Industrieware PC/ABS GF20

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    • Industrieware PC/ABS GF20

      Hallo Materialfreunde,

      ich hätte mal eine Frage bezüglich Industrieware.

      Unser Materiallieferant meinte er könne PC-ABS GF20 mit ABS als Neuware und PC als Industrieware herstellen.

      Ist das möglich, die Neuware ABS mit der Industrieware PC im Compoundierungsprozess zu granulieren?

      Ich dachte das geht nicht so einfach...

      Vielen Dank!
    • Hallo rafi170,

      ich komme jetzt nicht aus dem Compoundier-Sektor, aber warum soll es nicht gehen?

      ABS GF Neuware und PC Industriequalität über ein Dosiersystem, der Anlage (Extruder) zuführen und fertig.
      Es sei denn, es muss/soll noch frische Glasfaser beigefügt werden, um bei der Mischung noch bei 20% Anteil zu bleiben, denke ich, oder bin ich da zu blauäugig?
    • Hallo Rafi,

      Grundsätzlich ist das möglich.
      So wie qs es schon beschrieben hatte.
      Da spricht überhaupt nix gegen und ist auch gar nicht mal so selten.
      Selber schon in der Vergangenheit miterlebt, oft genug.

      Aber aus welchem Hintergrund bietet er euch das an ? Habt ihr Materialprobleme ?

      Grüße
    • Hallo Ihr,

      danke für die Antworten.

      Ich dachte nur das man PC und ABS nicht so einfach Compondieren kann und dann noch das GF...

      Hintergrund: Ich bin auf der Suche nach einem PC/ABS GF 20 unter 1,8 EUR/kg für Automotive, Alternative für Lupoy 5200.
      Da wird es ziemlich dünn mit einer gleichbleibenden Qualität :(

      Was würdet Ihr beim Materialvergleich alles testen?

      MVR
      VZ Wert
      .....

      Grüße
    • Was bedeutet für Dich gleichbleibende Qualität ?
      Wirst du selbst bei Neuware nie haben.

      Tests ?
      Ich denke das könnt nur ihr persönlich festlegen, dies ist bei jedem individuell.
      Zudem gibt es von den Materiallieferanten immer ein Materialprotokoll in der Regel dazu wo in der Regel alle wichtigen Messungen der gelieferten Charge drauf stehen.

      Wie Charly, Vikat, etc.

      So kenne ich es nur.

      Aber denke unser guter Petersj wird sich hier noch zu äußern.

      Grüße
    • Der Prüfumfang wird sich ganz nach den Anforderungen richten, die ihr an das Material stellt!
      Wir würden bei einem PC/ABS-Blend außerdem Schlagzähigkeit, Biegefesteigkeit und ggf. noch Zugfestigkeit messen.
      Wenn ich mir das Datenblatt für das Material ansehe, kommt mir aber auch noch auf, dass das Material offensichtlich bei UL bezüglich der Brennbarkeit gelistet ist! Das würde bedeuten, dass ihr (oder der Hersteller) diese Anforderungen zertifiziert erreichen muss!
      Dann kommt auch noch die Freigabe durch den Automobilen?

      Grundsätzlich ist es möglich ABS und PC entsprechend mit GF20 zu compoundieren. Wenn der entsprechende Maschinenpark und das entsprechende Know-How vorhanden ist.
    • petersj schrieb:

      Der Prüfumfang wird sich ganz nach den Anforderungen richten, die ihr an das Material stellt!
      Wir würden bei einem PC/ABS-Blend außerdem Schlagzähigkeit, Biegefesteigkeit und ggf. noch Zugfestigkeit messen.
      Wenn ich mir das Datenblatt für das Material ansehe, kommt mir aber auch noch auf, dass das Material offensichtlich bei UL bezüglich der Brennbarkeit gelistet ist! Das würde bedeuten, dass ihr (oder der Hersteller) diese Anforderungen zertifiziert erreichen muss!
      Dann kommt auch noch die Freigabe durch den Automobilen?

      Grundsätzlich ist es möglich ABS und PC entsprechend mit GF20 zu compoundieren. Wenn der entsprechende Maschinenpark und das entsprechende Know-How vorhanden ist.
      Vielen Dank für die Info....

      Ja UL ist schon wichtig.
    • Wie oben gesagt: Maschinenpark und Know-How sind wichtig.
      Einfach nur in die Maschine schmeißen und durch geht nicht. Und nun noch Flammschutzmittel dazu. Auch das muss richtig eingearbeitet werden. Und vor allem auch richtig geprüft werden.
      Die Herstellung eines ABS/PC-Blends mit Flammschutzeigenschaften (welche, kann ich aus dem Datenblatt leider nicht so spontan ersehen) muss entwickelt werden. I.d.R. verlangen die Automobilisten eine entsprechende UL-Listung. Kann der Compoundeur das entsprechend liefern, ist das insoweit Ok, als ihr dann noch mit dem Automobilisten über eine entsprechende Freigabe diskutieren müsst. Einfach so ein neues Material nehmen geht in der Regel nicht. Da stolpern die schon über eine abweichende Materialbezeichnung - auch wenn es nur ein Buchstabe an einer anderen Stelle ist.