Als Elektroniker aus der Schichtarbeit raus?

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    • Als Elektroniker aus der Schichtarbeit raus?

      Mag vielleicht der falsche Beruf fürs Forum zu sein, aber bei uns wird halt auch überwiegend Kunststoff verarbeitet.

      Momentan bin ich noch in der Ausbildung, aber für Elektroniker Betriebstechnik (EBT) scheint es wohl fast nur
      Stellen bzw. Einsatzgebiete mit Schichtarbeit zu geben. Zumindest kristallisiert sich das im Abteilungsdurchlauf
      so heraus. Bisher gab es nur die FM, also Hausmeister in etwas besser und mit mehr Aufgaben, den Musterbau und
      Entwicklung, wo man nur Tagarbeit von 7 bis 15 Uhr oder Frühschicht von 6 bis 13:45 Uhr hätte.

      Und ich kann mir beim besten Willen keine Schichtarbeit vorstellen, da ich zum einen einen schon eh angeknacksten
      Kreislauf habe, der bei über 24° anfängt zu klötern, Ritalin zur ADHS Unterdrückung nehme, die massiv müde machen
      und meine festen Schlafenszeiten brauche, da ich schon heftige Auswirkungen spüre, wenn sich die Aufstehzeit nur
      um 2 Stunden verschiebt.

      Gibt es für EBT überhaupt eine nennenswerte Chance, nur in Tagarbeit zu kommen?

      Oder gibt es sinnvolle Anschlussausbildungen im Bereich Techniker/Industriemeister, mit denen man in Tagarbeit kommt?
    • Neu

      Hallo Cubicany,

      Frage 1: Klar, musst halt nur das Unternehmen finden das keine Schichtarbeit hat oder in welchem Du praktisch "normale" Arbeitszeit von z.B. 7:00 - 16:00 Uhr hast und den Rest auf Abruf bereit stehst, quasi Bereitschaftsdienst. So kenne ich das zumindest.

      Frage 2: Klar, jedoch ist das in keinster Weise eine Garantie dass Du dann aus der Schicht raus kommst.

      Mich wundert, dass Du trotz dieser Krankheiten einen solchen Ausbildungsberuf wählst. Noch dazu in einem Unternehmen in dem Kunststoff verarbeitet wird. Hier ist die Schichtarbeit doch praktisch vorprogrammiert. Oder hast Du Dich da nicht informiert? Wenn das damals die Hausmeister gemacht haben und Du nun einer der ersten bist die in dem Beruf ausgebildet werden um dann künftig in Schichtarbeit die Bude am Laufen zu halten, dann kann ich mir nicht vorstellen dass das im Bewerbungsgespräch nicht erwähnt wurde.

      Hast Du Dir mal überlegt vielleicht umzuschulen? Mit dem Krankheitsbild wäre z.B. eine Position in irgendeinem Büro genau richtig. (Ziemlich sicher klimatisiertes Büro, hervorragende Arbeitszeiten, wenig Stress)

      Jedenfalls ändert eine Weiterbildung ja nichts an Krankheiten und Umwelteinflüssen wie z.B. 24° Temperatur. Einen Techniker/Meister der permanent müde ist und ab 24° Temperatur ggf. ausfällt würde ich jedenfalls nicht benötigen, denn dieser würde mir zu viel Geld kosten.

      Ohne Dir da zu nahe treten zu wollen vermute ich, dass Du einfach keinen Bock auf Schicht hast. Da hättest Du Dich jedoch vorher informieren müssen. Wie ich darauf komme? Ritalin richtig dosiert führt eben NICHT zu Müdigkeit. Ganz im Gegenteil. Hier solltest Du vielleicht mal Deinen Arzt aufsuchen, denn wenn Du wirklich Deine Müdigkeit auf das Ritalin beziehst, dann stimmt was nicht. Auch die Kreislaufprobleme bei 24°C Temperatur können mit einem Missbrauch des Ritalin zu tun haben, denn hier wären z.B. Blutdruckprobleme die Folge.

      Lass das doch mal abklären.

      MfG
      Klabuster
    • Neu

      . . . Vielleicht erstmal die Ausbildung abschließen. Dann ein wenig Praxis sammeln und dabei dann nach einem Arbeitsplatz im Tagesdienst umschauen. Und da gibt es schon so Einiges. Wer sagt denn, dass es nach der Ausbildung zwangsweise im Schichtdienst weitergehen muss? Muss ja nicht zwangsläufig in der Kunststoffbranche sein, wenn man Kunststoff nun überhaupt nicht mag.
      Jetzt schon - mit Mitte 20 auf Frührente hin zu arbeiten, ist bestimmt nicht der richtige Weg.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von petersj ()

    • Neu

      petersj schrieb:

      . . . Vielleicht erstmal die Ausbildung abschließen.
      Auf jeden Fall!

      Schauen, was sich ergibt, Corona abwarten usw. Nur wirkt es im aktuellen Betrieb so, dass es nur Schicht gibt.

      petersj schrieb:

      Jetzt schon - mit Mitte 20 auf Frührente hin zu arbeiten, ist bestimmt nicht der richtige Weg.
      Auf Frührente schon mal gar nicht.

      Deshalb würde ich ja gerne bei Bedarf noch was anschließen, was die Qualifikationen verbessert.


      Klabuster schrieb:

      Oder hast Du Dich da nicht informiert?
      Naja, zum einen war wohl klar, dass es auch Stellen mit Schicht gibt, aber so viele, hätte ich nicht gedacht. Und das die Übernahme so gering ist, war auch noch nicht bekannt.

      Aber wie schon gesagt, schaue ich erst mal, was kommt.