Muss der „Spritzgießer“ sich neu erfinden?

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    • Muss der „Spritzgießer“ sich neu erfinden?

      Der Spritzgießer hat leider nach wie vor immer noch nicht das Image erreicht, welches ihm nach Jahrzehnten steigender Ansprüche an seinem Können zusteht.
      Im Gegensatz zum traditionellen mit hohem Ansehen bedachten Formenbauer (oder Werkzeugbauer genannt) gilt der Spritzgießer immer noch, wenn auch unterschwellig, als „Formfüller“, der zudem auch noch die hochwertigen Werkzeuge (Formen) „kaputtfährt“. Übertrieben? Nein! Blicken wir seriös und realistisch auf den (inzwischen Lehr-)Beruf „Spritzgießer“, dann ist dieses Denken in fast allen Spritzereien real.
      Woran liegt das?
      Schauen wir zurück, dann stellen wir fest, dass es diese Tätigkeit an der Spritzgussmaschine früher noch ohne Ausbildungsberuf gab und auch heute noch sind fast überwiegend angelernte „Quereinsteiger“ als Spritzgießer in den Spritzereien beschäftigt.
      Spritzgusswerkzeuge sind teure von hochqualifizierten Menschen hergestellte Betriebsmittel, die für jedes Formteil individuell notwendig sind.
      Es ist doch ein Paradoxon, dass diese hochwertigen Spritzgusswerkzeuge einem in der „Qualifikationsstufe“ (und auch Bezahlung) mehrere Stufen weiter unten angesiedelten Spritzgießer überlassen werden, der a) das Werkzeug auf den Maschinen mit ungeahnten Kräften und Drücken bis hin zur Zerstörung belasten kann und
      b) unter Zeitdruck mit den Werkzeugen rund um die Uhr anspruchsvolle Kunststoffteile herstellen soll, aus deren Verkauf sich alle Kosten der gesamten Prozesskette „Von der Idee bis zum Spritzgussteil“ finanzieren sollen!

      Das eigentliche Zentrum der Wirtschaftlichkeit bei diesem Herstellungsverfahren ist der Mensch (Spritzgießer) an der Spritzgussmaschine!
      Es ist völlig unverständlich, dass genau diese SCHLÜSSELFUNKTION in der Branche bis heute unterbewertet bzw. völlig verkannt wird.


      Warum wird nicht erkannt, dass die Wirtschaftlichkeit in einer Spritzerei in erster Linie nicht von einer hochtechnischen Ausstattung abhängt, sondern einzig und allein von den Fähigkeiten der Menschen an den Maschinen? Der Nutzen einer noch so guten und teuren Maschine hängt immer von dem Menschen ab, der diese Maschine bedient!

      „Ein hochgradig qualifizierter Mensch bringt mehr Nutzen als eine hochgradig qualifizierte Maschine“, beides als Kombination sollte immer das Ziel sein!

      Es gibt wohl kaum eine Branche, in der solch hohe Investitionen für Anlagen und Werkzeuge getätigt werden, die dann in die Hände von nicht angemessen ausgebildeten Menschen gegeben werden, um effiziente Wertschöpfung zu betreiben.
      Wie kommt das?
      Historisch gesehen war der Spritzgießer (nur) das Glied einer Prozesskette, der „Kunststoff heiß macht und ins Werkzeug drückt“ – ganz zu Beginn sogar noch mit Muskelkraft über Kolben auf Hebelmaschinen.
      Das Image dieser Tätigkeit (Beruf) hat sich bis heute in die „anspruchsvolle Neuzeit des Spritzgusses“ nicht wirklich verändert!

      Der Prozess Kunststoffspritzguss ist inzwischen ein hochkomplexes Verfahren, für das es nach wie vor keine entsprechende angemessene Berufsausbildung gibt!

      Der „Spritzgießer von heute“ muss sich neu erfinden – oder überhaupt erst erfunden werden?!

      Gruß
      Behrens
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Behrens ()

    • Ich habe im Unternehmen einen "Quereinsteiger" mit über 25 Jahren "Erfahrung" ersetzt.

      Ich kann mittlerweile getrost behaupten, dass trotz der nicht zeitgemäßen Ausbildung (was auch hier immer wieder thematisiert wird) , eine ausgebildete Fachkraft meist nicht durch "angelernte" Quereinsteiger zu ersetzen ist (heisst nicht, dass es keine Top Quereinsteiger gibt).

      Beispielsweise wurde hier weit unter den Möglichkeiten gearbeitet - katastrophale Zyluszeiten, immer wieder vermeidbare Maschinenstillstände, über Jahre hinweg schlechtes Kühlwasser, enormer Energieverbrauch durch immer maximale Zuhaltekräfte, sehr hohe Dosierdrehzahlen, zu hohe Staudrücke .... usw.

      Es sind auch hier Teile aus der Maschine gefallen, keine Frage, aber das verschenkte Potenzial kostete dem Unternehmer Unmengen an Zeit und Geld.

      Man konnte hier tatsächlich den Ausstoß der meisten Artikel verdoppeln!

      Ich bin mittlerweile der Meinung, dass es hier ein Umdenken gibt (zumindest bei uns in der Region). Wenn ich mich so unter Kollegen und Bekannten umhöre, erfahren diese immer mehr Wertschätzung in den Firmen. Ja scheinbar wird doch langsam einmal verstanden, dass moderne Technik nicht den qualifizierten Menschen an der Maschine ersetzen kann.
    • Solange der Job "Nieder" gehalten wird, solange muss er auch nicht Adequart bezahlt werden. Aber der Schuss geht nach Hinten los. Nur, viele Betriebe haben das noch garnicht erkannt. Da werden die
      Quereinsteiger die 20 oder mehr Jahre in der Bude sind gehalten, weil sie sich ja mit dem Ablauf in der Firma und den Werkzeugen auskennen. Mehr aber auch nicht. Und das wird am Ende teuer, wie Stoopid
      beschrieben hat.

      LG
    • Hallo Zusammen,

      es kommt auf den Menschen an egal ob Quereinszeiger oder ausgebildeter Facharbeiter muss doch jeder technisches Verständnis, Lernbereitschaft und auch Eigeninitiative an den Tag legen.
      Ich kenne gute Facharbeiter wie auch Quereinsteiger. Auf jeden Fall muss die Firma daran interessiert sein seine Mitarbeiter weiterzubilden und bei allen Entwicklungen mitzunehmen.

      Ich zum Beispiel bin ein solcher Quereinsteiger, gelernter Werkzeugmechaniker/Werkzeugmacher. Dann in den Spritzguss gerutscht, als Einrichter Erfahrungen gesammelt. Weitergebildet in Eigeninitiative und zum Teil von den Firmen auf Seminare gesandt.
      Den Facharbeiter Verfahrensmechaniker Kunststoff und Kautschuk vor der IHK abgeschlossen, den ich in"Homescooling" vorbereitet habe.

      Heute arbeite ich übergreifend und stecke meine Nase in alle Bereiche, Simulation, Konstruktion und Produktion.

      Fazit: Der Spritzgiesser von heute ist morgen schon veraltet. Immer weiter lernen ist die Devise.

      LG
    • T. aus S. schrieb:

      Hallo Zusammen,

      es kommt auf den Menschen an egal ob Quereinszeiger oder ausgebildeter Facharbeiter muss doch jeder technisches Verständnis, Lernbereitschaft und auch Eigeninitiative an den Tag legen.
      Ich kenne gute Facharbeiter wie auch Quereinsteiger. Auf jeden Fall muss die Firma daran interessiert sein seine Mitarbeiter weiterzubilden und bei allen Entwicklungen mitzunehmen
      Dem kann ich nur zustimmen:
      Motivation, Einarbeitung und Eigeninitiative sind auf jeden Fall wirklich essentiell. Erstens hat jeder Betrieb seine Besonderheiten, zweitens gibt es es so viel Diversität im Fortbildung- und auch Produktionsbereich, dass nie in zwei Unternehmen alles gleich ist.
      Und zu diesem zentralen Punkt gehören definitv zwei Seiten: Natürlich muss der Mitarbeiter die Veränderungsbereitschaft und Initivative mitbringen, sonst kann auch die Unterstützung vom Unternehmen nicht viel richten.
      Auf der anderen Seite muss auch das Unternehmen die Voraussetzungen schaffen, dass der (neue) Mitarbeiter sich selbst effektiv weiterqualifizieren kann: Das geht bei der Möglichkeit der Einarbeitung durch (verantwortungsvolle) Kollegen und Zeit für das "Spielen" an der Maschine los über Literatur bis zu *sinnvolle* Schulungen!
      Wenn die Voraussetzungen von beiden Seiten geschaffen sind, kann das auch etwas werden: Unser Quereinsteiger aus der Extrusion hat sich inzwischen zum verantwortlichen Einrichter (wir habe nur 2 Maschinen) gemausert.
    • Das wird sich nie ändern, solange sich die Spritzgiesser sich nicht mehr bekriegen.

      Es fängt doch bei uns schon an, man guckt doch wo man sparen kann.
      und das machen die grossen Firmen ja auch welcher Spritzgiesser ist billiger.
      Und da gibt es immer einer der billiger ist.
      Die grossen Firmen die Dienstleistung auslagern haben die Gewinne der Spritzgiesser produziert am Limit und wenn er eine Charge fehlerhaft ausliefert ist sein Quartalsgewinn weg.
      Teilweise produzieren Firmen und legen jedem teile 1 Cent dazu, nur um in den Lieferantenpool rein zu kommen um dann bei der nächsten Ausschreibung wieder berücksichtigt zu werden .

      Diese Entwicklung gilt es zu stoppen damit man auch in Maschinen und in PERSONAL investieren kann.

      Ich kenne schon Firmen die haben keine Fachkräfte mehr. Wenn was ist, das der Hiwi (nicht negativ gemeint) nicht beheben kann, dann lass ich mir eben Hilfe von den Lieferanten kommen.
      Sei es Arburg oder sonstige die eben Fachkräfte haben.
      Ich kenne einige Werkzeugmacher die damit Geld gewinnen, in dem Sie 1 -2 Leute nur mit solchen Aufgaben beauftragen.
      Es gibt ja auch einige Selbstständige (auch hier im Forum) die genau auf das zielen. Expertise von draussen zukaufen.
      Machen viele der Autozulieferer, besonders rund um Stuttgart.

      Und wie bereits in anderen Posts sind gute Leute ja auch schwer zu finden. Die die was drauf haben möchten weiter nach oben (Geld, Arbeitszeit, Ansehen usw.)

      Und die Globalisation macht auch sein Ding. Viele Dinge die gestern hier produziert werden laufen nun in Polen, Tschechien Rumänien.
      Von den zuständen dort will ich erst gar nicht anfangen
    • Plastik Designer schrieb:

      Das wird sich nie ändern, solange sich die Spritzgiesser sich nicht mehr bekriegen.

      Es fängt doch bei uns schon an, man guckt doch wo man sparen kann.
      und das machen die grossen Firmen ja auch welcher Spritzgiesser ist billiger.
      Und da gibt es immer einer der billiger ist.
      Die grossen Firmen die Dienstleistung auslagern haben die Gewinne der Spritzgiesser produziert am Limit und wenn er eine Charge fehlerhaft ausliefert ist sein Quartalsgewinn weg.
      Teilweise produzieren Firmen und legen jedem teile 1 Cent dazu, nur um in den Lieferantenpool rein zu kommen um dann bei der nächsten Ausschreibung wieder berücksichtigt zu werden .

      Diese Entwicklung gilt es zu stoppen damit man auch in Maschinen und in PERSONAL investieren kann.

      Ich kenne schon Firmen die haben keine Fachkräfte mehr. Wenn was ist, das der Hiwi (nicht negativ gemeint) nicht beheben kann, dann lass ich mir eben Hilfe von den Lieferanten kommen.
      Sei es Arburg oder sonstige die eben Fachkräfte haben.
      Ich kenne einige Werkzeugmacher die damit Geld gewinnen, in dem Sie 1 -2 Leute nur mit solchen Aufgaben beauftragen.
      Es gibt ja auch einige Selbstständige (auch hier im Forum) die genau auf das zielen. Expertise von draussen zukaufen.
      Machen viele der Autozulieferer, besonders rund um Stuttgart.

      Und wie bereits in anderen Posts sind gute Leute ja auch schwer zu finden. Die die was drauf haben möchten weiter nach oben (Geld, Arbeitszeit, Ansehen usw.)

      Und die Globalisation macht auch sein Ding. Viele Dinge die gestern hier produziert werden laufen nun in Polen, Tschechien Rumänien.
      Von den zuständen dort will ich erst gar nicht anfangen
      Das wird sie nie ändern, solange die Spritzgießer bereit sind sich weiter ins Hamsterrad zu begeben.
      Wieso hat man kaum Geld, um sich Fachkräfte leisten zu können? Wieso bleibt man bei den alten Methoden, obwohl sie längst durch die neuen Methoden ersetzt wurden, weil diese dauerhaft günstiger und besser sind?

      Ja, ich biete meine Dienstleistung gegen Geld an. Und Firmen haben sogar was davon. Die meisten Unternehmen können ca. 20-50% der Betriebskosten einsparen, nur wissen die meisten Firmen nicht, wie das geht. Nimm als Rechenbeispiel einen Dauerläufer auf einer Maschine, die einen Stundensatz von 50€ hat. Bei einer Auslastung von 7.000h pro Jahr, sind das 350.000€. Wird alleine nur das Werkzeug richtig optimiert, sind 20% Ersparnis drin. Das heißt, dass der Jahresauftrag nicht mehr in 7.000h fertig wird, sondern in 5.600h. Das ergibt eine Ersparnis von 70.000€/Jahr, wenn der Artikel dem Kunden zum gleichen Preis verkauft wird. Natürlich kosten die Optimierungen Geld, aber wir reden hier über Kosten von 10.000-30.000€(Abhängig von vielen Dingen), die somit in nicht mal einem halben Jahr wieder drin sind. Wird auch der Artikel noch optimiert, lassen sich bis zu 50% der Kosten sparen im Vergleich zur unoptimierten Geometrie. Hätte man also für die notwendige Produktionsmenge früher zwei Werkzeuge gebraucht, ist nun nur noch ein Werkzeug notwendig. Die gesamten Optimierungskosten sind schon vor dem ersten Schuss drin! Die Ersparnisse kann man in Aus- und Weiterbildung stecken, sowie bessere Werkzeuge und Boni für Mitarbeiter, damit die bleiben und nicht weggehen.

      Es gibt vereinzelt erste Firmen, die bei Neuprojekten so einsteigen. Da kalkuliert Firma A mit 50 Sekunden pro Zyklus und Firma B kauft die Optimierung ein und kalkuliert mit 30 Sekunden pro Zyklus. In der Angebotsphase gibt dann Firma A ihr Angebot ab. Firma B macht es ebenso, aber mit einer leicht geringeren Zykluszeit. Durch dieses enorme Polster kann Firma B jeden Marktbegleiter unterbieten, macht mehr Gewinn und liefert eine bessere Qualität ab. Man muss es nur wollen und nicht nur rumjammern.

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    • Man kann's doch drehen und wenden wie man will: Wer seinen Fokus auf "Größe und Umsatz" richtet, hat keine Zukunft.
      Auch die Corona-Krise spült die unsolide geführten Unternehmen nach oben, die "solide und seriös" geführten Unternehmen (meist KMUs) kommen immer besser durch Krisen - eine Logik, die jeder auch aus dem Privatbereich kennt ...
      Die meisten hier im Forum sind ja in irgendeiner Weise in der Zulieferindustrie tätig und diese hat auf Dauer (da inzwischen zur Beschaffungslehre geworden) unter dem Lopez-Effekt
      manager-magazin.de/fotostrecke…fotostrecke-140420-5.html
      zu leiden. Der "liebe" Herr Lopez (ehem. Opel und VW) hat einen "Preiskrieg" bei der Zulieferindustrie eröffnet, der nach ganz einfachem Prinzip geführt wird: Zulieferer mit Umsatz "anfüttern" und wenn Abhängigkeit(Umsatzanteil > 30%) ist, diese "Abhängigkeit des Zulieferers" brutal für Preisdiktat nutzen! Dieses Spiel haben die Zulieferer nun mal zugelassen, daher sollen sie nicht stöhnen: Zu einem Geschäft gehören immer ZWEI Partner! Dieser Art der Beschaffung haben sich immer mehr Branchen angeschlossen, was zur Folge hatte, dass das Überleben vieler Firmen nur noch von den Kreditgebern (Finanzmärkten) abhängt ... ein übler Teufelskreis unseres Wirtschaftssystems. Ursache ist die FALSCHE Annahme, dass nur die Großen am Markt überleben! Viele GESUNDE KMUs beweisen das Gegenteil! Es gab mal die Richtlinie für Unternehmer *max. 15 % Umsatzanteil pro Kunde*, um als Partner stark zu bleiben! .... lang, lang ist's her ....

      Plastik Designer schrieb:

      Teilweise produzieren Firmen und legen jedem teile 1 Cent dazu, nur um in den Lieferantenpool rein zu kommen um dann bei der nächsten Ausschreibung wieder berücksichtigt zu werden
      Dieses ist auch ein Zwang der Unternehmen, da sie den Banken für weitere Kredite/Geldflüsse diese Projekte vorlegen müssen. Wenn die Bank keine zukünftige Umsatzerwartung sieht, dreht sie den Geldhahn zu, und das Unternehmen geht in die Insolvenz, da NULL Eigenkapitaldecke.
      Daher muss man auch für gewisses "risikoloses" Handeln in vielen "an die Wand gefahrenen" Betrieben auch Verständnis haben, denn "festes eigenes Personal" ist immer mit viel Risiko behaftet. Lieber wenn garnichts mehr geht, extere Hilfe holen ....
      Gute Leute nutzen diese Situation und machen sich selbständig, um ihr Knowhow selbst zu vermarkten. Ich gebe aber zu bedenken, dass hier zum Überleben neben dem adäquaten "Liefern" auch *die Fähigkeit zum Vermarkten* äußerst notwendig ist!
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • Stoopid schrieb:

      Es wird immer zuerst der Invest gesehen... dabei verlieren viele die Folgekosten komplett aus dem Blick.
      Ich bin der Meinung, dass ALLGEMEIN die Spritzgießer in den vergangenen Jahren viel zuviel in Technik investiert haben, anstatt in Mitarbeiter!


      Behrens schrieb:

      „Ein hochgradig qualifizierter Mensch bringt mehr Nutzen als eine hochgradig qualifizierte Maschine“, beides als Kombination sollte immer das Ziel sein!
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • Behrens schrieb:

      Ich bin der Meinung, dass ALLGEMEIN die Spritzgießer in den vergangenen Jahren viel zuviel in Technik investiert haben, anstatt in Mitarbeiter!
      Richtig, weil die Maschinenhersteller immer mehr "Schnickschnack" in die Maschinen intergieren und den Unternehmern glaubhaft machen ,wie toll diese ganzen Systeme sind. Wie rüste ich ein Werkzeug.... usw. mit Anleitung an der Maschine, ...

      Diese denken sich dann, wozu ausgebildete Fachkräfte wenn die Maschine doch alles vorgibt - ja und der Schuss geht halt dann nach hinten los :).
    • Stoopid schrieb:

      Behrens schrieb:

      Ich bin der Meinung, dass ALLGEMEIN die Spritzgießer in den vergangenen Jahren viel zuviel in Technik investiert haben, anstatt in Mitarbeiter!
      Richtig, weil die Maschinenhersteller immer mehr "Schnickschnack" in die Maschinen intergieren und den Unternehmern glaubhaft machen ,wie toll diese ganzen Systeme sind. Wie rüste ich ein Werkzeug.... usw. mit Anleitung an der Maschine, ...
      Diese denken sich dann, wozu ausgebildete Fachkräfte wenn die Maschine doch alles vorgibt - ja und der Schuss geht halt dann nach hinten los :).
      Das Problem an der ganzen Technik ist immer noch der Mensch. Wenn man nicht weiß, wie man sie bedient und was sie kann, bleibt die neuste Technik weit unter dem möglichen Potential. Dann unterscheidet sie sich nicht mehr von der 30 Jahre alten Technik. Wozu also noch Geld für neue Maschinen ausgeben, wenn der Funktionssatz der alten Maschinen voll ausreicht?
    • Im Endeffekt landen wir bei diesen Themen ja immer beim selben Endergebnis.

      1. Ausbildung sollte bzw. muss auf aktuelleren Stand der Technik gebracht werden
      2. Unternehmer müssen sich trauen in neue Technologien zu investieren und entsprechend umsetzen
      3. Personal muss immer Up to date gehalten werden - Schulungen, Weiterbildungen usw.
      4. Es muss alles entsprechend honoriert werden (Thema Entlohnung , Benifits , ... )

      Unternehmen die dies alles schaffen und konsequent durchziehen sind und bleiben erhalten, der Rest verschwindet halt dann irgendwann.

      "Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit"