elektrische Werkzeugheizung

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    • elektrische Werkzeugheizung

      Ich habe Probleme mit meinen Elektrischen Werkzeugheizungen, die Temperatur ist nicht sehr ausgegelichen im Werkzeug.
      Was muss man bei der Auslegung im Werkzeug beachten?
      Welche Heizungen sind zu empfehlen.
      Sollte der Fuehler in der Heizkartusche eingebaut sein oder seperat?

      Gruss JK
    • Guten Morgen,

      ich würde empfehlen, mehrere kleine Heizpatronen konturnah zu installieren damit die Wärme da hin kommt wo man sie braucht.
      Den Fühler ebenfalls konturnah platzieren. Auf garkeinen Fall Heizpatronen mit integriertem Fühler verwenden. Damit würdest du
      nur die Temperatur an der Heizpatrone messen.
      Heizpatronen bekommt man z.B. bei Ihne+Tesch.
    • Hallo Hateman vielen Dank fuer deine Antwort!
      ja der Werkzeugmacher hatte Kartuschen mit Fuehler in das erste Werkzeug eingebaut das war unmoeglich aufzuheizen. Musste externe Fuehler einbauen aber bin auch damit nicht gluecklich.
      Nun bauen wir ein folge Werkzeug und wollte es besser machen.
      Alle Silikon Werkzeuge werden mit E Heizungen ausgestattet und es klappt gut worauf kommte es an?
      Wir haben nicht viel Platz in den kleinen Werkzeug Schussgewicht 2 g ;)
      Gibt es Hersteller die sich auf Heizpatronen oder vielleicht auch Flaechenheizungen in Werkzeugen spezialisiert haben?
      Gruss JK
    • Hallo,

      auch wenn das Thema schon älter ist kann man das so nicht ganz stehen lassen.

      Heizpatronen mit Fühler sind sehr gut, wenn denn das Regelgerät das richtige ist und vorallem die Leistung der Heizpatrone die richtige ist.


      Das Problem bei Heizpatronen + zusätzlichem Fühler hatten wir bei vielen älteren Werkzeugen, dass diese eigentlich beim aufheizen zu heiß wurden.

      Das lag daran dass ältere Regelgeräte mit voller Leistung geheizt haben, während die Termperatur relativ Träge erst zum Fühler kam.

      Im Prozess selber bzw. nach der Aufheizphase hat sich dass dann ausgeglichen und gepasst.


      Jeder kennt dass wenn Werkzeuge schöne Anlassfarben bekommen und man eigentlich doch immer nur 200° geheizt hat und das Werkzeug aber schon leicht blau ist...

      Dann wurde es irgendwann, irgendwie wärmer als 200° und das Werkzeug nimmt ggf. Schaden wenn die Stahlauswahl falsch war (die härte nimmt ab) bzw. kein Warmarbeitsstahl verwendet wurde.


      Bei modernen Regelgeräten funktioniert das - zumindest bei uns - wirklich super mit dem integrierten Fühler.

      Die Temperatur wird nicht überschritten und die Aufheizzeiten bleiben unverändert.


      Wir verbauen bspw. bei einer 126x156 Form pro Werkzeughälfte 2 Heizpatronen Durchmesser 10 mm x 140 mm mit 315 Watt, eine davon mit Fühler.


      Heizpatronen bekommst du bspw. bei HS Heizpatronen.


      Wir setzten es allerdings nur noch bei sehr kleinen Werkzeugen bzw. sehr hohen Werkzeugtemperaturen ein, ansonsten haben wir seit 4 Jahren jetzt auf Wasserheizgeräte bis 180° umgestellt.


      Viele Grüße

      moritz
    • Das Problem ist nicht interner oder externer Fühler. Das Problem ist wo sitzt die Heizung im Bezug zum Bereich wo die Temoeratur gebraucht wird. Und welches Material ist auf dem Weg dazwischen. Wenn man den Fühler nahe an die Heizpatrone legt wird auch nichts zu heiß. Und wenn man mehrere schwache Patronen über die Fläche verteilt statt eine dicke, das ganze als Endverstärkte Ausführung und in inneren und äußeren Kreis geteilt wird das richtig gut. Natürlich helfen auch Isobars alles gleichmäßiger zu machen oder gezielt Kerne höher zu treiben. Eigentlich nichts anderes als mit Wasser. Da macht ja auch keiner 2 Bohrungen in die Grundplatte und mault das das Kaliber ungleichmäßig warm ist.
    • Hallo Kollegen,
      bei Formen welche mit Temperaturen ab 160°C. betrieben werden nutzen wir elektrische Flächen-Heizungen als auch Fluid-Temperierung in Kombination.
      Der Vorteil der umlaufenden Flächenheizungen liegt in der gleichmäßigen Aufheizung der Form. Zur Wärmedämmung verwenden wir Heizkissen mit welchen die Flächenheizungen isoliert sind. (Spritzgieß-Formen bis 2,5 to)

      Zur Regulierung der Formtemperatur innerhalb der Kavität (Wärme-Energieeintrag durch die Schmelze) wird die Fluid-Temperierung einbezogen. Bei einigen Projekten haben wir in der Vergangenheit in konturnahen Bereichen ergänzend zu Fluid-Temperierungen auch mit Heizpatronen und / oder eingepressten Heizwendeln mit guten Erfolg gearbeitet.

      Grundsätzlich werden immer mehrere Temperaturfühler für die Prozessführung eingebaut.

      Für die Positionierung der Fühler gehört eine gute Übersicht über die Wirkweise der Temperierkreise. Es ist darauf zu achten, dass nicht nur eine "isolierte Position" abgefragt wird.
      Die Wirksamkeit der Temperiersysteme und die Fühlerpositionen werden bei uns immer durch Simulationen abgesichert.

      Selbst variotherme Prozesse sind zur Optimierung der Zykuszeiten bei "Hochtemperatur-Anwendungen" möglich. Aber auch hier wird bei uns simuliert um Informationen zur Veränderung von Kristallisationen der Matrix zu erhalten.

      Für die Auslegung der elektrische Heizung kann ich die Firma Ihne + Tesch empfehlen. Wir arbeiten mit dieser Firma seit vielen Jahren sehr gut und erfolgreich zusammen.