Lagerung von Trockeneis

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    • Lagerung von Trockeneis

      Hallo,

      in der Fertigung von Kunststoffteilen gibt es ja mehrere Einsatzgebiete für Trockeneis.
      Deswegen hoffe ich auf eure Erfahrung.
      Trockeneis schwindet schnell, dessen sind wir uns alle bewusst. Deswegen meine Frage an euch, wie ich es am besten lagern kann.

      Es muss doch mehr geben, als Styroporboxen und nicht richtig dichte "Kühlboxen"...

      Der einzige Weg, den ich im Auge habe ist Bestellung/ Verbrauch bestmöglich überein zu bringen, aber da sind wir noch nicht bei dem Optimum, das ich erreichen möchte...
    • Moin,

      wir benutzten zur Lagerung die Kühlboxen vom Lieferanten.

      Problem bei der Lagerung ist ja, je weniger Eis in der Box ist, umso schneller "schmilzt" das restliche Eis.
      Wir haben uns deshalb aus Stryrodur (Hartschaumplatten zur Isolation) Deckel gebaut die in die halb leeren Boxen kommen und dann das Eis noch oben zur "Luft" in der Box abschließen. Funktioniert eigentlich recht gut. Der Deckel muss passgenau geschnitten sein, damit wenig Austausch zwischen Eis und Luft in der Box statt finden kann. Zwei Griffe erleichtern dann das rausheben des Deckels.

      Gruss Daniel
    • Boxen dürfen nicht "dicht" sein.
      Es ist korrekt, dass bei geringer Füllmenge das Eis schneller "schmilzt". So lange, bis wieder Druck so weit angestiegen ist, dass kein weiteres Co2 ausgast. Wäre der Behälter absolut dicht, würde das beim Öffnen kräftig knallen.
      So bleibt nur die Eindämmung über die Platten oder den wöchentlichen Verbrauch ermitteln und dementsprechend bestellen.
      Wir zb bekommen jede Woche 100 Kilo Trockeneis angeliefert, der Behälter ist etwa zu 50% gefüllt. Wir verbrauchen meist nicht alles, aber etwas Schwund ist immer da. So bekommen wir jede Woche 100 Kilo, die völlig für uns ausreichen und der Behälter ist leer, wenn gewechselt wird.
      Die Styroporboxen nutzen wir nur, wenn der Transport zum Gerät getätigt wird und für größere Mengen, als der "Tank" fasst.
      Das einfachste wäre meiner Meinung nach den wöchentlichen Verbrauch ermitteln (das Ausgasen mit inbegriffen) und dementsprechend eine wöchentliche Lieferung anfordern.
      Beim Verbrauch von 80-90 Kilo pro Woche, solltet ihr mit 100 Kilo gut bedient sein; so als Beispiel.
    • Zwickmühle...

      Danke für eure Antworten.
      Daraus entnehme ich von THOR, dass ich eine Box aus Styrodur entwerfe. Einzelfächer, gerade so "Luft", um die Blöcke zu entnehmen.
      Diese kleine Box stelle ich in die große (200 Kg) Box.

      Von BastiWest nehme ich mit, dass sie nicht all zu dicht sein sollte. Also lasse ich "Nut+Feder" am Deckel weg, oder sollte ich Entlüftungsbohrungen in den Boden pro Fach setzen?
      Mein Problem, warum ich eben nicht "nur" die 200 Kg- Box nutzen will ist, dass ein 10 Kg- Block fast nach 2 Tagen weg ist... Bestellmanagement hin oder her (bereits betrachtet und gut), aber das ist zuviel Schwund...

      Mach für euch dann mal ein Foto des Ganzen, Danke für eure Hilfe.
    • Du Kannst einfach eine Styrodurplatte zurecht schneiden und diese als Deckel/Abschluss auf die Blöcke legen (in der Orginalbox). Unsere Orginalboxen hatten Nuten an der Seite, so konnte immernoch ein Austausch zwischen Eis und dem Bereich oberhalb der Platte erfolgen, jedoch deutlich weniger als ohne Platte. Der Tipp kam damals vom Gerätehersteller.

      Eine Box bauen, wo du die einzelnen Blöcke reinpacken kannst, ist ,denke ich, zu aufwändig.

      Gruß Daniel
    • Wir lagern das Trockeneis in einer -80°C Tiefkühltruhe. Wir konnten "günstig" (ca. 6.000,-) ein gebrauchtes Model von unserem Trockeneis Lieferanten übernehmen. Schwund ist fast keiner mehr. Je nach Verbrauch und Kosten/kg rechnet sich das relativ schnell.
      Nachteil: Mehrmals im Jahr muss enteist werden, weil die eindringende Feuchtigkeit friert und alles zusetzt. Und das umräumen nimmt Zeit in Anspruch
    • Hallo ParameterJongleur,

      so dicht, dass du Probleme mit Überdruck bekommst wird eine Styropor/Styrodur-Box nicht werden wenn du nicht gerade Spanngurte, Lippendichtungen und reichlich Moosgummi verwendest.

      Eine gute Dichtigkeit ist sogar vorteilhaft weil die auf dem Trockeneis gefrierende Luftfeuchtigkeit meist mehr Energie herbeitransportiert als die Luft selbst, insbesondere bei Boxen in Truhenform.
      Bei Lagerung in Schrankform entsteht durch Abkühlung ein starker nach unten gerichteter Luftstrom der dann der stärkere Faktor ist.

      Falls du es wider Erwarten schaffst die Box so dicht zu machen, dass sich CO2 anstaut wird der Deckel (langsam!) aufgedrückt. Daher beim Testen keinen stabilen Verschluss dranmachen und es kann nichts passieren.
      Für einen Knall oder schlimmeres kann sich der geringen Festigkeit wegen garnicht genug Druck aufbauen. Ein lautes *Plopp* und ggfs. eine defekte Box wäre wohl der schlimmste vorstellbare Fall.

      Eine recht solide alternative Lösung, speziell für Schüttware, ist eine (defekte) Kühltruhe (vorzugsweise Klasse A oder besser) bei der ein 5-10cm breites Stück der Dichtung herausgeschnitten und durch Filz oder offenporigen Schaum (Spülschwamm) ersetzt wird. Auf Rollbrettern wird das Ganze dann mobil.

      Bei der Kühltruhenlösung ist darauf zu achten, dass keinesfalls eine Verschlussmöglichkeit angebracht wird. Durch die gegenüber dem Hartschaum höhere Stabilität wird es dann richtig gefährlich, beispielsweise wenn durch gefrierendes Wasser der Gasdurchlass verstopft. Ohne Verschluss steht der Deckel dann 1mm auf und es passiert nichts weiter.

      In diesem Sinne
      Quod scripsi, scripsi.