WZ Innendruckkurven nach WZ Wartung

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    • WZ Innendruckkurven nach WZ Wartung

      Moin zusammen,

      seit ein Paar Monaten kann ich mich intensiv mit dem Thema WZ-Innendruck beschäftigen.

      Ich hatte an einem WZ bis Ende letzten Jahres einen Unterschied von ca. 40 bar in den Innendruckkurven "Das ist normal". Dann wurde das Wz komplett zerlegt und auch die Fühler wurden ausgebaut. Nach dieser Wartung/ Reparatur leifen beide Kurven deckungsgleich, sowohl in den Flanken, als auch in der Maximalen Höhe. Wir haben dann ein Los ca. 1,5Wochen so gefertigt. Danach war die Form wieder zur Wartung und jetzt habe ich wieder den Unterschied in den Kuven (ca. 40 bar). Der Druckanstieg passiert zum gleichen Zeitpunkt, ist bei einer Kurve aber "flacher".

      Es handelt sich um 2mm Kistlersensoren (genaue Typbezeichnung kann ich nachliefern). Es wird "direkt" gemessen, ausgewertet wird mit einem ComoNeo. Es wird "nur" überwacht, noch nicht geregelt.

      Bereits geprüft:
      - Teilfüllung bei 60% Füllung und bei 80% Füllung i.O
      - Teilfüllung bei Umschaltpunkt optisch und auch Gewichtsmäßig i.O
      - Bei Änderungen an der HK Temperatur, reagieren die Innendruckkurven kaum
      - Ein größerer Sensor mi Buchse kann nicht eingebaut werden.

      Jetzt zu meinen Fragen:
      - Der Sensor sitzt ja direkt im WZ- Einsatz, gibt es hier spezielle Einbauvorschriften (Fett? Trocken?)
      - Hat die WZ-Oberfläche in der Passbohrung, Einfluss auf das Ergebnis. Verändert sich das Ergebnis wenn sich Ausgasungen absetzen?
      - Was hat sonst noch Einfluss auf dieses Thema?

      Danke schonmal für Eure Tipps

      Gruß Daniel
    • Haben die Werkzeugbauer bei Aus- und Einbau genau die Zuordnung der Sensoren zu den einzelnen Kavitäten (1 zu 1, 2 zu 2 usw.) eingehalten? Kallibrierungs-Faktor/-Zahl der Sensoren im Como alles o. k.?
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • THOR schrieb:

      Jetzt zu meinen Fragen:
      - Der Sensor sitzt ja direkt im WZ- Einsatz, gibt es hier spezielle Einbauvorschriften (Fett? Trocken?)
      - Hat die WZ-Oberfläche in der Passbohrung, Einfluss auf das Ergebnis. Verändert sich das Ergebnis wenn sich Ausgasungen absetzen?
      - Was hat sonst noch Einfluss auf dieses Thema?
      Hallo Daniel

      Zu deinen Fragen:

      - Grundsätzlich wir der Sensor "Trocken" verbaut. Also ohne Fett verbauen und die Bohrung sollte sauber sein (möglichst frei von Spänen, Ölen, Fetten und Ablagerungen)
      Auch sollte der Sensor nicht vorgespannt eingebaut werden und mit einem bestimmten Drehmoment montiert werden.
      Ich nehme an es handelt sich um den Typ 6185A...? Falls ja kann ich dazu noch weitere Einbauvorschriften weiterleiten.

      - Ablagerungen an der Bohrungsoberfläche können sich negativ auf das Signal auswirken falls sie den 2mm Messkopf in seiner Beweglichkeit einschränken. Der Messkopf sollte frei beweglich in die Bohrung eingepasst sein.

      - Kraftnebenschlüss (Querkräfte auf den Sensor) könnte hier vielleicht ein Problem sein. Am ComoNeo kannst du unter Werkzeug --> Testseite eine manuelle Messung starten. Dann anschliessend an der Maschine das Werkzeug einmal mit Schliesskraft auf und zu fahren ohne Einspritzvorgang. Der Sensor sollte idealerweise keine Signalausschlag zeigen.
    • Also der Sensortyp ist 6183CAG. Die 2mm waren eine Schätzung, kann sein das ich mich etwas verschätz hab.

      Es ist eine 2-fach Form bei der beide Sensoren auf einem Multistecker liegen. Die Kallibrierungswerte stimmen.

      Ob die Sensoren vertauscht sind, kann ich nicht sagen. Aussage dazu war: Alles richtig zusammengebaut und geprüft. Am WZ liegt es nicht, guck mal nach deinem Prozess ?( .

      Das WZ ist aktuell nicht mehr auf der Maschine, bei der nächsten Fertigung werde ich die Querkräft prüfen.

      Müssen die Bohrungen vor dem Verbau gereinigt, durchgerieben, oder ähnliches werden?

      Kann ich mit dem Spritzprozess noch irgendwas prüfen?
    • Die ID-Aufnehmer sollten bei einer Wartung grundsätzlich ausgebaut werden. Zum Einbau müssen die Bohrungen gründlich gereinigt werden, die Fühler dürfen nicht vertauscht werden, die Kabel ebenfalls nicht. Bei der Montage sollte auch grundsätzlich neue O-Ringe verwendet werden. Wurde die Oberfläche des Werkzeuges nachgearbeitet, müssen auch die Fühler nachgearbeitet werden. Fühler in gewölbten Kavitäten müssen in der gleichen Richtung wie vorher montiert werden. Und ggf müssen die Ladungsverstärker angepasst werden.
    • Kistler hat Pruefelemente fuer die Bohrung ( mitgelieferter Pruefpin ! ) und fuer den eingebauten Sensor ( Handheldtester 5495 mit entsprechendem Adapter fuer 6183CAG ).
      Sind die Distanzhuelsen und Sensoren korrekt zugeordnet ( Nestkennzeichen )?
      Bei der naechsten Werkzeugdemontage einfach mal die Details mitchecken und die vorhandenen Pruefungen zeigen lassen. In dem Handbuch von Kistler "Handbuch 960-130d-03.16 DirekteWerkzeuginnendruck-sensoren" werden alle diese Punkte detailliert erklaert und erlauetert. ( kostenlos bei Registrierung)