Reinigung der Werkzeuge

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    • Reinigung der Werkzeuge

      Hallo zusammen,
      ich muss hier nochmal nerven. :P

      Wir verarbeiten PC/ABS (50/50) auf einem Werkzeug mit strukturierter Oberfläche die auch beschichtet ist.
      Wir spritzen über einen HK an. Allerdings gehen wir danach direkt in einen Anguss über. Es handelt sich hier um einen Rahmen mit strukturierter Oberfläche der absolut matt sein muss.
      Nun haben wir eine oder 2 Problemstellen, wo wir die geforderte Oberflächenqualität nicht mehr erreichen.
      Die Oberfläche können wir nicht im Werkzeug messen. Bedingt durch die Konstruktion und zu breiter Messköpfe der Geräte kommen wir nicht auf die Fläche.
      Reinigung brachte immer nur kurze Verbesserung. Spritztechnisch sind wir am Ende. WZ temp liegt auch schon bei 85 Grad. Vom Datenblatt her maximal 80 Grad.
      Nun haben wir ein Trockeneisgerät angeschafft.
      Habt ihr da schon Erfahrungen gemacht? Arbeitet jemand damit?
      Unsere Ergebnisse waren recht positiv. Selbst wenn wir noch im erlaubten Messwert vom Glanz drin waren, wurde die Oberfläche nach der Reinigung mit Trockeneis wesentlich besser. Ist natürlich auch nicht auf Dauer eine Lösung, auch wenn das Ergebnis für sivh spricht. Jeden Tag aber anhalten und rinigen um zu gucken ob es dann wieder passt, ist auch aufwändig. Liegt es an Ablagerungen in der Oberfläche?
      Das ist jetzt ziemlich viel, aber vielleicht hat ja noch jemand gute Vorschläge. :thumbsup:
    • Reinigungsgeräte mit Trockeneis sind eine gute Sache und helfen dem Werkzeugbau und der Produktion die Werkzeuge schnell zu reinigen. Bis jetzt habe ich nie gehört, dass die Reinigung mit Trockeneis schlechte Ergebnisse liefern würde.

      Bei eurem Problem solltet ihr mal schauen, ob die Entlüftung passt, wenn es immer an der gleichen Stelle auftritt.

      Und aus Interesse mal gefragt. Wieso nicht eine Direktanspritzung?
    • Wir müssen, konstruktionsbedingt, die Teile hinter der Sichtfläche anspritzen. Sprich wir leiten die Anspritzung unter der Sichtfläche ein, damit die Oberfläche top wird. Seitlich zur Sichtfläche können wir nicht rein.
      Auswerferseitig sind dann auch noch die Verrastungen etc.
      Sicher, man hätte das auch DS-seitig gestalten können, selbst über Schieber und nur die Sichtfläche auf der AS abbilden können. Das war alles lange vor mir, nun versuche ich da zumindest etwas zu verbessern.
      Unser WZbau hat kein Trockeneingerät. Diese Reinigung übernehmen wir dann quasi. Also im Groben, wenn sich das "neue System" auch bei denen eingeprägt hat, die schon lange da sind.
      Es gibt mehrere Missstände, die ich dort nicht gerne sehe. Ich bin, leider, der einzige der mit Prozessvisualisierung arbeitet. Selbst ohne WID gibt es mir Aufschluss, was in der Form passiert. Ich kämpfe da etwas gegen Windmühlen. "Was willst du mit der bunten Seite?" Von gestandenen Einrichtern, deren Wissen ich auch sehr schätze und nutze. Aber in der Hinsicht etwas rückständig.
      Gut, das fällt unter einen anderen Bereich. Aber es verdeutlicht doch etwas, was ich nicht sonderlich toll finde. Und das zieht sich über viele Bereiche.
      Ich will nicht sagen, dass ich vollkommen bin. Auch ich mache Fehler. :D Ich lerne stets dazu. Das erfolgt über die Jahre, selbstständige Bildung, Weiterbildung und nicht zuletzt über euch. Großes Lob also an euch alle. :thumbsup:
    • Zum Thema Entlüftung:
      Meines Wissens nach, wurden die Formen ürsprünglich für PA konstruiert. Es wurden so viele Materialien (Kundenseitig) bemustert...letztendlich hat sich der Kunde für PC/ABS entschieden. Das gefiel ihm einfach gut. Sicherlich wurden dann noch einige Dinge angepasst.
      Unsere Entlüftung würde ich als gut bezeichnen. Ich weiß nur nicht, ob es konstruktiv Unterschiede gibt, je nach Kunststoff. Da bin ich nicht bewandert. Wir versuchen aber schon den Schließdruck so gering zu halten, ohne dass wir Gratbildung bekommen.
    • Behrens schrieb:

      Überwiegend entstehen die *Werkzeugbeläge* (kondensierte Gase) durch die *Ausgasungen auch der Fliessfront* während des Füllens. Dieses lässt sich über eine *bessere Entgasung beim Plastifizieren mit der 3-Zonen-Schnecke* minimieren.
      Aus meiner langjährigen Berufserfahrung aus dem Bereich Extrusion, kann ich das nur besstätigen. Eine ordentliche Entlüftung (Entgasung) in der Verfahrenseinheit vermeidet so einiges an Problemen welche man im Werkzeug nur bedingt kompensieren kann.