Online-Schulungen

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    • Andre schrieb:

      Ich konnte viele neue und interessante Sachen lernen. Ich wünsche mir echt mehr davon. Danke.
      Danke für die Kompliment! Es folgt noch viel mehr.


      LutherStickl schrieb:

      @1u21 - ich würde bei Online Trainings die Blöcke eher kurz halten. Die Aufmerksamkeitsspanne ist sowieso durch Multi-Tasking bei allen knapper geworden. Online Training verschärft das noch, da nebenbei gerne was anderes gemacht wird. Spontane Frage/Antwortrunde zwischendrin lockert auf und macht es authentischer.
      Da dies eine aufgezeichnete Online-Schulung ist, dürfen die Pausen selbst frei gewählt werden. Ich schreibe niemanden was vor. Es gibt Menschen, die saugen das Wissen wie ein Schwamm auf und können 5-6h am Stück aufmerksam bleiben, während andere nach 20 Minuten eine Pause brauchen. Bei dieser Schulung bestimmt jeder sein eigenes Tempo und auch die Wiederholungen. Es soll am Ende ja möglichst viel hängen bleiben, was auch genutzt wird.
      Hinsichtlich der Fragen, ist es auch ein anderes Konzept. Fragen dürfen gestellt werden und werden in Folgevideos beantwortet. Idealerweise schreibt man sich die Fragen zwischendrin auf und prüft am Ende, ob sie beantwortet wurden. Das Konzept lebt von Fragen und Folgefragen, die dann möglichst viele Bereiche abdecken. Es werden sich Themenblöcke ergeben, die für den Werkzeugbau relevant sind, während andere Bereiche für die Produktion interessant sind.
    • Du kannst das Online Seminar in Echtzeit einem bestimmten Teilnehmerkreis anbieten und zur Wiederholung eine aufgezeichnete Variante zur Verfügung stellen. Fragen schreiben müssen ist gar nicht doof, sie am Ende erst zu beantworten ist auch gut aber wenn die konkrete Frage dran ist dann finde ich das sollte in Echtzeit im Gespräch sein. Der Teilnehmer kann solange fragen bis es verstanden ist und du siehst ob es verstanden ist. Diese Fragestunde könnte auch zeitlich abgesetzt sein. Wichtig wäre nur das ein Gespräch statt findet. NUR im Folgevideo ist doof.
    • wichtelchen schrieb:

      Du kannst das Online Seminar in Echtzeit einem bestimmten Teilnehmerkreis anbieten und zur Wiederholung eine aufgezeichnete Variante zur Verfügung stellen. Fragen schreiben müssen ist gar nicht doof, sie am Ende erst zu beantworten ist auch gut aber wenn die konkrete Frage dran ist dann finde ich das sollte in Echtzeit im Gespräch sein. Der Teilnehmer kann solange fragen bis es verstanden ist und du siehst ob es verstanden ist. Diese Fragestunde könnte auch zeitlich abgesetzt sein. Wichtig wäre nur das ein Gespräch statt findet. NUR im Folgevideo ist doof.
      Danke für das Feedback!
      Dieser Ablauf hat seine Vor- und Nachteile. Problem an Echtzeit ist, wie lange man dann eingebunden ist. Kommen viele Fragen, zieht sich die Schulung immer weiter. Wenn man dann nur zwei Tage dafür hat, kann es passieren, dass man noch mehr Zeit braucht, aber nicht kriegt. Dann hat man die Unterlagen zur Schulung, kann aber wenig mit anfangen. Ich rechne stark mit vielen Fragen und kann mir gut vorstellen, dass es verschiedene Termine gibt, wo die Fragen gezielt live gestellt werden können und dann das Gespräch so lange läuft, bis alle Fragen geklärt sind. Die Aufzeichnung kann dann auch online gestellt werden, wenn alle Teilnehmer einverstanden sind. Oder die Teilnahme kann nur erfolgen, wenn man mit der Veröffentlichung einverstanden ist. Es kann am Ende eine Ergänzung sein.
    • Neu

      Die ersten Fragen zur Schulung sind da und der erste Fragenblock ist somit voll:

      • Wie orientieren sich die Molekülketten beim Einspritzen?
      • Was passiert bei Füllstoffen?
        • Farbe/Pigmente
        • Fasern/Glaskugel
      • Wie kann das Kristallwachstum gesteuert werden?
      • Was passiert im Angusssystem, wenn eine Kavität geschlossen wird?
      • Warum kann ich nicht mittels Verfahrweg der Schnecke die Qualität prüfen?
      • Wie entsteht Grat?
      • Wie macht sich eine Übertrocknung und damit eine erneute Polykondensation bemerkbar?
      • Können amorphe Kunststoffe auch übertrocknet werden?


      Was wolltet ihr schon immer mal über den Spritzguss wissen, was euch keiner erklären konnte?

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von 1u21 ()

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      Kann ich durch die Parameter Drücke, Geschwindigkeit u.s.w. die statische Aufladung des Kunststoffes im Prozess beeinflussen? Wie "entspanne" ich das Werkzeug? Hintergrund: Kleinteile bleiben durch statische Aufladung in den Trennenden kleben. Das führt zu Stillständen und Ausschuss.
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      Andre schrieb:

      Kann ich durch die Parameter Drücke, Geschwindigkeit u.s.w. die statische Aufladung des Kunststoffes im Prozess beeinflussen? Wie "entspanne" ich das Werkzeug? Hintergrund: Kleinteile bleiben durch statische Aufladung in den Trennenden kleben. Das führt zu Stillständen und Ausschuss.
      Sehr interessante Frage. Da muss ich mir ein paar Gedanken machen, was die möglichen Gründe für die statische Aufladung sind und wie das Problem ohne Additive gelöst werden kann.

      Hinsichtlich der "Entspannung" des Werkzeugs, kann ich hier schon die Antwort für die Ursache geben, da sie auch ohne meine Schulung erklärt werden kann.

      Bei Kunststoffteilen wird häufig immer noch nach den klassischen Konstruktionsregeln für Metalle konstruiert, wenn es um Wandstärken und Entformung geht. Hinzu kommt noch, dass man sich wenig Gedanken macht, welche Folgen das Angusskonzept und die Kühlung hat. Kunststoffe sind stärker komprimierbar als Metalle und kühlen komplett anders ab als Metalle. Das hat zur Folge, dass man diese Eigenschaften nicht berücksichtigt und die Kunststoffteile, je nach Konstruktion, stärker auf die Kerne schrumpfen als gedacht. Das hat wiederum zur Folge, dass die Maße wieder anders ausfallen als geplant, wodurch die Kavitäten überladen werden müssen, damit dieser Effekt hinsichtlich den Abmessungen kompensiert wird. Oder der Anguss friert zu schnell ab und die Überladung im muss vorher stattfinden, damit Schwindung&Verzug noch kompensiert werden können. Die Kerne und Einsätze, auf die die Artikel schrumpfen, werden also noch stärker belastet und die Auswerfermechanik braucht wiederum mehr Kraft zur Entformung. Während der Füll- und Nachdruckphase wird auch eine höhere Schließkraft benötigt, damit das Werkzeug nicht atmet und andere Teile des Werkzeugs werden damit auch wieder deformiert. Dieser Effekt ist nicht zu vernachlässigen, da Schließkraft auf dem gesamtem Querschnitt des Werkzeugs wirkt, während der Füll- und Nachdruck nur auf einem sehr kleinen Teil des Werkzeugs wirkt.

      Wie kann das Problem gelöst werden? Das ist es jetzt sehr umfangreich und Teil der kommenden Schulung, die sich primär an Artikel- und Werkzeugkonstrukteure richtet, sekundär an den technischen Einkauf bzw. Projektleitung. Für die Verfahrensmechaniker ist sie auch sinnvoll, da ihr dann wisst, wo ihr mit eurem Fachwissen die genannten Stellen unterstützen könnt, damit ihr am Ende weniger Probleme habt. Je mehr fachkundige Personen involviert sind, umso geringer ist die Chance, dass Fehler durchrutschen.

      PS: Eine weitere Frage wird sich vermutlich ergeben. Wie sieht die Druckverteilung im Werkzeug aus? Warum wirkt die Schließkraft anders als der Füll- und Nachdruck?
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      Andre schrieb:

      Kann ich durch die Parameter Drücke, Geschwindigkeit u.s.w. die statische Aufladung des Kunststoffes im Prozess beeinflussen? Wie "entspanne" ich das Werkzeug? Hintergrund: Kleinteile bleiben durch statische Aufladung in den Trennenden kleben. Das führt zu Stillständen und Ausschuss.
      Der einfachse Weg wäre es ein einen Luftionisator zu installieren. Das haben wir häufig im Einsatz zumal es auch davor schützt, dass sich der Staub in der Luft an den statisch aufgeladenen Teilen anheftet.

      Das durch eine besondere Einstellung der Spritzparameter gänzlich verhindern zu wollen halte ich für gewagt bis nicht machbar.
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      Mit dem Luftionisator habe schlechte Erfahrung. Zumal die können nur bis 40 Grad Lufttemperatur.
      Das Werkzeug wird nicht entladen noch Teile. Ich habe mir schon überlegt ob es eine Möglichkeit gibt beides Werkzeug und Teile gleich zu "Polen" also Minus auf Minus dann habe ich keine Probleme mehr, oder?
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      Wir hatten bei uns alles mit Erdungskabel miteinander verbunden, Schleifkontakete zur Bandlauffläche und trotzdem traten zwischen dem untergestelleten Transportband und der Auswurfzone statische Aufladungen auf. Nach dem Ionisieren mittels Gebläse war das erledigt. Teilegewicht lag bei 0,27g x12 Nester. Eveutuell ist es ja das Drumherum und nicht der Spritzprozess an sich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Streetforce ()

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      Streetforce schrieb:

      Andre schrieb:

      Kann ich durch die Parameter Drücke, Geschwindigkeit u.s.w. die statische Aufladung des Kunststoffes im Prozess beeinflussen? Wie "entspanne" ich das Werkzeug? Hintergrund: Kleinteile bleiben durch statische Aufladung in den Trennenden kleben. Das führt zu Stillständen und Ausschuss.
      Der einfachse Weg wäre es ein einen Luftionisator zu installieren. Das haben wir häufig im Einsatz zumal es auch davor schützt, dass sich der Staub in der Luft an den statisch aufgeladenen Teilen anheftet.
      Das durch eine besondere Einstellung der Spritzparameter gänzlich verhindern zu wollen halte ich für gewagt bis nicht machbar.
      Jedes Problem hat seine Ursache. Kenne ich die Ursache, weiß ich auch, ob es gelöst werden kann.

      Mir kam gestern auch die Idee beide Werkzeughälften zu Erden, damit die Ladung abgeführt werden kann. Die Elektronik der Maschine und des HK müssen ja isoliert sein, damit kein Anwender einen Stromschlag kriegt. Somit ist von auszugehen, dass die Maschine nicht geerdet ist und man somit die Ladungstrennung erreichen kann. Genau das habt ihr ausprobiert, aber mit einem sehr überschaubaren Erfolg. Dadurch ist klar, dass die Aufladung des Werkzeugs nicht das Problem ist, sondern nur die Aufladung der Kunststoffteile. Im Gegensatz zum Werkzeug können diese nicht geerdet werden bzw. deren Ladung über Kontakt abgeführt werden. Die Ionisation ist eine Möglichkeit die Ladung zu neutralisieren, ist aber eher eine Krücke als eine dauerhafte Lösung.
      Es steht dadurch die Frage im Raum, woher die Ladungstrennung resultiert und da habe ich schon einige Gedanken. Und ja, diese hängen mit dem Prozess, aber auch mit dem Werkzeug zusammen.