Werkzeuginnendruck Elastomerspritzguss FKM

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    • Werkzeuginnendruck Elastomerspritzguss FKM

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      Moin Moin,

      ich lese hier immer mal wieder mit und bin recht froh darüber das es dieses Forum gibt.

      Ich habe ein paar Fragen und hoffe mir kann hier jemand helfen :)

      Wir planen die vergörßerung unserer Spritzerei.
      Bisher haben wir 19 Boy-XS Maschinen an denen wir wir O-Ringe und Flachdichtungen produzieren, aus FKM.
      Für größere Durchmesser, wollen wir nun größere Maschinen anschaffen. Die XS Maschinen sind von der Schließkraft schon zu niedrig bemessen.
      Die Berechnungsformel ist mir bekannt, was mir nicht bekannt ist sind die Innendrücke für Elastomere.
      Für Kunststoffe gibt es ja allerhand und eine Berechnung der Schließkraft geht ziemlich fix.

      Ich finde absolut nichts über Innendrücke für elastomer insbesondere ist FKM für mich wichtig.
      Gibt es hier eine Kollegin oder Kollegen der Erfahrungen hat?

      Vielen Dank für die Hilfe und einen guten Wochenstart!
      Grüße
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      Nun bin ich kein Kunststoffexperte und kann nicht's zu den Eigenschaften vom FKM sagen, jedoch ist die Anwendung von Innendrucktechnik bei Elastomeren möglich ... aber schwieriger, da diese Materialien bei der Verarbeitung noch erheblich mehr Druckenergie aufnehmen ... aber es geht. Ich habe schon so einige Prozesse gehabt, wo wir mit Innendruck nicht nur überwacht sondern auch geregelt (umschalten auf Nachdruck) haben, allerdings mit TPEs.

      Grundsätzlich kann überall wo Druck entsteht auch Druck gemessen werden, unter diesem Ansatz solltest Du an das Thema rangehen ... also: in einem vorhanden Werkzeug/Prozess Fühler einbauen und messen! ;)
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      FKM ist ein Elastomer das Vulkanisiert wird. Oder gibt es ein Thermoplast das auch so heißt und ich kenne es nicht.
      Also wenn du das Elastomer meinst:
      Wie spritzt ihr die O Ringe? ICM oder IM ? Mit oder ohne Abfallrillen um die Artikel?
      Gehen wir mal von einem IM Prozess mit Abfallrillen aus. Da ist der eigentliche Spritzdruck erstmal nicht so hoch. Spätestens wenn man die Abfallrillen füllt steigt der Spritzdruck stark an. Der Nachdruck leert das Spritzaggregat komplett und verhindert das Mischung zurück in den Anguss gedrückt wird. Es heißt zwar Gummi ist nicht kompessibel aber das stimmt nur fast. Es ist Druckenergie im Werkzeug gefangen. Wärend die Mischung jetzt im Werkzeug aufgeheizt wird steigt der Druck im Gesenk weiter an. Bis die Masse Werkzeugtemperatur hat. Das ist der höchste Druck im Werkzeug.
      Seht ihr beim FKM und zu geringer Schließkraft Risse entlang der Trennungen? Backgrinding?
      Glaubt man nun man hat es verstanden kommt ein Werkzeug das in der Läuferebene auf geht obwohl das bei dem Spritzdruck und der Fläche dort übrig halten sollte. Und das unsere Mischungen nicht nur eine temperaturabhängige Viskosität haben sondern das da auch die Zeit mit drin hängt und die Geschwindigkeit eines Impuls macht Berechnungen zum Druckbedarf nicht einfacher.

      Weil das alles so ist werden kaum Standardzahlen zu finden sein.