Nachgefragt: Erfahrungen zu Prozessschwankungen bei Verarbeitung von Recycling-Material

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    • Nachgefragt: Erfahrungen zu Prozessschwankungen bei Verarbeitung von Recycling-Material

      Hallo zusammen

      Ich wollte mal nachfragen ob ihr bei euch auch Bauteile mit mehr als 25% Recycling-Material-Anteil verarbeitet?
      Falls ja: beobachtet ihr da prinzipiell Schwierigkeiten mit Prozesschwankungen oder Probleme mit der Bauteilqualität?

      Aus meiner Erfahrung ist ein Anteil bis 5% "tolerabel". Bei Anteilen bis 30% habe ich auch schon klare Veränderung am Verarbeitungsmaterial beobachtet.
      Gibt es noch andere Punkte dazu?

      Danke und Gruss
    • Da gilt natürlich auch, dass ihr sicherstellt, dass es zu keinen Entmischungen kommt und eine gute homogene Mischung am Einzug ankommt. bei uns haben wir das aus Qualitätsgründen aber nicht im Einsatz. Wir fertigen i.d.R Elektronik.

      Wir haben Vorspritzlinge auf 100% Regranulat umgestellt ( aus Kostengründen) Es sind aber nur unsere eigenen definierten Angüsse. Das fubktioniert seit 10 Jahren sehr gut.
    • Also wir fertigen Teile von 0-100% Regranulat bzw. Mahlgutanteil.

      Natürlich sind die Schwankungen höher, da es im Rohmaterial einfach mehr Schwankungen gibt.

      In der Regel sind die Produkte aber so, dass dies kein Problem darstellt. Parameter müssen natürlich immer wieder Mal angepasst wenn es Auffälligkeiten gibt.

      Dosierung ist wichtig, wir haben gravimetrische Geräte welche alle einen eingebauten Mischer haben, sodass dies bei uns eig. kein Thema ist.
      Schwankungen von BigBag zu BigBag bekommt man dadurch aber nicht weg.
      Sind diese groß, wird die Produktion schwierig..
    • Grundsätzlich muss bei Recyclat und Regranulat mit einer deutlich höheren Verarbeitungstoleranz gearbeitet werden. Vor allem wenn es sich um verschiedene Chargen handelt. Auch die mechanischen sowie farblichen Toleranzen sind bei diesen Produkten weiter zu fassen.
      Werden die Angüsse und Fehlteile neben der Maschine vermahlen und dann ggf. unregelmäßig zugeführt, beginnt die Parameterisierung zu einer Grätsche zu werden.
    • K_Micha schrieb:

      @huddl @Stoopid @Neuer Nutzer benutzt ihr bei euch zur Regranulierung kleine Mühlen welche neben der SGM stehen?
      Ja, kommen auch zum Einsatz um Angüße zu vermahlen. Hier ist der Prozess dann recht konstant, da die Dosierung und Qualität gleichbleibend ist. Dies kommt auch bei technischen Teilen mit Maßanforderungen zum Einsatz, ohne Probleme (hauptsächlich POM, ABS und PP).

      Die angesprochenen Schwankungen sind beim Einsatz von "fremdem" Material, Post Consumer Regranulat oder sowas.