TPU Elastollan 1174 D, Teile brechen, -10°C

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    • ... warte kurz - ich guck in meine Kristallkugel.

      Ich habs - nicht sauber vorgetrocknet, Temperaturen und Verweilzeiten zu hoch für TPU, instabiler Prozess, teilweise Materialabbau, brechende Teile.

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      Spaß beiseite, ein paar Mehr Infos wären hilfreich.

      • Spritzprotokoll
      • Schneckendurchmesser
      • Vortrockung
      • Schußgewicht, Fachigkeit, Anguss
      • ...
    • Servus,

      die Zylinder-Verweilzeit liegt bei knapp 90 Sek.
      wir haben eine Restfeuchte von 0,02%.
      8 Fach Werkzeug, Kaltkanal


      Mich wundert es, dass es nicht alle betrifft, sondern nur wenige! Auch nicht Nest abhängig!

      Temperaturen:
      220, 225,230, 230, 235 -->
      Spritzdruck: 1118 bar spez.
      Nachdruck: 1. 350 bar 0,2 Sek. / 2. 900 bar 2 Sek / 3. 650 bar 7,8 Sek
      Schuss-Gewicht: 66 g
      Zyklus: 27,5 sek
      Teile-Gewicht: 4,45 g (8-fach = 35,66g+30,74Aguss)

      mehr ? :P :D
    • Dumme Frage. Was macht ihr mit den anfallenden Kaltkanal? Einmahlen und wieder zuführen? Wenn ja, hast du deine Antwort, warum so wenige Teile bei -10°C brechen und andere nicht. Die Molekülkettenlänge nimmt einfach ab und damit auch die Festigkeit bei kälteren Temperaturen. Teste doch einfach mal aus, wie es bei -20°C mit Teilen aussieht, die nur aus frischem Material hergestellt wurden und welche, die mit Mahlgut produziert wurden.
    • VWZ nachgerechnet - komme ebenfalls auf gute 1,5 Minuten. Wir empfehlen generell 3 Minuten nicht zu unterschreiten. Darunter kann es Probleme mit nicht ausreichend homogen aufgeschmolzenem Material geben. Folgen: Optik (Schlieren), Mechanik (Bruch).

      Kann ich vom Bildschirm aus schlecht beurteilen, ob das bei Euch ein Probleme sein könnte. Daher: Versuch macht klug.

      Ansonsten mal nach einer anderen Elastollan Type mit höherer Kälteschlagzähigkeit gucken,
    • Hallo Zusammen.

      Vermeiden das TPU nicht kürzer als 3 Minuten im Zylinder ist? -> Schwachsinn meiner Meinung nach. Bei den meisten Materialien bekommt man bei dieser Zeit schon eine Molekülschädigung. um sicher zu stellen, dass alles homogen aufschmilzt, geht man hier nicht über Zeit sondern über Belastung und Temperatur. Bei TPU machen 2 Grad unterschied an der Zylinderheizung schon einiges aus. Dazu kommt, dass viele TPU Typen eine starke Scheerung benötigen beim Dosieren -> Damit alles sauber Aufschmilzt.

      Wichtige Frage:

      Tempert ihr eure Teile nach der Fertigung? TPU entwickelt erst seine vollen Mechanischen Eigenschaften wenn es Getempert wurde. wir sprechen hier in der Regel von 24h/100 Grad (Je nach Material) -> Dein Material im speziellen muss mindestens 20h/100 Grad getempert werden!!

      Desweiteren gillt zu Klären: Wie wird dieses Produkt eingesetzt? ist es eine Dichtung? Hier Mechnische Belastungsprobleme? Wenn man den Bruch untersucht, wie genau sieht er aus? etc...
    • Teviol schrieb:

      Hallo Zusammen.

      Vermeiden das TPU nicht kürzer als 3 Minuten im Zylinder ist? -> Schwachsinn meiner Meinung nach. Bei den meisten Materialien bekommt man bei dieser Zeit schon eine Molekülschädigung. um sicher zu stellen, dass alles homogen aufschmilzt, geht man hier nicht über Zeit sondern über Belastung und Temperatur. Bei TPU machen 2 Grad unterschied an der Zylinderheizung schon einiges aus. Dazu kommt, dass viele TPU Typen eine starke Scheerung benötigen beim Dosieren -> Damit alles sauber Aufschmilzt.

      Wichtige Frage:

      Tempert ihr eure Teile nach der Fertigung? TPU entwickelt erst seine vollen Mechanischen Eigenschaften wenn es Getempert wurde. wir sprechen hier in der Regel von 24h/100 Grad (Je nach Material) -> Dein Material im speziellen muss mindestens 20h/100 Grad getempert werden!!

      Desweiteren gillt zu Klären: Wie wird dieses Produkt eingesetzt? ist es eine Dichtung? Hier Mechnische Belastungsprobleme? Wenn man den Bruch untersucht, wie genau sieht er aus? etc...
      ... der Schwachsinn basiert auf physikalischen Grundlagen der Thermoplaste. Nach 3 Minuten gibt es keine "Molekülschädigung". Schon gar nicht bei den meisten Materialien.
    • Theorie und Physikalische Grundlagen sind eben nicht immer alles.... zumal, würde ich alle Teile länger als 3 Minuten laufen lassen.... dann kann ich das Produzieren gleich aufhören. Nicht umsonst gibt es TPU`s die extrem schnell auskristallisieren damit man eine so kurze Zykluszeit hat wie nur möglich. Darum: Scheerung hilft dem TPU und dem Verarbeiter -> ABER nur während dem Plastifizieren! :)

      Ich Zitiere:
      Nach 3 Minuten gibt es keine "Molekülschädigung". Schon gar nicht bei den meisten Materialien. <-- Gibt es nun eine, oder gibt es keine? du wiedersprichst dich selbst.

      Nun Gut, wollen wir nicht streiten. Jeder hat hier ja seine Meinung und seine Erfahrung.

      Checke deine Temperdaten, wenn nicht, Tempern. Das A und O für die Endverarbeitung von TPU!
    • Zurück zur Frage

      Scheplast schrieb:

      wir verarbeiten TPU von BASF. Die Teile brechen bei -10°C, aber nicht alle! ca. 4 Stück von 1000 brechen warum?
      @Scheplast, da die Teile im Werkzeug entstehen/geboren werden und nicht in der Maschine(!!), stellt sich doch die Frage: Wie stellt ihr sicher, dass in a l l e n Kavitäten bei jedem *Gutzyklus* (Verkauf) die Ausformbedingungen identisch sind? Sicher ist, das bei 4/1000 dieses nicht der Fall ist ....
    • Scheplast schrieb:

      wir haben das Problem mit Tempern behoben, wir untersuchen derzeit nur noch wie lange getempert werden muss und mit welcher Temperatur.
      kein Bruch nach 20 Stunden bei 100°C
      Servus.

      Super. Das dachte ich mir.

      20h/100° ist hier die Empfehlung des Herstellers genau für deine TPU Type. Meine TPU`s aus eigenentwicklung, Temper ich 48h/116 Grad. andere wiederum mindestens 24h/100° Hier sollte nicht an Zeit gespart werden. Sicherlich, einige Typen, vorallem Esther kann man auch 16h/100-110° Tempern.... gibt mir persönlich aber zu wenig Sicherheit. Eine ausreichende Nachkristallisierung ist bei TPU elementar :)