Armband für Schichtdienst

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    • Armband für Schichtdienst

      Hallo Kollegen,

      Es wird bei uns durch räumliche Trennungen vorkommen das Personen alleine in einem Raum arbeiten müssen.
      Ich benötige so eine Art Totmannanzeige die am Körper getragen werden kann.
      Ein Armband wäre ideal.
      Habt ihr Adressen für mich , auf Google hab ich nichts passendes gefunden.
      Evtl habt ihr auch schon Erfahrungen mit Systemen und könnt mir Tipps dazu geben.

      Vielen Dank
      Gruß Matthias
    • Moin Matthias.
      Ein komisches Google ist das bei euch :/ . Gibt´s vielleicht in Bayern eine "Internet-Zensur"?

      google.de/search?source=hp&ei=…ENhzZEY#spf=1574669944634

      Wichtig ist dabei auch die Absprache und Information der BG. Nicht alle Anlagen werden von der BG für brauchbar empfunden. So eine Anlage sollte täglich vor der Benutzung geprüft werden und es sollte eine zentrale Stelle geben, bei der die Meldung aufläuft. Frage ist auch bei einem Armband, ob bei den auszuführenden Arbeiten überhaupt ein Armband (wie auch Ringe und anderer Schmuck) getragen werden darf. Dann sollte natürlich auch eine entsprechend fundierte Beratung durch den Verkäufer statt finden. Evtl. müssen in besonders abgeschirmten Räumen (Keller, Gebäude mit viel Eisen im Beton, Blechhallen) auch noch Antennen installiert werden.
    • Hallo,

      ich muss da petersj recht geben. Dringend mit der BG sprechen. Auch das Thema mit der zentralen Leitstelle ist ein wichtiges Thema. Sowohl von der Verantwortung als auch finanziell.

      Das Thema Alleinarbeit ist sehr komplex. Welche technische oder organisatorische Maßnahmen ihr treffen solltet ist auch von der so genannten "Schwere der Tätigkeit" abhängig. Ob dann ein Totmannschalter oder eine Videoüberwachung nötig ist, kommt auf den Fall an.

      Zum Thema Totmannschalter. Es gibt Armbänder, Handys usw. Teiweise geht das sogar als App. Wir hatten mal Mobi Click im Versuch. Hat recht gut funktioniert. Die App kenne ich leider noch nicht.
      Wenn ihr Mitarbeiterausweise habt, dann redet mal mit dem Hersteller dieser Ausweise. Manche Hersteller wie z.B. Solo Protect haben da integrierte Lösungen.

      Also redet mit der BG. Manchmal sind auch "Kontrollgänge" oder "Kontrollanrufe" von anderen Mitarbeitern möglich.

      Liegt immer an der Situation.

      LG

      Klabuster

      P.S.: Mein Google hats gefunden....geht also in Bayern :P
    • Grundsätzlich ist "Alleinarbeit" eigentlich nicht erlaubt. Aber es ist oft nicht wirklich vermeidbar.
      Wir hatten bei uns für einen bestimmten Arbeitsbereich - ebenfalls Spritzgießerei - nur von einer ständigen 100% Aufsicht räumlich zu weit entfernt, eine entsprechende Aufgabe.
      Als erstes wurde natürlich die Gefährdungsbeurteilung für den Arbeitsplatz zu Rate gezogen. Hätte es in dieser Dokumentation einen Punkt gegeben, in dem ein mittleres oder hohes Verletzungsrisiko bei irgend einem Arbeitsablauf gefunden worden wäre hätten wir uns als erstes Gedanken über eine technische Änderung der Anlagen gemacht. In zweiter Line (oder generell) versuchten wir von der organisatorischen Seite alles zu verwirklichen, dass diese Arbeitsplätze (vorwiegend in der Nachtschicht) nicht benutzt werden mussten. Die Gefährdungen konnten aber grundsätzlich als "gering" eingestuft werden. Hierbei ist es unbedingt erforderlich auch die betroffenen Arbeitnehmer zu befragen. Sie sehen manchmal Probleme, welche die "Großkopferten" gar nicht beurteilen können.
      Nach Durchleuchtung all dieser Fakten prüften wir die Funktionen bei einem auftretenden Alarm. Meldezentrale wäre unser Brandmeldezentrum gewesen. Das lag aber viel zu weit von der vermeintlichen Gefahrenquelle entfernt. Somit wäre eine schnelle erste Hilfe nicht möglich gewesen. Dann kam damals (vor etwa 10 Jahren) noch die Antennenproblematik hinzu. Die Melder konnten die Meldezentrale auf Grund der Abschirmungen nicht erreichen. U.s.w. u.s.w.
      Es kam also alles zueinander, was diese Totmannmelder ausscheiden ließ. Technisch waren alle Anlagen, an denen gearbeitet wurde, als "Gefahrlos" betrachtet. Rüstarbeiten konnten organisatorisch in den Tagbetrieb gelegt werden. Und wenn eine Maschine einen nicht sofort behebbaren Fehler zeigte, wurde diese abgestellt. Die Schichtführer wurden verpflichtet stündlich nach dem Rechten zu sehen, alternativ sollten die Alleinarbeiter nach maximal 1 Stunde beim Schichtführer anrufen. Die Malzeiten wurden ebenfalls gemeinsam eingenommen.
      Damit hatten sich die Totmannmelder erledigt.
    • Problematisch ist meistens, dass die Meldung in einem Bereich auflaufen muss, der ständig besetzt ist. Nicht mal 2 Minuten darf der Meldepunkt unbesetzt sein.
      Es gibt die Möglichkeit, die Melder über SIM-Karten zu betreiben. Was aber, wenn der Anbieter nicht sauber weiterleitet oder erst verzögert (wie bei vielen Billiganbietern, da sie nur Lizenznehmer sind)? Dann die Problematik mit Netz-Unterversorgung und Funklöchern. Das sollte alles mit überlegt werden.
      Es gilt auf jeden Fall: Der Unternehmer/Arbeitgeber ist verantwortlich dafür, dass seine Mitarbeiter gesund und verletzungsfrei ihre Arbeit verrichten können. (Frei aus "Grundsätze der Prävention". DGUV-Vorschrift 1). Und daran muss der Unternehmer konsequent arbeiten (und natürlich auch die Mitarbeiter).