Werkzeugbegleitmappen

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    • Werkzeugbegleitmappen

      Hallo Kollegen ,
      Bei unseren Begleitmappen kommt immer mehr dazu.
      Werkzeugbegleitkarte,Verpackungsanleitung, Montageanleitung, Einstellblatt, Bilder , Aufträge usw.
      Wie haben alles zusammen in einer Glassichthülle , das ist aber nichts genaues.
      Ich hätte es gerne einzeln aufgeführt.
      Welche Mappen habt ihr im Einsatz oder welche Systeme benutzt ihr für die Aufträge usw.
      Gruß Matthias
    • Kein Papier. Alles im ERP-System (bei uns SAP) und in den QS-Anleitungen hinterlegt. Auch der Ausdruck ist verpönt und sollte möglichst unterlassen werden, da die Ausdrucke dann "keine kontrollierten Dokumente" mehr sind - sie könnten also völlig veraltet sein. Rezepturen und ggf. dazu gehörende Gefahrstoff-Betriebsanweisungen werden zu jedem Auftrag neu gedruckt und wandern mit Ende das Auftrages gnadenlos in den Shredder. Sämtliche Dokumentationen werden ausschließlich im ERP-System geführt. Werkzeuge haben Nummern und ggf. einen Barcode, mit dem alles an entsprechenden Datenknoten (Computern) dargestellt werden kann.
      Spritzgussdokumentationen werden auf dem Leitrechner geführt.
    • Mal ehrlich: Server, Computer, Monitore und Leitungen kosten doch heute nichts mehr. Die Software ist meistens das, wo die Leute den Stacheldraht in der Tasche haben. Da muss einer der Geschäftsleitung und Abteilungsleitungen mal den A... in der Hose haben und auf den Tisch hauen: "Wir brauchen das, weil wir sonst auf Dauer nicht mehr konkurrenzfähig sind. Wir dokumentieren uns den Wolf und verlieren den Überblick, wo was liegt. Die Qualitätssicherung ist so auf Zeit nicht mehr sichergestellt. Was ist mit den Zertifizierungen? Auch dort wird so etwas inzwischen verlangt. Es muss ja nicht gleich "Industrie 4.0" sein aber zur Zeit haben wir den Standard "Industrie OO". "
    • Kleiner Tipp bevor ihr mit der digitalen Dokumentation anfangt. Prüft ganz genau, ob alle Abläufe sauber dokumentiert sind und welche Sonderfälle es gibt und welche es geben könnte. Das kann auf Papier erfolgen, aber auch digital in z.B. OneNote. Erstellt Ablaufdiagramme und lass alle mal drüber schauen. Die müssen am Ende damit auch arbeiten und wenn es zu umständlich wird oder man nur Sonderfälle einträgt, wird es blöd. Das digitale System nutzt nur dann was, wenn es auch einfach zu bedienen ist und Stift+Papier im Komfort schlägt.
    • ja ich weiß , alles schlimm ;(
      Bei uns ist alles Dokumentiert , deshalb auch so viel PAPIER , das ich momentan nicht ändern kann.
      aber bitte zurück zu meiner Frage , habt ihr Tipps für Mappen ?
      Ich hätte hier schon erstmal eine Verbesserung zu Standard momentan.
      Gruß Matthias
    • Nein, so schlimm ist das ja gar nicht.
      Als relativ kleiner Betrieb und gewachsen aus der Historie, wird erstmal alles als Papier gesammelt. Haben wir ja früher auch so machen können und dürfen. Damit haben wir uns damals auch noch zertifizieren lassen. Irgend wann wird dieses System aber an die Wand gefahren. Entweder man entscheidet sich, weniger zu sammeln, was dann aber dazu führen kann, dass Wissen verloren geht. Dann wird entschieden, Papier jährlich (als zeitliches Beispiel) in Gitterboxen extern zu archivieren. Da kuckt dann keiner mehr rein, weil es auch zu kompliziert ist, in diesem Archiv noch etwas wieder zu finden.
      Man kann natürlich von Einsteckmappen (Hüllen) zu Ordnern übergehen, weil die Einsteckhüllen die Massen nicht mehr halten können. Die Aufbewahrung dieser Ordner sollte natürlich nicht mehr an den Werkzeugen geschehen, sondern z.B. im Büro der Produktionskontrolle oder -Leitung. Aber das ist auch zeitlich begrenzt. Und das muss auch entsprechend verwaltet werden. Es fehlen aber immer mehr die Verknüpfungen zwischen den Kundendaten, den Auftragsdaten und den Ergebnissen. Irgendwann muss der Drops gelutscht werden. Ist idR. erstmal viel Arbeit, die mit Sicherheit dann mal ein Jahr dauert und auch viele Gegner haben wird, wird sich aber für die Zukunft lohnen.
      Ehrlich: Ich bin inzwischen an die 60, und bestimmt kein Verfechter des von Vielen so heiß geliebten SAP, weil ich es einfach zu unübersichtlich finde. Wenn aber konsequent auf einer bestimmten Schiene gearbeitet wird kann man damit recht gut arbeiten (auch wenn - wie bei uns - vieles separat programmiert werden musste, weil dieses System eigentlich ein schlichtes Buchhaltungssystem ist und damit für viele Anwendungen bei uns gar keine Inhalte bietet). Es wurde sich aber dafür entschieden, weil dann (fast) alles in einem System verfügbar und vor allem auch verknüpfbar ist. Gewiss: wir arbeiten trotzdem für viele Sachen noch mit EXCEL und anderen Systemen. Im Endeffekt landen die Ergebnisse dann aber doch in irgend einer Form wieder im ERP-System, weil es gar nicht mehr anders geht. Mess- und Prüfgeräte bilden ihre Ergebnisse in entsprechend dargestellten Dateien ab, werden zu PDFs verarbeitet, und dann im System abgelegt. Dabei können auftragsbezogene Barcodes verwendet werden, Scanner etc.
      Und: so ein umfangreiches System muss nicht im eigenen Hause laufen, sondern kann auch bei externen Providern "gemietet" werden. Bei einem Ausfall stehen die dann in der Pflicht den "Mist" wieder zum Laufen zu bringen - sofern der Fehler nicht im eigenen Haus liegt. Windows und Diverse bleiben natürlich im eigenen Haus.

      OneNote: Ist für den Anfang auch nicht schlecht. Man kann für einen Auftrag alles zusammen fassen, Eintragungen, Bilder und Grafiken machen ohne ernsthaft speichern zu müssen und hängt am Schluss alles an den Auftrag.
    • Matthias71 schrieb:

      ja ich weiß , alles schlimm ;(
      Bei uns ist alles Dokumentiert , deshalb auch so viel PAPIER , das ich momentan nicht ändern kann.
      aber bitte zurück zu meiner Frage , habt ihr Tipps für Mappen ?
      Ich hätte hier schon erstmal eine Verbesserung zu Standard momentan.
      Gruß Matthias
      Für Anlagenbezogene Doku haben wir für unsere "Museumsanlage" einen Aktenordner, in dem vieles noch mal einzeln (beidseitig) in Klarsichthüllen ist.
      Täglich (regelmäßig) benötigte Dokumente sin an einer Wandhalterung zum Umblättern in Folien aufgehängt (wird oft auch für Sicherheitsdokumente benutzt).

      Auftragsdaten werden wie bei @petersj auftragsbezogen "ausgespuckt", laufen dann in einer roten Klarsichtfolie mit den Teilen mit und werden am Ende "lose" archiviert, bis sie irgendwann vernichtet werden.