Vertikale Schliesseinheit, Horizontale Spritzeinheit

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    • Vertikale Schliesseinheit, Horizontale Spritzeinheit

      Hallo zusammen,

      eine Frage an diejenigen mit Vertikalmaschinen:
      Wie spritzt ihr ein, durch die Trennebene oder durch die Mitte? Und wenn durch die Trennebene, warum macht ihr das so und nicht durch die Mitte?
      Und : benutzt ihr hierfür Stammformen, bzw. Wechselwerkzeuge?
      Ich arbeite seit vielen Jahren mit einem Werkzeugkonzept dass spezialisiert ist für die Einspritzung durch die Trennebene und mich beschäftigt die Frage ob dieses Konzept skalierbar ist.
      Vielen Dank für eure Antworten.
      Grüße :)
    • Das kommt drauf an.

      Wir hatten z.B. für Spulenkörperumspritzung Rundtischmaschinen mit 2 Auswerferseiten und 1 er Düsenseite.
      Hier war die Angussstange mittig getrennt.

      Für Spritzeinheit V und Schließe H galt auch der getrennte Angusskanal.

      Bei Spritzeinheit V und Schließe V wiederum über normalen Aufbau bzw. Angusskanal.

      Je nach Artikel....kann man also pauschal nicht beanworten.
      Für Halbautomaten ist die Schieße V meisten einfacher zu handeln.

      Grüße
    • Hi,
      okay, verstehe ich. Aber ich gehe mal davon aus dass der Anteil von Teilen die durch die Trennebene gespritzt werden eher gering ist bei euch?
      Ich habe für diesen eher speziellen Fall ein Werkzeug entwickelt, dass mit wechselbaren Formeinsätzen arbeitet. Hier wird im Angussbereich (Kaltkanal) direkt in den Formeinsatz gespritzt und nicht durch den Formrahmen. Ich suche eine Einschätzung ob das Potenzial hat am Markt.
      Grüße
    • Eine Maschine mit vertikaler Schließeinheit nach oben oder unten, sowie einer vertikalen oder horizontalen Spritzeinheit in die Trennebene oder durch die feste Formplatte ist idR. der Anwendung geschuldet und nicht pauschalisierbar. Daher gibt es eben diese unterschiedlichen Möglichkeiten.
    • Das habe ich ja verstanden und ist ja auch logisch. ich gehe aber davon aus dass der Anteil an Teilen mit Einspritzung durch die Trennebene eher gering ist?
      Der Bedarf nach einem Wechselwerkzeug auch wohl eher gering ist, weil für die paar Teile man halt ein Werkzeug baut und gut ist.
    • Wenn ausschließlich eine V-Maschine zur Verfügung steht, kann man natürlich nur diese benutzen. Wenn diese auch nur ein Spritzen in die Trennebene erlaubt, ist man doppelt gear...t. Dadurch entstehen dann so komische Hybridwerkzeuge, die eigentlich für nichts richtig zu gebrauchen sind. Das ist dann ein Nachteil der Spezialisierung. Gleiches gilt natürlich auch bei einer H-Maschine. Es geht eben nicht alles. Früher baute Arburg mal V-Maschinen (Vario), die sich fast zusammenklappen ließen wie ein Taschenmesser. Aber ich glaube, dass es die mittlerer Weile auch nicht mehr gibt.
      Warum sollte man aber auch auf einer V-Maschine nicht mit Stammwerkzeug und Wechseleinsätzen arbeiten können? Wenn man sich ein entsprechendes System aufgebaut hat, sollte auch so etwas möglich sein. Ein versierter Werkzeugbauer sollte das auf jeden Fall fertig bringen.
      Und den Einspritzpunkt ins Werkzeug kann man doch gerade beim Spritzen in die Trennebene auch so verlegen, dass man mit einem HK arbeiten kann.
    • Wir nutzen für unsere 2k Produkte zwei horizontal angeordnete Spritzeinheiten. Die zweite Spritzeinheit sitzt diagonal, wird aber umgelenkt.
      Bei unserer horizontal/vertikal Maschine arbeiten wir mit Heißkanal. Unsere vertikale Spritzeinheit geht also auch direkt an einen Heißkanal.
      Hierfür ist natürlich eine exakte Ausrichtung der Form beim Rüsten notwendig, da dort keine Zentrierung möglich ist. Ebenso muss das Werkzeug natürlich exakt passen. Die zweite Komponente wird über die DS im Heißkanal gespritzt.
      Es gibt also mehrere Möglichkeiten und vieles lässt sich auch realisieren.
      An einer anderen Form spritzen wir die erste Komponente horizontal durch die DS und die zweite über Heißkanal durch die bewegliche Hälfte.