Hydrauliköltemperatur

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    • Guten Morgen,

      üblicherweise sind die Öltemperaturen zwischen 40-45 °C voreingestellt.
      Sehe da jetzt kein Energieeinsparpotenzial !
      Erhöhst du die Temperatur wärmt die Maschine das Öl länger vor ----> erhöhter Energieverbrauch.

      Also erschließt sich mir jetzt nicht ganz - gerne lasse ich mich da eines besseren belehren.

      Gruß
    • Batzi71 schrieb:

      Wir überlegen gerade die Öltemperatur anzuheben wegen dem Energieverbrauch.
      Damit lässt sich viel zu wenig Energie sparen, zumal das Öl bei hoher Temperatur schneller "kaputt" geht ;)

      Wenn ihr richtig viel Energie sparen wollt, deckelt alle Staudrücke bei max. 60 bar (spezifisch) und bringt alle Schneckendrehzahlen auf *die nur notwendige Höhe*,
      DAS sind die Energiefresser, auf die ihr direkt (ohne Invest) Einfluss nehmen könnt!!! :thumbsup:
    • Batzi71 schrieb:

      Hallo,

      mit welcher Hydrauliköltemperatur betreibt ihr eure Spritzgussmaschine? Bevorzugt Engel Holmlos. Wir überlegen gerade die Öltemperatur anzuheben wegen dem Energieverbrauch.

      Gruß Toni

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      Also: Unsere Maschinen lassen sich seitens Werkeinstellung ab 25°C in einem Automatikbetrieb betreiben bis einer maximalen Öltemp. von 55°C, danach beginnt das Ölkühlen - sollte eine Temp. con 60°c erreicht werden, wird der Automatikbetrieb unterbrochen!

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SYRUS ()

    • SYRUS schrieb:

      Des weiteren müsste man auch beachten (vor allem im Berreich Medical und MicroAutomotive) das: sollten Parameter eingestellt worden sein bei erhöhter Öltemperatur und nicht thermodynamischer Auslastung der Maschine, sich die Parameter anders verhalten werden wenn sich das Öl im Laufe eines Tages/Stunden wieder abkühlt, da auch das Öl träge wird!
      Die Aussage halte ich für sehr fragwürdig: Sollte es wirklich so sein, ist entweder die Steuerung/Regelung der Maschine schlecht oder es ist eine uralte *gesteuerte* Maschine! Zumal die Maschine eine gute Öltemperatur-Regelung haben sollte.

      SYRUS schrieb:

      hat im Temperaturbereich von 42°C die beste Viskosität, sowie Lebensdauer im Bezug auf Öl sowie Dichtungen der Maschine
      Genau deshalb sollte die Öl-Temperatur zwischen 40° u. 50° befinden!!
    • Die Öltemperatureinstellung ist von Engel empfohlen/vorgegeben und ist von der Hydraulikvariante abhängig!


      Maschinen mit EHV-Pumpen werden zwischen 40-45° betrieben, ist wichtig für die Lebensdauer der Pumpe.
      Die Einstellungen: minimal 37°, Vorwärmen auf 40°, Kühlen ab 45°, maximal 60°

      Die neueren SGM mit Servo-Hydraulik(ECO-DRIVE) ist die Öltemperatur niedriger.
      Die Einstellung: minimal 25°, Vorwärmen auf 30°, Kühlen ab 45°, maximal 60°
      Je nach Zyklus wir die Temperatur hier nach dem Vorwärmen wieder unter 30° fallen da die Servo-Hydraulik minimierte Energieverluste hat.
      Daher brauchen sie teilweise auch keinen Ölkühler mehr, als Öl ist ISO Vg 46 empfohlen.

      Beschrieben ist das im Servicehandbuch der Maschine.
    • "Damit lässt sich viel zu wenig Energie sparen,"

      Diese pauschale Aussage ist falsch, wenn du durch die höhere Hydrualiktemperatur das Kühlsystem wechseln kannst
      (z. B. von Kaltwassersatz= Stromfresser auf ein Freikühlersystem) hast Du ein erhebliches Einsparpotential.
      Richtig ist nur: es geht nicht mit jeder Maschine, allerdings bieten m.W. alle Hersteller optional einen vergrößerten Kühler (oder Zusatzkühler) an, um dieses Sparpotential auszunutzen.
      Im übrigen wird die Öltemperatur tatsächlich durch die Hersteller der Dichtungen in den Hxdraulikelementen begrenzt (max. 60°C), zur Sicherheit bleiben die Maschinenhersteller da natürlich drunter, die meisten Öltemperaturüberwachungen schlagen so ab 54°C Alarm
      Gruß
      Hans
    • Preform schrieb:

      Richtig ist nur: es geht nicht mit jeder Maschine, allerdings bieten m.W. alle Hersteller optional einen vergrößerten Kühler (oder Zusatzkühler) an, um dieses Sparpotential auszunutzen.
      Das ist doch schon Standard, das die Maschinenhersteller entsprechende Wärmetauscher einbauen, damit mit Freiluftkühler-Wassertemperaturen gearbeitet werden kann! Es ist allerdings darauf zu achten, dass das Wasser auch mit ausreichendem Druck an der Maschine ankommt, wer da mit 2 bar arbeitet kommt natürlich auf schlechte Kühlleistung. Aber dieses wird vom Maschinenlieferanten in der Regel auch vorgegeben.
    • Batzi71 schrieb:

      Hallo,

      mit welcher Hydrauliköltemperatur betreibt ihr eure Spritzgussmaschine? Bevorzugt Engel Holmlos. Wir überlegen gerade die Öltemperatur anzuheben wegen dem Energieverbrauch.
      Ist generell erst einmal die Frage des einsetzbaren Hydrauliköles. Was hier möglich ist aus Sicht des Maschinenherstellers.
      Weil alle Hydraulikkomponenten darauf ausgelegt sind. Schlechtere Viskosität / Temperatur bedeutet eine eventuelle schlechtere Regelung der Hydraulikkomponenten an der Maschine und somit eine massive Fehlerquelle im Prozess.
      Weiter ist dann zu beachten, bei einer höheren Temperatur, die Belastbarkeit & Haltbarkeit des Öl´s aufgrund der Additive die darin enthalten sind.
      Eine Stromersparnis sehe ich hier aber nicht, eher das Gegenteil.

      Mehr Wärme = mehr Energie die ich einbringen muss = Mehr Kühlleistung = wieder mehr Energieaufwand

      Sehe da keinen direkten Sinn drin.

      So wie Hr. Behrens schon sagt, eher die Maschine von den Fahrbewegungen und Einstellparametern anpassen, das macht schon eher Sinn.

      Eher mal die andere Frage, was wollt ihr noch damit bezwecken, weil so einen Energiebedarf zu senken, ist sehr fragwürdig.


      Behrens schrieb:

      Damit lässt sich viel zu wenig Energie sparen,.....

      Ist so auch nicht ganz richtig,

      Es lässt sich so erheblich gut Energie sparen, wir geben bei unseren Maschinen Standdard ( auch VV VH ) eine Temperatur von 25 - max 40 Grad an.
      Und wenn gewisse Komponenten halt nicht mehr benötigt werden, aufgrund weniger Einbringung von Energie, brauche ich auch weniger um dieses
      wieder abzutragen.
      Bei ServoHydr. Antrieben und Anpassung der Förderpumpe ist das ohne Probleme möglich.
      Wir führen diesen seit gut 10 Jahren Standardmäßig an unseren Maschinen.

      Also denke ich mir schon, das man hier einen guten Sparfaktor hat.

      Gruß

      The Problem Solver