Größe Granulatkörner

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    • Im Regelfall spezifizieren die Rohstoffhersteller die Größe der Granulatkörner nicht. Unabhängig davon, ob es sich um ein Zylindergranulat (Stranggranulierung) oder ein Linsengranulat (Unterwassergranulierung) handelt, sollte die Granulatgröße relativ gleich ausfallen. Es kann in Einzelfällen schon mal vorkommen, dass aufgrund eines Schnittproblems (z.B. stumpfe Granuliermesser) ein paar Quetschgranulate sich unter die "Gutware" mischen. Diese Fehlgranulate führen normalerweise nicht zu Problemen. Zur Sicherheit kann man aber trotzdem noch einmal nachschauen, ob es zu einer Brückenbildung der Granulate im Einzugstrichter und somit zu möglichen Dosierschwierigkeiten kommt. Ich denke, so etwas könnte man bei den Rohstoffherstellern dann auch reklamieren. Und wenn dieser es ganz besonders gut mit Dir meint, könnte man ja tatsächlich über eine Spezifikation der Granulatgröße nachdenken oder mindestens mal eine Zielgröße für die Schüttdichte vereinbaren. :)

      Wie sahen die Granulate denn in Deinem Fall aus? Waren die Größenunterschiede denn wirklich so gravierend?
    • Guten Morgen,

      auch wenn es keine Spezifikation gibt, sollte die Granulatgröße einheitlich sein und die Möglichkeit zum Einziehen des Materials bestehen. Bei uns wurden bis dato Materialsäcke immer anstandslos getauscht, wenn eine inhomogene Granulatgrößenverteilung gefunden wurde. Ich würd an deiner Stelle den Lieferanten wechsel und / oder hier jetzt eine Lieferantenspezifikation aufsetzen, um soetwas zukünftig zu vermeiden.

      Grüße
    • Wir als Hersteller geben unser "Standard-Zylindergranulat" mit "ca. 3x3mm" an. Wie aber Olefiner oben schon sagt: Es kann auch mal zu Prozessschwankungen kommen, durch die abweichende Granulatgrößen entstehen können. Dies sollten aber durch die der Granulation nachgeschalteten Siebmaschinen zum größten Teil ausgeschieden werden (Über- und Unterkorn). Trotzdem kann mal was in die Gutware geraten. Das kann bei großen Mengen natürlich reklamiert werden. Wir haben einen bestimmten Promilleanteil - der übrigens bei fast allen Herstellern fast gleich ist - als "akzeptabel" festgelegt.
      Trotzdem kann mit dem Hersteller natürlich über eine bestimmte Granulatgröße, ein bestimmtes Granulatgewicht oder eine bestimmte Schüttdichte eine Spezifikation verhandelt und vertraglich festgelegt werden. Allerdings bedingt dieses oft eine sogenannte "Sonderproduktion", da gesonderte Prüfungen durchgeführt und auch dokumentiert werden müssen. Der Kunde möchte dann auch oft ein entsprechendes Prüfzeugnis haben und alles wird etwas teurer. Möglich ist das aber.
      Wenn in den Säcken aber mehr Spelzen als Normkörner sind, sollte man auf jeden Fall reklamieren. Vor allem, wenn der Produktionsablauf dadurch ständig unterbrochen werden muss. Wichtig: Muster sammeln, Originalgebinde zur Verfügung stellen. Nicht erst reklamieren, wenn alles durch ist. Dann fehlen nämlich die Argumente.
    • Naja, also wenn man SAN GF hat, kann auf holprigen Transporten so etwas vorkommen. Dann aber nicht nur bei einem Sack, sondern zumindest in einer ganzen Packlage. Ich denke, dass das der Rest oder der Anfang aus dem Produktionssilo beim Absacken war. Kann vorkommen, soll aber nicht. Auch 25kg kann man bei so einem offensichtlichen Mangel beanstanden, denn dass liegt deutlich außerhalb der "Konformität" eines Produktes.
    • @'03 1010

      "Einfach verschrotten" ist die falsche Maßnahme!

      Oftmals lässt sich die Ursache des Problems identifizieren. Es könnte sich beispielsweise auch um Granulatabrieb handeln, der in Förderleitungen entsteht, wenn die Leitungsquerschnitte zu klein und die Fördergeschwindigkeiten zu hoch sind. Falls der Staub innerhalb von Gebinden gefunden wurde, sollte man die Ware beim Lieferanten/Rohstoffhersteller reklamieren. Dieser kann dann eine Analyse des Staubes veranlassen. Dann weiß man, um was es sich genau handelt und kann dann oftmals zügig auf die Ursache schließen.
    • petersj schrieb:

      Naja, also wenn man SAN GF hat, kann auf holprigen Transporten so etwas vorkommen. Dann aber nicht nur bei einem Sack, sondern zumindest in einer ganzen Packlage. Ich denke, dass das der Rest oder der Anfang aus dem Produktionssilo beim Absacken war. Kann vorkommen, soll aber nicht. Auch 25kg kann man bei so einem offensichtlichen Mangel beanstanden, denn dass liegt deutlich außerhalb der "Konformität" eines Produktes.
      Ist ein PES unverstärkt


      ruetti82 schrieb:

      Hallo 03 1010,

      ich würde sagen das ist Talkum.

      Gruß Ruetti
      das hoffe ich nicht, da das ein ungefülltes Material sein soll und Talkum darin nichts verloren hat


      Olefiner schrieb:

      @'03 1010

      "Einfach verschrotten" ist die falsche Maßnahme!

      Oftmals lässt sich die Ursache des Problems identifizieren. Es könnte sich beispielsweise auch um Granulatabrieb handeln, der in Förderleitungen entsteht, wenn die Leitungsquerschnitte zu klein und die Fördergeschwindigkeiten zu hoch sind. Falls der Staub innerhalb von Gebinden gefunden wurde, sollte man die Ware beim Lieferanten/Rohstoffhersteller reklamieren. Dieser kann dann eine Analyse des Staubes veranlassen. Dann weiß man, um was es sich genau handelt und kann dann oftmals zügig auf die Ursache schließen.
      Ist es wohl, aber wenn der Halbe Sack schon durch die Anlage ist, bevor das "auffällt" (unkommentiert), ist der Ärger/Aufwand unverhältnismäßig zum Nutzen