Düse flachgedrückt -- provisorische Abdichtung?

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    • Düse flachgedrückt -- provisorische Abdichtung?

      Hallo zusammen,

      ich habe aktuell das Problem, dass beim Einspritzen von WPC Material zwischen Düse und Angussbuchse (Heißkanal) austritt. Die Düse ursprünglich r15 hat sich über die Zeit (an anderen Werkzeugen) etwas plattgedrückt. . Das aber nicht mal punktsyymetrisch, sondern so das bevorzugt an einer Seite das Material rausspritzt. Die Anschlussstelle am Heißkanal/Angussbuchse wurde schon einmal nachgedreht und hat r20

      Ich brauche eine kurzfristige "Pfuschlösung", um zwischen Düse und Angussbuchse abzudichten. Habe irgendwo im Forum hier mal etwas von einem Stück Pappe gehört, was teilweise auch funktioniert hat. Würde eine Art Kupfer/-Messungdichtung Sinn machen?

      Nachdrehen von Kugelradien ist gerade nicht möglich.

      Vielelicht hat irgendeiner ja eine gute Übergangslösung für mich parat. Shcon mal Danke im Voraus!
    • Mal ganz ehrlich: Man kennt das doch.
      Man weiß ganz genau, dass in dem Schrank (Millionen-Store) links in der Ecke im dritten Regal noch eine Ersatzdüse liegt.
      Die ist aber irgendwie weg. Fragt man die Kollegen, weiß keiner davon (obwohl alle einen Schlüssel für diesen Schrank haben) oder einer sagt: "Ach so, hat man dir nicht Bescheid gesagt? Ich habe die neulich in der Nachtschicht ausgetauscht." Warum hat diese Person keinen Zettel auf den Schreibtisch gelegt oder ´ne Mail geschrieben? Warum hoffen die Personen immer noch auf die "Stille Post", obwohl es bekannt ist, dass die nicht funktioniert?
      Ansage: "Dann musst du eine Notersatzlager anlegen! Am besten wo nur die Schichtführer einen Schlüssel für haben." Ja, toll! Genau dafür war dieser Schrank gedacht! Nur, inzwischen versorgt sich dort jeder mit "Ersatzteilen", die bei den Leuten dann u.a. im Spind rumliegen "für den Fall, dass sie sie mal irgendwann gebrauchen".

      Ich hab auf diese Weise schon Mal Ersatzteile wiedergewonnen für Maschinen, die schon 10Jahre auf dem Schrott lagen. "Brauchst du das noch???".

      Auch Verbrauchsmaterial verschwindet teilweise Grossweise, obwohl alle wissen: Bescheid sagen, wenn´s auf den Rest geht. Nicht erst beim letzten Stück.

      Aber das ist, wie wenn man auf Klo geht und die Kabine erwischt, wo nur noch 2 Blatt auf der Rolle sind. :evil:
    • petersj schrieb:

      Warum hat diese Person keinen Zettel auf den Schreibtisch gelegt oder ´ne Mail geschrieben? Warum hoffen die Personen immer noch auf die "Stille Post", obwohl es bekannt ist, dass die nicht funktioniert?
      Mit Sicherheit ist dieses von der Führung nicht organisiert! Wie war das mit dem Fisch, der vom Kopf stinkt? ;) ;) ;)

      petersj schrieb:

      Ansage: "Dann musst du eine Notersatzlager anlegen! Am besten wo nur die Schichtführer einen Schlüssel für haben." Ja, toll! Genau dafür war dieser Schrank gedacht! Nur, inzwischen versorgt sich dort jeder mit "Ersatzteilen", die bei den Leuten dann u.a. im Spind rumliegen "für den Fall, dass sie sie mal irgendwann gebrauchen".
      Jede "Selbstorganisation" der Mitarbeiter ist Ursache für chaotische Zustände! Ja, ja, man landet immer wieder beim Fisch, der vom Kopf stinkt!!

      Wobei wir jetzt vom Thema weg sind ...... oder? Nein, sind wir nicht, denn genau "DAS mit dem Fisch ..." ist das Problem von @gloab :!: :!:
      spritzguss-schulung.de steht für Qualitätsentstehung durch den optimalen Produktions-Prozess und nicht durch das optimale QM-System!
    • Das liegt meistens nicht an der Organisation durch die Führung im Betrieb. Das ist m.E. der angeborene Zwang des Menschen als "Jäger und Sammler". Nach dem Motto: Sammle in der guten Zeit dann hast du in der Not. Das war das Gleiche am Beginn der Corona-Pandemie mit dem Klopapier.
      Und wie gesagt: Zum größten Teil stecken die Leute erstmal ein - egal ob sie überhaupt die Fähigkeit haben ein Ersatzteil zu montieren. Sei es, dass sie gar kein Werkzeug haben oder weil sie vom Wissen her den Austausch nicht vornehmen können. Auch von ihrem Aufgabengebiet her dürfen oder sollen sie diese Ausführungen gar nicht vornehmen. - Aber sie haben erstmal ein Ersatzteil im Spind liegen, wo sie mit geschwellter Brust dann sagen: "Ich habe das!"
      Nichts desto trotz ist die Beschaffung einer neuen Düse idR. eine Sache von nur 2-3 Tagen. Schließlich handelt es sich um Standardteile (meistens). Oder man nimmt - wie bei uns im Labor - eine der anderen identischen Maschinen. (Geht nicht in jedem Betrieb - bei nur einer Maschine.)

      Das Problem ist immer die Schnittstelle "Mensch". Selbst eine Einlagerung von Ersatzteilen mit Barcodescanner und entsprechender automatischer Neubestellung ist nur so gut, wie der Mensch, der den Scanner bedient. Und das ist nicht der Kopf, sondern der Schwanz! Dafür macht man dann regelmäßig Inventur und stellt fest was alles einen Fehlbestand hat.

      Der Kopf hat´s organisiert und eigentlich würde es super funktionieren - wenn da nicht der Schwanz, wäre der offensichtlich nicht immer kontrollierbar zu sein scheint.
    • petersj schrieb:

      wenn da nicht der Schwanz, wäre der offensichtlich nicht immer kontrollierbar zu sein scheint.
      Dann ist der Kopf zu schwach und hat das Kontrollieren nicht im Griff ... oder er hat kapituliert :thumbdown: Führung sollte nicht nur "organisieren" und sich "hinlegen", sondern Führung muss die Funktions-Qualität seiner Organisation *kontrollieren und wenn nicht funktioniert, Maßnahmen ergreifen* ...
      spritzguss-schulung.de steht für Qualitätsentstehung durch den optimalen Produktions-Prozess und nicht durch das optimale QM-System!
    • Behrens schrieb:

      petersj schrieb:

      wenn da nicht der Schwanz, wäre der offensichtlich nicht immer kontrollierbar zu sein scheint.
      Dann ist der Kopf zu schwach und hat das Kontrollieren nicht im Griff ... oder er hat kapituliert :thumbdown: Führung sollte nicht nur "organisieren" und sich "hinlegen", sondern Führung muss die Funktions-Qualität seiner Organisation *kontrollieren und wenn nicht funktioniert, Maßnahmen ergreifen* ...
      Das sagt sich immer so einfach.

      In der heutigen Zeit wo man kaum noch Personal bekommt (hier in unserer Region zumindest) muss man zufrieden sein mit dem was man hat. Maßnahmen wären Abmahnung und Kündigung, doch wenn man keinen Ersatz bekommt oder dieser nicht besser ist, kommt das nicht in Frage....

      Was soll man dann tun?
    • huddl schrieb:

      Das sagt sich immer so einfach.
      Ich habe "Führen" 30 Jahre umgesetzt/gelebt ....

      huddl schrieb:

      Maßnahmen wären Abmahnung und Kündigung, doch wenn man keinen Ersatz bekommt oder dieser nicht besser ist, kommt das nicht in Frage....
      Wenn *Führen* nur aus Abmahnung und Kündigung besteht, ist das klar ....

      Einem Vorgesetzten muss man folgen, einem Vorbild will man folgen.
      spritzguss-schulung.de steht für Qualitätsentstehung durch den optimalen Produktions-Prozess und nicht durch das optimale QM-System!
    • Behrens schrieb:

      huddl schrieb:

      Das sagt sich immer so einfach.
      Ich habe "Führen" 30 Jahre umgesetzt/gelebt ....

      huddl schrieb:

      Maßnahmen wären Abmahnung und Kündigung, doch wenn man keinen Ersatz bekommt oder dieser nicht besser ist, kommt das nicht in Frage....
      Wenn *Führen* nur aus Abmahnung und Kündigung besteht, ist das klar ....
      Einem Vorgesetzten muss man folgen, einem Vorbild will man folgen.
      Früher war das auch alles besser und einfacher.
      Unser Unternehmen ist auch in der dritten Generation von dem her kann ich das schon beurteilen.

      "Wenn *Führen* nur aus Abmahnung und Kündigung besteht, ist das klar ...."

      Das ist natürlich die letzte Instanz aber wenn manches Personal nicht "folgen will" führt früher oder später theoretisch kein Weg dran vorbei.
      Gerade bei vielen jüngeren fehlt doch die Motivation und grundlegende Merkmale wie Pünktlichkeit, Respekt oder solche Sachen. Da interessieren leider auch definierte Prozesse und Abläufe nicht wenn man es nicht mal schafft pünktlich zur Arbeit zu kommen.
      Wie sich manche Leute ihr (Arbeits-)Leben vorstellen ist mir echt schleierhaft in letzter Zeit. Aber irgendwie gelingt es doch durchzukommen.
    • huddl schrieb:

      Gerade bei vielen jüngeren fehlt doch die Motivation und grundlegende Merkmale wie Pünktlichkeit, Respekt oder solche Sachen. Da interessieren leider auch definierte Prozesse und Abläufe nicht wenn man es nicht mal schafft pünktlich zur Arbeit zu kommen.
      Wie sich manche Leute ihr (Arbeits-)Leben vorstellen ist mir echt schleierhaft in letzter Zeit. Aber irgendwie gelingt es doch durchzukommen.
      Ich erlebe auch heute überwiegend sehr nette und motivierte junge Leute! Ich behaupte mal, dass sich die "Schlecht-Quote" zu früher nicht wesentlich geändert hat ... Stichwort "die wilden 68er" ;) ;)
      Muss aber auch sagen, dass motivierte JUNGE Leute in den Spritzereien, die mit neuem(!) Denken und neuen Ideen was verbessern (und das ist dringendst nötig) wollen, sehr oft von den ALTEN HASEN unhöflich zurückgepfiffen werden :thumbdown: :thumbdown:
      Zudem verstehe ich auch junge Menschen, die mit ihrem "digitalen" Denken in den Spritzereien noch das "Steinzeit-Denken und -Arbeiten" vorfinden! Zusätzlich erleben sie in den Berufsschulen zu oft völlig inkompetente (Spritzguss-)Berufschullehrer ... oder etwa nicht?

      Nein, die Jugend ist immer der Spiegel der Vorgeneration - auch im Arbeits-/Berufsalltag!!


      =O Herje, wir sind weit von @gloab s Thema weg ....
      spritzguss-schulung.de steht für Qualitätsentstehung durch den optimalen Produktions-Prozess und nicht durch das optimale QM-System!
    • Behrens schrieb:

      huddl schrieb:

      Gerade bei vielen jüngeren fehlt doch die Motivation und grundlegende Merkmale wie Pünktlichkeit, Respekt oder solche Sachen. Da interessieren leider auch definierte Prozesse und Abläufe nicht wenn man es nicht mal schafft pünktlich zur Arbeit zu kommen.
      Wie sich manche Leute ihr (Arbeits-)Leben vorstellen ist mir echt schleierhaft in letzter Zeit. Aber irgendwie gelingt es doch durchzukommen.


      =O Herje, wir sind weit von @gloab s Thema weg ...
      Richtig :D

      Und da solch eine Diskussion online schwer ist und schnell missverständlich wird sollten wir es auch dabei belassen. ;)
    • Ich konnte einigen "Rohmaterialien-Fluktuationen" durch "Sättigung des Marktes" begegnen.
      Das geht aber nicht mit hochpreisigen Ersatzteilen. Und diese Teile im Tresor zu lagern entspricht auch nicht dem Prinzip der allgemeinen Reparaturwilligkeit. Und in einem 3-Schichtbetrieb darf man einfach nicht alles wegschließen, weil dann die Prüffähigkeit nicht mehr gewährleistet ist. Aber es ist eben bequemer eine HKV-Düse für 300.-€ wegzuschmeißen, als sie schnell zu reinigen. 20 Meter zum Materialschrank scheint einfacher zu sein als das Ausbohren der Düse und das Abbürsten mit einer Drahtbürste. Die Kollegen und Kolleginnen wissen wie die Preise sind.
      Wir haben es mal mit einer Art Wertchip probiert. Aber was soll man machen, wenn eine Person alle Chips verbraucht hat? Nach hause schicken?