Effektive Nachdruckwirkung in Abhängigkeit zur Lage vom Anspritzpunkt

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    • Paddel schrieb:

      Die Grundsätzliche Problematik der Engstellen soll hier nicht zur Debatte stehen.
      Zu schnell versiegelnde Engstellen könnten aber dein Problem sein(!!), außerdem lesen hier viele andere Mitglieder/Gäste auch noch mit!

      Mach mal ein Wärmebild nach der Entformung, und du wirst sehen, ob es ein thermisches Problem ist ... Aber vielleicht steht das für dich auch nicht zur Debatte ...

      Paddel schrieb:

      bei Gesamtbauteilvolumen von ~6,5cm³
      Über 5 sec Einsprtzzeit ist da zu hoch bei dem Volumen

      Paddel schrieb:

      Nachdruckzeit: 25s
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass die plastische Seele so lange "lebt", außer ihr füllt noch mit Nachdruck

      Auch darauf achten, dass bei volumetrisch voll umgeschaltet wird, aber das wird ja gewiss bei euch Standard sein ;) ;)
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • petersj schrieb:

      Die hohe Nachdruckzeit ist sicherlich den hohen Temperaturen geschuldet. Bei 90° Werkzeug und 250°Masse würde der Spritzling beim Entformen nach 5 Sekunden noch "butterweich" sein. Eine Entformbarkeit wäre Zufall.
      Je nach PP dürfte es noch gehen. Frage ist hier, warum die Temperatur so hoch ist. Den Beitrag hab ich übersehen.
      Nur friert auch bei einem PP irgendwann die plastische Seele ein und dann geht auch nichts mehr.

      @Paddel Sind die Anforderungen an die Oberfläche so hoch, dass diese hohe Werkzeugtemperatur gefordert wird?
    • Was passiert bei der Nachdruckerhöhung?
      Schon mal probiert?
      Über HK und Unterverteiler kommen (ohne Innendruckfühler nur grob abgeschätzt) wahrscheinlich nur ca. 350-500 bar an.
      Nachdruckversuchsreihe durchführen.


      25 s Nt .......macht das noch Sinn?
    • Hallo in die Runde,

      Hallo Paddel,

      Hatte zu Beginn meiner Zeit hier in Forum ein ähnliches Problem gehabt.
      Zwar nicht so wie Du, aber meine plastische Seele ist mir eingefroren und konnte somit nicht lang genug den Nachdruck auf die Kavität wirken lassen, so das ich nicht die gewünschten WERTE der Schlagzähigkeit erreicht hatte.

      Der Anschnitt / Anspritzpunkt war zu klein Demensioniert, sowie der Kaltkanal.
      Vergrößert hatte hier den gewünschten Erfolg nach Tipps hier aus dem Forum.

      Ich würde hier hier glatt den gleichen Weg gehen.

      Grüße
    • Vielleicht gehen wir mal den einfachen Weg, falls noch nicht geschehen. :D
      Setze mal bitte den ND auf 0 bar bei gleicher Zeit.
      Wie sieht dein FT aus?
      Und das FT bei originaler Einstellung wiegen, dann mal den ND um 5 Sekunden reduzieren; wiegen. Unterschiede im Gewicht?

      Springt die Schnecke im Umschaltpunkt? Dieses führt zu einem Stopp in der plastischen Seele. Ggf. überprüfen.

      Bis hierhin, gutes Gelingen.
    • Verzeiht bitte die lange Reaktionszeit

      LutherStickl schrieb:


      • schicke mal ein Bild vom Kaltkanal und beschreibe die Maße genau (Anschnitt-Gestaltung, Durchmesser der einzelnen Kanäle)
      • wie lang ist der Fließweg im Bauteil?
      • Druckverlust beim Abspritzen ins Freie?
      • Druckverlust beim Abspritzen durchs offene Wkz (also HK)

      Im Anhang ist ein Bild mit den Maßen.

      Druckbedarf:
      - Ins Freie spritzen --> 140bar
      - Durch den HK --> 507bar
      bei 30cm³/s.
      Dateien
      • Maße.JPG

        (69,23 kB, 17 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Behrens schrieb:

      Paddel schrieb:

      Die Grundsätzliche Problematik der Engstellen soll hier nicht zur Debatte stehen.
      Zu schnell versiegelnde Engstellen könnten aber dein Problem sein(!!), außerdem lesen hier viele andere Mitglieder/Gäste auch noch mit!
      Mach mal ein Wärmebild nach der Entformung, und du wirst sehen, ob es ein thermisches Problem ist ... Aber vielleicht steht das für dich auch nicht zur Debatte ...

      Nicht falsch verstehen:
      Uns ist durchaus bewusst, dass das wichtige Faktoren sind und hier sogar evtl. der Grund für die Probleme ist.

      Grundsätzlich ist das Problem von einem Tunnel verstanden, nur sind die Anschnitte hier nicht gerade klein.
    • @Paddel - danke für die Infos.

      • Anschnitt und Verteiler sind ausreichend dimensioniert für ein PP Bauteil mit 2mm Wandstärke
      • das 9mm lange Teilstück darf gerne etwas größer als 3 mm sein - 25% mehr Durchmesser wären optimal


      Dennoch - der KK ist NICHT das Problem.

      Nächster Check:
      • HK - Düsengeometrie, Temperaturführung, Leistungsaufnahme. Ist hier was auffällig? Frieren die Düsen unterwegs ab?
      • Rest-Massenpolster konstant, RSP an der Schnecke ok...?
    • Nur mal so zum Verständnis/sich.vorstellen: Um das Material durch Maschinendüse, Heisskanal und Kaltkanal zur Kavität zu bringen, wird im Schneckenvorraum bei Volumenstom (30 cm³/s) eine Kraft in Höhe von ca. 700 kg/cm² = 7000 N/cm² gebraucht ... auf die Stirnfläche der Schnecke betrachtet wären das knapp 5 to !! Ganz schöne Energievergeudung, oder? Nur soviel zu den Fließwiderständen zwischen Schneckenvorraum und Kavität ... vom Energiefresser *Tunnelanspritzung* ganz abgesehen .... ;)
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • Mir kommen deine Angaben etwas widersprüchlich vor @Paddel. Du hast geschrieben, dass die Einspritzzeit bei 5,4 Sekunden liegt, machst aber heute die Angabe des Druckbedarfs bei einem Volumenstrom von 30cm³/s. Beides passt nicht zueinander. Bei 5,4 Sekunden Einspritzzeit müssten gute 15D dosiert werden, wenn auch die 30cm³/s auch im realen Prozess genutzt werden. Das das unrealistisch ist, brauchen wir nicht zu diskturieren.

      Sollten die 30cm³/s nur für den Test genutzt worden sein, bitte mit der gleichen Geschwindigkeit, wie im Prozess wiederholen. Ansonsten taugt die Aussage nichts. Kunststoffe haben keine konstante Viskosität über die Scherrate.

      Zum anderen steht noch die Frage im Raum, weshalb die hohe Werkzeugtemperatur notwendig ist.
    • Hallo,

      welche Type PP wird denn verwendet?

      Auch ich kann die hohe Temperatur Werkzeug jetzt erstmal nicht nachvollziehen.

      Nachdruck 25 sec ist bei dem Teil fraglich. Denke um die 5 Sekunden sollten ausreichen.

      1-Fach Werkzeug ?! Dann würde ich die Höhe der Zuhaltekraft auch reduzieren. :)

      Wasser kälter, ND Zeit runter und Kühlzeit dann etwas mehr.