Bewertung verschleißgrad Schnecke

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    • Bewertung verschleißgrad Schnecke

      Hallo zusammen,

      Ich bräuchte ein paar weitere Meinungen für meine Empfehlung an die Geschäftsführung über das weitere Vorgehen.
      Es wird gerade der Zylinder ausgetauscht und beim reinigen der gezogenen Schnecke ist aufgefallen, dass diese deutliche Verschleißerscheinung an den Stegen und Flankenkanten aufweißt.
      Meiner Meinung sollte hier auch die Schnecke getauscht werden. Der Verschleiß geht über eine Länge von 100cm ab RSP nach hinten.
      Verarbeitet wird zu 90% PP+50%GF

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kiy ()

    • Naja Meinungen sind da sicherlich alle die gleichen.

      Wenn schon der Zylinder getauscht wird (vermutlich auch wegen Verschleiß), dann sollte schon auch gleich die Schnecke mit getauscht werden.

      Dieser Verschleiß ist dem hohen Glasfaseranteil geschuldet.

      Ich gehe davon aus, dass Zylinder und evtl. Schnecke in der hochverschleißfesten Ausführung angeschafft werden?
    • Ich würde auf jeden Fall beides erneuern, da die Paarung vom NEUEN Zylinder mit der ALTEN verschlissenen Schnecke den Zylinderverschleiß von BEGINN AN BESCHLEUNIGT.
      Wie jeder sich vorstellen kann, wird der beschleunigte Verschleiss durch das Glasfasermaterial erzeugt, welches sich nach wie vor in größerer Menge (wegen zu kleinem Schneckendurchmesser) zwischen VERSCHLISSENEM Schneckensteg und dem NEUEN Zylinder befindet!
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • Natürlich 0 Polster, Schwankung etc...

      Ihr wisst ja wie das ist...

      "Ich habe schon alle Tricks "wie schneckenweg erhöht um in "bessere" bereiche des Zylinders" zu kommen versucht.
      Der Zylinder hat auf die 800mm von vorn die ich messen kann ca 0,3mm auswaschungen. (tiefer kann ich leider nicht messen)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kiy ()

    • Kiy schrieb:

      Mir ist das klar. Aber wie man sich vorstellen kann muss ich jeden € argumentieren und kämpfen. Ich habe für ein neues Rohr 1 Jahr gearbeitet...
      Ja, ist manchmal schwer, ich verstehe dich ... "Kämpfer" sind wichtiger denn je in der Produktion :thumbsup:

      Siehe auch Anhang

      TotesPferdReiten.jpg
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • Das Argument, dass eine "eingelaufene" Schnecke nicht in neinen neuen Zylinder sollte muss Argument genug sein.
      Ich hoffe für dich, dass das so anerkannt wird.

      Für die weitere Argumentation kann ich dir nur mitgeben, mit Folgekosten zu argumentieren.
      Die könnten zB durch mangelnde Qualität am Teil kommen, oder aber auch Maschinenstillstand durch Störung, etc.

      Jedoch mach ich dir nicht viel Hoffnung, wenn du "nur" nach nem Zylinder gefragt hattest und dann schon solche Aussagen kamen...
      Allerdings, wenn man mit schlagenden technischen Argumenten kommt, dann kann nur aus Unvernunft abgelehnt werden und du weisst dann, warum du dich in Zukunft mit dem "Schrott" rumärgern darfst
    • Hi,

      ja momentan ist es schon nicht einfach und je nach Situation des Unternehmens muss da auf jeden Euro geschaut werden. Kann man verstehen. Aber das sind Investitionen die einen Betrieb am Laufen halten. Da sollte nicht gespart werden.

      Leg ein Bild einer intakten Schnecke neben die Bilder die Du hier rein gestellt hast.....

      Wenn das nicht überzeugt weiß ich auch nicht.

      Bei permanent 50% GF müsste doch ein Austausch des gesamten Systems die Regel sein.

      Schreib Dir mal auf wie lange Du innerhalb eines Monats für die optimierung der Prozesse benötigst weil der Verschleiß keinen vernünftigen Prozess mehr gewährleistet. Dann rechne das mit Deinem Lohn bzw. dem Maschinenstundensatz hoch. Das ist zwar eine banale Rechnung und stimmt natürlich nciht auf Euro und Cent genau, aber ich glaube da kommt schon einiges bei raus wenn Du das dann mal auf 1 Jahr, 2 Jahre usw. hoch rechnest. Das stellst Du dann mal den Kosten einer kompletten Garnitur gegenüber.

      Geschäftsleitungen möchten gerne mit sowas überzeugt werden.

      LG

      Klabuster
    • Wenn die Schnecke und der Zylinder vom Durchmesser her größer als 30mm (Sollmaß) sind, können die auch wieder aufgearbeitet werden. Bei kleineren Durchmessern ist die Aufarbeitung meistens teurer als eine Neuanschaffung. Außerdem kann sich die Schnecke verziehen und ist (besonders bei hochverschleißfesten Garnituren) nicht wieder richtbar. Da das Aufbereiten aber auch nicht von heute auf morgen gemacht wird, ist die Anschaffung einer Resevegarnitur auf jeden Fall sinnvoll.

      Leider bekommt man von den Herstellern nur selten Angaben zu den Sollmaßen und empfehlenswerten Toleranzen. Das häng oft auch vom zu verarbeitenden Material ab. So wie die "Dingse" aber bei dir aussehen, sind sie zum jetzigen Zeitpunkt "TOT". Ich würde gerne mal den Zylinder dazu sehen. Zu dem 0,3mm aus dem Zylinder kommen noch mal MINDESTENS 0,3mm von der Schnecke hinzu. Macht eine Luft von MINDESTENS 0,6mm. Damit kann nicht mehr richtig dosiert werden. Die RSS dürfte ebenso zerschlissen sein (nicht verschlissen).
    • Kiy schrieb:

      Ich hatte selbstverständlich auch die bekannten "wiederaufbereiter" im Hause inkl Angebot usw.
      Genau aus den von dir aufgeführten Gründen und einer Beschränkung der Länge des auszubuchsenden Bereichs habe ich das Thema direkt abgehakt.
      Deren Expertise kannst du in deiner Argumentation auch noch aufnehmen, je nachdem ob sie Aufarbeitung oder Austausch empfohlen haben - "geht noch" wird vermutlich keiner gesagt haben.
      Wichtig ist hier vermutlich, so viele Argumente und Einzelmeinungen anzuführen, dass es den Führungskräften schlicht zu aufwändig ist, gegen jedes einzelne zu argumentieren - wenn sie dann prinzipiell ablehnen, formuliere deine Warnung noch einmal schriftlich an alle und dann weißt du, dass du dir die Mühe in Zukunft sparen kannst... oder zu eben beim nächsten mal Strichliste für Ausschuss, Stillstand und zusätzliche Arbeitszeit führen musst und dann direkt die Zahlen auf den Tisch legst
    • Längerfristig wird man um die neue Schnecke so oder so nicht herumkommen.

      Alles nur ein Spiel auf Zeit... der Invest kommt definitiv irgendwann.

      Das Ganze kann jetzt möglicherweise eine Zeit lang gut gehen und dann,wie immer, wenn`s mal wieder "brennt" geht halt nichts mehr.

      Dann wird sofort gekauft und gehofft, dass die Schnecke morgen im Haus ist ;).
    • Hier gibt es 2 Sichtweisen/Ziele: Der eine (A) hat das Ziel, das Geld zusammen zu halten und der andere (B) soll mit den invstierten Betriebsmitteln Teile produzieren ....
      Meistens ist es so, dass B nicht in der Lage ist, bzw. es auch sehr schwer hat, die entstandenen Mehrkosten für das Verzögern von Ersatzinvestitionen (hier Zylinder + Schnecke) real zu ermitteln und glaubwürdig darzustellen. Das ist übrigens ein weit verbreitetes Problem überwiegend bei den KMUs! In dem Beispiel hier, hat A es geschafft, den Zylinderkauf um 1 Jahr zu verzögern und trotzdem hat die Maschine produziert(?). Somit hat A für seine Bilanz erfolgreich ein "Haben" erwirtschaftet. Sollte A nur die "kaufmännische Schreibtisch-Sichtweise" als einzige berufliche Kompetenz besitzen, wird A die Forderungen von B zukünftig immer als "muss noch nicht umgesetzt werden" bewerten, außer B schafft es, die Mehrkosten für die "Investverschleppung" sicher zu ermitteln .... Soweit das tägliche Spiel ("Kampf") im "rein kaufmännisch geführten" Produktionsbetrieb. :cursing:

      Also @Kiy, entweder den "Toten Gaul weiter reiten oder absteigen" (aussteigen) .... ;) ;)

      Hierzu auch
      xing.com/news/insiders/article…derung-verhindert-2337608
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!