Einspritzgeschwindigkeit festlegen (Erstbemusterung)

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    • LutherStickl schrieb:



      Wenn Probleme auftauchen, dann ist Sherlock Holmes und systematische Analyse angesagt... 8)
      Genau da liegt der Hase im Pfeffer begraben. Wenn ich nicht verstehe, was da passiert, kann ich auch keine systematische Analyse fahren. Durch rumprobieren finde ich eine Lösung für ein Problem bei Artikel A. Bei Artikel B tritt das gleiche Problem auf, aber die Lösung für Artikel A macht das Problem bei Artikel B schlimmer. Die jeweiligen Zusammenhänge müssen verstanden werden, damit ich verstehe was die Ursache ist. Erst wenn ich die Ursache verstehe, kann ich auch zielgerichtet an einer Lösung arbeiten.
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      Andre schrieb:

      Luemmel schrieb:

      Unter der Voraussetzung, dass die WZ-Geometrie 1 zu 1 der Simulations-3D entspricht (Abweichung Anschnitt Herstellungsbedingt mit minimalen Abweichungen)
      verwende ich auch die Simulationsdaten, da dort die Scherratewerte vermerkt sind. (meistens ist die max. Schergeschwindigkeit bei ca. 60000 bis 100000 1/s)




      Warum ist die Scherrate für den Prozess so wichtig? Geht es etwa um unkontrollierte Temperatureinwirkung in der Schmelze und somit um Viskositätschwankungen?
      Außerdem gibt es einige wenige Kunststoffe, die ganz empfindlich auf Scherung durch zu hohe Geschwindigkeiten oder/und scharfe Kanten reagieren: wenn der zwischen Randschicht (rund 0) und Maximum zu groß wird, trennt sich der Schmelzestrom, er delaminiert. Das Ergebnis im Bauteil ist dann fast wie Blätterteig, als hätte man mehrere Schichten Kunststoff übereinander.
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      03 1010 schrieb:

      Außerdem gibt es einige wenige Kunststoffe, die ganz empfindlich auf Scherung durch zu hohe Geschwindigkeiten oder/und scharfe Kanten reagieren: wenn der zwischen Randschicht (rund 0) und Maximum zu groß wird, trennt sich der Schmelzestrom, er delaminiert. Das Ergebnis im Bauteil ist dann fast wie Blätterteig, als hätte man mehrere Schichten Kunststoff übereinander.
      Da muss ich korrigieren. Der Schmelzestrom delaminiert hier nicht, sondern es entstehen Laminatschichten, die nur eine geringe Haftung untereinander haben.
      Über die scharfe Kante sinkt die Viskosität so stark, dass die Schmelze in dem Bereich massiv voreilt und sofort auskühlt, weil die Kunststoffmasse in dem Bereich eher einem dünnen Film gleicht. Direkt hinterher kommt die nächste Schicht, deren Viskosität etwas höher liegt usw...
      Letztendlich bilde ich unfreiwillig viele dünne Folien in diesem Gebiet, die durch das zu schnelle erkalten kaum eine Verbindung haben, ähnlich zu einer schlechten Bindenaht.

      Ja, ich weiß, dass das jetzt Klugscheißen ist.