Laserabsorbierende und Lasertransparente Polyamide

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    • Laserabsorbierende und Lasertransparente Polyamide

      Hallo Zusammen,

      ich wollte einfach mal das Ohr an die Masse legen, wie Eure Erfahrungen mit solchen Materialtypen sind.
      Wir verarbeiten im Bereich Automotiv schon lange viele verschieden Polyamid-typen.
      Neuerdings sind es vermehrt Compounds die Laserabsorbierend oder Laserdurchschweissbar sind. Mit diesen Typen haben wir vermehrt Probleme mit schneller Verschmutzung der Werkzeugentgasungen.
      Es lagert sich mehr Kondensat als sonst ab. Es wird sogar der Stahl der Formeinsätze "angefressen" im Entlüftungsbereich. Sorgen wir für mehr Entlüftung entsteht jedoch schnell Grat in diesen Bereichen.
      Die Anforderungen was den max. zulässigen Grat betrifft liegen hier meisst zwischen max. 0,03 und 0,08mm.
      Auch ist es mit den Laserabsorbierenden Typen schwieriger polierte Oberflächen gut abzubilden. Die Werkzeugtemperaturen musste ich dazu deutlich steigern.

      Wie sieht es da mit Euren Erfahrungen aus.

      Ich bin gespannt.
      Grüße :thumbup:
    • Wir (als Hersteller solcher Compounds) konnten diese Probleme bisher nicht feststellen. Allerdings fahren wir in den seltensten Fällen mehr als 100-200 Schuss. Trotzdem könnte man sich dazu bei uns mit den entsprechenden Entwicklern unterhalten, die dann versuchen würden, entsprechende Rezepturumstellungen zu bewerkstelligen. Wichtig ist da natürlich eine entsprechende Kommunikation.
      Oft ist es aber leider so, dass die Materialien nicht bei den empfohlenen Temperaturen verarbeitet werden. Um die bestehenden Werkzeuge zu füllen, müssen die Massetemperaturen oft deutlich zu hoch eingestellt werden. Werkzeugtemperaturen werden zur Beschleunigung der Zyklen dafür oft zu niedrig angesetzt. Das bedeutet alles in allem eine viel zu hohe Belastung der Schmelze und eingesetzter Additive. Eine entsprechende Werkzeugoptimierung wird leider meistens abgelehnt. Das betrifft aber nicht nur die o.g. Materialien, sondern geht durch alle Polymergruppen.
    • Neu

      Hallo,
      Sorry erstmal für das späte Antworten (Krankheitsbedingt).
      Was die Prozessparameter betrifft hatten wir selbstverständlich schon Kontakt zu der Anwendungstechnik des Lieferanten (Dupont). Es wurde alles überprüft.
      Temperaturen, Trocknung, Verweilzeiten, Füllzeiten. Alles im grünen Bereich. Und frei nach Goethe "Jetzt steh ich da, ich armer Thor und bin so schlau als wie zuvor".
      Mich würde Interessieren welche Additive zu dieser "Laseroptimierung" führen@petersj. Vielleicht auch um im Werkzeugbau andere Stähle oder Beschichtungen auszuarbeiten.
    • Neu

      Ich fürchte, da wird dir keiner antworten. Das sind Bestandteile der Rezeptur, die im Allgemeinen der Geheimhaltung unterliegen und damit sozusagen "geistiges und entwicklerisches Eigentum" der Firma sind.
      Es kann natürlich sein, dass die oder der Entwickler dir sagt "xyz" ist da drin, aber nicht die Mengenanteile. Und mir kommt es in deinem Fall so vor, als wenn ein völlig neues Additiv verwendet wurde oder dass die Menge aus irgend einem Grund variiert wurde. Man kann das sicherlich analytisch prüfen - wenn denn bekannt ist, was da drin ist und wie viel drin sein sollte (Rückstellmuster einer alten funktionierenden Charge)
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      Wirklich gut funktionieren nur die Typen ohne Laseroptimierung, darum bin ich ja immer noch auf der Suche was wir falsch machen.
      Wir haben alle Maschinen bei denen es möglich war auf ein gestuftes Schliesskraftprofil aufgerüstet, um schon im Füllprozess die Entgasung zu unterstützen. Da ich das Gefühl habe das eben die Entgasungskanäle in den Werkzeugen sehr schnell verschleißen/auswaschen wenn ausschließlich hierdurch entgast wird. Das Luft/Monomer-Gemisch scheint sich leichter, also bei geringerer Kompression, zu entzünden und zu verbrennen.
      Deshalb meine Frage nach den Additiven und Zuschlagstoffen.