Durchmesser Maschinendüse vergrößern - was kann passieren?

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    • Durchmesser Maschinendüse vergrößern - was kann passieren?

      Hallo liebe Forengemeinde,

      lange schon lese ich mit - nun komme ich mit der SuFu nicht weiter.
      Folgendes Thema:
      Ich verarbeite PA6GF60 und habe bislang standardmäßig eine Maschinendüse mit 6 mm, der im Laufe ihres "Lebens" auf 10 mm auswäscht. Einlaufdurchmesser der Angussbuchse im HK ist 12 mm, Maschinendüse scheint Engstelle im gesamten System zu sein.
      Nun habe ich neue Bauteile mit einem theoretisch sehr hohem Druckbedarf (Moldflow) und überlege, die Maschinendüse auf 14 mm und die Angußbuchse auf 16 mm zu vergrößern - was seitens SGM-Hersteller und Werkzeugbauer kein Problem ist. Die Schnecke wird eine 135er.

      Der Druckbedarf wird sinken - aber gibt es (negative?) Folgen dabei...?
      Gibt es Richtwerte von Schneckendurchmesser zu Maschinendüse?

      Für alle Tips vielen Dank!
    • Moin,
      Maschinendüse 6mm und Angussbuchse am HK 12mm?
      Hattet Ihr nie Probleme mit vercrackten Material aufgrund von Fließschatten und Scherwärme in diesem Bereich?
      Normalerweise sagt man das der Unterschied hier nicht größer als 2mm sein sollte.

      Prinzipiell spricht eigentlich nichts gegen die geplante Vergrößerung, allerdings sollte man auch hier die Unterschiede der Durchmesser
      zwischen den Übergängen im Auge behalten, das betrifft ggf. auch die Durchmesser zwischen Angussbuchse und HK-Verteiler wenn der
      Durchmesser in der Angussbuchse vergrößert wird.
      Gruß Reforger

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Reforger ()

    • Sers,
      wenn das Loch der Maschinendüse grösser als das der Angussbuchse ist, dann bekommst du ein Problem mit Scherwärme. Das Material heizt sich an der Kante der Angussbuchse enorm auf.
      Grunsätzlich muss die Maschinendüse etwas kleiner als die Angussbuchse sein. Ich habe mal gelernt das 0,5 bis 1mm Optimal sind, da man so die Gefahr der Fließschatten verhindert, so wie Refoger schon sagte.

      LG
    • Grundsätzlich sollten solche Überlegungen/Diskussionen unter der Überschrift *Jeder Fließwiderstand zwischen Schneckenvorraum und Kavität ist ein Energie- und Prozessvernichter* stattfinden :!: :!:
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • drosselklappe schrieb:

      Ich verarbeite PA6GF60 und habe bislang standardmäßig eine Maschinendüse mit 6 mm, der im Laufe ihres "Lebens" auf 10 mm auswäscht. Einlaufdurchmesser der Angussbuchse im HK ist 12 mm, Maschinendüse scheint Engstelle im gesamten System zu sein.
      Dieses zeigt doch, dass die 6er Düse komplett falsch gewählt war (für den Kunststoff extremer Stress und obendrein enorme Energievergeudung!!!) :thumbdown: Es müsste doch schon zu denken geben, dass der Anschlussdurchmesser des HK 12 mm groß war/ist, denn diese Durchmessergröße wird ja vom Heisskanalhersteller nicht "aus dem Daumen gelutscht" sondern gemäß notwendiger Volumenstromgröße berechnet!
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • Wir haben bei den Düsenplatten unserer Extruder für derart hochgefüllte und abrasive Produkte (auch über 60%) Düseneinsätze aus Hartmetall. Sonst wären schon teilweise nach ein paar Tonnen Produktion die Düsenleisten "für die Tonne" obwohl sie auf 60HRC gehärtet waren. Erst mit den Hartmetalleinsätzen konnte eine lange Standzeit erreicht werden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von petersj ()

    • Teviol schrieb:

      Existiert überhaupt noch die Rückstromsperre? 60% GF sind echt heftig. Wow.
      Bei solchen hoch gefüllten Kuststoffen sollte man auf die Höhe des Staudrucks achten, der Hauptfaktor hinsichtlich *Verschleiss Rückstromsperre* ist, natürlich im Kontex mit der Drehzahl der Schnecke.
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!