Schlechte Oberfläche und Einfallstellen

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    • Schlechte Oberfläche und Einfallstellen

      Hallo zusammen,
      Ich wollte fragen ob mir jemand weiterhelfen könnte.

      Ich habe ein dünnwandiges Teil aus einem PA12 Grilamid LKN-3H.
      Das Problem ist die Oberfläche ist erodiert mit charmille 30 und die Wandstärke darunter ist und regelmässig von 0.7mm bis 1.6mm.
      Das zeichnet sich natürlich ab auf die Erodierstruktur. Nebenbei hab ich noch Einfallstellen von diversen Rippen, die aber durch den zu kleinen Anspritzpunkt nicht nachgedrücken werden können.
      Aus zeitlichen Gründen liegt keine Werkzeuganpassung mehr drin und auch das Material ist fix definiert.

      Jetzt meine Fragen Spritztechnisch hab ich das Maximale erreicht, kann ich die Teile irgendwie lackieren lassen o.ä um die glanz bzw. Einfallstellen zu eliminieren?

      Besten Danke für die Hilfe


      P.S. Bitte nicht Fragen warum man so etwas konstruiert, ich hab mich das auch gefragt.
    • Paddy1291 schrieb:

      Spritztechnisch hab ich das Maximale erreicht
      Wirklich? Ok, dann gib uns bitte mal alle deine Prozessrelevanten Parameter durch.

      Paddy1291 schrieb:

      kann ich die Teile irgendwie lackieren lassen o.ä um die glanz bzw. Einfallstellen zu eliminieren?
      Kommt darauf an wie tief deine Einfallstellen sind, wenn möglich Bilder wären hilfreich. Aber wirst du damit deinen Kunden nicht "betrügen" und dürfen überhaupt die Teile lackiert werden?
    • Paddy1291 schrieb:

      Das zeichnet sich natürlich ab auf die Erodierstruktur. Nebenbei hab ich noch Einfallstellen von diversen Rippen, die aber durch den zu kleinen Anspritzpunkt nicht nachgedrücken werden können.

      Aus zeitlichen Gründen liegt keine Werkzeuganpassung mehr drin und auch das Material ist fix definiert.

      Jetzt meine Fragen Spritztechnisch hab ich das Maximale erreicht, kann ich die Teile irgendwie lackieren lassen o.ä um die glanz bzw. Einfallstellen zu eliminieren
      Unabhängig davon, ob es technisch möglich ist und der Kunde zulässt, rechnet mal durch, wie viel euch bei 10.000, 100.000 und 1.000.000 Teilen das Lackieren kostet!

      Falls ihr wirklich sicher seid, dass eine Werkzeuganpassung Abhilfe schafft, was bei Rippen eher unwahrscheinlich ist, wenn sie falsch dimensioniert sind, dann wäre es zu Beginn der Serie töricht, die nicht noch durchzuboxen, da ihr euch sonst viele Wochen und Monate mit einem "Gurkenprozess" Ausschuss, Anpassungen und Streitereien organisiert.
    • Dann ist das mal wieder ein hausgemachtes Problem. Da kann man dann nur eurem Werkzeugmacher oder dem Werkzeugmache des Kunden danken. Was wollt ihr als Lack da verwenden. Die Einfallstellen müssten vielleicht erstmal gespachtelt oder gefüllert werden.
      Wie 03 1010 schon sagt sehr denkwürdig.
    • Lackieren wird das Problem nicht beheben. Bei allen Oberflächenveredelungen gibt es das typische Bild, dass die Fehler vergrößert werden. Somit werdet ihr durch das Lackieren das Problem nur größer machen.
      Auch ich würde den Weg verfolgen und das Problem direkt von Anfang an abstellen, sonst werdet ihr damit nie glücklich und zufrieden.
    • Maestro schrieb:

      Paddy1291 schrieb:

      Spritztechnisch hab ich das Maximale erreicht
      Wirklich? Ok, dann gib uns bitte mal alle deine Prozessrelevanten Parameter durch.

      Paddy1291 schrieb:

      kann ich die Teile irgendwie lackieren lassen o.ä um die glanz bzw. Einfallstellen zu eliminieren?
      Kommt darauf an wie tief deine Einfallstellen sind, wenn möglich Bilder wären hilfreich. Aber wirst du damit deinen Kunden nicht "betrügen" und dürfen überhaupt die Teile lackiert werden?
      Ich kann nur sagen ich habe ND 1000bar mit 5.5sec bei mehr habe ich Werkzeugatmung

      Die Einfallstellen sind nicht so tief vlt 0.01mm aber es wird so nicht aktzeptier.
      Der Kunde wünscht dies sogar er muss JETZT einfach Teile haben egal wie, Preis egal.

      Ich bin einfach der letzte in der Kette und muss es ausbaden.
    • 03 1010 schrieb:

      Paddy1291 schrieb:

      Das zeichnet sich natürlich ab auf die Erodierstruktur. Nebenbei hab ich noch Einfallstellen von diversen Rippen, die aber durch den zu kleinen Anspritzpunkt nicht nachgedrücken werden können.

      Aus zeitlichen Gründen liegt keine Werkzeuganpassung mehr drin und auch das Material ist fix definiert.

      Jetzt meine Fragen Spritztechnisch hab ich das Maximale erreicht, kann ich die Teile irgendwie lackieren lassen o.ä um die glanz bzw. Einfallstellen zu eliminieren
      Unabhängig davon, ob es technisch möglich ist und der Kunde zulässt, rechnet mal durch, wie viel euch bei 10.000, 100.000 und 1.000.000 Teilen das Lackieren kostet!

      Falls ihr wirklich sicher seid, dass eine Werkzeuganpassung Abhilfe schafft, was bei Rippen eher unwahrscheinlich ist, wenn sie falsch dimensioniert sind, dann wäre es zu Beginn der Serie töricht, die nicht noch durchzuboxen, da ihr euch sonst viele Wochen und Monate mit einem "Gurkenprozess" Ausschuss, Anpassungen und Streitereien organisiert.

      Der Kunde braucht nur 500Stk und er wird dies bezahlen Preis spielt keine Rolle.

      Ich weiss das das Werkzeug falsch konstruiert wurde und falsch gebaut, was ich auch scho mit dem Kunde besprochen habe, er übernimmt auch die Verantwortung dafür.
      Unser grösster Feind momentanen ist nur die Zeit.
    • Paddy1291 schrieb:

      Der Kunde braucht nur 500Stk und er wird dies bezahlen Preis spielt keine Rolle.

      Ich weiss das das Werkzeug falsch konstruiert wurde und falsch gebaut, was ich auch scho mit dem Kunde besprochen habe, er übernimmt auch die Verantwortung dafür.
      Unser grösster Feind momentanen ist nur die Zeit.
      Variothermes Temperiergerät besorgen und dann mit einem wärmeren Werkzeug füllen, Nachdruckphase laufen lassen und anschließend abkühlen. Das ist so ziemlich die einzige kurzfristige Lösung, die helfen könnte, aber nicht muss. Das hängt stark davon ab, wie das Werkzeug konstruiert ist.

      Und wieso akzeptiert euer Kunde die 0,01mm Einfall nicht? Das ist fast nichts.
    • Paddy1291 schrieb:

      Der Kunde braucht nur 500Stk und er wird dies bezahlen Preis spielt keine Rolle.

      Ich weiss das das Werkzeug falsch konstruiert wurde und falsch gebaut, was ich auch scho mit dem Kunde besprochen habe, er übernimmt auch die Verantwortung dafür.
      Unser grösster Feind momentanen ist nur die Zeit.
      Ich gehe davon aus, dass die 500 Stück nur das erste Los sind.
      Da ich weder die aktuelle Tiefe der Einfallstellen, noch die maximal zulässige kenne, bleibt eigentlich nur, mit einem einschlägigen Lieferanten für Lacke und co. zu sprechen, was er empfehlen kann im Bereich Dickschicht (Gesamtmaße beachten!) oder etwas sehr fließfähiges, mit dem ihr liegend die Teile regelrecht "ausgießt"
    • 03 1010 schrieb:

      Paddy1291 schrieb:

      Der Kunde braucht nur 500Stk und er wird dies bezahlen Preis spielt keine Rolle.

      Ich weiss das das Werkzeug falsch konstruiert wurde und falsch gebaut, was ich auch scho mit dem Kunde besprochen habe, er übernimmt auch die Verantwortung dafür.
      Unser grösster Feind momentanen ist nur die Zeit.
      Ich gehe davon aus, dass die 500 Stück nur das erste Los sind.Da ich weder die aktuelle Tiefe der Einfallstellen, noch die maximal zulässige kenne, bleibt eigentlich nur, mit einem einschlägigen Lieferanten für Lacke und co. zu sprechen, was er empfehlen kann im Bereich Dickschicht (Gesamtmaße beachten!) oder etwas sehr fließfähiges, mit dem ihr liegend die Teile regelrecht "ausgießt"
      Natürlich ist das nur das erste Los, wir werden nachher das komplette Werkzeug um konstruieren.

      Ja das mit dem fliessfähigen Lack hab ich mir gedacht.

      Trotzdem Danke an alle für das engagement und die Hilfe
    • Moin,

      du kannst auch versuchen die Kunststoff "Fließwilliger" zu machen.
      WZ-Temperaturen rauf und Materialtemperaturen rauf bis du halt Schlieren bekommst. Wichtig dabei ist, ohne die Parameter zu kennen, dass du bei der Materialtemperatur nur die vorderen Zonen anhebst, sonst schmilzt das Material zu früh auf und du bekommst andere Probleme.

      Und Achtung: Nachdruck absenken! Durch die höheren Temperaturen bekommst du mehr wirksamen Druck im Werkzeug ;)

      Gruss Daniel
    • Paddy1291 schrieb:

      Das Problem ist die Oberfläche ist erodiert mit charmille 30 und die Wandstärke darunter ist und regelmässig von 0.7mm bis 1.6mm.
      Das zeichnet sich natürlich ab auf die Erodierstruktur. Nebenbei hab ich noch Einfallstellen von diversen Rippen, die aber durch den zu kleinen Anspritzpunkt nicht nachgedrücken werden können.
      Was stört dem Kunden eigentlich, ist es die *Optik/sichtbare Schattierung* oder ist es der Einfall als *Geometrie*?

      Hier finden nur "Spekulationsüberlegungen" statt, ohne zu wissen, MIT WELCHEM PROZESS das Problem entsteht - @Maestro hat bereits um die Prozessparameter gebeten, warum werden diese nicht genannt??

      Also, mal her mit deinem Prozess:
      - Temperaturempfehlung vom Materialhersteller laut Datenblatt ...°C bis ...°C
      - Zylindertemeraturen
      - Heisskanaltemperaturen
      - Wieviel Schuss sind im Zylinder laut Dosierweg
      - Schneckendurchmesser
      - Massepolster
      - Werzeugtemperatur Temperierung
      - Umschaltung bei wieviel % Füllung
      - Einspritzzeit
      - Geschwindigkeitsprofil bei Einspritzen
      - Zykluszeit

      Wenn die Parameter vorliegen, gibt's auch eine Möglichkeit aus der Ferne zu helfen!
      spritzguss-schulung.de steht für Qualitätsentstehung durch den optimalen Produktions-Prozess und nicht durch das optimale QM-System!
    • Maestro schrieb:

      Paddy1291 schrieb:

      Die Einfallstellen sind nicht so tief vlt 0.01mm aber es wird so nicht aktzeptier.
      Ja mit Lackieren wirst du nicht weit kommen, weil Lackschichten werden in µ Bereich aufgesprüht. "Dickere" Lackschichten für Einfallstellen habe ich bis heute nicht als Lösung gesehen, aber wer weiß :D . Und wie @1u21 Variotherm erwähnt hatte, könnte das eine sinnvolle Hilfemaßnahme sein.

      Variotherm hab ich schon ausprobiert, die Oberfläche wird um einiges besser und die Einfallstellen auch, aber das Gehäuse verzieht sich wie eine Banane. Habe es auch mit unterschiedlichen Temperaturen versucht.
      Ich konnte jetzt den Kunden davon überzeugen das wir um eine Werkzeuganpassung nicht drum herum kommen.
    • Behrens schrieb:

      Paddy1291 schrieb:

      Das Problem ist die Oberfläche ist erodiert mit charmille 30 und die Wandstärke darunter ist und regelmässig von 0.7mm bis 1.6mm.
      Das zeichnet sich natürlich ab auf die Erodierstruktur. Nebenbei hab ich noch Einfallstellen von diversen Rippen, die aber durch den zu kleinen Anspritzpunkt nicht nachgedrücken werden können.
      Was stört dem Kunden eigentlich, ist es die *Optik/sichtbare Schattierung* oder ist es der Einfall als *Geometrie*?
      Hier finden nur "Spekulationsüberlegungen" statt, ohne zu wissen, MIT WELCHEM PROZESS das Problem entsteht - @Maestro hat bereits um die Prozessparameter gebeten, warum werden diese nicht genannt??

      Also, mal her mit deinem Prozess:
      - Temperaturempfehlung vom Materialhersteller laut Datenblatt ...°C bis ...°C
      - Zylindertemeraturen
      - Heisskanaltemperaturen
      - Wieviel Schuss sind im Zylinder laut Dosierweg
      - Schneckendurchmesser
      - Massepolster
      - Werzeugtemperatur Temperierung
      - Umschaltung bei wieviel % Füllung
      - Einspritzzeit
      - Geschwindigkeitsprofil bei Einspritzen
      - Zykluszeit

      Wenn die Parameter vorliegen, gibt's auch eine Möglichkeit aus der Ferne zu helfen!
      @Paddy1291 Ich weiß nicht ob du unsere Beiträge alle liest.... aber es wurde schon öfters nach deinen Parametern gefragt. Vielleicht gibt es doch eine Anpassung deines Prozesses bevor das Werkzeug geändert werden muss. Wir sind hier einige Spezialisten von Allrounder bis Kernkompetenzen wo vielleicht der eine oder andere doch eine Idee haben könnte die versucht werden kann.

      Solltest du uns die Parameter deines Prozesses nicht geben wollen, kein problem. Aber dann bemerke dies bitte sonst warten wir umsonst, und das nervt beim Spekulieren... Danke :)
    • Teviol schrieb:

      Behrens schrieb:

      Paddy1291 schrieb:

      Das Problem ist die Oberfläche ist erodiert mit charmille 30 und die Wandstärke darunter ist und regelmässig von 0.7mm bis 1.6mm.
      Das zeichnet sich natürlich ab auf die Erodierstruktur. Nebenbei hab ich noch Einfallstellen von diversen Rippen, die aber durch den zu kleinen Anspritzpunkt nicht nachgedrücken werden können.
      Was stört dem Kunden eigentlich, ist es die *Optik/sichtbare Schattierung* oder ist es der Einfall als *Geometrie*?Hier finden nur "Spekulationsüberlegungen" statt, ohne zu wissen, MIT WELCHEM PROZESS das Problem entsteht - @Maestro hat bereits um die Prozessparameter gebeten, warum werden diese nicht genannt??

      Also, mal her mit deinem Prozess:
      - Temperaturempfehlung vom Materialhersteller laut Datenblatt ...°C bis ...°C
      - Zylindertemeraturen
      - Heisskanaltemperaturen
      - Wieviel Schuss sind im Zylinder laut Dosierweg
      - Schneckendurchmesser
      - Massepolster
      - Werzeugtemperatur Temperierung
      - Umschaltung bei wieviel % Füllung
      - Einspritzzeit
      - Geschwindigkeitsprofil bei Einspritzen
      - Zykluszeit

      Wenn die Parameter vorliegen, gibt's auch eine Möglichkeit aus der Ferne zu helfen!
      @Paddy1291 Ich weiß nicht ob du unsere Beiträge alle liest.... aber es wurde schon öfters nach deinen Parametern gefragt. Vielleicht gibt es doch eine Anpassung deines Prozesses bevor das Werkzeug geändert werden muss. Wir sind hier einige Spezialisten von Allrounder bis Kernkompetenzen wo vielleicht der eine oder andere doch eine Idee haben könnte die versucht werden kann.
      Solltest du uns die Parameter deines Prozesses nicht geben wollen, kein problem. Aber dann bemerke dies bitte sonst warten wir umsonst, und das nervt beim Spekulieren... Danke :)




      s
      sorry ich hätte dies scho früher sagen sollen aber ich darf die Parameter nicht bekannt geben und auch keine Fotos.
    • Paddy1291 schrieb:

      sorry ich hätte dies scho früher sagen sollen aber ich darf die Parameter nicht bekannt geben und auch keine Fotos.
      Fotos nicht bekannt geben ist verständlich, aber Parameter nicht bekannt zu geben ist geradezu lächerlich!! ... :thumbdown:
      spritzguss-schulung.de steht für Qualitätsentstehung durch den optimalen Produktions-Prozess und nicht durch das optimale QM-System!