Schnecke verstopft

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    • Schnecke verstopft

      Hallo zusammen,

      ja auch mir ist es heute zum ersten mal passiert, PBT mit Verarbeitungstemperatur von ~240°C etwas länger stehen lassen, anschließend ein PPS mit etwa ~330°C durchspritzen wollen. Am Anfang kam nur wachsartig ab und an Tropfen aus der Düse, dann habe ich dosiert und dosiert und mich gewundert warum nichts kommt, naja Ende der Geschichte, ich habe ein PBT/PPS Gemisch (beide versetzt mit Glasfasern) in meinem Zylinder das absolut hartnäckig ist. Da ich nicht die Schnecke abreißen möchte frage ich lieber hier nach Rat, wie habt ihr das in der Situation gelöst? Ich habe angefangen mit einer Kupferstange nach und nach etwas rauszuhämmern aber der Zylinder ist gnadenlos voll. Ich habe auch ein paar Bilder im Anhang angehängt, ich bin für jede Hilfe dankbar!

      IMG_7940.JPGIMG_7937.JPGelen Dank! IMG_7938.JPG

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ipyrex ()

    • "Abbrennen" (Überheizen, bis sich der Kunststoff zersetzt) dürfte bei so viel Material vermutlich aus Arbeits- und Umweltschutz nicht in Frage kommen.

      Meinst du, du bekommst die Schnecke gezogen? dann ließe es sich sicher einfacher reinigen als im Zylinder.
      Notfalls musst du es zu einem Lohnreiniger geben, falls Schnecke und Zylinder vom Alter her das wert sind.
    • Wie hast du das geschafft? Da muss der Einzug ja auch richtig heiß gewesen sein?
      Ich fahre bei solchen Gebilden die Schnecke nach hinten, weil in den meisten Fällen etwas weiter vorn noch Luft in den Schneckengängen ist. Dann lasse ich die Schnecke gaaaanz langsam drehen und fülle maximal Esslöffelweise Material auf (z.B. HD-PE). Wenn dieses anfängt auf der Schnecke zu schwimmen, spritze ich aus. Der Einzug sollte auf jeden Fall kalt sein. Das Ganze immer wieder wiederholen. Meistens schält sich der Korken dann ab. Bildet sich ein loses Stück, das nicht eingezogen wird, vorsichtig mit leichten Druckluftstößen versuchen, diesen aus dem Einzug zu blasen oder mit einer langen Pinzette greifen und heraus buchsieren.
      Sonst hilft nur noch Schnecke ziehen.
    • Einen ähnlichen Fall hatte ich auch mal, aber nicht ganz sooo hartnäckig. Von einem Reiniger welcher auch bei 350°C noch eine ordentliche Viskosität besitzt habe ich immer wieder etwas eingezogen, bis dann irgendwann der Knoten geplatzt war und der Mist sich löste. Zwischendurch hatte ich die Schnecke auf einem großen Weg immer wieder vor und zurück bewegt, ob das letztendlich unterstützend war weiß ich nicht.
    • ipyrex schrieb:

      @petersj Das kam durch ständiges dosieren, dadurch hat es mir das Material bis nach hinten gedrückt. Der Einzug hatte 70 Grad. Ich probiere das morgen mal so aus, wie hole ich den „Korken“ dann raus? Durch den Einzug in einzelnen Stücken oder wie?
      Genau, wie ich es beschrieben habe. Wenn der bereits lose ist, stoßweise mit Druckluft in den Einzug blasen (Schutzbrille). Plötzlich fliegt der meistens nach oben, weil die Druckluft auch nur nach oben wieder raus kann. Oder eben eine lange Pinzette nehmen. Vorher am besten den Trichter von der Maschine nehmen, dann hat man mehr Platz und der Pfropfen fällt nicht wieder hinein.
      Letzte Möglichkeit wäre auch noch ein heißer Draht, den man in den Pfropfen drückt. Heiß machen, schnell in den Pfropfen drücken, kurz warten bis er kalt ist und dann alles herausziehen.
    • In diesem Fall würde ich auf einen Chemischen Reiniger zurück greifen der das Material zersetzt und den Einzug für ein Passendes Granulat zum spülen reinigt. (Mal im ernst:Sieht schon Graussam aus ) Das absaugen mit einem Industriesauger der "Groben Brocken" ist ein guter Anfang.(Verwende Ich persönlich Grundsätzlich beim wechseln der Materialien). Persönliche Schutzausrüstung ist selbstverständlich.Wenn die Schnecke dann gereinigt ist und das Rohr frei liegt mit der Bürste reinigen. Es gibt bestimmt noch eine Bürste die auf den Durchmesser des Rohres passt.
      Vergiss die Bürste! Wir spritzen nur max. PA. Viel Glück....
      Hab mir die Bilder nochmal angesehen und frage mich wie es so weit kommen konnte.Das mit dem Hämmern mit der Kupferstange hab ich leider nicht nachvlloziehen können. Hast Du versucht das Material nachzudrücken??

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Reiner ()