsweiten fahren und Sicherungsbügel oder Hebe-Traversen einbauen.
      So wie du schon richtig geschrieben hast , Luft Öl und Strom weg.
      Dann kommt es darauf an wer dir die Maschinen verlagert ?
      Wir haben schon sehr viele verlagert , leider mit 3 verschiedenen Firmen , und da siehst du unterschiede !
      Einer kommt ( 2 Personen ) , stellt sie auf Rollen und fährt sie raus , bei den kleinen Maschinen würde ich es auch nicht anders machen ( nichts abbauen außer dem Trichter und dem Roboter ) .
      Die nächste Firma kommt ( mit 4 Personen ) belagert erstmal den Kaffeeautomat und beratschlagt vor Ort , um sie dann auch auf Rollen zu stellen.
      Die letzte Firma kommt mit 6 Personen und befördert sie mit Luftkissen .
      Die Preisunterschiede sind dann natürlich gewaltig .
      Nehme dir eine Firma die alles wie die Spedition und den Autokran oder großen Stapler selbst bucht , dann hast du keinerlei Arbeit mit Terminen.
      Wir verladen solche Maschinentypen immer mit einem Stapler .
      Für die Preisanfrage ist es wichtig aussagekräftige Bilder von Maschinenstellplätzen Laufwegen zur Verladestelle und Toren zu machen.
      Gruß Matthias
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      Ich kann nur zur ARBURG etwas sagen.
      Diese Maschine besteht praktisch "aus einem Stück". Sie kann grundsätzlich also in einem Stück auch transportiert werden. Das Werkzeug würde ich auf jeden Fall ausbauen und ,wie Matthias schon sagt, die bewegliche Werkzeugplatte auf Anschlag nach links fahren. Spritzeinheit auf rechten Anschlag fahren. Zu sichern braucht man dann nichts. Dann Strom, Wasser und Luft abklemmen. Auf jeden Fall mit dem Transporteur klären ober er das Öl abgelassen haben möchte. Dürften ca. 160L sein. Mit Öl wäre das normaler Weise ein Gefahrguttransport. Schaltschrank von der Maschine trennen. Vorher evtl., falls nicht mehr vorhanden oder ewig nicht benutzt, Systemdisketten, Bootdiskette und Festwerte neu abspeichern (frische Disketten nehmen).
      Wir nehmen für solche Transporte eine Unternehmen für "Professionelle Schwer- und Spezialtransporte". Die bringen alles was sie brauchen an Hebezeugen etc. mit und schaffen die Maschinen raus, verladen sie i.d.R., bringen sie zum neuen Standort und stellen sie dort wieder auf. Unser Partner würde sie sogar auch ordnungsgemäß wieder ausrichten. Aber das muss mit denen alles abgesprochen werden. Ein entsprechendes Angebot mit allen gewünschten Gewerken ist natürlich selbstverständlich. Wichtig ist, das tatsächlich einer vorab vorbeikommt, sich alles ansieht, vermisst und sich die Transportwege ansieht. Wie der Transport dann abläuft sollte man sich in der Regel nicht ansehen. Geht die Maschine heil raus, muss sie auch heil wieder aufgestellt worden sein. Sie sehen es auch nicht gerne, wenn jemand dabei "hilft". Man ist dann ohnehin meist nur im Weg, weil man die "Sprache" nicht versteht. :)
      Zu den DEMAG kann ich nichts sagen. Der Ablauf dürfte aber identisch sein.
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      Mit "Sprache" meine ich übrigens nicht Englisch, Französisch, Bayrisch, Polnisch oder andere linguistische Äußerungen. Es geht hier dann meistens um Handzeichen, vermutlich beiläufiges Winken und auch teilweise vermeintliche "Grunzlaute". Diese Zeichen sind meistens nur in diesem Team vertraut und nur ihnen damit verständlich. Bis man diese verbalen und nonverbalen Zeichen versteht und auch richtig beantworten kann, dürfte es einige Jahre dauern. Deshalb meinte ich " dass man nicht versuchen sollte diesen Leuten zu helfen". Sie wissen in der Regel genau was ihr Kollege gerade will oder tut und damit sind die eigenen Hände garantiert im Weg.
      Das haben mir die Leute ernsthaft deutlich erklärt. "Ist unsere Arbeit. Kümmer dich nicht drum.".
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      Am ende all eurer Vorgänge lasse ich immer jegliche bewegte Maschine von Maschinenhersteller frisch Nivellieren und die Düsenmitte vermessen/Einstellen. Das finde ich, ist ein extrem wichtiger Punkt. Klar, viele Transporteure machen dies auch, zum teil schon relativ genau... aber lange nicht so genau und schnell wie der Hersteller selbst... - vor allem bei der Düsenmitte -
    • Neu

      Matthias71 schrieb:

      Maschinen wie im Handbuch beschrieben auf spezielle Öffnungsweiten fahren und Sicherungsbügel oder Hebe-Traversen einbauen.
      Morgen zusammen,
      danke schonmal für die rege Anteilnahme :)

      Handbuch DEMAG...check, ist da......ARBURG bisher keins gefunden...
      reicht es nicht, fast bis auf MAX. Öffnungsweg auffahren und dann kantholz innen klemmen?
      Sicherungsbügel/Hebetraversen auch bisher keine gefunden...falls ich die Teile nicht finde, sind die zwingend notwendig?

      Matthias71 schrieb:

      Dann kommt es darauf an wer dir die Maschinen verlagert ?
      Meines Wissens nach...der billigste und wahrscheinlich der unerfahrenste...
      deshalb mein Vorausdenken/Vorausplanung hier bei euch...

      Stapler ist vor Ort und meiner Meinung nach auch "stark" genug...

      petersj schrieb:

      Vorher evtl., falls nicht mehr vorhanden oder ewig nicht benutzt, Systemdisketten, Bootdiskette und Festwerte neu abspeichern
      schwieriges Thema, Instandhaltung/Wartung wurde jahrelang nicht für wichtig erachtet...Laufwerk hat seine Macken...


      petersj schrieb:

      Ein entsprechendes Angebot mit allen gewünschten Gewerken ist natürlich selbstverständlich.
      Liegt leider nicht in meiner Hand...

      petersj schrieb:

      Deshalb meinte ich " dass man nicht versuchen sollte diesen Leuten zu helfen"
      Schon verstanden, eine Belegschaft für sich...DIVA`s... :D


      Teviol schrieb:

      Am ende all eurer Vorgänge lasse ich immer jegliche bewegte Maschine von Maschinenhersteller frisch Nivellieren und die Düsenmitte vermessen/Einstellen. Das finde ich, ist ein extrem wichtiger Punkt. Klar, viele Transporteure machen dies auch, zum teil schon relativ genau... aber lange nicht so genau und schnell wie der Hersteller selbst... - vor allem bei der Düsenmitte
      bin ich ganz deiner Meinung aber...
      ich höre die Stimme meines Chefs, viel zu teuer -> muss auch so gehen;

      wie vermisst man die Düsenmitte/einstellen?
      warum, leuchtet mir ein...



      Danke Männer/Kollegen/Freunde der flüssigen Materie/ :thumbsup:
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      Düse und Zylinder mit gleicher Temperatur aufheizen auf die Betriebstemperatur des am meisten zu verarbeitenden Werkstoffes oder des Werkzeuges wo eine Flachdüse besitzt. Aggregat verbindung zur Maschine lösen und dann die Düse an die Zentrierung der Aufspannplatte fahren. Mittels Messschieber ausmessen und entsprechend am Aggregat einstellen. Steht bei Engel in der Betriebsanleitung sogar mit drinn. Bei anderen denke ich auch.
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      Der billigste muß nicht zwangsläufig auch der schlechteste sein !
      Habt ihr schon eine Firma für die Verlagerung ? Darfst du den Namen nennen ?
      Das mit dem Kantholz geht auch.
      Es sind ja nur kleine Maschinen da spielt es nicht so die Rolle wo die Gewichtsmitte ist , sie werden ja mit dem Stapler verladen .

      Gruß Matthias
    • Neu

      Teviol schrieb:

      Düse und Zylinder mit gleicher Temperatur aufheizen auf die Betriebstemperatur des am meisten zu verarbeitenden Werkstoffes oder des Werkzeuges wo eine Flachdüse besitzt. Aggregat verbindung zur Maschine lösen und dann die Düse an die Zentrierung der Aufspannplatte fahren. Mittels Messschieber ausmessen und entsprechend am Aggregat einstellen. Steht bei Engel in der Betriebsanleitung sogar mit drinn. Bei anderen denke ich auch.
      Ich habe es per Düsenabdruck gemacht. Bis jetzt habe ich gute Erfahrungen mit dieser Vorgehensweise gehabt. Allerdings waren es immer Düsen mit Radius.
    • Neu

      fan-plastic schrieb:

      Sicherungsbügel/Hebetraversen auch bisher keine gefunden...falls ich die Teile nicht finde, sind die zwingend notwendig?
      Nein, sowas braucht man bei der ARBURG nicht zwangsläufig. Wenn das Werkzeug raus ist und alles wie beschrieben gestellt wurde, liegt der Schwerpunkt etwa unter der festen Aufspannplatte. Arburg krant die Maschinen, indem um jeden der beiden oberen Holme eine Schlinge gebunden wird. Ggf. noch eine dritte Schlinge um die Holme der Spritzeinheit. Ansonsten kann auch vorsichtig mit dem Stapler unter der Maschine angehoben werden. Dort aber unbedingt vorsichtig sein. Est sind unten "Nasen" vorhanden und die Maschine kann sehr leicht ins Rutschen geraten. Die Maschine wiegt leer ca. 2,5tons. Ein Holz zwischen zu klemmen braucht man nicht.

      . . . Laufwerk hat seine Macken. . .
      Wahrscheinlich nicht nur das Laufwerk, sondern eher die Disketten. :thumbdown: Evtl. drauf einstellen, ein Chip-Laufwerk und einen Chip bei ARBURG zu bestellen. Die Festwerte dürfen dann aber alle erstmal per Hand eingegeben werden (genau nach der entsprechenden Anweisung). Kann aber auch sein, dass ARBURG auch das alles nicht mehr liefert.

      . . . DIVAS. . .
      Nein nicht unbedingt. Sie verstehen sich ohne was zu sagen und ohne sich zu sehen. Und wenn man zum falschen Moment an der falschen Stelle die Finger dazwischen hat, sind die eben ab bei 2,5 Tonnen. Wenn die Maschine auf Panzerrollen rollt, rollt sie erstmal. Man kann ja Hilfe anbieten und wenn sie die brauchen, werden sie die auch anfordern.

      Maschine ausrichten
      Sollte jeder anständige Schlosser können. Ich such noch mal nach den Dokumenten. Sind nur 1-2 Seiten. Ist nicht weiter kompliziert. Muss bei den ARBURG-Maschinen nicht vom Monteur gemacht werden.
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      Jo, und da habe ich mich promt verhauen mit dem Gewicht, der Ölfüllung und dem Transport...
      Also siehe Anhang.
      Das Ausrichten ist denkbar einfach. Jedoch: je genauer, desto einfacher (weniger Reibungswiderstände) läuft die Maschine.
      Düse ausrichten:
      Düse knapp durch die feste Aufspannplatte fahren. Spritzeinheit nicht aus den Aufnahmen ziehen, sondern verschraubt lassen! Dann mit einem Messschieber die Abstände der Düsenbohrung zur Zentrierung messen. Die einzige Einstellmöglichkeit bleibt minimal die Höhe mit den rechts am Tragrahmen der Spritzeinheit sitzenden Verschraubungen. Der einstellbare Weg ist minimal! Rechts-Links geht eigentlich gar nichts.

      Da braucht man also keinen Monteur.
      Dateien