PPS System, Produktionsplanung

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • PPS System, Produktionsplanung

      Hallo liebe Leute,

      wir sind gerade auf der Suche nach einem für uns passenden PPS System und sind noch nicht richtig fündig geworden.
      Angeschaut haben wir uns bisher Wincarat als etablierte Anwendung in der Branche und Odoo als modernes Quellcodeoffenes System ohne Kunststoff Hintergrund.
      Dabei hat uns das Wincarat nicht so ganz gefallen (zu starr und dafür viel zu teuer) und Odoo scheint von den Funktionen noch nicht ganz passen für eine Spritzgießunternehmen zu sein, was mit etwas Anpassungsarbeit aber sicher kein Problem wäre.

      Mich würde mal interessieren was ihr für Lösungen nutzt und wie weit diese den Anforderungen eines Spritzgießunternehmens gerecht werden, bzw. welche Schwachstellen es gibt.

      Grobe Anhaltspunkte zu unserem Unternehmen und den Anforderungen:
      Ca. 40 Mittarbeiter + 60 Heimarbeiter
      Ca. 30 Spritzgießmaschinen
      Ca 10 Montageautomaten
      Verwaltung von Produktionsaufträgen (spritzen), Montageaufträgen, Instandhaltung, Spritzgießformen (mit Wartung), Lager usw.
      Heimarbeiter Verwaltung
      Diverse Auswertungen möglich, Maschinenanbindung, Sperren von Lagerbeständen usw.
      Tablettfähig, Barcodescanner usw.


      Bin gespannt was ihr so nutzt und was ihr für Erfahrungen gemacht habt, vielen Dank für die Antworten.
    • Wir verwenden seit letztem Jahr Wincarat, dieses Jahr kam ein scannerbasierte Lagerlogistik dazu.

      Im Großen und Ganzen funktioniert das Programm recht gut und passt auch gut zu einer Spritzerei.

      Der Service ist allerdings eine reine Katastrophe. Die Leute in der Hotline haben keine Ahnung, bei Kontakt mit dem Consultant gibt es gleich eine Rechnung und teilweise kaum zu erreichen.
      Von solchen Problemen könnte ich stundenlang erzählen, die Spitze des Eisberges ist eine komplette Fehlplanung bei der Einführung der Lagerlogistik gewesen.. Wir haben extra ca. 1,5 Jahre früher mit dem Programm begonnen und alle Waren bereits mit dem neuen Barcode etikettiert damit bei der Einführung der Lagerlogistik alles reibungslos funktioniert. So war der Plan, so wurde es uns verkauft.
      Am Tag der geplanten Einführung kam dann die große Überraschung, die Etiketten waren größtenteils nicht registriert und konnten nicht gelesen werden..
      Für Sage kein Problem, wir sollten halt einfach mal alle Waren neu etikettieren und eine Inventur machen. Klar kein Problem wenn man den Betrieb eine Woche schließt.....
      Schlussendlich lief es darauf raus, dass wir tatsächlich den Betrieb für 3 Tage schließen mussten und alles eben neu etikettieren mussten mit kompletter Inventur...
      Die Kosten dafür brauche ich hier niemand vorrechnen, wenn man nun denkt das kann man ja Sage in Rechnung stellen täuscht man sich aber, das dachten wir auch. Aber es kamen dann alle Ausreden usw. sodass ein langer Rechtsstreit notwendig gewesen wäre, was wir nicht wollten.
      Als wäre das nicht genug, stellt uns Sage dann aber sage und schreibe über 16.000€ in Rechnung für die Vorbereitung und Unterstützung während dieser ganzen Arbeiten, aus Kulanz sollten wir davon nur ca. die Hälfte bezahlen, was wir bis heute aber noch nich getan haben. Ich finde es mehr als eine Frechheit uns in offene Messer laufen zu lassen (es kam nämlich zu keinem Zeitpunkt eine Info dass sowas auf uns zukommen würde) und uns dann noch solch eine Rechnung auszustellen.
      Auch interessant ist es, dass man uns als Kunde die Fehlersuche berechnet, welche durch eindeutige Fehlprogrammierung bzw. falsche Einstellungen oder Parameter verursacht wurden (z.B. wurde ein Teil der Invetur von uns richtig gescannt, auch eingelesen, aber nicht übertragen, die dafür benötigte Zeit der Fehlersuche und Korrektur wurde uns wieder berechnet...).

      Enttäuschend ist auch, dass mehrere Schreiben an die Vorgesetzten und Geschäftsleitung nie beantwortet wurden.. Anscheinend hat Sage dies nicht nötig.

      Ein Punkt muss ich noch kurz anmerken zum Programm, beim Verkauf hieß es dass Programm sei modern, man kann alles auswerten und einstellen. Das ist leider ganz und gar nicht der Fall. Wir wollten z.B. für einen Kunden zwei Paletten pro VPE buchen oder eine Auswertung wielange die Maschinen im Monat gelaufen sind. Alles aus meiner Sicht keine große Sache, aber nach Monaten keine Lösung dazu, nur auch wieder Rechnungen mit Beträgen wo ich jmd. hinsetzen könnte der alles von Hand ausrechnet.

      Aus diesem Grund und noch vielen weiteren kann ich von dem Programm nur abraten.
    • Ein nicht ganz einfaches Thema ... gerade die Angebote für kleine und mittelständische Betriebe sind hier eigentlich immer mit Abstrichen und viel Kompromissbereitschft verbunden.

      wincarat ... mit den beschriebenen Problemen (leider auch schon damit arbeiten müssen)
      AS400 in Kombination mit ProSes ... eine mögliche Alternative, die ich auch schon erlebt habe (m.E. viel besser gewesen als wincarat)
      proAlpha ... auch nur eine "....." Möglichkeit, die nicht alles kann (eher für Metallbetriebe aufgebaut) und intensiver Mitarbeit bedarf

      Richtig gute Erfahrungen hatte ich nur mit den ganz "Grossen" wie halt SAP oder BaaN .... ist aber etwas kostspieliger

      Schönes WE