Nachdruck gestuft von niedrig nach hoch?

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    • Nachdruck gestuft von niedrig nach hoch?

      Hallo,

      ein Kollege hat mir erzählt das er früher Eisenbahnwagons gespritzt hat.
      Um die Wagen gerade zu bekommen, haben sie mit einem besonderen Nachdruckprofil gespritzt.
      Zum Teil wurde der Nachdruck auch hoch - niedrig - hoch gefahren.

      Gibt es dazu Erfahrungen?

      Danke!
    • Display schrieb:

      Mag schon sein, dass der Verzug so minimiert wurde, was aber auf einen verkorksten Einspritzprozess hinweist.
      Grundsätzlich würde ich das nicht als "verkorksten Einspritzprozess" bewerten, da der Schwindungsprozess nicht im direkten Zusammenhang mit dem Einspritzprozess zu sehen ist.
      Zudem sagt das Nachdruckprofil der Maschine nichts über die wirkliche Wirkung in der Kavität aus!

      Wenn die Teile durch dieses Nachdruckprofil den gewünschten Verzug hatten, ist das doch o.k. :thumbup:
    • Als ich bei einer Fortbildung war haben wir Lupengläser gespritzt und da wurde der Nachdruck auf 5 Stufen ermittelt die Die Schwindung des Materials ausgleichen sollten. Das sah dann auch recht Abenteuerlich aus (in der Überwachungsgrafik)aber hat funktioniert. Je nach Material für mich plausibel. Bei uns gillt jedenfalls ob das Material Amorph oder Teilkristalien ist als Basis zur Ermittlung des Nachdruckprofiles.

      Wir haben Werkzeuge die so dermasen "ausgelutscht" sind das man "nur" mit dem passenden Nachdruckprofil akzeptable Teile Produzieren kann. Zum Beispiel mit TPE Einspritzen bis 3/4 und dann mit den Nachdruckprofilen sich an die Kavitätsfüllung rantasten um Nacharbeiten zu minimieren (Abschneiden von Überspritzern).

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Reiner ()

    • Hallo zusammen,

      wir fertigen dickwandige Teile und Sichtteile und arbeiten dort oft mit diesen Profilen.

      Wir lassen bewusst die Randschicht/ dünnwandige Bereich "abfrieren" und drücken dann mit einem höheren Nachdruck Einfallstellen aus. Der Verzug der Teile ist auch immer ein Thema und mit diesen Profilen auch gut beeinflussbar.

      Ein konstant hoher Nachdruck führt dann schnell mal zu durch drückenden Auswerfern oder ähnlichem. Teilweise werden auch "Fließhilfen" eingebracht um bewusst Teilbereiche länger versorgen zu können.

      Aktuell habe ich ein dickwandiges Teil mit WZ-Innendrucksensoren ausrüsten lassen (Pilotprojekt) und bin gespannt was von den eingestellten Drücken nachher auch wirklich im Teil ankommt.

      Gruß Daniel
    • THOR schrieb:

      Hallo zusammen,

      wir fertigen dickwandige Teile und Sichtteile und arbeiten dort oft mit diesen Profilen.

      Wir lassen bewusst die Randschicht/ dünnwandige Bereich "abfrieren" und drücken dann mit einem höheren Nachdruck Einfallstellen aus. Der Verzug der Teile ist auch immer ein Thema und mit diesen Profilen auch gut beeinflussbar.

      Ein konstant hoher Nachdruck führt dann schnell mal zu durch drückenden Auswerfern oder ähnlichem. Teilweise werden auch "Fließhilfen" eingebracht um bewusst Teilbereiche länger versorgen zu können.

      Aktuell habe ich ein dickwandiges Teil mit WZ-Innendrucksensoren ausrüsten lassen (Pilotprojekt) und bin gespannt was von den eingestellten Drücken nachher auch wirklich im Teil ankommt.

      Gruß Daniel
      Hallo an Alle,

      danke für die Information :)

      @THOR

      Und wie schaut so ein Profil dann aus?

      Vielen Dank!

      Gruß
      Rainer