Nach Ausbildung, Fachhochschulreife und Arbeitserfahrung noch Techniker machen?

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    • Nach Ausbildung, Fachhochschulreife und Arbeitserfahrung noch Techniker machen?

      Hallo liebes Forum,

      zu mir: ich bin 27 und habe im Sommer 2013 damals meine Ausbildung zum Verfahrenmechaniker Fachrichtung Formteile solala (im 3er Bereich) abgeschlossen, damals dachte ich noch nicht wirklich an meine Zukunft usw. Ich habe dann noch ein halbes Jahr in meiner Ausbildungsfirma gearbeitet, mein Vertrag wurde nicht verlängert, da man nicht wirklich zufrieden mit mir war. Ich war dann 4 Monate arbeitssuchend und habe dann von April 2014 - Februrar 2016 in einer anderen Firma als VM gearbeitet. Daraufhin entschied ich mich die Fachhhochschule in Vollzeit nachzuholen, an Wochenenden und in den Ferien arbeitete ich immer noch weiter in der Firma als VM.
      Nach der Fachhhochschulreife habe ich dann in einer ganz anderen Branche gearbeitet, dort war aber noch in der Probezeit Ende.
      Nun bin ich seit Februrar 2020 arbeitssuchend und mache mir Gedanken, ob es sich lohnen könnte bzw. überhaupt Sinn macht nochmal den Techniker dranzuhängen, obwohl ich schon die Fachhochschulreife habe (mit Durchschnitt von 3,0). Für mich in Frage kommt vorallem die TA Weilburg und die dort angebotenen Studiengänge Verfahrens- und Umwelttechnik, sowie Produktions - und Qualitätsmangement. Ja, die Frage ist - lohnt sich das Ganze oder gibt es andere/erfolgsversprechnendere Wege? Mir kommt es derzeit eher so vor als würde jeder zweite Verfahrenmechaniker irgendwann im Laufe seiner Karriere (oft auch direkt nach der Ausbildung) den Techniker oder sogar den Meister dranhängen um später, nach erfolgreichem Abschluss dann doch im alten Beruf mit nur leicht verbessertem Gehalt zu arbeiten. Ziel und Motivation des Ganzen wäre für mich vorallem der finanzielle Aspekt, noch eher aber das rauskommen aus der Schicht. Würde dann gerne in die Richtung AV und/oder QM gehen.


      Schonmal Danke für die Antworten und LG,
      KunststoffWave
    • Hallo,

      so genau, wie du deinen Weg im Arbeitsleben beschrieben hast, ist es doch leider irgendwo zu wenig. Aber mehr "Daten" helfen auch nicht.
      Pauschal zu sagen, ob es jetzt exakt und persönlich für dich das beste ist, wirst nur du selbst beurteilen können. Ich kann dir dazu nur sagen, versuch es aus Sicht eines potenziellen Arbeitgebers zu betrachten.

      Und das Folgende bitte absolut nicht falsch verstehen, soll rein sachlich sein und dir weiterhelfen:
      Als Arbeitgeber, der dann deine Bewerbung hat, wenn du dann Techniker bist, der schaut sich deinen Lebenslauf an und fragt sich, warum dieser sehr lange Qualifikationsweg bis hin zum Techniker, aber noch nicht wirklich Berufserfahrung? Das ist die eine Frage , auf der du für dich selbst drauf rumdenken müsstest, bevor du diesen Schritt gehst.
      Auch für den Techniker würde es dir viel bringen, mehr Berufserfahrung zu haben (Da sprech ich aus eigener Erfahrung, Praxiswissen schlägt in so vielem Theorie, und wenn man Theorie und Praxis schon bei dem Techniker verbinden kann umso besser).

      Aber weiter kann ich dir nicht helfen, so viele Randbedingungen, von persönlich bis Weltmarktlage wegen Corona... Machs Beste draus und viel Erfolg, egal wie du dich entscheidest!
    • Hallo @KunststoffWave und herzlich willkommen im Forum!

      Vorab. Dein Werdegang ist bis jetzt weit weg von Durchschnitt. Für mich kommst du so rüber, dass du einfach irgendwas gemacht hast und selber nicht wusstest, was du willst. Vorteilhaft ist, dass du in einem Bereich geblieben bist. Das nähert dich schon etwas an den Durchschnitt an.

      Was ich überhaupt nicht verstehe, ist die Erlangung deiner Fachhochschulreife. Du hast eine abgeschlossene Ausbildung und die berechtigt dich, genauso wie eine Fachhochschulreife, für ein Studium an einer FH. Hier kriege ich den Eindruck, dass du weiterhin nicht weißt was du willst. Hier kann auch für Dritte der Eindruck entstehen, dass du deine erste Ausbildung als einen Fehler angesehen hast und mit der nachgeholten Fachhochschulreife die Branche wechseln willst. Deine Ausbildung hätte dich z.B. für ein Maschinenbaustudium an einer FH qualifiziert, aber andere Richtungen, wie Informatik, sind für dich nur mit einer Ausbildung nicht möglich. Dein Wunsch einen Techniker zu machen, erscheint mir damit auch nicht koscher. Hier läufst du Gefahr, dass so mancher Personaler das ähnlich sieht und deine Bewerbung in die Rundablage P legt.

      An deiner Stelle würde ich erstmal weiter normal arbeiten und eine sehr gute bis gute Arbeitsleistung vorlegen. Sammel Erfahrung, bilde dich weiter(wenn notwendig auch privat) und beiß die Zähne zusammen. Du hast eine Menge Zeit vergeudet durch deine Unsicherheit und dies muss durch mindestens 2-3 Jahre Kontinuität kompensiert werden. Nach der Zeit folgt dann der Techniker oder Meister.
      Du musst einfach daran denken, wie du mit deinen Unterlagen bei Personalabteilungen rüber kommst. Der erste Kontakt ist schriftlich oder telefonisch. Sie kennen dich nicht und können dich nicht einschätzen. Ist der Werdegang schon außer der Norm, hast du es sehr schwer. Und jetzt durch Corona sind viele Firmen vorsichtiger und wenn du eine feste Stelle hast, sei froh. Du hast dann mehr als so manch andere.
    • Erstmal danke für eure Antworten. Leider habe ich derzeit keinen Job, bin aber auf der Suche, welche sich natürlich derzeit aufgrund Corona etwas schwierig und zäh gestaltet. Im Prinzip kann ich auch vollkommen nachvollziehen wenn ein Personaler, bei meinem Lebenslauf erstmal komisch schaut, da mich die Fachhochschulreife (es ist eine allgemeine, mit der ich auch in andere Richtungen studieren könnte) - nicht überqualifiziert aber ich wohl erstmal erklären müsste warum ich nicht weiter im Job geblieben bin. Insgesamt ne blöde Situation. Würde aber gerne wieder in den Beruf zurück, auch wenn ich in den Sauren Apfel, bezogen auf die fast unumgängliche Schichtarbeit in der Branche beissen müsste. Aber gut, wenn ich dann 2-5 Jahre mehr Berufserfahrung habe und ich in der Firma gut klarkommen würde, kann ich mit Anfang - Mitte 30 ja immer noch den Techniker oder Meister machen und dann damit auch den Weg aus der Schicht finden. Würde in der Zeit auch hier über das Forum, aber auch durch Fachlektüre versuchen, das ganze so gut wie mir möglich ist zu machen.

      LG,
      KunststoffWave
    • Verfahrensmechaniker sind denk ich fast überall gesucht.
      Meine persönliche Meinung ist auch, du solltest Wert auf Berufserfahrung legen.

      Ich verstehe deine Lage gerade und dass Corona dass nicht besser macht. Aber steck deine Energie da rein, potenzielle Arbeitgeber von dir zu überzeugen, dich einzustellen. Noten sind nur der erste Eindruck. Und hast du den Fuß in der Tür, streng dich so dermaßen an, dass dir eben dieser Arbeitgeber sagt, dass er dich gern als Techniker weiter qualifiziert! Du wirst schon nach kurzer Zeit sehen, ob Leistung auch zu Anerkennung führt.

      Viel Erfolg
    • Hallo,
      habe nun demnächst ein Vorstellungsgespräch als Verfahrensmechaniker, allerdings im Extrusions-Bereich. Gelernt komme ich ja aus dem Spritzguss - Extrusion würde mich aber auch interessieren - wobei es ja wieder ein anderer Bereich ist - sollte es da nicht passen und ich nach paar Jahren später wieder was im Spritzgussbereich suchen sollen, würde da wohl wieder das Problem mit der Arbeitserfahrung bestehen bleiben, die ich dann zwar hätte, aber dann eher im Bereich Extrusion. Wie steht ihr zu diesen Gedankengängen von mir? Was meint ihr, macht es Sinn - oder doch lieber auf Spritzguss gehen?
    • KunststoffWave schrieb:

      Hallo,
      habe nun demnächst ein Vorstellungsgespräch als Verfahrensmechaniker, allerdings im Extrusions-Bereich. Gelernt komme ich ja aus dem Spritzguss - Extrusion würde mich aber auch interessieren - wobei es ja wieder ein anderer Bereich ist - sollte es da nicht passen und ich nach paar Jahren später wieder was im Spritzgussbereich suchen sollen, würde da wohl wieder das Problem mit der Arbeitserfahrung bestehen bleiben, die ich dann zwar hätte, aber dann eher im Bereich Extrusion. Wie steht ihr zu diesen Gedankengängen von mir? Was meint ihr, macht es Sinn - oder doch lieber auf Spritzguss gehen?
      Schauen wir uns mal an welche Möglichkeiten du hast. Weiterhin nach einer Stelle suchen oder eine Stelle haben, auch wenn die Fachfremd ist.

      1. Option: Weiterhin nach einer Stelle suchen

      Je länger die Zeit wird bis zur letzten Anstellung, umso weniger interessant wirst du. Das ist ein simples Gesetz des Arbeitsmarktes um das keiner herum kommt. Keiner kann dir sagen, ob die Bewerbung, die morgen abschickst, auch zu einem Vorstellungsgespräch und einer Anstellung führt oder nicht. Dieser Zustand sollte so schnell wie möglich beendet werden. Ansonsten kommt noch das Bild auf, dass du keinerlei Interesse hast und mit deinem Lebenslauf ist dieser Gedanke nicht abwegig.

      2. Option: Die Stelle in der Extrusion antreten

      Die Zeit zwischen letzter Anstellung jetziger Anstellung ist klar beschrieben. Du hast dich für die Stelle entschieden und willst fachfremd arbeiten. Deine Berufserfahrung ist hierbei Null und du beginnst von vorne. Natürlich hast du schon gewisse Grundkenntnisse, aber die werden bei dieser Ausbildung vorausgesetzt. Nach ein paar Jahren bist du für den Spritzguss uninteressant, weil du zu lange raus warst.
      Eine Möglichkeit öffnet sich dir dadurch. In der Regel beträgt die Probezeit sechs Monate in der der Arbeitgeber und Arbeitnehmer entscheiden können, sich voneinander zu trennen. Findest du in der Zeit eine andere Stelle im Bereich Spritzguss, wird dir keiner einen so schnellen wechsel übel nehmen, wenn du es gut begründen kannst. Du hast nur das Problem, dass du dann eine neue Probezeit hast und sich der Arbeitgeber von dir schnell trennen kann und du stehst somit wieder da, wo du gerade stehst, nur mit dem Makel, dass du in der Probezeit entlassen wurdest.

      Du kannst somit drei Entscheidungen treffen:
      1. Weiter nach einer Stelle suchen
      2. Stelle annehmen und während der Probezeit wechseln
      3. Stelle annehmen und bleiben

      Ja, es ist nicht die feine englische Art während der Probezeit zu kündigen. Der Arbeitgeber hat den Aufwand der Stellenbesetzung erneut und somit auch Kosten. Es ist auch nicht die feine englische Art einen Arbeitnehmer in der Probezeit zu kündigen. Da sollte man schon etwas mehr Zeit und Energie in den Bewerbungsprozess stecken, anstatt in mindestens einmal zu wiederholen.

      Mach dir einfach ein paar Gedanken zu den Punkten, sprich mit guten Freunden bzw. Verwandten darüber. Wäge im Anschluss ab und entscheide dann.
      Die Extrusion ist auch ein interessanter Bereich. Ich hab vor knapp einem halben Jahr eine sehr interessante Stelle im Bereich der Extrusion angeboten bekommen, aber mich zieht der Spritzguss einfach magisch an und ich wäre da nicht lange geblieben. Hätte Frust für beide Seiten gegeben. Vielleicht kannst du nach einem Tag Probearbeit fragen, damit du die Abläufe siehst und dir die Entscheidung leichter fällt.
    • Im Prinzip hängt mein "Arbeiterherz" auch mehr am Spritzguss, einfach weil es viel komplexer ist und dadurch auch interessanter bezüglich den ganzen Parametern und auftretenden Fehlern/Problemen welche behoben werden wollen. Finde im Spritzguss muss man halt immer das Ganze sehen und auf Lösungssuche gehen mit den, dem Problem entsprechenden, verschiedenen Lösungsansätzen. Man verändert was an dem und dem Parameter, hat dadurch Problem 1 behoben, Problem 2 ist aber noch vorhanden oder sogar schlimmer - somit muss man an nem anderen Parameter drehen und sieht dann bei Problem 2 Besserung, es kommt zu einem Aha Effekt und man bemerkt dann eine ganz andere,vorher nicht bedachte Ursache usw usw. ihr wisst wovon ich rede :)

      Ich werde mir die Firma auf jeden Fall mal anschauen und Fragen zu welchen Konditionen etc. eingestellt wird und auch wie es mit Fortbildungen bei entsprechend guter Einarbeitung/Leistung aussieht. Sollte das alles passen kann ich mir immer nochn Kopf machen ob es vielleicht was für mich wäre und ich damit das Risiko eingehe, dass ich für den Spritzgussbereich in 1-2 Jahren komplett uninteressant werden würde.

      Danke euch auf jeden Fall schonmal für die Antworten ich werde weiterhin berichten wie es dann im Endeffekt ausgegangen ist.
    • meine Meinung ist: Lieber Spatz in der Hand als Taube auf dem Dach - zumal du mit etwas Glück Abstand von gewissen Krisenbranchen erhältst:

      1. Vorstellungsgespräch auch jeden Fall wahr nehmen. Du sammelst Erfahrungen, man hat deinen Namen mal gehört und dein Gesicht gesehen (Vitamin B)
      vielleicht ist es ja sogar möglich, dir den Betrieb bei Gefallen vorher anzusehen (2. Vorstellungsgespräch, Probearbeiten o.ä.), dann kannst du immer noch "flüchten", wenn dir etwas nicht passt.
      2. Der Wechsel von dort ist ja immer noch Möglich zurück in den Spritzguss-Bereich - wobei nach meiner Erfahrung der Leidensdruck enorm sein muss bis sich jemand während der regulären Arbeit etwas neues sucht.
      3. "unverhofft kommt oft" - manchmal Arbeitet man sich in neue Gebiete ein und stellt fest, dass man ein ganz anderes Bild hatte. Ging mir auch so: Komme als Maschinenbauer im Metallbereich von der Uni, hab mir damals gesagt "Keine Mikroelektronik und keine Plaste" ... heuer als Konstrukteur bei einer Leiharbeitsfirma an und statt im Konstruktionsbüro lande ich beim Kunden als Technologe an einer Anlage, die Glas mit Silikon beschichte... heute ringe ich als Technologe Spritzguss mit der Kunststoff-Umspritzung von Elektroniken :thumbsup:
    • Ja, das Gespräch werde ich definitiv wahrnehmen, am Telefon sagte mit der Geschäftsleiter auch schon das es ne kleine Führung durch die Firma gibt in der er mir alles erklären und zeigen will, da ich ja aus dem Spritzgussbereich komme. Zudem meinte er, dass man alles lernen könne, was ich bejahte. Hört sich soweit erstmal alles gut an. Werde, sollte Interesse an mir bestehen, den Job auch erstmal annehmen und mich einarbeiten. Vorteil wäre auf jeden Fall auch die Strecke - sind nur ca. 20km. (eine Strecke).

      Mal ne andere Frage: Was würdet ihr einem bezahlen mit 3-4 Jahren Spritzguss Erfahrung im Extrusionsbereich als "Einstiegsgehalt"? Will mich da auch ungern unter Wert verkaufen.
    • Schau mal in die Vergütungstabelle der IG Metall. Dort findest du gute Anhaltspunkte. Wärst du in einer ungekündigten Position, könntest du bei 10% drüber anfangen. So hast du wenig Wahl und das Pokern kann mit hoher Wahrscheinlichkeit gründlich schief gehen.
    • KunststoffWave schrieb:

      Mal eben über die Gehaltstabelle drübergeguckt - so 2200 - 2300nettro wären schonmal was.
      Netto-Monatslohn ist als Angabe erst einmal nichtssagend, da dein persönlicher Status - Steuerklasse usw. - für die Abzüge relevant ist.
      Vorschlag: Rechne daraus den Bruttolohn hoch und dann hast du eine Zahl, mit der du beim Bewerbungsgespräch verhandeln kannst.
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • Behrens schrieb:

      KunststoffWave schrieb:

      Mal eben über die Gehaltstabelle drübergeguckt - so 2200 - 2300nettro wären schonmal was.
      Netto-Monatslohn ist als Angabe erst einmal nichtssagend, da dein persönlicher Status - Steuerklasse usw. - für die Abzüge relevant ist.Vorschlag: Rechne daraus den Bruttolohn hoch und dann hast du eine Zahl, mit der du beim Bewerbungsgespräch verhandeln kannst.
      Und am besten auf das Jahresgehalt und nicht monatlich, je nachdem ob das Unternehmen Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Gewinn- oder Leistungsprämie zahlt, kommt das ja noch mit drauf

      Natürlich musst du auch immer deine Region im Auge behalten: während du im Raum Zwickau-Görlitz da mindestens 25% abziehen musst, kannst du im Ballungsraum Stuttgart oder München das gleich Minimum aufschlagen - schon allein, weil du dort für die Miete oder/und Anfahrt das 2-3 fach zahlst
    • Hallo KunststoffWaver,ich würde Dir auch raten im Spritzguß zu bleiben....
      "da man nicht wirklich zufrieden mit mir war"....brauchst Du nicht zu sagen....die sind nie zufrieden,weder die Mitarbeiter geschweige denn der Chef ;)
      Aber die Einstellung sollte schon so langsam besser werden ;-)...weil eins ist klar:Wenn du keine gute Grundhaltung zum Job hast wird das nix weder mit deinen Kollegen noch mit deinem Boss oder bei verschiedenen Firmen.
      Ohren nicht hängen lassen....und schaffen gehen ;)
      Mfg,Hacky.
    • Neu

      spritzhacky schrieb:

      Hallo KunststoffWaver,ich würde Dir auch raten im Spritzguß zu bleiben....
      "da man nicht wirklich zufrieden mit mir war"....brauchst Du nicht zu sagen....die sind nie zufrieden,weder die Mitarbeiter geschweige denn der Chef ;)
      Aber die Einstellung sollte schon so langsam besser werden ;-)...weil eins ist klar:Wenn du keine gute Grundhaltung zum Job hast wird das nix weder mit deinen Kollegen noch mit deinem Boss oder bei verschiedenen Firmen.
      Ohren nicht hängen lassen....und schaffen gehen ;)
      Mfg,Hacky.


      Ich schau mal wie das möglich ist, derzeit sieht es hier im Spritzguß-Bereich eher mau aus, gibt kaum Inserate, wenn dann über schlechte Leiharbeitsfirmen. Habe nun aber auch ein Angebot von einer Firma in der 4 Tage je 10 Stunden/Woche gearbeitet wird, nur Frühschicht, ist auch im Chemie Bereich - allerdings würde die Tätigkeite auch von meiner Ausbildung abweichen. Werde mir da aber genaueres auch mal anhören.

      Die Einstellung zu dem Job/zum arbeiten an sich hat sich bei mir schon sehr krass eändert, vorallem durch die vergangenen Monate in der Arbeitslosigkeit. Ich bin viel motivierter dadurch, wieder etwas zu packen und mich bei einer Firma "unverzichtbar" zu machen.
    • Neu

      Ich verstehe nicht wirklich, warum die Leute immer in ihrem Ausbildungsberuf weiter arbeiten wollen oder der Meinung sind zu müssen.
      Ich habe Maschinenschlosser in der Schiffsreparatur gelernt. Dabei habe ich z.B. die großen Schiffsmaschinen zerlegt, repariert und wieder zusammengebaut. Danach habe ich Saft auf Tertra-Packs gefüllt. Das hatte schon mal nichts mit meiner Ausbildung zu tun. Dann bin ich bei der Bundeswehr im Radarbereich tätig gewesen. Letzten Endes hat es mich dann zu dieser Kunststofffirma gespült als Wartungs- und Reparaturarbeiter für die Extruder. Est danach bin ich dann hier im Spritzguss gelandet.
      Welchen Job man letztendlich hat, ist doch egal - man muss ihn nur gut machen. Dazu gehört auch, dass man sich um die "Materie" Gedanken macht und sich auch auf privatem Wege weiterbildet. Sich auf die Weiterbildungsangebote der Firma zu verlassen, ist nicht immer der einzig wahre Weg. Man muss sie mitnehmen, sich aber trotzdem auch auf anderen Wegen versuchen, schlau zu machen.

      Momentan dürfte es wohl in der Spritzgussbranche schwer sein etwas zu finden. Kurzarbeit und auch ganz geschlossene Firmen gibt es z.Z. mehr als regulär arbeitende Betriebe.

      PS
      Den Ausweg im Techniker oder Industriemeister zu suchen ist auch nicht der Wahrheit letzter Schluss. Die gibt es inzwischen auch wie Sand am Meer - aber zum großen Teil ohne Berufserfahrung. Weil jeder nach seiner Ausbildung diesen Weg einschlagen will.
    • Neu

      petersj schrieb:

      Ich verstehe nicht wirklich, warum die Leute immer in ihrem Ausbildungsberuf weiter arbeiten wollen oder der Meinung sind zu müssen.


      Welchen Job man letztendlich hat, ist doch egal - man muss ihn nur gut machen. Dazu gehört auch, dass man sich um die "Materie" Gedanken macht und sich auch auf privatem Wege weiterbildet. Sich auf die Weiterbildungsangebote der Firma zu verlassen, ist nicht immer der einzig wahre Weg. Man muss sie mitnehmen, sich aber trotzdem auch auf anderen Wegen versuchen, schlau zu machen.

      Momentan dürfte es wohl in der Spritzgussbranche schwer sein etwas zu finden. Kurzarbeit und auch ganz geschlossene Firmen gibt es z.Z. mehr als regulär arbeitende Betriebe.

      PS
      Den Ausweg im Techniker oder Industriemeister zu suchen ist auch nicht der Wahrheit letzter Schluss. Die gibt es inzwischen auch wie Sand am Meer - aber zum großen Teil ohne Berufserfahrung. Weil jeder nach seiner Ausbildung diesen Weg einschlagen will.
      =petersj


      Naja, ich sag mal so, weil mein Ausbildungsberuf mich schon Spass gemacht hat und zudem kein 0815 Job ist. Warum sollte ich da nicht zurück wollen?


      Das es momentan schwer ist merke ich leider auch -halt ne richtig blöde Zeit gewesen um in die Arbeitslosigkeit zu kommen.


      Wegen Techniker/Meister habe ich im Anfangspost ja schon was geschrieben - mir kommt/kam es halt auch so vor als ob jeder zweite VM irgendwann den Techniker macht, nicht viele davon kurz nach der Ausbildung. Und ja, mittlerweile habe ich begriffen wie wichtig Arbeitserfahrung ist in nem bestimmten Bereich, auch wenns bei mir lang genug gedauert hat. Leider.


      Wollte trotzdem nochmal allen Danke sagen die sich am Thread beteiligt haben, hoffe einfach das ich demnächst wieder was festes habe, evtl auch im Spritzgussbereich, um mich dann hier weiter mit euch austauschen zu können. :)
    • Neu

      So, heute das Gespräch gehabt - war meiner Meinung nach sehr positiv. Soll mich die Tage melden und dann wäre das wohl feste Sache, einen anderen Bewerber gibt es aber wohl auch noch. Vom Gehalt her war ich auch sehr zufrieden - wird sogar etwas mehr sein wie ich mir vorgestellt hatte. Aus der Schicht wäre ich größtenteils auch raus, fällt wohl nur alle 2-3 Wochen mal ne Spätschicht an. Ich lasse mir das jetzt alles nochmal durch den Kopf gehen, bin mir aber ziemlich sicher das ich das morgen dann festmache. :)

      Nochmal so: Sind in dem Forum hier Fragen zur Extrusion gestattet? Weil ich denke da werden sich, gerade in der Anfangszeit viele auftun.