Schwierigkeiten mit TPU

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    • Darum die frage ob jemand genau mit diesem Material schon zu tun hatte. Alles andere wären nur Spekulationen trotz weiterer Daten. Dieses Material ist sehr sehr Speziell, Eigenschaften wie auch Verarbeitung. ich glaube kaum das jemand weiterhelfen kann, der dieses Material noch nicht in den Fingern hatte.

      Nun denn dennoch ein paar Daten:

      Schnecke 70er, Standard, Neu.

      Temperaturen:
      • Einzug 40°
      • Z1 180°
      • Z2 210°
      • Z3 225
      • Z4 228°
      • Dü 215°
      Einspritzzeit 4,02 sek. Formteil: Zylinder Vollmaterial Durchmesser 25mmx150mm
      Formtemperatur 40° Spritzdruck 740 Bar. Staudruck 90 Bar. De-kompression 20ccm, Dosierung 95ccm, Umschaltpunkt 10ccm
    • Teviol schrieb:

      Behrens schrieb:

      Sollten deine Daten stimmen, dann hast du einen Plastifizierweg von ca. 25 mm bei einer 70ger Schnecke =O ?( ?( ?( :thumbdown: Ich denke, das braucht man nicht kommentieren, oder??
      Aufgrund einer neuartigen Temperierung der Schnecke (hierzu keine auskunft) ist dies kein Problem und muss nicht beachtet werden :)
      Das musst Du mir mal erklären. Was für eine Temperierung neutralisiert denn Schwierigkeiten des L/D Verhältnisses bzw. des Dosiervolumens? Ich glaube nicht dass eine "neuartige" (was daran auch immer speziell sein soll) Kühlung diese Themen so einfach unbeachtet lassen kann.

      LG

      Klabuster

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Klabuster ()

    • Teviol schrieb:

      Behrens schrieb:

      Sollten deine Daten stimmen, dann hast du einen Plastifizierweg von ca. 25 mm bei einer 70ger Schnecke =O ?( ?( ?( :thumbdown: Ich denke, das braucht man nicht kommentieren, oder??
      Aufgrund einer neuartigen Temperierung der Schnecke (hierzu keine auskunft) ist dies kein Problem und muss nicht beachtet werden :)
      Da hat sich jemand was aufschwatzen lassen, was nett klingt, aber komplett sinnfrei ist.
      Wie schon @Klabuster es erwähnt hat wird das L/D-Verhältnis nicht eingehalten. Dies absolut notwendig, nicht nur wegen des Dosierverhaltens und für den Füllvorgang. Bei dem beschriebenen Artikel kommt noch eine sehr lange Verweilzeit hinzu, was das Material immer schädigt, erst recht, wenn die Schnecke noch aktiv temperiert wird.
      Nochmal ein kleiner Hinweis. Das Granulat was ihr erhaltet, ist ausgelegt für den Dosiervorgang einer nichttemperierten Schnecke. Direkt am Start erzeugt ihr euch so einen zweiten Schmierfilm auf dem Granulatkörner vollständig gleiten können und später in der Masse schwimmen. Aufgeschmolzen wird das Material zum Großteil durch Scherung und weniger über die Heizbänder. Mit den Heizbändern wird die Randschicht temperiert und die nichttemperierte Schnecke wälzt das Material um, damit die Masse dann möglichst gleichmäßig auf die eingestellte Temperatur gebracht wird.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 1u21 ()

    • Teviol schrieb:

      Nun denn dennoch ein paar Daten:

      Schnecke 70er, Standard, Neu.

      Temperaturen:
      • Einzug 40°
      • Z1 180°
      • Z2 210°
      • Z3 225
      • Z4 228°
      • Dü 215°
      Einspritzzeit 4,02 sek. Formteil: Zylinder Vollmaterial Durchmesser 25mmx150mm
      Formtemperatur 40° Spritzdruck 740 Bar. Staudruck 90 Bar. De-kompression 20ccm, Dosierung 95ccm, Umschaltpunkt 10ccm
      Ich gucke mir die Daten genau an und kann mir überhaupt nicht erklären ob es eine 25-ger oder eine 70-ger Schnecke ist ?(
      Dekompression soll 20ccm sein???
    • Hab mal geschaut, wer überhaupt solche temperierten Schnecken anbietet und bin auf ein Forschungsprojekt an der Uni Paderborn gestoßen. Dort ist auch von einer 70er Schnecke die Rede, aber nicht für den Spritzguss, sondern die Extrusion. Während meines Studiums an der Uni Paderborn habe ich einige Dinge von diesem Forschungsprojekt kennengelernt und wie die Temperierung funktioniert. Für die Extrusion macht sie absolut Sinn, da sie eine Vorstufe darstellt und die oben beschriebenen Probleme entweder egalisiert werden oder nicht auftreten.

      Handelt es sich um ein Versuchsprojekt?
    • Neuer Nutzer schrieb:

      Wir haben aber bei den TPU`s Probleme, wenn wir soviel Dekompression geben.
      ?( sorry, aber bei einer 70ger Schnecke sind 20ccm nur 0,5 mm :D :D

      Mit der *Dekompressin* muss die durch Staudruck entstandene *Kompression* des Materials abgebaut werden! Da die Größe dieser Kompression vom Dosiervolumen bestimmt wird, muss die *Dekompression* immer im Verhältnis zum *Dosiervolumen* eingestellt werden!!

      TPEs (elastisch) nehmen sehr viel *Kompressionsenergie* auf, somit sollte der Staudruck nicht über 10bar (spezifisch) betragen und die Anspritzsysteme sollten wenig Widerstand erzeugen ... möglichst direkt mit Nadelverschlusssysteme!!
    • 1u21 schrieb:

      Hab mal geschaut, wer überhaupt solche temperierten Schnecken anbietet und bin auf ein Forschungsprojekt an der Uni Paderborn gestoßen. Dort ist auch von einer 70er Schnecke die Rede, aber nicht für den Spritzguss, sondern die Extrusion. Während meines Studiums an der Uni Paderborn habe ich einige Dinge von diesem Forschungsprojekt kennengelernt und wie die Temperierung funktioniert. Für die Extrusion macht sie absolut Sinn, da sie eine Vorstufe darstellt und die oben beschriebenen Probleme entweder egalisiert werden oder nicht auftreten.

      Handelt es sich um ein Versuchsprojekt?
      Richtig.

      1u21: Vielen Dank. Diese Infos sind schonmal sehr gut. So hatte ich es noch nicht betrachtet, geschweige denn wusste ich auch nicht, dass dieses Material dafür ausgelegt ist und so viel Scheerung benötigt. Nun läuft es Relativ gut. :thumbsup:

      Behrens: Ich kann es nicht mehr hören... alle sprechen bei TPU von TPE. Früher war das eventuell mal so, heutzutage kann man es meiner Meinung nach nicht mehr damit vergleichen... klar es gehört zur Familie, allerdings zur Zeit doch sehr weit entfernt vom standard TPE. Wenn ich meine TPU´s mit max. 10 Bar Staudruck fahre kann ich kaum eine Sinnvolle Produktion starten. im Standard liegen wir hier bei 70-150 Bar. Spezifisch, je nach Poly. Vielen Dank für eure Disskusionen aber lediglich wollte ich Infos von jemanden der mit diesem Material zu tun hatte oder es zumindest kennt.. und nichts auslösen :) Ich bin dennoch erschrocken wieviel Scheerung es benötigt :D Danke hier nochmal.
    • Heißt es ihr habt die Temperierung in der Schnecke abgeschaltet bzw. ausgebaut?

      Wenn ja, solltet ihr auf lange Sicht auf eine kleinere Schnecke gehen. Das schlechte L/D-Verhältnis wird euch immer wieder unnötige Probleme machen.

      Soweit mir bekannt ist, ist jedes Granulat für den Spritzguss mit einer nichttemperierten Schnecke ausgelegt, weil sich nur so ausreichend Scherung einbringen lässt. Mir kommt die Idee, dass sich fein gemahlener Kunststoff oder Pulver auf der temperierten Schnecke besser verarbeiten lässt. Auf nichttemperierten Schnecken wird zu früh ein Gleitfilm durch die kleinen Partikel erzeugt, der ein ungleichmäßiges Aufschmelzen hervorruft. Habe ich aber gewollt zwei Gleitfilme und verringere den Spalt geometrisch, könnten im Spritzguss auch Pulverstoffe gut zu verarbeiten sein.