Was kostet es, die Kavität eines Spritzgießwerkzeugs aufzurauhen?

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    • Was kostet es, die Kavität eines Spritzgießwerkzeugs aufzurauhen?

      Hallo!

      Mein Kunde möchte ein Werkzeug haben, das innen, in der Kavität, aufgerauht ist. Welche Möglichkeiten gibt es? Erodieren kenne ich schon, da braucht man pro Seite eine Elektrode, die natürlich Kosten verursacht. Wie sieht es mit Strahlen aus? Nimmt man Sand, Stahlpartikel, Kugeln oder was? Wie verhindert man, dass die Kanten beschädigt werden? Muss dazu eine Schablone gefertigt werden? Was ist mit Ätzen? Ist das billiger? Eigentlich geht es mir nur um die ungefähren Kosten, aber ohne Formdaten kann man die wohl nicht abschätzen, deshalb meine Fragen, wie es funktioniert, dann kann ich es vielleicht selber schätzen.

      Danke.

      Grüße

      Andreas
    • Hallo,

      es gibt viel Möglichkeiten eine Oberfläche zu bearbeiten.
      Die Frage ist, was will Dein Kunde genau.

      Es gibt auch eine sehr günstige Variant. Du kannst der Oberfläche eine Strichpolitur zukommen lassen.
      Ich würd klären was der Kund möchte.
      Im Anschluss Deinen Werkzeugmacher ein Angebot machen lassen, die Notwendige Zeit die er braucht geben lassen und dies mit deinem Kunden klären.
      Die Kosten dafür muss doch Dein Kunde tragen.
      Sein Wunsch, sein Aufwand.

      Wenn Du etwas machst, was Ihm nachher nicht gefällt, hängst Du mit den Kosten alleine dran.
      Dann kann es richtig teuer werden.

      PS.

      Oft hat ein Werkzeugmacher Oberflächenmuster.

      Die kannst Du ja deinem Kunden schicken. Da kann er sich eine aussuchen.
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    • Wie soll das gehen?
      Du bietest dem Kunden eine gestrahlte Oberfläche an und der kommt dann mit einer Idee eine geätzte VDI-Oberfläche zu bestellen - zum Preis einer gestrahlten? Der sollte im Vorraus doch eine Vorstellung der Wunschnarbe haben? Dann kann man erst den Preis machen. Zumal die Größe der Fläche und deren Form starken Einfluss auf den Preis hat.
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    • Hallo,

      die genauen Kosten kann man hier im Forum natürlich nicht erahnen. Du hängst bei dem Thema jedoch auch in der Luft wenn Dein Kunde Dir nur sagt "mach mal die Oberfläche grober".

      Es gibt in der Regel bei jedem Werkzeugbauer Referenzmuster wie z.B. das hier (Erodierstruktur nach VDI 3400)

      Vergleichsmuster

      Ich würde mir an Deiner Stelle solche Muster besorgen und den Kunden fragen welche Oberfläche er möchte. Der kann Dich doch nicht mit so unbedachten Äußerungen konfrontieren.

      Diese Muster gibt es natürlich auch auf Kunststoffplatten zum vergleichen.

      Erst wenn der Kunde eine Oberflächenstruktur gewählt hat kannst Du das Bearbeitungsverfahren auswählen und ihm ein Angebot machen.
      Alles andere wäre mir an Deiner stelle zu riskant.

      LG
      Klabuster
    • Hallo

      für was sollst Du denn deinem Kunden ein Angebot machen???

      Es gibt so viele verschiedene Arten von Oberflächen!

      Dann wird es natürlich etwas schwerer.

      So! ich würde an deiner Stelle wie folgt vorgehen.

      Wenn mein Schlosser nur fräßen und bohren kann, würde ich mich nach einem Werkzeugmacher umschauen.
      Dem würde ich das Produkt zeigen.


      Er würde mir Oberflächenmuster geben, mit diesen Muster würde ich zum Kunden gehen.

      Der Kunde würde mir seinen Wunsch sagen, welche Oberfläche er möchte.

      Mit dem Kunden würde ich die Fläche festlegen, welche geändert werden soll.

      Im Anschluss würde ich zu meinem Werkzeugmacher gehen (nicht zu meinem Schlosser) er würde mir ein Angebot machen, darauf würde ich meinen Aufwand zzgl. einen Gewinn von min. 30% aufschlagen und fertig.

      Ich finde es sehr sonderbar, dass Du ein Angebot machen sollst und weisst nicht für was?

      Solche Kunden sind meisst die, welche hinterher unzufrieden sind und deine Bemühungen im nachhinein schlecht machen. Dabei waren vorher seine Vorgaben beschissen.

      PS.

      Ich selbst suche derzeit auch Werkzeugmacher im Raum BW. evtl. hat jemand hier gut Kontakte.

      Danke im Voraus.