Ablagerungen Kepital LOF

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    • Ablagerungen Kepital LOF

      Guten Tag zusammen,

      haben zur Zeit ein sehr großes Problem mit dem Material Kepital LOF. Nach nichtmal ein Tag Produktion haben wir im WZ sehr starke ablagerungen, die nicht mal durchs Eisstrahlen weg gehen.
      Haben Probiert das normale Kepital zu spritzen und haben deutliche verbesserung. Verarbeitungs Temp. 170/180/185/190/200 WZ Temp. 90°C Material wird nicht vorgetrocknet. Hat jemand
      ne Idee was uns weiter helfen kann?

      Gruss
    • Hallo Kristani,

      ich habe leider keinerlei Erfahrung mit diesem Material. Wenn ich jedoch das Kepital LOF bei Googel eingebe, erhalte ich die Angabe, dass es sich um ein emissionsreduziertes POM handelt. POM sollte man in der Regel Vortrocknen. Habe mir soeben auch die Datenblätter zu diversen Kepital Typen angeschaut und da wird eine Trocknung von 3-4h bei 80 - 100°C empfohlen. Zielfeuchte meiner Meinung nach sollte < 0.02% (Karl-Fischer-Methode) betragen. Vielleicht löst eine Vortrocknung euer Problem....

      Grüße
    • Da Ablagerungen durch *Kondensation von Gase* entstehen, ist der optimale *Entgasungsprozess* während des Plastifizierens (notwendig normale 3-Zonen-Schnecke) sehr wichtig! Richtig ist, dass Feuchtigkeit im Material zusätzlich Ausgasungen erzeugen.

      Gib mal Daten:
      - Zyklus
      - Verabeitungstemperatur laut Material-Hersteller

      - Ist Dosierweg
      - max. möglicher Dosierweg der Maschine
      - Schneckendurchmesser
      - Staudruck (spezifisch)
    • Behrens schrieb:

      Da Ablagerungen durch *Kondensation von Gase* entstehen, ist der optimale *Entgasungsprozess* während des Plastifizierens (notwendig normale 3-Zonen-Schnecke) sehr wichtig! Richtig ist, dass Feuchtigkeit im Material zusätzlich Ausgasungen erzeugen.

      Gib mal Daten:
      - Zyklus
      - Verabeitungstemperatur laut Material-Hersteller

      - Ist Dosierweg
      - max. möglicher Dosierweg der Maschine
      - Schneckendurchmesser
      - Staudruck (spezifisch)
      @ Behrens wie sieht den der optimale Entgasungsprozess aus bei einer 3 Zonen Schnecke.
      Habe nämlich hier auch ein Fall mit Tenac. Vorgetrocknet mit 80°C 4h Feuchte liegt laut spritzer unter 0,2%(wenn ich das recht verstanden habe).
      es gibt ablagerung die sind transparent wie eine Beschichtung, es macht sich dann beim Entformen bemerkbar , da die Auswerfer stifte das Teil durch drücken.
      auf dem Bild sieht man die ablagerung erst durch kratzen auf der oberfläche.
      der spritzer behauptet es wäre scherugn , ich denke es liegt an der entlüftung im werkzeug
      zylinder temperatur 70,190,195,195, 200,210
      heisskanal alle 200°C
      arburg 320C maschine
      Dateien
      • Formbelag.pdf

        (410,72 kB, 30 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Plastik Designer schrieb:

      wie sieht den der optimale Entgasungsprozess aus bei einer 3 Zonen Schnecke.
      Der Kunststoff darf in der Einzugszone der Schnecke noch nicht im Schmelzezustand sein.

      Plastik Designer schrieb:

      zylinder temperatur 70,190,195,195, 200,210
      heisskanal alle 200°C
      Das hilft nicht weiter ...

      Plastik Designer schrieb:

      Vorgetrocknet mit 80°C 4h Feuchte liegt laut spritzer unter 0,2%(wenn ich das recht verstanden habe).
      Sollte < 0,1% sein ... 0,2% ist nicht gut.

      Plastik Designer schrieb:

      der spritzer behauptet es wäre scherugn , ich denke es liegt an der entlüftung im werkzeug
      Beides halte ich für unwahrscheinlich ...
    • Handelt es sich um POM, kann Vortrocknung Abhilfe schaffen. POM kann ohne Vortrocknung verarbeitet werden, aber die Restmonomere, welche die Ablagerungen bilden, können dadurch reduziert werden.
      Und eine Restfeuchte kleiner 0,2% ist auch nicht schön. Kleiner 0,1% ist, wie schon gesagt wurde, schöner. Noch etwas weniger 0,05-0,08% wären okay.
      POM lässt sich bereits ab 180 Grad verspritzen. Somit liegt ihr an der Einzugszone schon recht hoch mit 190 Grad.
      Abhängig von der Verweilzeit, wäre das zu hoch.
      Der Kunststoff darf erst in der Kompressionszone in den plastischen Zustand übergehen. Bis dahin muss er in Granulatform vorliegen, um entstehende Gase während der Plastifizierung über den Einzug abzuführen können.

      Anders gesagt: Ist nach hinten kein Weg mehr frei, bleibt nur der Weg nach vorne in die Form.