Fehlerbild, schliere?

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    • Fehlerbild, schliere?

      Hallo zusammen, ich habe momentan ein Problem womit ich schon mehrere Tage zu kämpfen haben.
      Diese "schlieren" treten sporadisch verteilt über das ganze Formteil auf.
      Teilweise mal 2 Schuss dabei die komplett sauber sind.

      Siehe Fotos:

      Verwendetes Material ASA
      3 Zonenschnecke, 80 Durchmesser

      Einspritzgeschwindigkeit 70,4cm^3/s (wärend ich die Kaskaden überspritze) ansonsten 85.5cm^3/s

      Dosiergeschwindigkeit: 0,2m/s
      Staudruck 120bar

      Das Restmassepolster ist am schwanken (alle 10Schuss 2-3 Schuss) geht aber nicht gegen 0.
      Kann dieses Fehlerbild durch eine Defekte Rückstromsperre resultieren?

      Geschwindkeiten erhöhen,verringern haben nicht geholfen.
      Sowie die Heißläufertemperaturen...
      Die Kaskaden früher oder später zu ziehen brachte auch kein Erfolg.
      Feuchtigkeit liegt bei < 0.02 (Material direkt aus dem Trichter)

      Die Fließfront sieht in der Füllstudie auch Sauber aus.
      Solangsam gehen mir die Ideen aus.



      Bild_1.jpgBild_2.jpgBild_3.jpgFehler.jpg
    • Kannst du Fremdmaterial ausschließen?

      Wir hätten gerne auch mal die Massetemperaturen.
      War das schon immer so oder ist das ein neues Werkzeug?
      Ist das ASA mit einem Mineral gefüllt?
      Wird ein Trennmittel aufgetragen?
      Wird evtl. Magnesiumstearat zur besseren Entformung eingemischt?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von petersj ()

    • Regelmäßig schwankendes Restmassepolster, das scheint ein Muster zu sein.

      Mögliche Ursachen:
      • RSP defekt - kann sein. Prüfen
      • Schmelzeaufbereitung nicht homogen
      • Heißkanal - Temperaturführung, "tote"Ecken, Scherung, ...


      Gibt doch mal die wichtigsten Prozessparameter (Schussgewicht, Schneckendurchmesser, Zykluszeiten, Temperaturen, Zeiten, Drücke, ...)

      Welches Material genau ist es?
      Staudruck 120 bar - spezifisch?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von LutherStickl ()

    • @Dewa, hier braucht's noch reichlich Infos:
      - Max. möglicher Dosierweg in mm
      - IST-Dosierweg mm
      - Massepolster mm
      - Dekompression mm
      - Verarbeitungstemperatur ...° - ...° laut Materialhersteller
      - Alle Temperaturen von Einzug --> bis Heißkanaldüse
      - Zyklus
      - Anspritzug mit Heißkanal direkt auf's Teil?

      120 bar Staudruck ist zu hoch = zuviel unkonrollierte Wärmeenergie im Zylinder = keine geregelte Wärmeführung!!

      *NEUES Prozessdenken* ist überfällig, denn trotz *50 Jahre technischen Fortschritts* sind die ALTEN Fehlerbilder geblieben!

    • Danke für die Schnellen Antworten,
      Sorry habe das falsche Material Genannt.

      Wir benutzen ABS (SR-0320LT)
      Dem Material wird nix mehr Hinzugefügt.

      Wir haben vorher Werkzeuge mit dem Material ASA gefahren (Lotte Starex WX 9310 UV)

      Heißläufer Temperatur 260Grad(Jede Zone)
      Schneckentemperatur (245_260_255_250_240_230) Angaben in Grad

      Staudruck 120bar spezifisch.
      Spezifischer Einspritzdruck 1330bar Spezifisch
      Zyklus 48,5 Sekunden
      Schussgewicht 492,45 Gamm
      Einspritzzeit 6,9 Sekunden

      Das Werkzeug in einem anderen Werk reif gemacht und wird jetzt bei uns gemustert.
      Auf Musterteilen vom anderen Werk sind auch leichte schlieren zu sehene, aber aber bei weitem nicht so stark wie bei uns.

      Im anderen Werk wurde eine 60er Schnecke benutz, wir benutzen eine 80er.

      Wir fahren Ohne Dekompression, Laut meinen Kollegen führt eine Smartshut rückstromsperre mit Dekompression zu schlieren.

      Ich werde nächste Woche mal die Dosiergeschwindigkeit auf 0.3m/s anheben.
    • Dewa schrieb:

      Laut meinen Kollegen führt eine Smartshut rückstromsperre mit Dekompression zu schlieren.
      Mit welcher Begründung? Können deine Kollegen die die Ursache der Schlieren erklären, oder ist deren Aussage nur das Ergebnis *aus dem Zusammenspiel von 20 Parametern*? ;)

      *NEUES Prozessdenken* ist überfällig, denn trotz *50 Jahre technischen Fortschritts* sind die ALTEN Fehlerbilder geblieben!

    • Tricky.

      Wenn das andere Werk ebenfalls Schlieren produziert hat (wenn auch weniger), muss es Gemeinsamkeiten geben. Das sind hauptsächlich Werkzeug und Material.

      • Wie sieht die Schmelze beim Freispritzen des Zylinders und durch das offene Werkzeug aus?
      • Schmelzetemperatur gemessen?
      • Heißkanal Temperaturführung ok? Schon mal um 10-20°C abgesenkt?
      • Staudruck mal halbiert?
      • Maschinendüse im D an den HK Anschgußbuchse angepasst? Wie sind die Maße der HK Buchse & Maschinendüse?
      • ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von LutherStickl ()

    • Dewa schrieb:

      führt eine Smartshut rückstromsperre mit Dekompression zu schlieren.
      smart shut RSP.jpg

      Wieder solch tolle Erfindung für Leute, die nicht wissen, wie man eine normale klassische Rückstromsperre zum Schließen bringt ;) ;) Bedingung: Man muss zu dieser Rückstromsperre auch die elektrische Maschine dazu bestellen :D :D
      Vorschlag: Baut eine normale Rückstromsperre ein und gestaltet den Plastifizierprozess so, dass sie prozesssicher schließt!

      *NEUES Prozessdenken* ist überfällig, denn trotz *50 Jahre technischen Fortschritts* sind die ALTEN Fehlerbilder geblieben!

    • Diese RSP ist der einer Fanuc ähnlich. Der Sperring dreht sich mit. Zumindest sieht's für mich so aus. Ist die Abnutzung von Sperring und Zylinderwand gleichmäßiger. Mir ist aber nicht bekannt dass durch den Schneckenrückzug die Schlieren kommen. Ich spreche aber hier von meiner Erfahrung mit Fanuc.
    • Andre schrieb:

      Mir ist aber nicht bekannt dass durch den Schneckenrückzug die Schlieren kommen.
      Der Überzeugung bin ich auch, daher erwähnte ich auch ...:

      Behrens schrieb:

      oder ist deren Aussage nur das Ergebnis *aus dem Zusammenspiel von 20 Parametern*?

      *NEUES Prozessdenken* ist überfällig, denn trotz *50 Jahre technischen Fortschritts* sind die ALTEN Fehlerbilder geblieben!

    • Ich würde das mit der Feuchtigkeit noch einmal überprüfen wir hatten so etwas ähnliches auch schon einmal bei einem PBT/PET und da war dann der Durchsatz zu hoch und wir mussten 12h trocknen um auf 0.01% restfeuchte zu kommen und einen 2ten trockner verwenden um die Produktion am Laufen zu halten.

      Wieso werdet Ihr beim überspritzen der Kaskaden langsamer?
      Luftschlieren?
    • @Dewa, da sind noch ein paar Fragen offen, wäre höflich, wenn du da mal drauf eingehst! Dann bräuchten die hilfsbereiten Mtglieder hier nicht weiter "spekulieren+vermuten".
      Wie du gemerkt haben musst, möchten dir hier ja einige wirklich helfen ...!!

      *NEUES Prozessdenken* ist überfällig, denn trotz *50 Jahre technischen Fortschritts* sind die ALTEN Fehlerbilder geblieben!

    • Wenn ich die Informationen der verschiedenen Verkäufer richtig verstehe, handelt es sich bei dem Material ABS SR-0320LT um ein ABS-Low gloss. Heißt: die Oberflächen werden nach den Spritzen eigentlich matt sein: Glanzgrad maximal 30%. Versucht man solch ein Material glänzend zu verspritzen bzw. ist das Werkzeug nicht für "kein Glanz" konstruiert, können tatsächlich Probleme mit Schlierenbildung auftreten.