Immerwieder falsches Material in Tonnen aufgefüllt

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    • Immerwieder falsches Material in Tonnen aufgefüllt

      Hallo Miteinander,

      Mich würde Interessieren, wie euer Materialhandling aussieht und ihr vermischtes Material (Granulat) in den Materialtonnen vermeidet.

      In letzter Zeit kommt es immer wieder vor, dass wir unmengen an Granulat entsorgen müssen, da falsches Material in den Tonnen aufgefüllt wurde.
      Derzeitige Situation ist, dass ca. 20 Materialtonnen, mit dem entsprechenden Materialzettel an der Zentralen Materialversorgung stehen und Sackweise die Tonnen
      befüllt werden müssen. Die Materialbereitstellung befindet sich ein paar Meter nebenan. Wo es möglich ist, haben wir Oktabins im Einsatz.

      Gibt es eventuell technische Lösungen? Freue mich auf Antworten.

      Gruß Armin
    • Hallo Armin
      Wir haben dies durch farbliche Kennzeichnungen gelöst.
      zB. roter Zettel mit Nummer und gleicher Zettel an der Materialpalette .
      Abtrennungen zwischen den Materialtonnen ist auch sehr hilfreich , damit verirren sich nicht einzelne Körner in eine andere Tonne und kontaminieren so diese. Musterpäckchen mit Granulat an den Tonnen kannst du probieren
      Eine Schulung der Mitarbeiter ist aber das wichtigste ! Wenn möglich nur ein Mitarbeiter pro Schicht der die Verantwortung über das Material hat und auch begreift welche Folgen ein vertauschtes Material mit sich bringt.
      Gruß Matthias
    • Das mit der Farblichen kennzeichnung habe ich mir auch schon überlegt, jedoch ist das bei 20 verschiedenen Materialien warscheinlich sehr schwierig.
      Auch habe ich mir über Trennwände gedanken gemacht.
      Zu 100% kann man dann aber immernoch nicht sicher sein, dass Material nicht mehr vertauscht wird. Mich würde sehr interessieren, ob
      jemand eine technische lösung dafür im Einsatz hat.

      Grüße
    • Ich erzähle einfach mal wie es bei uns ist, vielleicht hilft es dir ja.
      Die technische Lösung ist bei uns, dass das meiste einfach direkt vom großen Silo kommt, welcher vom LKW befüllt wird. Das macht ca. 80% unseres Materialbedarfs aus, 5 Silos mit 5 unterschiedlichen Materialien. Für die 20% (also für die 80% natürlich auch, Anlieferung etc.) haben wir einen Mitarbeiter eingestellt der sich darum kümmert, Verantwortung dafür trägt und der sich damit natürlich auch auskennt. Er hat zwar auch andere Aufgaben aber den Großteil ist er mit den Materialien beschäftigt.
      Das kann man natürlich nur machen, wenn auch die Mengen benötigt werden & das ist bei euch offenbar nicht so.
      Es gibt bzw. gab 2-3 Außnahmen, bei denen die Maschinenarbeiter die Materialien auffüllen müssen. Im Materiallager steht eine Palette mit Materialsäcken und auf diesen ist an der Außenseite die genaue Bezeichnung aufgedruckt (habe ich noch nie anderes gesehen). Da achten die Mitarbeiter drauf und an der Maschine steht ein Materialtrichter, der auch noch mal mit einem beschrifteten Zettel versehen wurde. Das wird dann verglichen und dann reingekippt.
      Wieso ich geschrieben habe es gab diese Ausnahmen... Es ging jahrzehnte gut, aber nachdem es auch nur 1x von einem Maschinenarbeiter falsch gemacht wurde, füllt es jetzt nur noch unser Materialbeauftragter auf. Auf Material haben die Maschinenarbeiter keinen Zugriff mehr... Da können ja sowohl Maschine als auch Werkzeug beschädigt werden, das ist das schlimmste was passieren kann aber es wird auch definitiv Ausschuss produziert, was man nicht gleich merkt (ausschließlich Schüttgut, deswegen).
      Eine technische Lösung für die 20% hab ich leider nicht, sobald es mit Materialsäcken zu tun hat und Mitarbeiter daran werken die dafür nicht geschult sind, kann immer was schief gehen.
    • Festhalten muss man, auch erkennbar aus den 3 Beiträgen vorher, dass es keine rein technische (sichere) Lösung bei der Materialversorgung einer Spritzerei gibt.

      Unverständlich ist auch immer wieder, dass gewisse Teilprozessschritte hin zum Formteil mit hohem Qualitätsanspruch mit möglichsten *Minimalaufwand* ablaufen sollen, heisst: Die komplette Materiallogistik muss a) mit anspruchsvoller Technologie und b) mit kompetentem geschulten Personal geschehen.
    • Geschultes und kompetentes Personal ist das Stichwort in Behrens Beitrag.
      Für mich ist euer Problem nicht nachvollziehbar. Wenn alles gut sichtbar und logisch beschriftet ist, kann es nur am Desinteresse und Planlosigkeit
      der Mitarbeiter liegen.
      Wir beschriften unsere Trichter, Trockner oder Tonnen "nur" mit der Materialbezeichnung z.B. "Zytel 70" oder "Delrin 500".
      In den letzten 5 Jahren ist es nicht einmal passiert, dass falsches Material eingefüllt wurde.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Hateman ()