Verunreinigung im Kunstoff

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    • Verunreinigung im Kunstoff

      Hallo,
      kennt jemand von euch ein gutes Analyselabor das Verunreinigungen im Kunststoff bestimmen kann?
      Wir haben in der Schmelze immer wieder kleine Fremdpartikel deren Herkunft völlig unklar ist.
      Aus der SGM kann es eigentlich nicht kommen, da nur ein Kunststoff auf der SGM läuft. Der HK Hersteller hat das System bereits mehrfach gereinigt und
      schwört das es nicht aus dem HK-System kommen kann. Der Kunststoff ist original verpackte Sackware vom Hersteller, an dem ebenfalls nichts zu erkennen ist.
      Trotzdem haben wir Fremdpartikel in der Schmelze die teilweise so groß sind das die Anspritzpunkte verstopfen.
      Um der Sache aufzuklären möchte ich nun erstmal wissen um was es sich bei den Partikeln handelt.
      Gruß Reforger
    • Im Normalfall lässt sich die Zusammensetzung einer Verunreinigung mit dem richtigen Analyseverfahren leicht bestimmen. Die eigentliche Frage ist dann aber, wie diese in ins Material kommen konnte.

      Wie sehen denn die Partikel unter dem Lichtmikroskop aus? Hast Du mal ein paar Fotos gemacht? Und um welches Material handelt es sich denn?
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    • Ja, es wäre tatsächlich interessant, die genaue Bezeichnung des Kunststoffes zu kennen. Denn ob in Originalsäcken oder nicht, ist völlig irrelevant. Ein Recyclingkunststoff, der nicht A- oder mindestens B-Ware ist, kann u.U. Fremdmaterial oder Partikel enthalten, die nicht vollständig oder gar nicht aufschmelzen. Manchmal wird dem Kunden auch noch mitgeteilt: "Nicht für Nadelverschluss und Heißkanal geeignet". Wird dann trotzdem mit Nadelverschluss oder kleinen Anschnitten (z.B. unter 0,5mm) gearbeitet, können diese Bestandteile zu Problemen führen.
      Auch sogenannte "NT-Ware" kann trotz Originalsack Verunreinigungen enthalten. Denn NT heißt i.d.R "nicht typkonform". Trotz Originalware billiger, aber eben nicht ganz in Ordnung. Wird von Einkäufern oft und gerne genommen, weil preiswert. Ausbaden muss es dann der Spritzer an der Maschine.
      Allerdings können auch Bestandteile, wie z.B. Teflon oder Fasern, die durchaus Inhalt des Produktes sein sollen, bei ungeeigneten Angusssystemen Probleme verursachen.
      Es kann in der Analyse allerdings problematisch werden, wenn diese Störungen nur 1 oder 2 mal pro Tonne oder selbst pro 100kg auftreten. Da sollten dann schon die Verstopfungen gesammelt werden und der Analytik zur Verfügung gestellt werden. Die suchen sich sonst im Labor dumm und dusselig. Und das kostet dann richtig Geld oder die Antwort lautet "ohne Befund".
    • Wie petersj bereits sagte, kann bei allem anderen als Neuware leider immer etwas enthalten sein, was dort nicht hineingehört.

      Die Partikel (mal schwarz, mal bunt) entdecken ich dann in den Bruchflächen der Probekörper (Zug.- und Schlagstäbe), wenn die Verunreinigungen sich durch die gesamte Materialcharge ziehen.
      Kann aber auch sein, dass man bei Anlieferung eine Probe aus dem Gebinde zieht, wo gerade nichts fremdes enthalten ist.

      Oft sind es Partikel von Fremdkunststoffen, die einen höheren Schmelzpunkt haben. Sehr unangenehm sind auch Kautschukpartikel, die sich nicht mit dem Thermoplast verbinden und sich ebenfalls in den Bruchflächen wiederfinden oder, was auch schlecht ist, an die Formteiloberfläche geraten. Dies führt dann zu Kratern/Löchern auf der Oberfläche des Spritzteils, was die das Teil, je nach Einsatzzweck, unschön bis unbrauchbar macht.

      Eine andere Möglichkeit wäre, dass der Fehler innerbetrieblich besteht. Ist es auszuschließen, dass die Saugleitungen, Maschinentrichter+ Filter genaustens gereinigt werden?

      Aber wie gesagt, ein Produktname könnte vielleicht etwas Klarheit ins Nebelfeld bringen!
    • Moinsen,

      Material ist ein Hostaform C9021, absolute A-Ware, nix recyceltes oder so.
      Das die Fremdstoffe aus dem Sack kommen kann ich zu 99,9% ausschliessen.

      Ich glaube vielmehr dass es sich um verbranntes Material handelt welches sich im HK ablagert und dann gelegentlich mit ausgespült wird,
      oder aber um Produktionsrückstände aus der Fertigung des HK Systems selber.
      Wenn ich genaus wüsste um was es sich bei dem Fremdmaterial handelt könnte ich die Fehlerquelle eingrenzen, daher
      meine Frage nach einem geeignetem Prüfinstitut.
      Gruß Reforger
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    • Ok, ein Wald und Wiesen POM (ist nicht negativ gemeint !)
      OK. was sollte da schon drin sein? Ich kann es mir auch nicht vorstellen.

      Habt Ihr das Problem dauerhaft? Was für Material lief vorher auf der Machsine, mit dem gleichen Zylinder/Schnecke?
      Wurde schon Reinigungsgranulat eingesetzt?

      Gubt ein vielleicht ein Foto von den Fremdmaterial/Partikel?
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    • Hallo,
      der Fehler es gefunden, es handelt sich bei dem Fremdpartikeln um Produktionsrückstände aus der HK Fertigung.
      Diese waren an den Fließkanälen festgebacken und haben sich Nach und Nach gelöst.
      Nach gründlichster Reinigung der Düsen ist das Problem behoben.
      Danke soweit an alle Beteiligten.
      Gruß Reforger
    • Hahahahaha, Heisskanal Hersteller uebernimmt Kosten fuer Produktionsausfall, wird nicht passieren ;)

      Mich wuerde interessieren was das fuer Produktionsrueckstaende waren, normal kann halt ein bisschen Schleifstaub in den Kanaelen sein, wenn Kunststoff eingespritzt wird setzt sich das aber normal ziemlich schnell alles in der naehe vom ASP ab und wenn man 1-2x die Kunststoffkappen von den Duesen gezogen hat sollte alles weg sein.

      Magst du mal sagen welcher Heisskanal Hersteller das ist?
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    • Moin nochmal,
      es handelte sich hier um verschiedenste Rückstände, da bei diesem HK-System der Spülprozess nach Abschluss der Fertigung nicht korrekt durchgeführt worden ist,
      von Schleifstaub über Kühlmittelrückstände usw.. war alles dabei.
      Ein erneutes Spülen während der ersten Wartungsschleife brachte nichts, da die Rückstände bereits angebacken waren. Erst das mechanische Reinigen während der zweiten
      Reinigung brachte den Erfolg.
      Wer jetzt für die Kosten und Ausfälle aufkommt wird eine Etage über mir entschieden :D
      Welcher HK- Hersteller das war tut meiner Meinung nach nichts zur Sache; ich mag es nicht bei solchen Themen die Firmennamen öffentlich zu benennen.
      Gruß Reforger