Wolkenbildung PA

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    • Wolkenbildung PA

      Hallo,

      Folgendes: Wir spritzen zurzeit Abdeckungen aus PA 6. (Durtehan BKV 15 901510).
      Das Teil wird mit Kaskaden gefüllt und auf einer genarbten Oberfläche gespritzt.
      Massetemp: 275-245 Einzug 80C
      Werkzeugtemp 70C
      Heißkanal 285C Staudruck 65 bar.
      Dosierweg 85mm Dekompression 9mm spritzzeit 3,3sec.

      Problem: Starke Wolkenbildung auf der Oberfläche!

      Bitte um Hilfe
    • Und da kommt wieder unsere immer beliebte Frage: Wurde das Material ausreichend vorgetrocknet?

      Es wird zwar vom Hersteller folgendes gesagt/geschrieben: Das Material wird verarbeitungsfähig, in feuchtedichten Säcken verschweißt, fertig zur Verarbeitung geliefert. Heißt: eine Feuchte um die 0,1% in der Regel.

      Ist das Material aber mit 0,1% gut verarbeitbar?

      Der Hersteller: Das Material sollte auf 0,03 bis max 0,1% vorgetrocknet werden. Temperatur 80°C. Nicht höher! Sonst geht die Farbe kaputt. Außerdem sind Umlufttrockner nicht geeignet (Siehe Anhang).

      Und bitte nicht sagen "wir haben 4 Stunden bei 80°" getrocknet. Das muss gemessen werden! alles andere ist "Glaskugel kucken" oder wie wir hier im Norden sagen "Spökenkiekerei". ;)
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von petersj ()

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    • "Großflächige weiße Schlieren" hört sich eher nach Glasfasern an. Das verstehe ich aber bei nur 15% nicht. Es sei denn, das Werkzeug ist nicht richtig beheizt. Die vorgeschlagenen 80°C sollten auch genutzt werden (eher sogar noch ein wenig mehr). Werkzeugtemperatur - nicht Vor- oder Rücklauftemperatur! Ansonsten, wie in der Fehlerliste beschrieben, Kaltverschiebung, Fließfrontaufrisse etc.

      Tipp: zieh mal mit einem Wattebausch über die Schlieren, Bleiben Fusseln hängen ist es definitiv Glasfaser, die aus der Oberfläche herauspiekt.
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    • Wenn beide Aufnahmen ein und dieselbe Stelle, nur im unterschiedlichen Winkel aufgenommen sind(???), dann kann es doch nur durch die unterschiedliche Lichtbrechung (Oberflächenstruktur) entstehen, oder
      - liege ich da falsch?
      - sind es zwei unterschiedliche Teile?
    • Behrens schrieb:

      Wenn beide Aufnahmen ein und dieselbe Stelle, nur im unterschiedlichen Winkel aufgenommen sind(???), dann kann es doch nur durch die unterschiedliche Lichtbrechung (Oberflächenstruktur) entstehen, oder
      - liege ich da falsch?
      - sind es zwei unterschiedliche Teile?
      Nein, du liegst nicht falsch.
      Der Wolkeneffekt liegt in der anderen Orientierung der Glasfasern begründet. Ist wie bei Pigmenten, die als Streifen ausgeführt sind. Da ändert sich mit dem Blickwinkel auch die Oberfläche.

      Mir erscheint die Werkzeugtemperatur auch zu niedrig(wie von @petersj schon erwähnt) und sollte testweise angehoben werden. Bringt eine Anhebung von 70°C auf 90°C Vorlauftemperatur eine Besserung, sollte die Temperierung überprüft werden.
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    • Erst einmal vielen Dank für die zahlreichen Kommentare.
      Es ist in der Tat das gleiche Teil. Nur der Winkel wurde verändert.
      Die Anzahl der Kadkaden schließe ich aus. Haben ähnliche Wzg‘e mit mehreren Kaskaden und da ist es ebenfalls.
      Die Wolkenbildung ist auch nicht immer am Anspritzpunkt manchmal zieht sie sich einfach mitten auf der Oberfläche des Teiles entlang.
      Gespritzt wird heiß auf heiß direkt auf das Teil.