Spritzgießmaschiene bestimmen - Kosten

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    • Spritzgießmaschiene bestimmen - Kosten

      Guten Tag,

      ich bin Master-Student im 2. Semester im Studiengang "Energieeffizienz"
      Im Rahmen eines aktuellen Studien-Moduls „Produktkostenkalkulation“ an der Hochschule müssen alle Studierenden einen Vortrag halten, in dem sie ein Produkt vorstellen, seine jährlichen Herstellungskosten kalkulieren.


      Ich habe schon ein Produkt gewählt, das aus 4 Teilen besteht. 2 Teile aus ABS und 2 aus POM. Die Teile werden durch Spritzgießmaschine hergestellt.
      Die Maße:
      1- 210*60*30 mm aus ABS 90 g
      2- 60*60*30 mm aus ABS 40 g
      3- 30*30*10 mm aus POM 15 g
      4- 30*30*30 mm aus POM 15 g


      Meine Frage an Sie lautet daher: Welche Maschine passt am Besten für mein Produkt, wie viel kostet sie und wie kann man die komplette Maschinenkosten berechnen, wenn man jährlich 100000 Stück (Produkt komplett) herstellt.

      Auch in diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob man vom Hersteller ein passendes Formwerkzeug für die Bauteile bekommt oder soll man das selbst anpassen.

      Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Unterstützung im Voraus.

      Freundliche Grüße

      Mezher
    • Hallo Mezher,

      hier wäre mal gut zu wissen, worüber Du Dir schon Gedanken gemacht hast.
      Weil Deine gestellte Frage sehr pauschal klingt.

      Werkzeugkosten ?
      Auslegung Werkzeug ? (Kavitäten Anzahl)
      Du wirst Die genannten / gedachten Teile als einfach Kavität nie auf nur eine Maschine produzieren können.(Kosten)
      Tipp Schliesskraft errechnen.
      Desweiteren, welcher Maschinenhersteller, da gibt es auch große Unterschiede preislich!
      + Weitere Dinge, die man hier beachten muss.

      Wie Du sicherlich merkst, sind hier viele Dinge noch zu beachten.

      Zudem gab es hier im Forum auch schon ähnliche Fragen, vielleicht einfach mal zusätzlich die Suchfunktion hier nutzen.

      SG

      Theproblemsolver

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von TheProblemSolver ()

    • Als Beispiel wie allgemein die Frage ist:

      Ich suche ein Auto, 1,9t schwer und will 100.000km im Jahr fahen.

      Was kostet mich das Auto?

      Antwort, es kommt darauf an!


      Hier werden viel mehr Informationen benötigt, vorweg 100.000 Stück bei so kleineren Teile ist keine Menge wo sich eine Maschine mit amortisieren lässt.

      Zunächst muss man wissen wieviel Schließkraft braucht man (dazu natürlich Frage wie wird das Werkzeug ausgelegt, Fachzahl, Familienwerkzeug?), wie groß werden die Werkzeuge (Heißkanal, Schieber, Kernzüge,..) welche Zykluszeit wird angenommen und evtl. welches genaue Material. Können die Teile fallen gelassen werden, oder müssen Sie per Handling entnommen werden? Welche Peripherie wird benötigt?

      Dann kann man die Maschine GROB auswählen und auch GROB kalkulieren.
    • TheProblemSolver schrieb:

      Hallo Mezher,

      hier wäre mal gut zu wissen, worüber Du Dir schon Gedanken gemacht hast.
      Weil Deine gestellte Frage sehr pauschal klingt.

      Werkzeugkosten ?
      Auslegung Werkzeug ? (Kavitäten Anzahl)
      Du wirst Die genannten / gedachten Teile als einfach Kavität nie auf nur eine Maschine produzieren können.(Kosten)
      Tipp Schliesskraft errechnen.
      Desweiteren, welcher Maschinenhersteller, da gibt es auch große Unterschiede preislich!
      + Weitere Dinge, die man hier beachten muss.

      Wie Du sicherlich merkst, sind hier viele Dinge noch zu beachten.

      Zudem gab es hier im Forum auch schon ähnliche Fragen, vielleicht einfach mal zusätzlich die Suchfunktion hier nutzen.

      SG

      Theproblemsolver
      Guten Tag Theproblemsolver,

      vielen Dank für Ihre Antwort.

      Ich kenne mich mit den Spritzgießmaschinen nicht gut aus. Meine Aufgabe im Moment ist es, eine passende Maschie zu finden, um einen Sparduschkopf zu herstellen (theoretisch). Das gesamte Produkt besteht aus 4 Teilen, aus ABS und POM. Insgesamt 160 g. Sein Leistungsdruck ist 3 bar.
      Ich möchte beispielsweise 100000 Stück/Jahr produzieren.

      Alle andere Daten habe ich leider noch nicht, aber ich möchte zuerst nur Eigenschaften einer Maschine finden, die mit dem Preis und der Qualität zu dieser Stückanzahl passen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Mezher
    • huddl schrieb:

      Als Beispiel wie allgemein die Frage ist:

      Ich suche ein Auto, 1,9t schwer und will 100.000km im Jahr fahen.

      Was kostet mich das Auto?

      Antwort, es kommt darauf an!


      Hier werden viel mehr Informationen benötigt, vorweg 100.000 Stück bei so kleineren Teile ist keine Menge wo sich eine Maschine mit amortisieren lässt.

      Zunächst muss man wissen wieviel Schließkraft braucht man (dazu natürlich Frage wie wird das Werkzeug ausgelegt, Fachzahl, Familienwerkzeug?), wie groß werden die Werkzeuge (Heißkanal, Schieber, Kernzüge,..) welche Zykluszeit wird angenommen und evtl. welches genaue Material. Können die Teile fallen gelassen werden, oder müssen Sie per Handling entnommen werden? Welche Peripherie wird benötigt?

      Dann kann man die Maschine GROB auswählen und auch GROB kalkulieren.
      Vielen Dank für den Tipp.

      Gibt es keine Möglichkeit, Eigenschaften einer kleinen Spritzgießmaschine zu finden, die zu diesen Teile nur mit diesen Informationen passen. Ich weiß, dass sie nicht ausreichend, aber das sind die Informationen, die ich akteull habe.
      Ich werde danach recherchieren, wie viel Schließkraft und Zykluszeit, wie groß die Werkzeuge man für diese Teile braucht. Es handelt sich um einen Spardulchkopf. Seine Leistungskraft ist 3 bar und es soll 100000 Stück im Jahr hergestellt werden.
      Sobald ich andere Informationen habe, werde ich dann hier nochmal fragen.
    • Ziad-Mezher schrieb:

      huddl schrieb:

      Als Beispiel wie allgemein die Frage ist:

      Ich suche ein Auto, 1,9t schwer und will 100.000km im Jahr fahen.

      Was kostet mich das Auto?

      Antwort, es kommt darauf an!


      Hier werden viel mehr Informationen benötigt, vorweg 100.000 Stück bei so kleineren Teile ist keine Menge wo sich eine Maschine mit amortisieren lässt.

      Zunächst muss man wissen wieviel Schließkraft braucht man (dazu natürlich Frage wie wird das Werkzeug ausgelegt, Fachzahl, Familienwerkzeug?), wie groß werden die Werkzeuge (Heißkanal, Schieber, Kernzüge,..) welche Zykluszeit wird angenommen und evtl. welches genaue Material. Können die Teile fallen gelassen werden, oder müssen Sie per Handling entnommen werden? Welche Peripherie wird benötigt?

      Dann kann man die Maschine GROB auswählen und auch GROB kalkulieren.
      Vielen Dank für den Tipp.
      Gibt es keine Möglichkeit, Eigenschaften einer kleinen Spritzgießmaschine zu finden, die zu diesen Teile nur mit diesen Informationen passen. Ich weiß, dass sie nicht ausreichend, aber das sind die Informationen, die ich akteull habe.
      Ich werde danach recherchieren, wie viel Schließkraft und Zykluszeit, wie groß die Werkzeuge man für diese Teile braucht. Es handelt sich um einen Spardulchkopf. Seine Leistungskraft ist 3 bar und es soll 100000 Stück im Jahr hergestellt werden.
      Sobald ich andere Informationen habe, werde ich dann hier nochmal fragen.
      Also ganz GROB würde ich sagen eine Maschine mit ca. 160-180t Schließkraft (ausgehend vom größten Teil), welche bei ca. 100-150t€ liegt, plus Peripherie 15-35t€.

      Wie gesagt, als grober Anhaltspunkt mit den Daten die wir haben.
    • huddl schrieb:

      Ziad-Mezher schrieb:

      huddl schrieb:

      Als Beispiel wie allgemein die Frage ist:

      Ich suche ein Auto, 1,9t schwer und will 100.000km im Jahr fahen.

      Was kostet mich das Auto?

      Antwort, es kommt darauf an!


      Hier werden viel mehr Informationen benötigt, vorweg 100.000 Stück bei so kleineren Teile ist keine Menge wo sich eine Maschine mit amortisieren lässt.

      Zunächst muss man wissen wieviel Schließkraft braucht man (dazu natürlich Frage wie wird das Werkzeug ausgelegt, Fachzahl, Familienwerkzeug?), wie groß werden die Werkzeuge (Heißkanal, Schieber, Kernzüge,..) welche Zykluszeit wird angenommen und evtl. welches genaue Material. Können die Teile fallen gelassen werden, oder müssen Sie per Handling entnommen werden? Welche Peripherie wird benötigt?

      Dann kann man die Maschine GROB auswählen und auch GROB kalkulieren.
      Vielen Dank für den Tipp.Gibt es keine Möglichkeit, Eigenschaften einer kleinen Spritzgießmaschine zu finden, die zu diesen Teile nur mit diesen Informationen passen. Ich weiß, dass sie nicht ausreichend, aber das sind die Informationen, die ich akteull habe.
      Ich werde danach recherchieren, wie viel Schließkraft und Zykluszeit, wie groß die Werkzeuge man für diese Teile braucht. Es handelt sich um einen Spardulchkopf. Seine Leistungskraft ist 3 bar und es soll 100000 Stück im Jahr hergestellt werden.
      Sobald ich andere Informationen habe, werde ich dann hier nochmal fragen.
      Also ganz GROB würde ich sagen eine Maschine mit ca. 160-180t Schließkraft (ausgehend vom größten Teil), welche bei ca. 100-150t€ liegt, plus Peripherie 15-35t€.
      Wie gesagt, als grober Anhaltspunkt mit den Daten die wir haben.
      Vielen Dank für die wunderbare Information. Können Sie mir auch beispielsweise einen Hersteller nennen oder bestimmte Marke oder Maschine empfehlen.
    • Hallo,
      um die Herstellungskosten zu berechnen, brauchst du aber mehr als nur die Maschinenkosten. Energiekosten ( Strom, Wasser, Luft ), sind nicht zu unterschätzen.
      Des weitern kommen noch Personalkosten, Platzmiete, Materialkosten, Verpackungskosten, Versandkosten und Steuern hinzu. Die vier Teile sollen ja, so hab ich das verstanden, zu einem Teil montiert werden. Zusatzgeräte die hierfür benötigt werden gehören auch dazu usw, usw.

      Somit hast du aber nur halbwegs die Produktionskosten. Geld verdienen willst du ja vielleicht auch noch. Das kommt dann auch noch dazu.

      Mal eben so eine Kostenaufstellung zu machen ist garnicht so einfach.

      Übrigens würde eine Arburg 470C 1500 incl Entnahme neu ca 94.000 € kosten. Ohne Werkzeug, ohne Peripherie und ohne das was oben alles steht.

      LG
    • @Mezher

      • Nachfragen bei Maschinenherstellern. Die helfen sicher gerne. Arburg, Engel, Krauss-Maffei, Sumitomo-Demag, ...
      • Geht es um die exakte Berechnung der Kosten oder eher um den Weg dorthin? Wenn Weg dorthin, dann kannst Du mit Annahmen arbeiten
      • Weitere Daten:
        • Wandstärke der Bauteile
        • Zykluszeit Abschätzung
        • Anzahl Kavitäten der Werkzeuge
        • Werkzeugkosten
        • Materialkosten
        • Abschreibungen
        • Maschinenstundensatz
        • Werker an der Maschine
        • Secondary Operations
        • Ausschuss
        • ...
      Du hast noch einiges an Hausaufgaben zu machen ... ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von LutherStickl ()

    • @Mezher

      Ist es bei Deiner Kalkulation denn zwingend erforderlich, dass eine "eigene" Spritzgussmaschine angeschafft werden muss? Wäre es aus kaufmännischer Sicht nicht geschickter, die 4 Komponenten für den Sparduschkopf von einem Lieferanten herstellen zu lassen, den Du nach Stückzahl bezahlst? So könntest Du Deine Investitionskosten auf das Werkzeug / die Werkzeuge (d.h. die Spritzgussform) reduzieren und der Lieferant stellt Dir dann einen entsprechenden Maschinenstundensatz für die Fertigung der Komponenten in Rechnung.
    • Jedes Jahr zum Semesterwechsel kommen die gleichen Fragen nach dem Motto: Ich soll was spritzen, weiß aber nicht was - gebt mir mal bitte Informationen.
      Und jedes Mal wieder müssen wir den Studenten alles aus der Nase ziehen, was eigentlich als Informationen bereits von den Dozenten und Profs zur Verfügung gestellt werden müsste. Und jedes mal müssen die Studenten etwas berechnen und zusammenstellen ohne die Möglichkeiten des Spritzgusses überhaupt vermittelt bekommen zu haben. Was geht da ab? Siehe auch Antwort von huddl
      Anschaffungspreis 650t Maschine
      Anfrage Preis
    • petersj schrieb:

      Und jedes mal müssen die Studenten etwas berechnen und zusammenstellen ohne die Möglichkeiten des Spritzgusses überhaupt vermittelt bekommen zu haben. Was geht da ab?
      Entweder sind die Vorbereitungen an den Hochschulen für solche Projekte sehr schlecht, oder die Studenten lassen das Bemühen der Profs/Referenten an sich in Karriere-Träumen versunken vorüberziehen ....
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • Ziad-Mezher schrieb:

      Ich habe schon ein Produkt gewählt, das aus 4 Teilen besteht. 2 Teile aus ABS und 2 aus POM. Die Teile werden durch Spritzgießmaschine hergestellt.
      @Ziad-Mezher, wenn du so wenig Ahnung vom Spritzgussverfahren hast, warum hast du dann solch ein komplexes Herstellungsverfahren für deine Ausarbeitung ausgewählt?
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • Ralle01 schrieb:

      Hallo,
      um die Herstellungskosten zu berechnen, brauchst du aber mehr als nur die Maschinenkosten. Energiekosten ( Strom, Wasser, Luft ), sind nicht zu unterschätzen.
      Des weitern kommen noch Personalkosten, Platzmiete, Materialkosten, Verpackungskosten, Versandkosten und Steuern hinzu. Die vier Teile sollen ja, so hab ich das verstanden, zu einem Teil montiert werden. Zusatzgeräte die hierfür benötigt werden gehören auch dazu usw, usw.

      Somit hast du aber nur halbwegs die Produktionskosten. Geld verdienen willst du ja vielleicht auch noch. Das kommt dann auch noch dazu.

      Mal eben so eine Kostenaufstellung zu machen ist garnicht so einfach.

      Übrigens würde eine Arburg 470C 1500 incl Entnahme neu ca 94.000 € kosten. Ohne Werkzeug, ohne Peripherie und ohne das was oben alles steht.

      LG
      Hallo, ich bedanke mich bei dir für deine Antwort mit den ausreichenden Informationen. Ja stimmt, um die Herstellungskosten zu kalkulieren soll man alle Kriterien betrachten, aber im ersten Schritt wollte ich herausfinden, welche Eigenschaften der Spritzgießmaschine man braucht. In den nächsten Wochen werde ich die anderen Kosten kalkulieren.


      Beste Grüße
    • LutherStickl schrieb:

      @Mezher

      • Nachfragen bei Maschinenherstellern. Die helfen sicher gerne. Arburg, Engel, Krauss-Maffei, Sumitiomo-Demag, ...
      • Geht es um die exakte Berechnung der Kosten oder eher um den Weg dorthin? Wenn Weg dorthin, dann kannst Du mit Annahmen arbeiten
      • Weitere Daten:
        • Wandstärke der Bauteile
        • Anzahl Kavitäten der Werkzeuge
        • Werkzeugkosten
        • Materialkosten
        • Abschreibungen
        • Maschinenstundensatz
        • Werker an der Maschine
        • Secondary Operations
        • Ausschuss
        • ...
      Du hast noch einiges an Hausaufgaben zu machen ... ;)
      Super. Vielen Dank.

      Die anderen Kriterien werde ich auf jeden Fall betrachten. Meine Frage war nur welche Maschine passt.
      Es geht bei meiner Arbeit nicht um exakte Berechnung, sondern um den Weg dorthin. Danke nochmal.
    • Behrens schrieb:

      Ziad-Mezher schrieb:

      Ich habe schon ein Produkt gewählt, das aus 4 Teilen besteht. 2 Teile aus ABS und 2 aus POM. Die Teile werden durch Spritzgießmaschine hergestellt.
      @Ziad-Mezher, wenn du so wenig Ahnung vom Spritzgussverfahren hast, warum hast du dann solch ein komplexes Herstellungsverfahren für deine Ausarbeitung ausgewählt?
      Es geht um Produktkostenkalkulation und nicht um Spritzgießmaschine. Ich kann dieses Produkt kalkulieren, wenn ich weiß, welche Maschine ich brauche. Aber danke für den Tipp.
    • Ziad-Mezher schrieb:

      Behrens schrieb:

      Ziad-Mezher schrieb:

      Ich habe schon ein Produkt gewählt, das aus 4 Teilen besteht. 2 Teile aus ABS und 2 aus POM. Die Teile werden durch Spritzgießmaschine hergestellt.
      @Ziad-Mezher, wenn du so wenig Ahnung vom Spritzgussverfahren hast, warum hast du dann solch ein komplexes Herstellungsverfahren für deine Ausarbeitung ausgewählt?
      Es geht um Produktkostenkalkulation und nicht um Spritzgießmaschine. Ich kann dieses Produkt kalkulieren, wenn ich weiß, welche Maschine ich brauche. Aber danke für den Tipp.
      Genau da liegt der Fehler.
      Ich kann das Produkt erst dann richtig kalkulieren, wenn ich die Abläufe des Spritzguss verstanden habe. Ich rede nicht von Detailwissen, sondern die Haupteinflussgrößen. Einfach nur die Werkzeugkosten+Maschinenkosten+Material in die Rechnung zu nehmen, ist hierbei nicht zielführend und führt zu realitätsfernen Ergebnissen.

      Damit die Rechnung realitätsnah ausfallen kann, müssen die obigen Angaben( von @Ralle01 und @LutherStickl gut aufgeführt) beantwortet werden. Erst danach kann die Größe des Werkzeugs grob abgeschätzt werden und erst dann im Anschluss die Maschine.
      Du machst es genau andersrum. Erst Maschine und Werkzeug wählen und dann die Fragen beantworten resultiert in anderen Randbedingungen und hohen Produktionskosten.

      Ich geh auf einen Punkt genauer ein. Die beiden Teile aus POM haben jeweils ein Gewicht von 15g und dies deutlich geringer als ein großes Teil aus ABS. Damit überhaupt ein anständiger Prozess möglich ist, müssen hier schon zwei verschiedene Schneckengrößen gewählt werden, wenn die Werkzeuge nur eine Kavität haben. Hier bietet es sich an vier kleine POM-Teile pro Schuss zu produzieren, damit die gleiche Schnecke verwendet werden kann. Das Werkzeug mit vier Kavitäten ist teurer als ein Werkzeug mit nur einer Kavität, aber ich brauche nicht die Maschine zu wechseln. Vorteil an den vier Kavitäten ist die viermal schnellere Produktion der Teile, womit sich auch die Produktionszeit reduziert. Ist ein Stammwerkzeug mit Wechseleinsätzen möglich, bietet es sich für die POM-Teile an, damit die Anschaffungskosten reduziert werden können. Dabei kann aber nicht mehr gleichzeitig produziert werden und eine Lagermöglichkeit ist wieder notwendig. Nachteil dieser Variante ist, dass das größte Teil aus ABS mit nur einer Kavität produziert werden kann, damit die gleiche Maschine mit nur einer Schnecke genutzt werden kann. Somit erhöht sich hierbei die Produktionszeit und es ist ebenfalls ein Lager notwendig.

      Wie du siehst, kommen alleine an der reinen Betrachtung der vernünftigen Herstellbarkeit schon die ersten Informationen zusammen, was für Maschinen und Werkzeuge überhaupt in Frage kommen können. Alle weiteren Informationen zu den Werkzeugen und Maschine/Maschinen kommen aus der Beantwortung der obigen Fragen.

      Wenn an deiner Hochschule es ein Kunststofflabor gibt, wo du dir den Spritzgussprozess erklären lassen kannst, nutze die Gelegenheit!
    • Behrens schrieb:

      petersj schrieb:

      Und jedes mal müssen die Studenten etwas berechnen und zusammenstellen ohne die Möglichkeiten des Spritzgusses überhaupt vermittelt bekommen zu haben. Was geht da ab?
      Entweder sind die Vorbereitungen an den Hochschulen für solche Projekte sehr schlecht, oder die Studenten lassen das Bemühen der Profs/Referenten an sich in Karriere-Träumen versunken vorüberziehen ....
      Oder an der Hochschule gibt es kein ordentliches Kunststofflabor, wo man sich den Prozess live anschauen und erklären lassen kann.
      Es gibt nicht viele Hochschulen, die den Schwerpunkt Kunststofftechnik oder Kunststoffverarbeitung anbieten.
      Besteht die Möglichkeit nicht, wird auf den Spritzguss nur grob eingegangen und man nimmt die bekannten Regeln aus der Metallverarbeitung. Daraus folgen dann die ganzen Bastelprozesse.
    • 1u21 schrieb:

      Ich geh auf einen Punkt genauer ein. Die beiden Teile aus POM haben jeweils ein Gewicht von 15g und dies deutlich geringer als ein großes Teil aus ABS. Damit überhaupt ein anständiger Prozess möglich ist, müssen hier schon zwei verschiedene Schneckengrößen gewählt werden, wenn die Werkzeuge nur eine Kavität haben. Hier bietet es sich an vier kleine POM-Teile pro Schuss zu produzieren, damit die gleiche Schnecke verwendet werden kann. Das Werkzeug mit vier Kavitäten ist teurer als ein Werkzeug mit nur einer Kavität, aber ich brauche nicht die Maschine zu wechseln. Vorteil an den vier Kavitäten ist die viermal schnellere Produktion der Teile, womit sich auch die Produktionszeit reduziert. Ist ein Stammwerkzeug mit Wechseleinsätzen möglich, bietet es sich für die POM-Teile an, damit die Anschaffungskosten reduziert werden können. Dabei kann aber nicht mehr gleichzeitig produziert werden und eine Lagermöglichkeit ist wieder notwendig. Nachteil dieser Variante ist, dass das größte Teil aus ABS mit nur einer Kavität produziert werden kann, damit die gleiche Maschine mit nur einer Schnecke genutzt werden kann. Somit erhöht sich hierbei die Produktionszeit und es ist ebenfalls ein Lager notwendig.
      Theoretisch ja.

      Praktisch kann man aber alle Teile problemlos auf einer Maschine, auch mit nur einer Kavität, produzieren. Preislich Sinn macht es vielleicht weniger.

      Sowohl ABS wie auch POM sind ja sehr gutmüdig was die Verarbeitung und Verweilzeit angeht.

      Kommt natürlich auch noch auf die Wandstärke und damit die Zykluszeit an.