Massepolster

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    • Massepolster

      Hallo Forenmitglieder,

      ich bin kurz vor der Theoretischen Abschlussprüfung Teil 2 und habe gerade eine Frage als Übung beantwortet, welche mich stutzig gemacht hat. Die Frage lautet: Weshalb ist das Massepolster beim Spritzgießen erforderlich? Nun gab es zwei Antwortmöglichkeiten welche in die engere Auswahl gekommen sind. Die eine behauptet das die Volumen Schwindung im Werkzeug ausgeglichen werden kann und die andere behauptet das Massepolster ist wichtig um Dosierschwankungen zu vermeiden. Nun bin ich mir nicht ganz schlüssig welche Antwort richtig ist und bitte euch um Hilfe.
      Was ist eure Meinung dazu?

      Grus Julian
    • Das Massepolster ist ein Restvolumen Kunststoff, welches notwendig ist, damit die Schnecke nicht auf *mechanischen Anschlag* läuft. Würde sie dieses tun, wäre es nicht mehr möglich, dass das für den Schwindungsausgleich notwendige Material über den Nachdruck "nachgeschoben" (ausgeglichen) werden kann.
      Somit ist die Antwort "dass die Volumen-Schwindung im Werkzeug ausgeglichen werden kann" die richtige Antwort.

      Viel Erfolg für deine Prüfung! :thumbsup:
      spritzguss-schulung.de steht für Qualitätsentstehung durch den optimalen Produktions-Prozess und nicht durch das optimale QM-System!
    • K-Tec 200 Julian schrieb:

      Vielen Dank für die schnelle Antwort,
      Die Lösung sagt ebenfalls das die Antwort mit der Volumen Schwindung korrekt ist. Nun habe ich aber noch eine anderen Frage gefunden, welche lautet: Welche Aufgabe hat das Restmassepolster? Allerdings steht in der Lösung: Um Dosierschwankungen auszugleichen. Nun bin ich verwirrt ‍♂️


      Grus
      Würde man theoretisch bei Schneckenposition 0 das Teil komplett voll haben, inkl. Nachdruck/Ausgleich Schwindung würde der Prozess ja funktionieren.
      Käme dann aber eine Dosierschwankung hätte die Schnecke ja keinen Weg mehr dies auszugleichen. Somit muss ein gewisses Polster bleiben um diese Schwankungen zu kompensieren.

      Bin kein Prüfer aber das wäre meine Theorie zu dieser Frage/Antwort.
    • Das Verwirrende daran ist, dass es ein Massepolster vor Nachdruck und noch ein Restmassepolster nach Nachdruckphase gibt.
      Beim Umschalten auf Nachdruck hast du das Massepolster, dass groß Genug sein muss, um die gesamte Schwindung auszugleichen und über den Nachdruck bis zum Einfrieren des Anschnitts Masse nachzuschieben.
      ABER: Das Massepolster wird etwas größer gewählt als das für den Schwindungsausgleich notwendige Volumen. Daher bleibt nach dem Nachdruck noch das geringe Restmassepolster übrig. Dieses ist groß Genug, um (minimale) Schwankungen beim Dosieren auszugleichen.
    • 03 1010 schrieb:

      Das Verwirrende daran ist, dass es ein Massepolster vor Nachdruck und noch ein Restmassepolster nach Nachdruckphase gibt.
      Es ist wirklich verwirrend und für mich völlig unsinnig, somit für die Azubis mal wieder ein Grund, sich an den Kopf zu fassen ...
      *Massepolster vor Nachdruck* ist doch der Umschaltpunkt und Restmassepolster der Schneckenstand bei *Nachdruckende* .... Gibt's da Einwände ;) ;) :D
      Die Azubis können einem nur noch leidtun ....
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    • Ich gehe mal davon aus, dass das ganze Wirrwarr daher kommt, dass es Maschinenhersteller gibt/gab, die für sich beim Prozess *Füllen incl. Nachdruck* in der Steuerung den KLEINSTEN (vordersten) Schneckenstand als das *Massepolster* deffinierten. Dieses kann bei Dünnwandteilen schon mal schnell auch der Umschaltpunkt sein, weil die Schnecke dabei durch die hohe Kompression zurückspringt ....
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    • Behrens schrieb:

      Ich gehe mal davon aus, dass das ganze Wirrwarr daher kommt, dass es Maschinenhersteller gibt/gab, die für sich beim Prozess *Füllen incl. Nachdruck* in der Steuerung den KLEINSTEN (vordersten) Schneckenstand als das *Massepolster* deffinierten. Dieses kann bei Dünnwandteilen schon mal schnell auch der Umschaltpunkt sein, weil die Schnecke dabei durch die hohe Kompression zurückspringt ....
      Das kommt sicher daher, dass seitens der Maschine häufig Dosiervolumen - Schussvolumen = Massepolster (vor Nachdruck!) eingestellt wird. Wobei es auch oft noch ein "Offset" für Massepolster gibt.
      Damit ist das Massepolster (vor Nachdruck) ein Maschinenparameter, da die Steuerung nicht weiß, wieviel Material in der ND-Phase eingespritzt wird.
      Das Restmassepolster ist hingegen die Prozessgröße, das Volumen dass übrig bleibt, wenn das Teil vollständig gefüllt ist.
    • 03 1010 schrieb:

      Das Restmassepolster ist hingegen die Prozessgröße, das Volumen dass übrig bleibt, wenn das Teil vollständig gefüllt ist.
      Und NUR DIESES(!) sollte mit MASSEPOLSTER bezeichnet werden!! :thumbsup: Alle anderen zig Massepolster-Bezeichnungen sind doch völliger Unsinn, zudem irreführend! :thumbdown:
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    • Behrens schrieb:

      03 1010 schrieb:

      Das Restmassepolster ist hingegen die Prozessgröße, das Volumen dass übrig bleibt, wenn das Teil vollständig gefüllt ist.
      Und NUR DIESES(!) sollte mit MASSEPOLSTER bezeichnet werden!! :thumbsup: Alle anderen zig Massepolster-Bezeichnungen sind doch völliger Unsinn, zudem irreführend! :thumbdown:
      Landläufig bekannt als RESTmassepolster ;) weil es der Rest ist, der übrig bleibt ;)

      Oft wird als "Massepolster" bezeichnet, was eigentlich das "Nachdruckpolster" ist