Werkzeug für Prüfstäbe

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    • Ja, das ist die eine Möglichkeit. Allerdings ist auf jeden Fall ein entsprechendes Stammwerkzeug notwendig um die Einschübe aufzunehmen. AXXICON ist aber - vorsichtig formuliert - sehr preisintensiv.
      Wenn ein eigener Werkzeug- und Formenbau besteht, kann man sich das natürlich im eigenen Haus fertigen lassen. Oder natürlich beim Leib- und Magenwerkzeugbauer. Wichtig ist, dass man sich keine Family-Mold-Werkzeuge konstruiert und dass in einem Einschub nicht mehr als 4 identische Kavitäten vorhanden sind (z.B. Flachstäbe). In der Folge ist dann wieder die Größe der Maschine gefragt: Möglichst eine Garnitur mit 25mm Schnecke sollte verwendet werden, da das mit den zu dosierenden Volumina optimal passt. Dann ist eine Zuhaltekraft von mindestens 500KN notwendig. Auf keinen Fall darf bei der Konstruktion der Fließwege ein Fehler gemacht werden. Der Querschnitt und die Anschnitte sind aus der Sicht der Verarbeiter i.d.R. als "viel zu verschwenderisch" zu bezeichnen. Allerdings bieten sie die Möglichkeiten ohne Freistrahl einzuspritzen und das Gate bleibt lange genug für den Nachdruck geöffnet. Die Zykluszeiten sollten mit ca. 40 Sekunden kalkuliert werden. Bei der Erstellung von Probekörpern sollte man den Spruch "Geiz ist geil" getrost vergessen. Oft fressen die Fließwege mehr Material als die eigentlichen Kavitäten. Und alles ist in den entsprechenden Normen weitgehend beschrieben.

      Ich kenne da auch noch 1-2 Werkzeugbauer, die sich mit solchen Systemen für Wechseleinschübe befassen. Die fertigen u.a. für uns und einige andere Kunden solche abgewandelten oder auch selbst entwickelten Systeme. Sinnvoll ist natürlich dabei auch, dass man die Möglichkeit hat, andere Formen z.B. für Kleinmengen zu erstellen.
      Nachteilig ist z.B. beim AXXICON-System, dass ausschließlich ein zentraler Anguss möglich ist. Heißkanal kann aus unserer Erfahrung auch nicht eingebracht werden. Und die Auswerferpositionen sind fest vorgegeben. Für Probekörper aber durchaus sinnvoll und ausreichend. (z.B. norik.de ). Preislich ist dieser Anbieter evtl. sehr interessant!
      Ein anderer Anbieter ist die Firma hass-kunststofftechnik.de . Diese Firma baut einerseits ein Werkzeug in der Art wie AXXICON und Norik. Andererseits haben sie sich - eigentlich für eigene Zwecke - zwei Typen (Größen) Stammwerkzeuge mit Wechseleinschüben entwickelt, bei denen die Auswerfer frei platziert werden können.
      Wir arbeiten mit beiden Herstellern zusammen und nutzen beide Werkzeugtypen weltweit in allen Produktionsstätten.
    • Wenn es um den Kunststoff-Formenbau geht, kann ich Ihnen vielleicht helfen könnte. Wir sind eine Werkzeug-Formenbauer aus China und schon seit Jahren mit Deutschen zusammengearbeitet hat. Wir beschäftigen uns mit Werkzeugbau und Spritzguss für weltweite Kunden, die sich um die plastischen Bauteile von Automobil-,elektro-, Verpackungsindustrie handeln.

      Mehrere Infos schauen Sie gerne unsere webseite unter lushi-formenbau.de
    • Ich würde empfehlen in die Kavitäten min. einen Innenruckfühler und einen Temperaturfühler einzusetzen, damit bei Materialvergleichen die Ausformbedingungen beider Materialien identisch sind(!!!), zudem hat man Daten von der eigentlichen Ausformung des Materials! :thumbsup:
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • Ich vermute mal, dass auch sogar die Materialhersteller(!) zu der Frage *Was fühlt und spürt der Kunststoff während er in Form gebracht wird?* keine Aussage machen können??!! .......... Aber vielleicht sind sie inzwischen endlich soweit, dass sie mit Daten aus dem Werkzeug ihre Versuche machen?
      Kunststoff-Spritzguss: 50 Jahre technischer Fortschritt, jedoch: Die Fehlerbilder sind geblieben!
    • Und wie wäre es damit das Werkzeug selbst zu erstellen?

      -> Sollte für einen Werkzeugbau kein Hexenwerk sein....

      ….und am besten gleich Standard-Formaufbau mit Wechseleinsätzen für eine Fliessspirale...denn das braucht man ebenso...genaue Spezifikationen für die Stäbe und die Fliessspirale sind bestimmt im Forum vorhanden

      Gruß

      Druckverlust
    • Das ist auch grundsätzlich kein Problem. Man muss sich nur vorher die entsprechenden Normen kaufen, damit man auch die richtigen Kavitäten erzeugen kann. Dann sollte man auch die "Umgebungsnormen" ausreichend kennen um die Angussverteiler entsprechend gestalten zu können. Und man muss zum Prüfen natürlich wieder die Prüfnormen vorliegen haben um mit den richtigen Prüfgeschwindigkeiten etc. arbeiten zu können.
      Man kann vieles "in Anlehnung an die Normen" gestalten, denn die Normen bieten idR. genügend Toleranzen. Trotzdem sollten gewisse Grundregeln dann auch betriebsweit eingehalten werden.
      Meistens kann man sich bei den Herstellern von Rohwaren/Granulaten aber auch entsprechende Informationen holen, wo man sich diese Werkzeuge einigermaßen günstig herstellen lassen kann. Oder ggf. sogar entsprechende stp-Dateien bekommen.
      Bleibt auch noch zu sagen, dass praktisch alle standardisierten Probekörper auf Maschinen mit min. 500kN Zuhaltung und einer 25er Schnecke gespritzt werden.