Oberflächenangabe nach SPI Grades (Society of Plastics Industry)

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    • Oberflächenangabe nach SPI Grades (Society of Plastics Industry)

      Guten Morgen miteinander,

      unsere internationale Kundschaft fordet oftmals Oberflächenangaben nach den SPI Grades (z.B.: A2, D1, B3 etc.). Diese amerikanische Norm ist von der SPI (ähnlich VDI in Deutschland) ausgegeben worden und aus meiner Recherche heraus nur von Unternehmen bisher publiziert worden in Form von Merkhilfen (von Milacron/DME etc).

      In unseren Anwendungsfällen überschneidet sich die SPI mit der VDI-Norm 3400 für Erodierstrukturen. Diese ist eindeutig mit Ra-Werten hinterlegt und kann bei uns im Messraum sauber erfasst werden. Die SPI jedoch nicht, hierzu findet man in den Herstellerpublikationen nur Beabeitungsverfahren wie z.B. polieren mir 3 micrometer Diamantpaste oder schmirgeln mit 600er Stein. Diese Angaben unterscheiden sich in den einzelnen Grades je nach Hersteller aber sehr und somit ist eine eindeutige Zuordnung oder Definition eines Standards unmöglich.

      Gibts es dafür ein offizieles Dokument wie eine DIN oder EN oder ISO-Norm?
      Wie sind eure Erfahrungen mit dieser Art der Oberflächenangabe?

      Danke im Voraus
    • Ja, das ist immer nicht so ganz einfach eine Oberfläche zu definieren. Wir nehmen am liebsten den "Glanzgrad", denn der ist für die Optik wichtig und kann auch objektiv gemessen werden. Die meisten Werkzeugbauer haben damit jedoch ein Problem, weil sie keinen Glanzgradmesser haben. Wir messen daher beim Wareneingang und haben daher dann einen Anfangswert der definiert ist.

      Im Anhang in Tabelle 6 sind die unterschiedlichen Rautiefen zu den SPI-Oberflächen angegeben. In einer anderen offiziellen Tabelle stand dann allerdings dazu auch wieder:"Approx. Resulting Ra". Was dieses "ungefähr" dann bedeuten mag kann ich auch nicht näher beschreiben. Was uns an der Messung einer Rautiefe immer stört, ist der minimale Weg, der für die Messung genutzt wird. Bei groben Oberflächen (z.B. Leder) bräuchte man m.E. mindestens 10mm um einigermaßen die Oberfläche zu vermessen.
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    • Die meisten Werkzeugbauer haben damit jedoch ein Problem, weil sie keinen Glanzgradmesser haben.
      Werkzeugmacher vielleicht nicht alle - die Strukturen (so ist es bei uns) lassen wir bei einem namenhaften Unternehmen erzeugen, die uns auch den Glanzgrad einstellen. Nach Abnahme lassen wir die Oberfläche noch beschichten und bemustert das Ganze erneut.

      Der Glanzgrad lässt sich natürlich sowohl auf VDI als auch SPI messen und vergleichen. Daher würde ich eine visuelle und messbare Kontrolle bzw. Vergleich in Betracht ziehen.
      Die meisten Werkzeugmacher messen den Glanzgrad bei 60 Grad. Es gibt Messgeräte, die auf 85 Grad messen. Um aber Werkzeug und Formteil zu messen, würde ich dann ein Messgerät mit 60 Grad beschaffen.
      Somit können Oberfläche im Werkzeug gemessen und verglichen werden, sowie das Formteil. Daraus können dann auch Grenzen für den Glanzgrad (Struktur im Werkzeug) erfasst und definiert werden.
    • Hallo zusammen,

      wir verwenden in unserer Polierwerkstatt ein Datenblatt für Werkzeugoberflächen, welches wir selber erstellt haben.
      Die "Umrechnung" der einzelnen Normen kann ja nur grob erfolgen. Ich habe das Datenblatt in der Anlage beigefügt. Evtl. hilft es ja.

      Bei Interesse können wir Ihnen auch ein Exemplar unserer neuen Oberflächen-Musterplatte zukommen lassen.
      Besuchen Sie uns einfach auf der Fakuma (Halle B2 - Stand 2112)

      Oder per Mail: info@bestenlehrer.de
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