Fachbuch: Abmusterung von Spritzgießwerkzeugen

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    • Fachbuch: Abmusterung von Spritzgießwerkzeugen

      Hallo zusammen

      Falls jemand ein gutes Buch zum Thema: "Systematische Abmusterung von Spritzgusswerkzeugen" sucht kann ich euch diesen Autor empfehlen:


      Abmusterung vonSpritzgießwerkzeugen von Andreas Schötz

      Print-ISBN: 978-3-446-43298-7 / E-Book-ISBN: 978-3-446-43611-4


      Nehme das Buch häufig im Berufsalltag zur Hand.
      Falls jemand das Buch kennt würde mich eure Meinung darüber interessieren

      Gruss
    • Weiß jemand ob sich der Aufpreis für die 3. Überarbeitete Version lohnt?

      Kostet bei Amazon das doppelte.
      Was kennt ihr sonst noch für gute Fachbücher? Auch im Bezug auf Automation.

      Fange demnächst in einer Spritzerei an die wesentlich moderne ist und komplexere Verfahren als meine jetzige Firma hat.

      Möchte mir deswegen selbst schon einmal ein gewissen Grundwissen aneignen.

      MfG
    • Die Bücher/Literatur ist für die Voraussetzung einer strukturierten und geordneten Abmusterung und Prozessfindung sehr gut, jedoch darf nicht vergessen werden, dass leztendlich die Qualität einer Musterung immer vom Prozesswissen des Musterers/Verfahrenstechnikers abhängt! Ziele einer Musterung müssen sein:
      1. Ein robustes Prozessfenster.
      2. Ein r e p r o d u z i e r b a r e r Ausformprozess i m W e r k z e u g (!).
      3. Serienfähigkeit (Dauerfähigkeit des Prozesses).
      Jeder von euch weiß, dass tagtäglich bei Musterungen für diese 3 Ziele die Voraussetzungen seltenst optimal geschaffen werden, weil:
      • Zu oft wegen fehlendem oder falschem Equipment (Ausstattung im Umfeld der SGM) für den Anwendungsfall Kompromisse gemacht werden.
      • Die Prüfmaße des Formteils sich selten bei der Freigabe m i t t i g d e r T o l e r a n z (!!) befinden, heißt: die Serienproduktion muss mit eingeschränkter Toleranz arbeiten.
      • Die Prüfmaße oft mit dem Spritzprozess "hingetrimmt" werden (Sätze, wie: "gib noch mal mehr Nachdruck, damit das Maß X in der Toleranz ist" kennt sicherlich jeder, oder?).
      Dieses alles findet man natürlich auch in den vorgenannten Büchern, daher ist die Vorgehensweise von @Butterfly lobenswert hinsichtlich Vorbereitung auf seinen neuen Job :thumbsup:
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • Der Beitrag von Herrn Behrens vom 22.Januar ist auch meine Ueberzeugung.
      Ich moechte aber noch zwei Punkte ergaenzen:
      • Das Kunststoffteil muss entsprechend der Chemie und Physik konstruiert sein . Wenn nicht , kann sich die Spritzerei abstrampeln und wird immer nur hinter den Problemen her rennen.
      • Das Werkzeug darf nicht vom Billigheimer sein , sondern muss vom gesamten Team geplant worden sein (Artikelkonstrukteur , Spritzgiesser , Werkzeugkonstrukteur , Qualitaet ).Es macht zum Beispiel einen Unterschied , ob eine Schraubsaeule mit Auswerferhuelse entformt wird oder durch eine zweite Trennebene vorentformt wird ( Moeglichkeit der Kerntemperierung ). Die zweite Version kostet mehr in der Anschaffung , aber liefert wahrscheinlich eine kuerzere Zykluszeit , die ueber Laufzeit sich schnell bezahlt macht.
      Zusammen mit dem Kunden kann ein gutes Produkt entstehen. Ich weiss , dass nicht oft so eine echte Kooperation gelebt wird.
      Einkaufspreis der Werkzeuge ist auf einem anderen Budget als die Produktionskosten.
      Projektkosten ueber Laufzeit zu verfolgen , kann hier langfristig helfen.
      All diese Dinge werden auch angesprochen in diversen Buechern und sind auch Grundlage .
      Mit einem instabilen Werkzeug wird sich kein solides Prozessfenster finden lassen.