Probleme beim umspritzen von Einleger!

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    • Probleme beim umspritzen von Einleger!

      Hallo zusammen, haben zur Zeit folgendes problem. Wir umspritzen 8 Metalleinleger mit PA GF 30. Werkzeug Temperaur ist auf 60 Grad eingestellt. Es gibt 4 Heißkanalzonen 280Grad ( 2x Düsen, 1xBlock und 1XHeizband). Zylinder Temperatur 290--> 260. Wie auf den Bilder schon zu sehen, haben wir ein Problem, dass ein Nest ab und zu nicht ausgespritzt wird. Haben schon oft was mit Temperatur gemacht, ohne Erfolg. Hat jemand schon solche Probleme mal gehabt. Vielen Dank schon mal für jeden Hilfe.
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    • Immer das gleiche Nest?
      Immer an der gleichen HK Düse?
      Leistungsaufnahme HK Düsen gleich?
      Verweilzeit nicht zu kurz?
      Entlüftung der Kavitäten gecheckt?
      Anschnitte auf Maße gecheckt?
      Dosierzeiten / Massepolster konstant?
      Gibt es ein "Muster", wann das auftritt?

      Die KK Verteiler haben "Pfropfenfänger", denke das dürfte es eigentlich nicht sein.
    • Hallo
      Es kann eine Anhäufung von Glasfasern sein die es dem Anguß schwer machen hier was durchzulassen.
      Ist der Querschnitt von der Spitzen tariert ?
      Es sieht auch so aus als wenn die Spitze zu lange wäre und nicht richtig abgestützt.
      Dann würde ich noch beobachten wie dieser Anguß entformt ,
      Gruß Matthias
    • Der gesamte Prozess läuft zu kalt.
      Ich schätze, dass der Temperierkanal, der am Anguss verläuft die betroffene Kavität zuletzt mit Wasser versorgt, was aber zu kalt ist. Eure Zylindertemperatur ist zu gering und kann vom Heißkanal nicht ausgeglichen werden, weil das Volumen im Heißkanal zu gering ist.
      Wird das Material nun eingespritzt, heizt es sich durch die Glasfasern und den Druckverlust leicht auf. Liegt nun ein leichtes Tempereraturgefälle vor, was dem Temperierverlauf entspricht, wird das Material schneller abgekühlen. Es tritt noch leicht in die Kavität ein und verschließt sie. Zur Überprüfung der Theorie könnt ihr die Wassertemperatur von 60°C auf 90-100°C erhöhen.
    • Behrens schrieb:

      @kristani, gib mal ein paar Prozessdaten, z. B.
      - Einspritzprofil
      - Einspritzweg (mm)
      - Umschaltwegpunkt (mm)
      - Massepolster (mm)
      - Schneckendurchmesser
      - Heisskanal mit Nadelverschluss od. offen?
      Heißkanal mit Nadelverschluss über Pneumatik und Zeit gesteuert.
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    • kristani schrieb:

      Heißkanal mit Nadelverschluss über Pneumatik und Zeit gesteuert.
      Super :thumbsup:

      Die 1. Einspritzstufe würde ich unbedingt verlängern (bis ca. 60 mm). Grund: Da verhältnismäßig viel Kaltangussvolumen gefüllt werden muss, ist es wichtig, dass das Material im Kaltanguss schnell unterwegs ist, weil es sich auf vier Richtungen aufteilt (Viertelung der Fließgeschwindigkeit!). Fließt es zu langsam, entsteht ein "Pumpeffekt", durch den die Gleichzeitigkeit der *Materialankunft* am Anspritzpunkt(!!!) unsicher ist. Ergo: Material, welches den Anspritzpunkt zuerst erreicht, kommt zum Stillstand und kühlt sich schlagartig ab (Kaltpfropfenbildung).
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • Werden die Einleger vorgewärmt?

      Die Einleger sollten eine ähnliche Temperatur haben wie die WZ Oberfläche, sonst wird die Schmelze einseitig abgebremst und du bekommst Probleme mit Verzug oder ähnlichem. Von den mechanischen Eigenschaften mal ganz zu schweigen.

      Ich würde hier auch auf einen kalten Pfropfen tippen oder eine abgerissene Anbindung.

      Wz ist defintiv zu kalt, da solltest du als erstes dran gehen.

      Gruß Daniel
    • Ich bin nicht immer glücklich mit dem, was in unseren Datenblättern steht. So trocknen wir hier ein schwarzes PA6 GF30 bei 105° bis zu 4 Stunden. Und bei der Werkzeugtemperatur würde ich auch eher zu 100°C raten. 80° sind schon grenzwertig, 60° definitiv zu Kalt. Und wie schon oben gesagt, sollten die Einleger vorgewärmt werden.
    • Bedenkt bitte aber bei der ganzen Diskussion *Werkzeugtemperierung: Die *Temperatur Wasser* ist nicht identisch der *Temperatur Werkzeugoberfäche*! Letztendlich kann man aus der Ferne die *Wassertemperatur* überhaupt nicht empfehlen, weil entscheidend die Temperatur der Kavität ist ... ! Ich kenne Prozesse, da wurde (bei PA 6.6 GF30) mit einer Wassertemperatur 25° gefahren und durch den Wärmeeintrag über den Kunststoff hatte die Kavität optimale Temperatur ... Daher ist es ganz wichtig, dass vom entformten Teil ein Wärmebild erstellt wird, um bei optimal gefahrenem Zyklus ;) eine optimale Entformtemperatur zu erreichen.
      Merke: Der Kunststoff spürt nicht die Wassertemperatur sondern die Werkzeugtemperatur!
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • Metalleinleger vorwaermen macht nur Sinn beio genuegender Masse. Stanzgitter eventuell als elektrische Leiter sind zu duenn ,um merklich Einfluss zu nehmen auf die Nestfuellung.
      Werkzeugtemperatur anheben (120 Grad Celsius ). Nach Werkzeug schliessen etwa 5 Sekunden warten bis zum Einspritzen ( Einleger aufwaermen ).
      Fuellstudie ,um zu sehen ,wann die einzelnen Kavitaeten beginnen zu fuellen. Auch der Kaltverteiler ist hier zu betrachten ! Siehe Behrens!

      Auf die Frage , ob immer das gleiche Nest ,habe ich die Antwort nicht gefunden.

      Sollte es immer das gleiche Nest sein , muss die Stahlgeometrie des Anschnittbereiches genau verglichen werden mit den "guten" Nestern.

      Metalleinleger umspritzen benoetigt fuer ein gutes Ergebnis bei teilkristallinen Kunststoffen immer eine Werkzeugtemperatur = Eilnegertemperatur an der oberen Grenze der Herstellerempfehlung.
      Zu kalt umspritzte Teile neigen unter Temperaturwechsel und chemischem oder physikalischem, mechanischen Stress zu Rissbildungen und damit zu Reklamationen.
      Verarbeitungstemperatur empfohlen von Albis 270 bis 290. werden diese Temperaturen auch erreicht ? ( Nach ca. 5 Schuss abpumpen ins Freie auf Isolierunterlage und mit Tauchfuehler ruehrend pruefen.
      Der Heisskanal kann fehlende Temperatur nicht aufbringen .
      Sollte ich hier was falsches geschrieben haben, bitte ich um freundliche Korrektur
    • Kunststoffspritzer schrieb:

      Mach einen Stauboden an den Anguß und das Werkzeug läuft ohne Schwierigkeiten, die anderen Spielereien kannst du dir sparen.
      @Kunststoffspritzer, mag ja sein, dass du's total drauf hast und im Gegensatz zu mir ein *Staubodenfan* bist, aber findest du das nicht doch ein bisschen überheblich, alle Empfehlungen die zu dem Thema von den anderen hier genannt wurden, als *Spielereien* zu bezeichnen?

      Zudem kannst den Stauboden bei Glasfasermaterial nach min. 20.000 Zyklen vergessen!
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!