Meinung zu einem Werkzeug

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    • Meinung zu einem Werkzeug

      Hallo zusammen,

      ich habe hier ein Werkzeug, welches für mich rein von der Konstruktion ein totaler Schuss in den Ofen ist und würde gerne eure Meinung dazu hören.


      Es handelt sich um einen Pinselschaft, sprich ein zylindrisches Teil.

      Durchmesser oben (da wo die Haare / Besatz später rein sollen) 7,6mm , Höhe des großen Zylinders etwa 15mm.

      Dort taucht ein Kern mit 5,5mm Durchmesser ein und das etwa 10mm tief.

      Restlicher Pinselschaft reduziert sich dann auf 5,2mm im Durchmesser.


      So nun kommt für mich der Witz an der Sache :

      1. Oben am großen Durchmesser sitzt der Anspritzpunkt seitlich --> ergo spritzt zuerst direkt auf den Kern.

      2. Wandung am Anspritzpunkt ca. 1mm...

      Ich soll daraus jetzt was zaubern und sehe ohne Zugabe von Treibmittel keine Chance die Teile sauber zu füllen.

      Material soll ein PE HD sein.

      Bei Bedarf kann ich noch Bilder vom Teil einfügen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stoopid ()

    • Aaaah, jetzt ergibt das ein klareres Bild.
      Jopp, selbst als Werkzeugheini sieht man, dass du nie und nimmer den Nachdruck vorne in die Stange reinbekommst.

      Selbst mit sehr warmen Werkzeug und grenzwertigen Parametern (und somit einer killer Zykluszeit) wird das eher schwierig.



      Wo kommt das Werkzeug her?
      Wer hat es abgemustert und freigegeben?
    • Ach hab mehrere so Fehlkonstruktionen hier rum stehen - waren alles "Marke Eigenbau" und das noch weit vor meiner Zeit ;).

      Jetzt fragt halt mal wieder einer Teile an ---> also die alten Dinger wieder ausgepackt.

      Die Teile hab ich nun selbst gespritzt - Zugabe 2 % Treibmittel.

      Ohne Treibmittel Vakuolen im Teil.
    • Stoopid schrieb:

      Paddel schrieb:

      Und nach welchen Prüfkriterien wird der Artikel abgenommen?
      Wichtig ist hier die Bindenahtfestigkeit , da oben ins Loch die Haare eingestanzt werden.

      Und sauber ausgeformt soll es sein.

      Das wars erstmal - einfacher Artikel.
      schon ne Herausforderung, bei nem Bautleil, das ganz ohne Bindenaht auskommt, eine zu provozieren.
      Ansich würde ich sagen: Anschnitt verlegen - aber du wirst ziemlich sicher hören: "DAs ging früher so, das muss auch jetzt so gehen"

      Da hilft vermutlich nur über ienspritzprovil versuchen dass die Schmelze innen rum" statt seitlich um den Hohlzylinder läuft, gegen die Binde naht und kräftig Nachdruck (Höhe) gegen Vakuolen, nur eben auch nicht überladen
    • Stoopid schrieb:

      Ach hab mehrere so Fehlkonstruktionen hier rum stehen - waren alles "Marke Eigenbau" und das noch weit vor meiner Zeit ;).

      Jetzt fragt halt mal wieder einer Teile an ---> also die alten Dinger wieder ausgepackt.

      Die Teile hab ich nun selbst gespritzt - Zugabe 2 % Treibmittel.

      Ohne Treibmittel Vakuolen im Teil.
      Sind die Vakuolen sichtbar? Wenn nein, sind die relevant für die Qualität? Sollten die komplett egal, können dir die Vakuolen egal sein.
    • Stoopid schrieb:

      1u21 schrieb:

      Sind die Vakuolen sichtbar? Wenn nein, sind die relevant für die Qualität? Sollten die komplett egal, können dir die Vakuolen egal sein.
      Ja, das wären sie. Sind relevant für die Qualität - zieht da hohl wo der Besatz dann halten soll.
      Gibt es eine Chance am Werkzeug noch was zu ändern? Ich hab die Idee den Stift, der Platz für den Besatz schaffen soll, mittig zu erodieren und dann mit einem kleinen Steigröhrchen reinzugehen, ähnlich wie großen Steigröhren der üblichen Normalienhersteller. Löst das Problem nicht, verlagert aber die Vakuole weiter nach innen. Für ne gescheite Lösung müsste der Anspritzpunkt verlegt werden.
    • Könnte man den Anschnitt nicht 2cm weiter zum Stiel hin verlegen? Gleichzeitig den Durchmesser des Anschnittes ein wenig vergrößern, damit der Nachdruck länger wirksam bleiben kann. Werkzeug- und Massetemperatur ebenfalls noch um ein paar Grad anheben. Das geht zwar dann zu Lasten der Zykluszeit - aber, jo mei, wenn´s schön macht?
    • 1u21 schrieb:

      Stoopid schrieb:

      1u21 schrieb:

      Sind die Vakuolen sichtbar? Wenn nein, sind die relevant für die Qualität? Sollten die komplett egal, können dir die Vakuolen egal sein.
      Ja, das wären sie. Sind relevant für die Qualität - zieht da hohl wo der Besatz dann halten soll.
      Gibt es eine Chance am Werkzeug noch was zu ändern? Ich hab die Idee den Stift, der Platz für den Besatz schaffen soll, mittig zu erodieren und dann mit einem kleinen Steigröhrchen reinzugehen, ähnlich wie großen Steigröhren der üblichen Normalienhersteller. Löst das Problem nicht, verlagert aber die Vakuole weiter nach innen. Für ne gescheite Lösung müsste der Anspritzpunkt verlegt werden.

      petersj schrieb:

      Könnte man den Anschnitt nicht 2cm weiter zum Stiel hin verlegen? Gleichzeitig den Durchmesser des Anschnittes ein wenig vergrößern, damit der Nachdruck länger wirksam bleiben kann. Werkzeug- und Massetemperatur ebenfalls noch um ein paar Grad anheben. Das geht zwar dann zu Lasten der Zykluszeit - aber, jo mei, wenn´s schön macht?
      Guten Morgen,

      ja eigentlich macht letztendlich nur die Verlegung des Anspritzpunktes Sinn...

      Na mal schauen ob sich der Kollege darauf einlässt, immerhin sein "Meisterwerk" ;) !

      Vielen Dank für die Antworten.
    • petersj schrieb:

      Könnte man den Anschnitt nicht 2cm weiter zum Stiel hin verlegen? Gleichzeitig den Durchmesser des Anschnittes ein wenig vergrößern, damit der Nachdruck länger wirksam bleiben kann. Werkzeug- und Massetemperatur ebenfalls noch um ein paar Grad anheben. Das geht zwar dann zu Lasten der Zykluszeit - aber, jo mei, wenn´s schön macht?
      M.E. wäre das die sinnvollste Alternative, da an diesem Punkt auch der größte Querschnitt vorliegt. Man füllt damit von dort aus dann auch fast prozessrichtig vom größten Querschnitt in die kleineren Querschnitte. Und man füllt gerade dort, wo die Vakuole entsteht und umgeht diese Unzulänglichkeit gleichzeitig durch einen etwas größeren Anschnitt. Wenn der Anschnitt nämlich eingefroren ist, kann die Vakuole nicht mehr verhindert werden. Bei den vorhandenen Querschnitten ist ein relativ langer Nachdruck bei gleichzeitig erhöhter WZ-Temp. wahrscheinlich nicht zu umgehen. Evtl. muss der ND sogar progressiv (steigend zum ND-Ende) eingestellt werden.
      Man muss bedenken: Der momentane Anschnitt liegt zwar am größten Durchmesser, jedoch nicht am größten Querschnitt.
    • Stoopid schrieb:

      Oftmals ist das so, ja :)!

      Naja Problem ist doch eigentlich folgendes :

      Was man manchmal so an "Werkzeugkonstruktionen" sieht...

      Ich meine, man muss jetzt kein Genie sein, um z.B. festzustellen, dass dünnere Stellen schneller erkalten als dickere.
      Man muss aber ein generelles, technisches Grundverständnis und Interesse mitbringen!
      Das sehe ich bei uns an anderen Maschinen, an denen völlig fachfremde als "Knöpfchendrücker" arbeiten - denen fehlt teilweise völlig der Hintergrund, was geschieht, wenn X passiert oder sie Y verändern