Wolkenbildung auf Polierter Oberfläche

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    • Wolkenbildung auf Polierter Oberfläche

      Hallo zusammen,

      Wir sind seid langem nicht mit den Oberflächen unserer Verschlüsse zufrieden, die Kunden akzeptieren es zwar aber das ist nicht unser Maßstab. Wir spritzen die Kappen seitlich über Heisskanal an, Versuche haben gezeigt das wenn die Temperatur bei ca. 270C ist und man die Dekompression deaktiviert die Oberfläche schön wird, soll heißen die Wolken sind so gut wie weg. Ist für mich ein Zeichen für kaltes Material das beim einspritzen mit reingeschossen wird. Da es natürlich nicht prozesssicher ist und die hohen Temperaturen längere Zykluszeiten fordern, sind diese Einstellung keine Option. Könnt ihr euch vorstellen woran es liegen kann? Oder was man dagegen machen kann?
      Material ist ein Pe-Hd das so bei 230C düsen Temperatur gefahren wird.IMG-20200305-WA0005.jpgIMG-20200305-WA0005.jpgIMG-20200305-WA0007.jpg
      Dateien
    • Zykluszeit ?
      Werkzeugtemperatur ? Beide Hälfte ?
      Schneckengröße/Aggregat?

      Warum ist das Restmassepolster so hoch ?

      17grad beide Hälften empfinde ich was zu gering.
      Spricht zudem , das wenn ihr mit den Temperaturen hoch geht am HK oder Aggregat das es weg geht.
      Weiter stellt sich die Frage, ob der HK oder die Regelungstechnik für den HK richtig arbeitet.
      Sprich habt ihr da auch wirklich die gewünschte/benötigte Temperaturen an der Masse habt.

      Grüße
    • Die Temperaturen erscheinen mir zu kalt, wie auch @TheProblemSolver schon erwähnte.
      Vorschlag
      Zylinder: Düse 270°, Zyl. 270° , 267° , 264 , 261° , 70°(Traverse unter Trichter)
      Heisskanal: alles 270°
      Werkzeug: 50°
      Massepolster 4 ccm
      Dekompression 6 ccm
      Staudruck 50 bar (spezif.)
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • Thorsten1805 schrieb:

      Stimmt die werte fehlen,
      Kühlzeit sind 5,5 s und Zyklus ist bei 11s.
      Schneckendurchmesser ist 40 bei einem max. Dv von 180ccm.
      Wir haben das Problem bei drei verschiedenen Werkzeugen mit unterschiedlichen heisskanälen.
      Die VWZ liegt mit 40er Standard-Schnecke bei knapp 1 Minute, dass ist eigentlich zu kurz für eine gute Schmelzeaufbereitung (HK Volumen nicht mit gerechnet)

      1. Abhilfe wie oben beschrieben - Temperaturen rauf. Kann klappen, muss aber nicht. 270°C für ein PE geht zwar, ist aber schon heftig.
      2. Alternativ: Probiere mal mit den jetzigen Einstellungen eine zus. Pausenzeit von 15s. Das verlängert Zyklus & VWZ auf gute 2 Minuten plus. Die Dosiergeschwindigkeit entsprechend anpassen. Wenn die Auffälligkeiten damit besser werden, oder gar verschwinden, weißt Du was los ist. Probleme mit der Schmelzeaufbereitung
      3. Wenn alle Stricke reißen, neue Spritze mit längerem L/D Verhältniss, damit die VWZ auf 2-3 Minuten hoch kommt


      Frage: Alle 3 Wkz mit gleichen Auffälligkeiten laufen auf mit einer 40er Schnecke und sind von den Daten (Schussgewicht, Zyklus, Material) einigermaßen vergleichbar?
    • Moin,
      könntest du mal ein Fotos vom Anspritzpunkt einstellen?
      Wie groß ist der Anspritzpunkt?
      Für mich sieht es auch wie kaltes Material aus was dann beim Einspritzen in die Kavität gelangt.
      Sind evt. die Düsenspitzen verschlissen und/oder stehen zurück?
      Gruß Reforger
    • Die Temperatur unterschiede zwischen hk und Zylinder rühren daher das die Zylinder Temperatur vollkommen ausreichend ist, die Heisskanal Temperatur ist höher weil der anspritzpunkt 0,7 ist und direkt davor die Düse sitzt, heißt nur ein effektiver Durchgang von 0,35 da das Material sehr schlecht fließt kommt es zu nicht vollen teilen wenn sich nur minimal was vor die Düse setzt. Ja wir batchen zu, haben es aber auch schon mit vielen verschiedenen Farben ausprobiert und haben immer das selbe Ergebniss. (Ps. Wir haben ein Teil Heisskanal Werkzeug bei dem die Oberfläche perfekt ist.)
    • Thorsten1805 schrieb:

      das die Zylinder Temperatur vollkommen ausreichend ist,
      Woher wisst ihr das? Immerhin kennt ihr anscheinend ja noch nicht einmal die Temperaturvorgabe vom Hersteller, sonnst hätte ich wohl anständiger Weise auf zweimaliges Nachfragen eine Antwort bekommen :thumbdown:
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • Thorsten1805 schrieb:

      Die Temperatur unterschiede zwischen hk und Zylinder rühren daher das die Zylinder Temperatur vollkommen ausreichend ist, die Heisskanal Temperatur ist höher weil der anspritzpunkt 0,7 ist und direkt davor die Düse sitzt, heißt nur ein effektiver Durchgang von 0,35 da das Material sehr schlecht fließt kommt es zu nicht vollen teilen wenn sich nur minimal was vor die Düse setzt. Ja wir batchen zu, haben es aber auch schon mit vielen verschiedenen Farben ausprobiert und haben immer das selbe Ergebniss. (Ps. Wir haben ein Teil Heisskanal Werkzeug bei dem die Oberfläche perfekt ist.)
      • Welches Polymer setzt Ihr ein (Hersteller und Bezeichnung)?
      • Welches Batch verwendet Ihr (Hersteller und Bezeichnung)?
      • Was ist das Trägermaterial?
      • Dosierung?
      • Was ist anders beim Wkz das funktioniert?
      • Wie hoch ist das Schussgewicht?


      Wenn es bei den meisten ähnlichen Wkz vergleichbare Probleme gibt, kann nur ein NICHT WKz spezifisches Problem dahinterstecken: Maschine, Material, Prozess
    • Interessant finde ich den ersten Beitrag mit der Problembeschreibung „270° und Dekompression deaktivieren und die Oberfläche wird schön“.
      Könnte ein Zeichen für Luft sein die zwischen Heisskanal und Zylinder reingezogen wird.
      Tauchdüse zwischen Zylinder und Heisskanal schonmal probiert?
    • Der Temperaturbereich ist von 180-270C, entschuldige wenn das untergegangen ist.
      Wie bereits erwähnt hilft die höhere Temperatur, es ist schlicht keine Option da es längere Zykluszeit bedeutet.
      Die genauen Lieferanten habe ich momentan nicht zur Hand, der größte Unterschied zwischen den optischen guten und bemängelten teilen ist wie gesagt der Heisskanal, welcher bei den schlechten ein vollheisskanal ist und bei den guten ein Teilheisskanal, sprich mit anguss Verteiler.
      Das würde auch wieder die Theorie untermauern das es ein kalter propfen ist der in das Teil geschossen wird anstatt in den anguss.