Fachkräftemangel

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    • Styrol schrieb:

      Und ja @Behrens man sucht sich die Aufträge selber aus, nur dass manchmal die Alternative zu günstig produzieren halt gar nicht produzieren ist.
      *Nicht produzieren ist immer noch besser, als mit Verlust zu produzieren* - so handelt jeder seriöse Unternehmer! Alles andere wäre ABM ... wäre ökologisch und ökonomisch auch Unsinn.

      Ein Unternehmen lebt vom Gewinn und nicht vom Umsatz!!

      Da aber oft der Vertrieb (größere Unternehmen) für Aufträge Provisionen bekommt, interessiert dem der Gewinn weniger ... dafür *blutet* dann die Produktion :thumbdown:
    • Behrens schrieb:

      Styrol schrieb:

      Und ja @Behrens man sucht sich die Aufträge selber aus, nur dass manchmal die Alternative zu günstig produzieren halt gar nicht produzieren ist.
      *Nicht produzieren ist immer noch besser, als mit Verlust zu produzieren* - so handelt jeder seriöse Unternehmer! Alles andere wäre ABM ... wäre ökologisch und ökonomisch auch Unsinn.
      Wo steht, dass mit Verlust produziert wird?
      Das ist einfach nur eine negative Vermutung bzw. eine dreiste Unterstellung.
    • Styrol schrieb:

      Das ist einfach nur eine negative Vermutung bzw. eine dreiste Unterstellung.
      Whow ... nimm mal bissl "Druck wieder vom Kessel" und lese mein Geschriebenes in Ruhe ... zudem kommen wir vom Thema ab.

      Jeden Monat geraten Spritzgießer in die Insolvenz und dass bestimmt nicht, weil sie schlechte Mitarbeiter oder zuwenig Fachkräfte haben .....!!

      Schönes Wochenende!
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    • Meine Buchempfehlung:

      *DAVID VS GOLIATH: Die Gepflogenheiten in den Geschäftsbeziehungen zwischen Automobilherstellern und ihren Zulieferern* von Harald Schatz

      In dem Buch wird sehr realistisch das Kunden-/Lieferantenverhältniss in der Automobilindustrie dargestellt ... Stichwort *Lopez-Effekt*
    • Hallo alle zusammen,gerne wollte ich meine Meinung zu diesem Thema sagen.Ihr habt alle irgendwie Recht.
      Der Job den ich mache Einrichter(Verfahrensmechaniker Kunststoff usw....)Spritzguss aber auch Verpackung(Folie-Papier) in der Medizintechnik ist einfach sehr interessant.Wenn man aus dem Steinkohlenbergbau kommt(Schlosser) und umschult weil man eine 2.Chance bekommt im Berufsleben ist es meiner Ansicht nach doppelt eindrucksvoll.Aaaaber...was der Mensch aus dem Beruf macht ist eigentlich traurig für so ein Hochtechnologieland wie es Deutschland eigentlich sein will.Als erstes sind meistens die WZ fast immer mit einem mehr oder weniger großem Problem ausgestattet(Masseanhäufungen usw).Dann sind die Arbeitplätze meistens sehr warm(heiß).Dann wird auch bei uns im Saarland sauschlecht bezahlt("deshalb kommen wir ja ins Saarland").Dann wird an Schulungen gespart(intern wie extern).Alles irgenwie hopp la hopp wird schon klappen das mit den Teilen du bist ja der Spezialist ;)

      Deshalb ist der Herr Behrens so ne große Nummer hier im Forum ;-)....weil einfach versucht wird gegen die Physik zu arbeiten.Dann glauben die Neueinsteiger sie hätten keine Ahnung weil keine manierlichen Teile rauskommen und schmeißen das Handtuch.Abgesehen von Dauerkonti Schichten usw.
      Wenn so weitergearbeitet wird in den kleinen oder großen Firmen kann das nicht gut ausgehen.Wenn DIE glauben sie könnten das Problem mit Nicht-Deutschen Fachkräften lösen sind SIE auf dem Holzweg.Bin selber mit einer Ausländerin verheiratet und auch da gibt es wenns ins Detail geht ein Hürde die sich nur jemand vorstellen kann der es selbst erlebt....nähmlich die Sprachbarriere. Die ist irgendwann da ,sei es wegen den seltsamen Dialekten die es in unserem Land gibt und oder weil einfach nicht genügend allgemeine Sprachkenntnisse vorhanden sind.Meiner Ansicht nach geht es nur über die AZUBIS ....und dafür braucht man Zeit um sie auszubilden.Danke,schönes Wochenende mfg,Hans Saarland.

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von spritzhacky ()

    • spritzhacky schrieb:

      Meiner Ansicht nach geht es nur über die AZUBIS ....und dafür braucht man Zeit um sie auszubilden.
      Ich sehe das Problem nicht allein im Zeitfaktor, viel schlimmer, ja skandalös ist der Zustand, dass bei den Spritzgießern zig Jahre hinter dem Stand der Technik ausgebildet wird!!


      Siehe Nachwuchsmangel bei Spritzgiessern? Ist die Ausbildung reine Zeitverschwendung? Was ist die Ausbildung wirklich wert?

      Da hilft es auch nicht weiter, dass wir uns durch Messen und Fachzeitungen in eine (Verkäufer-)Scheinwelt locken lassen ... die Probleme in der *realen Produktion* lassen sich mit Messebesuchen nicht lösen!
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    • das Problem heute ist auch das die , die gut sind nicht mehr an der Maschine stehen wollen.
      Direkt nach oder kurz danach gehen Sie auf weiter führende Schulen und machen den Meister oder Techniker usw.
      Da bleibt die Qualität auch liegen keine Berufserfahrung aber einen Ingenieurtitel.
      Kann ich keinen Übel nehmen wenn man die Situationen in den meisten Betrieben sieht.
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    • Plastik Designer schrieb:

      Da bleibt die Qualität auch liegen keine Berufserfahrung aber einen Ingenieurtitel.

      Kann ich keinen Übel nehmen wenn man die Situationen in den meisten Betrieben sieht.
      Das kann ich so unterschreiben, jedenfalls für alle Stellen, die über den normalen Verfahrensmechaniker hinaus gehen. Die Unternehmen wollen, so scheint es aus Sicht eines Bewerbers, keine Fachkräfte mit Erfahrung. In erster Linie ist es den Unternehmen Schlicht egal. Viel wichtiger ist, dass Sie eine Person anstellen, die mindestens den Bachelor/ Techniker als Abschluss hat. So werden dann auch innerbetrieblich Fachkräfte eher selten weiterqualifiziert und externe neue MA angestellt. Aber die Verwunderung ist dann groß, wenn eben diese guten Fachkräfte gehen um sich weiter zu qualifizieren, um dann entsprechend in einer anderen Firma ihr Glück zu suchen.
    • Ganz so einfach ist es leider nicht, junge Mitarbeiter nehmen in den Anfangsjahren gerne die Schichtzuschläge mit, aber mit der Familie kommt dann der Wunsch nach einer Arbeit ohne Schicht.
      Die Zerspaner haben genau die gleichen Probleme, es trifft nicht nur die Kunststoffindustrie.
      Aussicht auf ein vernünftiges Gehalt ohne Schichtzulage hat man halt nur, wenn man sich weiterqualifiziert.
      Und ab hier beisst sich die Katze in den Schwanz, Mitarbeiter mit Potential machen Ihren Meister oder Ing., Mitarbeiter ohne dieses Potential bleiben in der Fertigung, leider lassen sich diese auch oft bei gutem Willen nicht "höherqualifizieren", sollte es doch funktionieren=> siehe oben.
      Mit diesem Erfahrungswissen sparen die Betriebe natürlich an der Ausbildung.
      Eine Lösung für dieses Problem weiß ich nicht (ich möchte auch nicht in Wechselschicht arbeiten)
      Gruß
      Hans
    • Kann ich ebenfalls nur so unterschreiben... war 20 Jahre in der Fertigung im Werkzeugbau, erst als Geselle, dann als Meister.
      Chancen für den "Aufstieg": NULL.

      Rechnet sich eben so am besten für den Chef: Der Typ da kann das gut ( Fräsen, Schleifen etc.) dann soll er das auch machen... so lang es nur geht ( 8 Stunden Stehen auf einem Betonboden jeden Tag, das spürt man auch irgendwann !)
      Einziger Ausweg ist Weiterqualifizierung und dann ein anderer Chef.
      Ich hab für die Erkenntnis, dass Leistung sich eben NICHT für den Arbeitnehmer lohnt aber viel zu lang gebraucht..., es wurde viel versprochen und nichts gehalten.

      Es darf aber auch nicht vergessen werden, dass Wissen auch eine Arbeitsplatzsicherung ist !
      Wenn ein "Alter" sein Wissen gern und freigiebig weitergibt ... kann er ausgetauscht werden. Also geht unendlich viel Erfahrung ausschliesslich in den Ruhestand !

      Lösung sehe ich keine, aber ich stehe staunend vor dem Problem.
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    • Boris schrieb:

      Hallo,
      habt Ihr auch so Probleme qualifizertes Personal zu finden?
      Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich unbeliebt mache. Ich habe eher Probleme qualifizierte Unternehmen zu finden. Ich hab hier vor Monaten mal geschrieben, dass ich Plastikteilen eine bestimmte Oberfläche geben will. Nachdem ich alles möglich an, teilweise seltsamen, Angeboten eingeholt hatte, wo ich allerlei höchst professionell auftretende Unternehmen gefragt hatte und wo ich tausende Euro hätte zahlen müssen... Inzwischen mache ich das selber, mit ner Maschine die 100 Euro gekostet hat und mit Steinen die teilweise nichts oder 5 Euro gekostet haben...

      Aber gut.

      Das mit dem "Fachkräftemangel" in handwerklichen und technischen Bereichen hat meiner Meinung nach viele "Gründe". Einer ist: Vor 20 Jahren hat einem einfach niemand an der Schule gesagt, dass im Grunde die ganze Wirtschaft immer noch darauf basiert dass handfest etwas hergestellt wird. Stattdessen wurde überall irgendwas von "Dienstleistung" geredet, und sinngemäß vermittelt, dass nur noch Deppen im sekundären Sektor (Industrie und Handwerk/Produktion) arbeiten und alle die was auch sich halten doch bitte Behördenchefs, Marketingmanager oder Coaches, die andere Coaches coachen, werden sollen. Was macht denn jemand der sich gut ausdrücken kann und ordentlich arbeitet? Offenbar Anwalt werden, wie ein Bekannter von mir. Wie gesagt, ich glaube das Hauptproblem ist, dass es eine kollektive Realitätsverweigerung gibt und gab die da heißt "Deutschland ist so ein tolles und hoch entwickeltes Land, bei uns wird es so sein wie in jedem hochentwickelten Land, dass 90% der Leute im Dienstleistungssektor arbeiten, 9% Industrie und Handwerk und 1% Landwirtschaft". Kaum jemand der was auf sich hält geht in so einen technischen Bereich. Diejenigen die es doch gemacht haben, habens meist gut.

      Aber ich muss auch sagen, dass mir diese Diskussion um "Fachkräftemangel" auch inzwischen auf die Nerven geht. Keine Angst, jetzt kommt nichts mit Flüchtlingen. Ich sag mal so: Ich selber hab auch ne Idee wo ich jemanden bräuchte der es handwerklich umsetzt. Ich würde auch Material und Maschinen stellen und bezahlen und die Arbeitszeit bezahlen. Ich finde nur keinen der das macht! Ok, für zigtausende Euro würde ich ne Firma finden die das macht... Aber ich finde keinen Handwerker der es für "Normalpreis" macht. Aber ich jammer nicht drüber. Ich weiß, es liegt daran, dass ich es selber nicht kann, dass ich selber die Fähigkeiten nicht habe. Aber diese ganzen Stellenanzeigen die da jetzt sind... Hunderte kleine Werkstätten die "Mechatroniker" suchen... Hunderte Privatleute (die selber meist Beamte oder Marketingmanager sind) die jetzt "Handwerker" suchen... Ja das ist halt so. Aber was kann man da jetzt kritisieren? Wen ich eine Werkstatt habe und ganz tolle Maschinen aber niemanden finde der sie bedient, ja, dann bin ich halt ein schlechter Unternehmer. So einfach ist das.

      Wie gesagt, es ist einfach ein Riesenproblem, dass dieser ganze "technisch handwerkliche" Bereich in unserer Gesellschaft völlig unterschätzt wurde in den letzten Jahrzehnten und deshalb es jetzt ganz viele ganz tolle und eloquente Ferhnsehmoderatoren, Coaches und "Marketingmanager" gibt, aber kaum noch Leute die die Sachen herstellen können.

      Ich habe ein Interview von Hans Werner Sinn, einem Wirtschaftsgelerhten (oder so) gesehen wo er über ein Entwicklungsland geredet hat und dort empfohlen hat, dass mehr Leute, auch gute junge Leute in den handwerklichen technischen Bereich gehen sollen. Er hat sogar gesagt, dass "Blue Colar Workers" (also Leute im "Blaumann") in Deutschland mehr verdienen als die Angestellten in der Verwaltung und damit hat er wohl im großen und ganzen Recht. Aber nochmal, auch in Deutschland war es nunmal so, dass die guten Schüler lieber irgendwas gemacht haben wo man sich nicht die Finger schmutzig macht.

      Ich selber bin jetzt zu alt und fühle mich auch gesundheitlich nicht in der Lage irgendwas in ner Werkstatt zu machen um irgendwelche Maschinen zu bedienen. Andere Leute die ich kenne, die zum Beispiel irgendwas mit Geisteswissenschaften studiert haben arbeiten jetzt nebenbei in nem Pferdestall oder sowas. Ich glaube "euer" Problem ist: Ihr bräuchtet richtig gute, richtig schlaue Leute. Aber die die auf der Schule richtig gut sind die kommen doch nicht auf die Idee sich in irgendwelchen Betrieben zu bewerben wo lustige Sachen aus Plastik gemacht werden...

      Aber nochmal: Ich finde es auch inzwischen sehr oft sehr anmaßend dass irgendwelche Leute mit viel Geld und vielen Maschinen sich hinstellen und sagen "Oh, ich finde keine Fachkräfte die meine Maschinen bedienen können"... Ja dann verkauft eure Maschinen doch an Leute die etws besseres damit machen als ihr! Das ist doch fast das selbe wie die Sache mit dem Typen hier der geschrieben hat, dass er eine Spritzgussmaschine hat, dass er auch Geld hat, aber niemanden findet (keine "Fachkraft"?) die ihm ein tolles Produkt entwirft die er mit seiner Maschine produzieren kann. Ja wie gesagt, dann soll er seine Maschine doch anderen Leuten verkaufen. Sorry wenn ich das mal so sagen muss. Und auch diese "Mechatroniker" Sache. Jeder "Depp" kauft sich jetzt ein billiges Auto mit allerlei technischem Zeugs, Einparkhilfen, Abstandshalter, und wenn das kaputt geht "Hilfe, ich finde keinen Mechatroniker! Fachkräftemangel!"... Ja sorry, da hab ich wenig Mitleid mit.

      So, wie gesagt, egal ob ich mich hier unbeliebt mache oder nicht. Das halt meine Meinung. Ich selber könnte auch ganz tolle Sachen machen wenn ich ohne Probleme Leute finde die für normalen Stundenlohn die Sachen machen die ich nicht kann. Aber das ist halt nicht so. Das Leben ist kein Wunschkonzert. Es war immer so, zu allen Jahrhunderten, dass, wenn Arbeitskraftmangel war, dass dann nur die Betreibe überlebt hatten die effizient genug waren es auszugleichen. Und das passiert jetzt halt auch. Nur die Betriebe werden überleben die auch mit wenig Fachkräften alles leisten können was sie leisten wollen. Daran finde ich jetzt erstmal nichts schlechtes.
    • Iwan1966 schrieb:

      Kann ich ebenfalls nur so unterschreiben... war 20 Jahre in der Fertigung im Werkzeugbau, erst als Geselle, dann als Meister.
      Chancen für den "Aufstieg": NULL.
      ...

      Lösung sehe ich keine, aber ich stehe staunend vor dem Problem.

      Die Lösung wäre, dass derjenige der es kann den Betrieb leitet und der alte Chef sich zurückzieht. Aber da gibt es auch politisch einiges an Maßnahmen um das zu verhindern. Leute die sich weigern unter schlechten Bedingungen zu arbeiten werden vom Jobcenter logischerweise "bedroht" und zurück in den Job gedrängt, auch mit Knieproblemen etc. Oder? Ich kriegs ja nur so aus der Ferne mit...
    • Hey Leute, möchte hier auch mal meine erfahrung im bezug auf Fachkräfte einbringen. Wir in unserem Betrieb besitzen nur 4 Spritzgussmaschinen die 24/7 laufen müssen ! Auftragstechnisch machbar wenn jeder Mitarbeiter 100% gibt. Also Maschine Einrichten , Qualitätskontrolle , Start der Produktion , Qualitätskontrolle wärend der Produktion , Qualitätskontrolle am Ende der Produktion. Von Anfang bis zum Ende muss der Artikel begleidet werden mit Arbeitsauftragsnummer und Artikelnummer. Soweit klar,oder? (Ich Persönlich will kein Reh im Schwein haben)
      Jetzt haben wir aber zwei gelernte Kunststoffspritzer die von der Schule kommen und meinen den ganzen Laden NEU aufzubauen. Das ging leider fatal in die Hose.....Einer der Fachkräfte wusste nicht das man auch Arbeiten muss.... Jetzt Frage Ich mich ob denn bei ALLEN Kunststoffspritzer die gerade ausgelernt haben denken sie brauchen nur noch an der maschine stehen und monatlich das geld zu zählen. Ich Persönlich bin der Meinung das die Branche mehr Quereinschteiger Braucht die den zusammenghang zwischen Technisch machbarem und Verantwortung versteht!

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    • Exercise schrieb:

      ...Ich Persönlich bin der Meinung das die Branche mehr Quereinschteiger Braucht die den zusammenghang zwischen Technisch machbarem und Verantwortung versteht!
      Ich kann mich nur wiederholen und sorry wenn ich nerve, so gut wie NIEMAND der die Talente hat die du ansprichst kommt derzeit auf die Idee „Kunststoffspritzer“ oder „Verfahrenstechniker Kunststoff“, oder wie das auch immer heißt, zu lernen und zu machen.

      Wie gesagt, ich sehe es in der Verantwortung jedes Unternehmens selber fähige Mitarbeiter zu finden und/oder auszubilden. Wer das nicht schafft, ist im gewissen Maße auch „selber Schuld“ (sorry).

      Natürlich ist es trotzdem legitim einen Missstand den man sieht anzusprechen. Aber ich weiß nicht ob der Missstand ist „Es gibt zu wenig kluge und fähige und gescheite junge Leute“. Der Missstand ist offenbar eher diese Kluft zwischen angeblich anspruchslosen Berufen und angeblich anspruchsvollen Berufen. Und all das was ihr hier macht (sorry), das macht halt niemand der ein super Abitur hat. Das schräge ist dann aber: Ich habe zum Beispiel gerade heute eine Email von Produktdesignern erhalten die mir schrieben, sie haben leider nicht die „Kopetenzen im Werkzeugbau“. Warum sie mir das schrieben ist jetzt egal. Aber es zeigt meiner Meinung nach ein Problem: Da sind junge fähige und intelligente Leute, die 12 Jahre zur Schule gegangen sind, Abitur haben, studiert haben, die beruflich etwas machen wollen wo Kunststoffprodukte gestaltet und hergestellt werden, aber sie wissen nicht wie ein Werkzeug zum Spritzguss hergestellt wird. Sie wissen es einfach nicht. Sie haben auf jeden Fall das Talent es zu begreifen aber es hat ihnen niemand gesagt, und deshalb können diese Leute jetzt leider auch schwer als Quereinsteiger bei euch anfangen, es sei denn ihr habt Bock 25 jährigen Leuten die dringend Geld brauchen da sie jahrelang studiert haben ohne Einkommen, zu erklären was sie wissen müssen. Eine Kluft zwischen „Handwerk“ und „Akademiker“ ist das vielleicht. Ihr ruft nach Leuten die so gebildet und begabt sind wie „Akademiker“ aber das können was nur „Handwerker“ lernen.
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      Maltodextrino schrieb:

      Problem: Da sind junge fähige und intelligente Leute, die 12 Jahre zur Schule gegangen sind, Abitur haben, studiert haben, die beruflich etwas machen wollen wo Kunststoffprodukte gestaltet und hergestellt werden, aber sie wissen nicht wie ein Werkzeug zum Spritzguss hergestellt wird. Sie wissen es einfach nicht. Sie haben auf jeden Fall das Talent es zu begreifen aber es hat ihnen niemand gesagt,
      Und genau da ist das Problem. Sie wissen es nicht. Klar, woher auch. Aber sich selber mal zu bewegen und zu sagen:" Hey, wie funktioniert das, das muss ich mir mal anschauen und erklären lassen um das zu verstehen." Dazu sind die Herrschaften nicht bereit. Sie verstehen einfach nicht das man ein Leben lang bereit sein muss zu lernen wenn man etwas bewegen will.
      Und nur weil sie Abitur haben heißt es noch lange nicht das sie fähig oder intelligent sind. Ich will damit nicht alle Abiturienten über einen Kamm scheren. Ich habe die Erfahrung gemacht das Einsen und Zweien auf dem Papier zwar ganz schön aussehen, aber nichts darüber aussagen ob die Person den unterschied zwischen Theorie und Praksis erkennt und auch umsetzen kann. Mal selber seinen Horizont erweitern zu wollen und über den Tellerrand zuschauen und von sich aus Neuland zu betreten, das vermisse ich bei unserem Nachwuchstalenten. Wenn ich was nicht verstehe frage ich nach und beschäftige mich damit bis ich es verstanden habe. Und nur so kann es funktionieren. Wenn ich warte bis mir jemand etwas erklärt stehe ich in drei Wochen genauso schlau vor dem Problem was ich nicht verstehe und habe nichts erreicht.
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      paulchen schrieb:

      Und genau da ist das Problem. Sie wissen es nicht. Klar, woher auch. Aber sich selber mal zu bewegen und zu sagen:"
      Es gibt keinen Anlass, die Jugend so darzustellen! Die Jugend ist heute genauso gut oder schlecht wie vor 50 Jahren, zumal sie der Spiegel der Vorgeneration ist!

      paulchen schrieb:

      Sie verstehen einfach nicht das man ein Leben lang bereit sein muss zu lernen wenn man etwas bewegen will.
      Dieses aus "der Feder" eines Spritzgießers ....

      Hier sollten sich alle Spritzgiesser mal an die eigene Nase fassen, denn schließlich bildet genau die *heutige Generation Spritzgiesser* den jungen Nachwuchs mit "ewig gestrigen DenkPhilosophien" aus!
      Welcher junge Spritzgiesser lernt es denn,
      - wie man bei diesem (wunderbaren und faszinierenden) Herstellungsverfahren Erfolg haben kann?
      - wie man Prozesse gestalten muss, damit sie über Langzeit qualitativ gute Teile erzeugen?
      - wie man Spritzguss visualisiert?
      - wie man *Kommunikation zwischen Werkzeug und Maschine* umsetzt?
      - wie man thermisches Schwindungsverhalten über Wärmebilder bestimmt und bewertet?
      - wie man den Ausformprozess im Werkzeug reproduzierbar macht?
      - wie man die *Prozessmess- und Überwachungmöglichkeiten* einer Spritzgussmaschine für die *QS-online*-Methode nutzt?
      - wie man ein Werkzeug richtig kühlt/temperiert, wozu das Thema *turbulente/laminare Strömung* gehört?
      - usw., usw. ....

      Nein, es gibt überhaupt keinen Grund, über die Jugend den Stab zu brechen, solange die *Spritzguss-Experten* selbst nicht in der Lage sind, die den jungen Nachwuchs wenigstens auf dem Stand der Technik auszubilden!!!

      Und wenn ein junger Azubi mal *eigene neue (richtige) SpritzgussWege gehen will*, dann wird er doch gleich von einem *alten Hasen* zurück gepfiffen ... oder?

      Ergo: Wenn hier jemand das Recht zum Meckern hat, dann ist es die Jugend, die sehr schlecht ausgebildet wird und es nicht lernt, das Herstellungsverfahren Spritzguss auf dem Stand der Technik erfolgreich zu leben!!
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      Hm, da werde ich aber nochmal stutzig. Behrens listet auf was für technische Herausforderungen warten. Der Fragesteller Boris schreibt aber zu Beginn gar nicht davon sondern sagt nur dass ihm die Bewerbungen nicht gefallen und sogar "halbherzige Bewerbungen" ignoriert. Nur mal so eine Idee: Wer garantiert denn, dass so eine Quaselstrippe, die Spaß daran hat tolle Bewerbungen zu schreiben und persönliche Gespräche sucht, dass so jemand auch Bock auf technische Herausforderungwn hat oder dafür geeignet ist? Ich sag mal so, ein Mesut Özil sagt nicht mal "Hallo", der schweigt nur und macht seinen Job. Und wenn ich jetzt als "Erodierer" (wie glaube ich der Boris, falls ich nicht durcheinanderbringe) Bewerber suche, also ich weiss nicht ob ich dann darauf warten würde dass mir jemand die Tür einrennt und mir vorbetet "Ich wollte mein Leben lang ein Erodierer werden". Vielleicht sind ja Intellugenztests oder Tests wo handwerkliches Geschick geprüft wird besser.