Kunststoff nach 3 - 15 min ausgehärtet nicht so hart wie Epoxidharz.

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    • Kunststoff nach 3 - 15 min ausgehärtet nicht so hart wie Epoxidharz.

      Hallo zusammen


      Gibt es einen Kunststoff, der in 3- 15 min aushärtet und nicht so hart ist wie Epoxidharz?

      Ich möchte nämlich einen Kegel (l: 30 cm, r: 1,5 - 0,5 cm) aus Kunststoff herstellen. In diesem möchte ich später löcher bohren. (d: 2-5 mm). Ich habe hierfür vor, eine Styroporschalung mit einem Heißendraht zu erstellen. In die Schalung wollte ich den flüssigen Kunststoff geben und mittels Rotationsverfahren von Hand den Kegel aushärten lassen.

      Vielen Dank vorab.


      Grüße
      Vinz
    • Hallo Vinz,

      hier beißt sich die Physik mit deiner Vorstellung. Es gibt Kunststoffe, die erst nach 3-15 Minuten aushärten. Dies sind die Elastomere, aber die brauchen eine Vernetzungsreaktion, damit die Form beibehalten wird. Die Vernetzungsreaktion wird durch Wärme gestartet und das bei einer recht hohen Temperatur. Deine Styroporform verliert somit jegliche Stabilität und du erhälst nicht die gewünschte Form.
      Nimmst du einen Kunststoff, der seine Form durch Abkühlen erreicht, wird auch hierbei deine Form aus Styropor zerstört, da die hohen Temperaturen für leichtes Fließen sehr hoch sind.

      Was spricht dagegen sich das gewünschte Bauteil direkt aus einem 3D-Drucker fertigen zu lassen? Gibt verschiedene Dienstleister und einer hier im Forum bietet sowas auch an.

      Gruß
      Juri Müller
    • Generell Denkbar für so eine Anwendung- ohne die Randbedingungen genau zu kennen - wäre die Verwendung von PUR, zweikomponentig.
      Nach dem Mischen reagiert es bei Relativ geringer Temperatur (ab ca. 60°) und meines Wissens mit Temperaturabhängiger Topfzeit.

      Jedoch haben viele PU den Nachteil, dass sie vor der Vernetzung EXTREM fließfähig werden, d.h. sie würden dir unendlich in die Poren deiner Form hineinlaufen.
      Ich persönlich denke, dass du dich vom Gedanken der Styropor-/Styrodorform verabschieden musst.

      Etwas anderes wäre es, wenn du das Modell aus dem Material oder Wachs herstellst und eine Verlorene Form, z.B. aus Quarzsand darum modellierst und dann entweder entformst oder das Modell "ausbrennst" und dann mit der Vergussmasse füllst.

      Wenn du hohe Topfzeit, niedrige Vernetzungstemperatur und einfaches Handling haben möchtest, bleibt eigentlich nur ein zweikomponentiges RT-Silikon, welches naturgemäß stets elastisch ist.
    • Hallo zusammen,

      danke für die Antworten.

      Zumindest weiß ich, dass es das Material, was ich such, nicht gibt.
      Ich möchte einen Prototypen entwickeln, daher ist zunächst ein Exemplar ausreichen.

      Ich würde gerne mit einem Holz oder Stahlbohrer Löcher bohren können, daher soll das Material nicht so hart sein.
      Bisher habe ich normal PVC-U Rohrer verwendet, von den Eigenschaften her waren diese sehr gut. Für meine Zwecke ist die Materialqualität nicht ganz so wichtig, sollte sich Bohren lassen.
      PVC-U Rohr 25 x 1,9mm - 16 bar, 0,84 € (pvc-welt.de)

      Vom Drehen und Fräsen habe ich leider keine Ahnung.

      Ich könnte aus Styropor ein Betonkegel machen und in eben diesen dann den Kunststoff gießen(Rotieren). Könnt Ihr mir einen fließfähigen Kunststoff empfehlen, der ohne externe Wärme zu verarbeiten ist (2-Komponenten oder so) und in etwa meine nötigen Eigenschaften hat?


      Grüße
      Vinz
    • Für 1 Stück und wenn es eigentlich nicht so drauf an kommt las dir so ein Teil drehen. PA ohne oder auch mit Glasfasern drin. Ich denke das rechnet sich gegenüber jedem Formenbau. Und den 2 K Kunststoff musst du ja auch kaufen. Die Dreherei soll gleich 2 oder 3 machen das kostet vermutlich nicht viel mehr als 1 Stück und du hast einen 2. Versuch frei.
      Und falls du weißt wo welche Bohrungen hin sollen las sie mitmachen.
    • Hallo,

      @wichtelchen: Kannst du mir eine Dreherei empfehlen? Wie schätz du die Kosten ein?

      Kann mir trotzdem jemand einen Kunststoff für meine Zwecke nennen, wenn jemand einen kennt?
      Eventuell möchte ich noch andere Formen entwerfen.

      Danke für eure Hilfe.
    • Ich würde mich nach einem Kleinbetrieb in der Nähe umschauen. Ein Werkzeugbau der Einzelteile macht z.B. Aber bei mir in der Nähe ist nicht bei dir ..... vermute ich mal.

      Kosten, ich rechne für Daumenpreise immer 1 Euro pro Minute. Wenn es nur der Kegel ohne Bohrungen ist dann wird das irgendwo bei 50,- Euro sein. Und jeder weitere Kegel 10 - 20 Euro mehr.
      Sicher geht das auch für 20 Euro in die Kaffeekasse oder aber für 150,- mit Angebot, Zertifizierung und 2 Ordnern voll Papier.
      Wenn die Bohrungen dazu kommen ist die Frage wie das genau aussieht. Nur ein Durchmesser oder verschiedene usw. Pro Durchmesser und somit Bohrwerkzeug wird man so 30 bis 45 Minuten brauchen. Kommt auch sehr drauf an was für eine Maschine da ist und welche Werkzeuge schon eingerichtet sind.
    • Hallo zusammen,

      ich bin mit meinen Prototypen ziemlich zufrieden. Habe mich für einen 3D Druck entschieden.

      Danke für die Hilfe und den guten Rat!

      Als Nächsten schritt würde ich genau diesen Prototypen gerne vervielfachen. Ich denke so an 100 – 150 Stück.
      (Kegel - l: 30 cm, r: 1,5 - 0,5 cm - aus Kunststoff mit Löchern d: 2-5 mm ca. 100 Stück)

      Würdet Ihr hierfür ein Silikonform anfertigen, also DIY?
      Oder ist es wahrscheinlich besser, dies eine Fachfirma machen zu lassen?

      Falls mir die Frage beantwortet wird, könnten mir dann Suchbegriffe für Google mitgeschrieben werden, damit ich leichter fündig werde.
      (Materialnamen oder Firmennamen oder Firmen Spezialisierung)

      Danke vorab.

      Grüße
      Vinz